Bomben und Munitionsfunde

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Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon kps » Freitag 25. September 2020, 10:07

Spiegelmeldung vom 17.11.2019
Kinder angeln Weltkriegsmunition aus Teich
In der Nähe von Gotha haben Kinder mit einem großen Magneten gespielt - und zufällig Geschosse sowie Munition gefunden. Die Polizei sprach anschließend eine unmissverständliche Warnung aus.

Drei Kinder haben aus einem Teich im thüringischen Landkreis Gotha mehrere Munitions- und Geschossteile aus dem Zweiten Weltkrieg geangelt. Die Kinder hätten einen starken Magneten in den Teich im Stadtteil Wölfis gehalten und seien über ihren Fund erschrocken, teilte die Polizei mit. Als sie sich bewusst geworden seien, was bei dem Vorfall am Samstag an ihrer Angel hing, hätten die Kinder den Notruf gewählt. Menschen seien nicht verletzt worden. Beamte sperrten daraufhin den Fundort in Ohrdruf bei Gotha weiträumig ab. Der Munitionsbergungsdienst wurde gerufen.

Fundmunition sollte unbedingt an Ort und Stelle gelassen und die Polizei alarmiert werden, teilten die Beamten mit. Sie warnten eindringlich vor derartigen Freizeitbeschäftigungen.

Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/ohrdruf ... 96949.html
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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon kps » Freitag 25. September 2020, 10:09

Ich fang hier einmal einen Sammelbeitrag an für ähnlich gelagerte Meldungen. Es wird leider immer wieder was gefunden und das wird auch so weiter gehen.

VG
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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon kps » Freitag 25. September 2020, 10:15

Handgranate im Jonastal gefunden - , TA am 10.09.2019
ARNSTADT Bei einer Führung durch das Jonastal im Rahmen des Denkmaltages wurde im Bachbett der Wilden Weiße eine Handgranate aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Der Einsatz zur Bergung dauerte bis in den Abend.

Am Sonntag war wieder Denkmaltag. Tausende Interessierte schauten sich Museen, Kirchen und andere geschichtsträchtige Gebäude an. Auch der Jonastalverein mit Sitz im Rehestädter Weg in Arnstadt hatte wieder zu Führungen, unter anderem in das Jonastal zwischen Arnstadt und Crawinkel eingeladen. Hier mussten bis zum Ende des Krieges 1945 Tausende Häftlinge Stollen in den Berg treiben und bezahlten diese unmenschliche Arbeit mit ihrem Leben. Bei einer dieser Führungen des Vereins im Jonastal am späten Sonntagnachmittag wurde im Bachbett der Wilden Weiße völlig überraschend eine Handgranate aus dem zweiten Weltkrieg gefunden.

Quelle: https://www.thueringer-allgemeine.de/re ... 39391.html
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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon kps » Freitag 25. September 2020, 10:19

30.06.2020, Thüringen: Kinder spielen an der Hohen Schrecke – als sie diesen Fund machen, rufen sie sofort die Polizei

Eine Wanderung im Grünen an der Hohen Schrecke in Thüringen wurde für einige Kinder plötzlich brandgefährlich...
Bei haben sie eine gefährliche Entdeckung gemacht – und nicht gezögert, Polizei und Feuerwehr darüber in Kenntnis zu setzen.

Thüringen: Kinder machen bei Wanderung an der Hohe Schrecke einen gefährlichen Fund
Die Wanderung führte die Kinder durch das Gelände eines ehemaligen Standorts der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. Bei Lossa stießen die Kinder dann auf den gefährlichen Fund. Im Gras fanden sie alte Munition!

Die Kinder reagierten vorbildlich: Sofort informierten sie Polizei und Feuerwehr über ihre Entdeckung. Die Freiwillige Feuerwehr Roßleben sicherte den Fundort bis zum Eintreffen des Kampfmittelräumdienstes weiträumig ab.

