PTB-Presseinformation: In Bodenproben keine Spur von Hitlers Bombe - vom 15.02.2006

PTB-Presseinformation: In Bodenproben keine Spur von „Hitlers Bombe“

Quelle: http://www.ptb.de/de/aktuelles/archiv/nachrichten/2006/bombe.htm

15. Februar 2006
PTB-Presseinformation

In Bodenproben keine Spur von „Hitlers Bombe“
PTB legt Analysebericht zu Bodenproben aus dem thüringischen Ohrdruf vor

Das thüringische Ohrdruf steht unter Beobachtung, seitdem der Historiker Rainer Karlsch mit seinem Buch „Hitlers Bombe“ Spekulationen um eine mögliche Kernexplosion in Hitler-Deutschland im Jahre 1945 nährte. Bodenproben aus dem dortigen Gebiet – heute ein Truppenübungsplatz der Bundeswehr – wurden in den letzten Monaten von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) im Auftrag des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) untersucht. Die Ergebnisse der Radionuklidanalysen liegen jetzt vor. Die Messwerte geben keinen Hinweis, dass andere Quellen als der Fallout oberirdischer Atombomben-Tests in den 1950er/1960er Jahren und der Reaktorunfall in Tschernobyl im Jahr 1986 für die Bodenkontaminationen verantwortlich sind. Insgesamt zeigen die PTB-Messergebnisse für eine Kernexplosion „keinen Befund“.

Die Thesen des Historikers Karlsch ließen im vergangenen Jahr auch das ZDF hellhörig werden. Bodenproben vom Truppenübungsplatz Ohrdruf wurden daher der PTB übergeben, um diese auf ihre Kontamination mit Radionukliden untersuchen zu lassen. Denn eine Kernexplosion, wann immer sie stattgefunden hat, könnte sich auch heute, angesichts der langen Halbwertszeit

Das vergessene Lager... bei Espenfeld - vom 26.01.2006

Thüringer Geschichte - Das vergessene Lager
Das Jonastal bei Ohrdruf ist immer wieder gut für Geheimnisse rund um das Dritte Reich. Forscher der Gedenkstätte Buchenwald haben jetzt ein Rätsel um ein kaum bekanntes Lager gelöst.

Quelle: 26.01.2006 -> http://www.mdr.de/thueringen-journal/2430195.html

Der schlammige Acker an der Straße zwischen Espenfeld und Siegelbach hat nichts Auffälliges: Sträucher, Unkraut und Feldsteine prägen das Gelände. Auf der linken Straßenseite steht allerdings ein übergroßer Grabstein. Das ungepflegte Friedhofsgelände ist von Sträuchern und einem niedrigen Zaun umgeben. An der Spitze des Gedenksteines prangt ein sowjetischer Stern. Das Denkmal erinnert an erschossene sowjetische KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene. Etwa einhundert sollen es gewesen sein. Die Häftlinge waren für den Stollenbau im benachbarten Jonastal eingeteilt. Der Ehrenfriedhof wurde Ende der 40er Jahre am Ortsausgang von Espenfeld angelegt.

Die Häftlinge waren Insassen des Lagers Espenfeld. Doch was für ein Lager war das Lager Espenfeld? Bisher war über das Lager, die Größe, die Struktur, die Opfer und die Aufgaben kaum etwas bekannt. Forscher konnten bisher kaum mehr als die Existenz des Lagers bestätigen. Dokumente gibt es kaum. Doch nun sind Historiker der Gedenkstätte Buchen

Über die Verbindungen zwischen Echterdingen und Ohrdruf - vom 21.11.2005

Quelle: Suttgarter Zeitung Online am 21.11.2005

Die 119 Toten des Lagers haben wieder Namen

Eine Liste der Männer in den zwei Massengräbern liegt jetzt vor, doch bleibt eine Einzelidentifizierung unmöglich

LEINFELDEN-ECHTERDINGEN. Nummernbücher, Transportlisten, Todeseinträge: durch einen Vergleich verschiedener Quellen sind nun alle 600 Häftlinge des Lagers Echterdingens namentlich bekannt. Die 119 Toten können so identifiziert werden. Werden sich weitere Angehörige melden?