Fund im Wald hätte übel ausgehen können - Die Kampfmittelbeseitiger identifizierten anschließend die Munition. Es handelt sich um zwei Panzerabwehrgeschosse aus den Beständen der russischen Streitkräfte.

Quelle: https://www.thueringen24.de/thueringen/ ... -Wald.html
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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon kps » Freitag 25. September 2020, 10:22

23.09.2020 Munitionsfund - Bei Bauarbeiten in der Straße Am Obertunk wurde heute Vormittag ein unbekannter Sprengsatz aufgefunden. Die Feuerwehr sperrte den Fundort für ca. zwei Stunden weiträumig ab. Ein Delaborierungsdienst kam zum Einsatz und transportierte den Gegenstand für eine kontrollierte Vernichtung gesichert ab. (ah)

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/126721/4715194

ARNSTADT Bei Arbeiten am Fundament für das neue Feuerwehrgerätehaus in der Arnstädter Straße Am Obertunk entdeckten Arbeiter am Dienstagnachmittag munitionsähnliche Gegenstände im Erdreich.

Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, ist am Dienstag gegen 14.31 Uhr bei Baggerarbeiten in der Straße am Obertunk in Arnstadt Munition gefunden worden. Sichtbar wurden zwei Granaten oder Granathülsen mit einer Länge von 80 Zentimetern. Die Polizei war vor Ort und sicherte den Bereich. Die Straße Am Obertunk wurde gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet. Der Munitionsbergungsdienst war vor Ort.

Die munitionsähnlichen Gegenstände entpuppten sich als zwei 8,8-Zentimeter Panzergranaten. Eine Granate war komplett, bei der anderen fehlte der Zündkopf. Beide wurden geborgen.

Quelle: https://www.thueringer-allgemeine.de/re ... 11391.html
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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon kps » Freitag 25. September 2020, 10:26

DREI MUNITIONSFUNDE IN ZWEI TAGEN IN THÜRINGEN, 07.09.2020
Pilzsammler hatten die gefährlichen Fundstücke in einem Waldstück in der Nähe der Schießanlage Wulst (Kreis Sonneberg) entdeckt und daraufhin die Polizei informiert.

Vor Ort fanden die Beamten dann fünf Geschosse für Panzerabwehrwaffen und verständigten im Anschluss den Kampfmittelräumdienst zur Beseitigung, teilte eine Sprecherin mit.

Bereits einen Tag zuvor war auch eine Pilzsammlerin auf eine auf dem Boden liegende Handgranate gestoßen. In Föritztal im Kreis Sonneberg fand ebenfalls am Samstag ein Mann zwei Minen. Diese lagen am ehemaligen Grenzstreifen bei Gessendorf. Der Kampfmittelräumdienst sprengte die Minen kontrolliert. Alles sei normal abgelaufen, niemand wurde verletzt, erklärte eine Polizeisprecherin.

Trotz der ungewöhnlich vielen Funde in den vergangenen Tagen bestehe kein Grund zur Beunruhigung, teilte die Polizei mit. Da momentan wieder viele Pilzsammler unterwegs seien, ist die häufige Zahl an Funden wohl eher auf Zufälle zurückzuführen - zumal sich der Fund am Sonntag in der Nähe einer Schießanlage abgespielt haben soll, heißt es.

Quelle: https://www.tag24.de/justiz/polizei/meh ... en-1638377
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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon kps » Samstag 26. September 2020, 18:03

Panzergranate gefunden - Am 29.08.2020 fanden wir beim Müllsammeln im Fluß Ohra in der Nähe des Tobiashammers eine scharfe Panzergranate. Hülse und Treibladung fehlten. Das Projektil sah nicht eindeutig danach aus, weil die Form des Hinterteils irritierte. So was hatte ich vorher noch nicht gesehen. Trotzdem legten wir es vorsichtig an den Uferrand und verständigten die Polizei - zu Recht. Nach Eintreffen der Polizei durfte ich gehen und wir haben weiter den Fluss gesäubert und den Kampfmittelräumdienst nicht abgewartet.