Von Thomas Faltin

Ein unbekannter Menschenverwalter hat vor 61 Jahren alle Namen der Häftlinge des Konzentrationslagers Echterdingen mit ruhiger Hand und in Schönschrift auf 21 Seiten erfasst: Von Moritz Albick bis Simon Zwilling stehen die 600 Namen untereinander in einem Buch des Schreckens, im Nummernbuch Natzweiler, das nun erstmals für Echterdingen öffentlich eingesehen werden konnte. Diese "Eingangsliste" verrät für jede Person zudem Nationalität und Geburtsdatum. So lüftet sich das Geheimnis um die Identität der Echterdinger Häftlinge. Im Übrigen hat der Schreiber auf jeder Seite mit feiner Linie quer über alle Namen eingetragen: "Juden - Juden - Juden". Damit bestätigt sich, dass alle Häftlinge jüdischen Glaubens waren.

Der jüngste Arbeiter des Lagers hieß Laszlo Kohn. Er war gerade 16 Jahre alt und starb aller Wahrscheinlichkeit nach in Echterdingen - an Hunger, Krankheit oder Kälte - sechs Tage vor seinem 17. Geburtstag. Elias Kohen war mit 61 Jahren der älteste Häftling und damit bereits ein Methusalem. Denn da man die 600 Männer nach ihrer Arbeitskraft ausgewählt hatte, galten alle über 50 Jahre als alt. Die größte Gruppe an Häftlingen stellte Ungarn. Von dort kamen 202 Männer, aus Polen 144, aus Griechenland 80, aus Frankreich 43 und aus Holland 32. Insgesamt hatten die Nazis Menschen aus 17 Staaten in Echterdingen ein

Sechs Jahre im Angesicht des Todes... auch im KZ Crawinkel - vom 07.12.2005

Quelle: Suttgarter Zeitung Online am 07.12.2005

Sechs Jahre im Angesicht des Todes

Benjamin Gelhorn hat das KZ Echterdingen am Flughafen und sechs weitere Lager überlebt


LEINFELDEN-ECHTERDINGEN. Benjamin Gelhorn ist einer von drei Männern, die noch über das KZ Echterdingen berichten können. Er hat sechs Jahre Getto, KZ und Arbeitslager überlebt. Traurig ist auch seine weitere Lebensgeschichte: Gelhorn wohnt in München in großer Armut.

Von Thomas Faltin

Der uralte Herd muss jetzt im Winter in der armselig eingerichteten Einzimmerwohnung auch als Heizung dienen: Benjamin Gelhorn zieht die Klappe herunter und dreht den Schalter auf die höchste Stufe - so fließt ein wenig Wärme in das Apartment. Menschliche Wärme hat Gelhorn sowieso immer vermissen müssen. Denn außer ihm sind alle aus der Familie umgekommen in der Schoah, im unfassbaren Völkermord an den europäischen Juden. Und auch nach dem Krieg ist Gelhorn alleine geblieben. Im Konzentrationslager (KZ) Crawinkel hatte man ihm zum Spaß statt einen zwei 50-Kilo-Säcke mit Zement auf d

Ohrdruf - Hiroshima - Nagasaki? - vom 31.10.2005

Quelle: www.zeit-fragen.ch

Ohrdruf - Hiroshima - Nagasaki?
Verblassende Erinnerung bedeutet akute Gefahr*
von Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz e.V., Berlin

Wer weiss, wo Ohrdruf liegt? Ohrdruf ist ein kleiner Ort in Thüringen in einer Gegend, die eher durch die Bach-Familie bekannt wurde als durch den dortigen Truppenübungsplatz und folgende Geschichte: Anfang des Jahres erschien das Buch «Hitlers Bombe», geschrieben vom Wirtschaftshistoriker Rainer Karlsch. Bemerkenswert ist sowohl der Inhalt des Buches als auch die harsche Abwehr seiner Thesen durch Historiker und Journalisten.

Es geht darum, mit welcher Begeisterung die deutsche technische Elite flächendeckend an Universitäten, in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, bei Marine, Luftwaffe, Heer und SS bis zum letzten Moment an verschiedenen waffentechnischen Spitzenprodukten gearbeitet haben. Die vielfach berichtete vornehm-listige Verweigerung von Carl Friedrich von Weizsäcker und Werner Heisenberg - stellvertretend für viele ihrer Kollegen - wird in den Bereich von Lüge und Legende verwiesen.

Die grössten Aggressionen gegen den Autor wurden durch seine These ausgelöst, dass es in Deutschland kurz vor

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