Das Geschoss bleibt nach dem Abschuss, gefährlich, da es beim Eindringen in die Panzerung auch nochmals explodieren soll. In dem Fall soll es sich um eine 88 mm Panzerabwehrgranate aus dem 2. Weltkrieg gehandelt haben.

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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon Chlotar » Samstag 26. September 2020, 18:59

Die würden zu Übungszwecken sehr viel auf dem Platz verschossen. Ich mutmaße einmal, das irgendein "Spitzbube" den Blindgänger dort gefunden hat und irgend wann "kalte Füße" bekam und das Ding in der Ohra versenkt hat.
Alternativ wäre auch die Verklappung größerer Mengen unmittelbar zum Kriegsende denkbar. Allerdings ist das wohl damals eher direkt in die Apfelstädt erfolgt.
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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon Stefan.W » Samstag 26. September 2020, 19:39

Moin KPS
Ich verstehe immer nicht wieso man''Blindgänger '' und einem unbekannte Munition noch anfassen bzw bewegen muss!!
Lasst sie dort liegen!Manche haben einen vorgespannten Zünder der auch noch nach 75 Jahren aktiv ist..
In meinen Augen absolut unverantwortlich was ihr da gemacht habt..!
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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon kps » Samstag 26. September 2020, 20:06

Nochmals lesen Stefan W. - Wir haben Müll gesammelt und den Flußlauf gereinigt. Neben jede Menge Plastik lag auch Schrott im Wasser und am Ufer. Ich hätte es auch gern vermieden, das Ding anzufassen insbesondere durch Jugendliche. Ich verstehe deine Ansage nicht und leider haben wir nicht die Erfahrung, Munition und dergleichen sofort mit Abstand zu erkennen, wenn nicht einmal eine Hülse dran ist.

Sinn der Beitragssammlung hier ist zu warnen, falls Jemand auch mal so was findet. [-aua-]

Danke Chlotar für dein Feedback. Die Apfelstädt und Übungsplatzrandbereiche sind sicher auch heute nicht frei von dem Dreckszeug. In der Ohra an der Stelle hätte ich es nicht direkt erwartet, aber das gilt wohl für viele Stellen. Nur die Wahrscheinlichkeit wird größer, wenn man an bekannten, ehemals munitionsverseuchten Stellen danach gezielt sucht.

[T:-I]
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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon Varga » Samstag 26. September 2020, 20:32

@kps: Blindgänger von einer verschossen Panzer- Artilleriegranate hat nie eine Hülse. Die Hülse mit der Treibladung verbleibt am Abschussort.

Gruss
Varga

NB: Wenn ein Gegenstand verdächtig nach Munition aussieht, liegenlassen, markieren, melden. Wenn man Glück hat, ist es ein Stück Ofenrohr.
Am Computer arbeiten ist wie Ubootfahren; öffnet man ein Fenster, gibt es Probleme.
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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon muhmer » Samstag 26. September 2020, 21:28

Melden ist gut. Aber nur der Polizei !! Wer den KMR selbst beauftragt muß damit rechnen das er für den Einsatz zur Kasse gebeten wird. Jedes Bundesland handhabt die Meldekette anders.
Gruß Andreas
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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon kps » Sonntag 27. September 2020, 07:44

Varga hat geschrieben:@kps: Blindgänger von einer verschossen Panzer- Artilleriegranate hat nie eine Hülse. Die Hülse mit der Treibladung verbleibt am Abschussort.

Gruss
Varga

NB: Wenn ein Gegenstand verdächtig nach Munition aussieht, liegenlassen, markieren, melden. Wenn man Glück hat, ist es ein Stück Ofenrohr.


Scheinbar drück ich mich nicht richtig aus bzw. hatte zu wenig Erfahrung mit Panzergranaten, um dies Erfahrungen an die Findenden vorher weiterzugeben, falls sie mal so was aus dem Wasser ziehen. Ich bezog mich mit Hülse und Treibladung auf den letzten Fund in Arnstadt. So einen Fund, wenn man ihn wirklich komplett und nicht nur in Teilen freigelegt sieht, wird sicher jeder liegen lassen. Dass die Hülse nicht neben verschossenen Granaten/Geschossen liegen wird, ist mir klar.

In unserem Fall steckte die Haube/Spitze im Boden (siehe Rostspuren) und der s.g. Bodenzünder schaute oben raus. Erst als das Teil komplett in der Luft war, kamen die Zweifel. Ich mache da Niemanden einen Vorwurf, dass er erst mal nur an Schrott dachte. Von oben muss man schon sehr viel Erfahrung mit dem Zeugs haben, um es nach 75 Jahren im Wasser sofort zu erkennen. Ich habe nicht vor, so ein Teil noch mal zu finden, aber ich bin jetzt mit den Findenden noch etwas besser vorbereitet. Nochmals - Ich stelle die Erfahrungen nur als Warnung ein. Über die Gefahren war und bin ich mir bewusst.

Quelle für die schematische Darstellung: https://docplayer.org/15307368-Identifi ... mberg.html

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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon kps » Sonntag 27. September 2020, 08:08

muhmer hat geschrieben:Melden ist gut. Aber nur der Polizei !! Wer den KMR selbst beauftragt muß damit rechnen das er für den Einsatz zur Kasse gebeten wird. Jedes Bundesland handhabt die Meldekette anders.


Diese wage Info ist wenig hilfreich. Aus meiner pers. Sicht ist der Anruf direkr beim KMR nicht vorgesehen und die Polizei der erste Anpsrechpartner. Nicht der Finder/Melder zahlt in der Regel sondern der Grundstücksbesitzer, wo der Munitionsverdacht gemeldet wurde. Daher wird FUndmunition oftmals noch mal bewegt. Wer sieht das anders?

Lasst uns das mal für Thüringen hier zusammenfassen, weil es immer wieder unterschiedliche Auffassungen gibt. Auch wird oft die Meinung geäußert, dass deutsche Munition anders abgerechnet wird als alliierte Fundmunition. Ich kann auch nur meine recherche kurz zusammenfassen,

Ich beziehe mich zunächst mit meiner ersten Zusammenfassung hierauf.
https://buerger.thueringen.de/detail?ar ... tId=354948

...An wen muss ich mich wenden?
An Ihre örtlich zuständige Ordnungsbehörde oder nächstgelegene Polizeidienststelle.
...
Welche Gebühren fallen an?
Die Kosten, insbesondere des Bergens, des Transportes und der Vernichtung der Kampfmittel werden grundsätzlich dem Eigentümer, auf dessen Grundstück die Munition gefunden wurde, auferlegt. Dieser kann beim Thüringer Landesverwaltungsamt einen Antrag auf Übernahme der Kosten stellen.


Bayern und Thüringen haben die Entschärfung und Vernichtung der Kampfmittel an private Kampfmittelbeseitigungsfirmen übergeben, andere Länder übernehmen beinahe jeden Schritt selbst. Nur für Thüringen gilt:

Erlass des Thüringer Innenministeriums vom 23.02.1998 (Thüringer Staatsanzeiger Nr. 11/1998) zur Übertragung von Entschärfung, Transport, Lagerung und Vernichtung von Kampfmitteln auf die Firma Tauber Delaborierung GmbH


Quelle: https://www.bfr-kmr.de/anhang_1.3.16.html

Die Kosten für die Beseitigung werden auf verschiedene Schultern verteilt und es ist meiner Ansicht nach wichtig, ob das Grundstück, wenn es nicht dem Bund oder Land gehört, gewerblich genutzt wird oder nicht.

Der Bund ist nur für die Gefahrenabwehr auf seinen eigenen Liegenschaften verantwortlich – wie auf dem ehemaligen Truppenübungsplätzen. Er bezahlt aber die Beseitigung eines Kampfmittels auch auf den ländereigenen Gebieten, wenn es sich um ein Kampfmittel des ehemaligen Deutschen Reiches handelt. Für die Entsorgung der Munition der Alliierten müssen die Länder aufkommen. Seit 2016 gibt es zusätzlich einen einmaligen Topf von 60 Millionen Euro, mit dem der Bund die Länder finanziell bis 2021 unterstützt. Liegt die Munition auf einem privaten Grundstück, wird etwa vor oder während eines Hausbaus gefunden, muss der Bürger zunächst die Rechnung vorstrecken.

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/inl ... 14-p2.html

In Thüringen übernimmt dann allerdings das Land aus Gründen der Verhältnismäßigkeit die Kosten für Evakuierung, Bergung, Entschärfung, Transport und Vernichtung.

Aus Billigkeitsgründen und ohne Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung erstattet bzw. übernimmt das Thüringer Landesverwaltungsamt (Referat 230) nach Antragstellung die Kosten für Befördern/Verbringen, Lagerung und Vernichtung von nicht ehemaliger reichseigener Munition und so genannten Fehlalarmen gegenüber kommunalen Gebietskörperschaften und Privatpersonen. Das besagte Grundstück darf zudem nicht für die Erzielung von Einkünften genutzt werden.

Beim Auffinden von ehemals reichseigener Munition sind alle Rechnungsempfänger antragsberechtigt. Das Thüringer Landesverwaltungsamt beantragt eine Kostenrückerstattung beim Bund (vertreten durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben). Der Bund erstattet die Kosten für Befördern/Verbringen, Lagerung und Vernichtung nach geltender Staatspraxis. Sind Flächen nachweislich mit ehemaliger reichseigener Munition belastet, kann das Thüringer Landesverwaltungsamt beim Bund einen Antrag auf Erstattung der Kosten für die Kampfmittelsuche stellen. Ein vorheriges Antragsverfahren ist notwendig.


Quelle: https://www.bfr-kmr.de/anhang_1.3.16.html

Fazit: Der Finder und Melder bekommt in der Regel nie eine Rechnung, wenn er nicht auch gleichzeitig Grundstücksbeistzer ist. In Thüringen ruft man immer die Polizei und die klären den Rest. Für die Entsorgung Deutscher Kampfmittel kommt in der Regel der Bund auf.

Wer sieht das anders bzw. hat persönlich andere Erfahrungen in Thüringen gemacht?

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Re: Bomben und Munitionsfunde

Beitragvon kps » Sonntag 27. September 2020, 08:33

Ein weiterer Munitionsfund mit Meldung bei der Polizei, der es ebenfalls nicht in die Presse geschafft hat, geschah am 08.06.2020 am Aueteich Crawinkel auf einer Bank. Jemand hat die Granate dort einfach abgelegt. So was passiert leider immer wieder. Auch im Kienberg lag schon öfters Munition plötzlich gut sichtbar am Wegesrand.

Aus meiner Sicht eine Minenwerfer Granate ggf. ohne Aufschlagszünder - also nachträglich betrachtet ggf. eine weniger gefährliche Übungsgranate. Hier im vergleichbaren Bild steht "Manipuliergranate". Gibt es einen Unterschied zwischen nicht-explosiven Mörser-Übungsgranaten und Manipuliergranaten?

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Mw_ ... berg_1.JPG

Abgesehen von der nachträglichen Gefährlichkeitsbetrachtung ist aus meiner persönlichen Sicht die Mörsergranate besser als Munition zu erkennen als die Panzergranate aus der Ohra... ohne mein/unser "unverantwortliches" Verhalten des Aufhebens rechtfertigen zu wollen.

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