Energieübertragung ohne Kabel

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Energieübertragung ohne Kabel

Beitragvon MunaUede » Freitag 22. August 2008, 08:47

Sicherlich etwas für die "wahren" Jonastal-Fans. xD

Intel zeigt drahtlose Energieübertragung
Der Laptop lädt sich drahtlos auf, während der "intelligente" Haushaltsroboter mit Gedankensteuerung den Kaffee serviert. Zukunftsvisionen aus dem Hause Intel.
Am Donnerstag hat Justin Rattner, Technologiechef des Chipherstellers Intel, auf der Entwicklerkonferenz des Unternehmens [IDF] in San Francisco einen Einblick in die Tätigkeit der Forschungslabors gegeben.

Die Industrie habe in den vergangenen 40 Jahren größere Fortschritte gemacht, als man es sich damals habe vorstellen können, so Rattner. Er fuhr damit fort, ein in den Intel-Labors hergestelltes Experiment zur drahtlosen Übermittlung von Energie vorzuführen. Auf Grundlage von Prinzipien, die Wissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology [MIT] gefunden haben, entwickelten Intel-Forscher die Technologie Wireless Resonant Energy Link [WREL].

Damit konnte Rattner auf kurzen Abstand immerhin eine 60-Watt-Glühbirne zum Leuchten bringen. Mehr brauche man auch nicht, um ein zeitgenössisches Notebook zum Laufen zu bringen, so der Intel-Technikchef. Mit dieser Technologie, die auf dem Prinzip der Resonanz beruhe, sei es möglich, Batterien eines Notebooks über die Distanz von einigen Zentimetern drahtlos wiederaufzuladen.

Quelle: http://futurezone.orf.at/it/stories/301958/ 22.09.2008
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Beitragvon Silko » Freitag 22. August 2008, 10:27

Wusst ich es doch.... Meine Zahnbürste macht so etwas auch:

http://electronics.howstuffworks.com/wireless-power.htm

PS: auf meiner Zahnbürste steht eine kleine "16" xD
Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen. (Erasmus von Rotterdam)
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Beitragvon Luchs » Freitag 22. August 2008, 14:23

Das Verfahren ist eigentlich nicht neu. Ein offener Transformator, bei dem die Sekundärspule -siehe Zahnbürste- im mobilen Gerät steckt. Ob das genannte Resonanzverfahren auf dem gleichen Prinzip beruht, läßt der Artikel leider offen. Ich nehme es aber an, möglicherweise unter Verwendung einer höheren Frequenz nach dem Prinzip Radioempfänger. Technisch stelle ich mir jedoch bei aller Bequemlichkeit dabei keinen guten Wirkungsgrad vor. Auch die Elektrosmog-Liga wird nicht begeistert sein.
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Beitragvon PEKE » Freitag 22. August 2008, 21:52

Schaut mal bei Tesla nach. Elektromotor mit unbegrenzter Reichweite
Angeblich Strom aus dem Äther.

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Beitragvon Mac58 » Montag 25. August 2008, 18:40

Wiki weiß dazu auch schon was:

http://de.wikipedia.org/wiki/WREL

Der Äther wurde von der Wissenschaft schon Anfang des letzten Jahrhunderds endgültig beerdigt.

Wenn Du den Autohersteller TESLA meinst: der fährt mit Lithiumbatterien.

Könnte das AMT in der Nähe des Jonastals schon von WREL oder entsprechenden Vorläufern gewußt haben/experimentiert haben ?
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Beitragvon PEKE » Sonntag 31. August 2008, 18:59

Zum Thema Energie-Übertragen fällt mir spontan der "Wamsler" der
Fa. Wamsler ein. Leistung ca.300-500Wn bei abständen von der Quelle
von ca.30-50mm
Anbei ein Foto-allerdings von oben und in betriebsfertiger Form

Peke
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Beitragvon Varga » Sonntag 31. August 2008, 20:23

300-500Wn


Was ist das für eine Masseineiheit? (Wn) -()-


Gruss
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Beitragvon PEKE » Samstag 13. September 2008, 20:49

Hallo Varga,
Leider ein Schreibfehler, Sorry - 300-500 Watt
reicht aus um Fahrzeuge mit 5-10Tonnen Last ebenerdig auf
Beton rollen zu lassen, mit 24V Akku Pufferung ca. 40 Ampare
auf dem Antrieb - richtig schnell
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Beitragvon Mac58 » Dienstag 16. September 2008, 20:25

Naja mit 300-500 Watt Sendeleistung kannst fast schon ein Spiegelei braten.
Ob das so gesund ist ?
Es gibt Berichte, nach denen hohe Sendeleistungen im Verdacht stehen, den schwarzen Hautkrebs zu befördern.
Mac58
 

Beitragvon Varga » Dienstag 16. September 2008, 20:51

Es gibt Berichte, nach denen hohe Sendeleistungen im Verdacht stehen, den schwarzen Hautkrebs zu befördern.

Auf jeden Fall reicht diese Leistung, dich von innen her, wie bei der Microwelle, von zu erwärmen. :-D
Im Militär ist es mir mal passiert, dass die Rutenantenne mit ca 600 Watt Sendeleistung, einen dürren Ast zum qualmen gebracht hat.

Gruss
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Beitragvon Mac58 » Dienstag 16. September 2008, 21:16

Auch nicht schlecht.

Das bringt dann nicht nur den LKW ins Rollen, sondern ersetzt dann auch die Sitzheizung....
:-top)
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Stromübertragung über 148 km

Beitragvon MunaUede » Samstag 20. September 2008, 17:19

Forscher beamen Strom über 148 Kilometer
Experiment als Wegbereiter für orbitale Solarkollektoren


Ausrüstung für das Solarstrom-Beam-Experiment auf Hawaii (Foto: managedenergytech.com)

Washington/Ashburn (pte/19.09.2008/06:15) - Forscher haben erstmals gezeigt, dass Strom durch Hochfrequenztechnik kabellos über lange Strecken durch die Erdatmosphäre übertragen werden kann. Zwischen den Inseln Maui und Hawaii wurde Solarstrom mittels Mikrowellen über eine Distanz von 148 Kilometern gebeamt. Das von der Firma Managed Energy Technologies (MET) http://managedenergytech.com im Frühjahr unter Geheimhaltung durchgeführte Experiment war als Technologiedemonstration gedacht. Dahinter steckt allerdings ein ambitioniertes Ziel. Mittels kabelloser Übertragungstechnik soll Strom von orbitalen Solarkollektoren auf die Erde gebeamt werden, um die Energieversorgung zu sichern.

Bei der Demonstration hat eine Reihe von Solarpanelen auf dem Schildvulkan Haleakala auf Maui insgesamt 20 Watt Leistung generiert. Der Strom wurde kabellos auf die Reise zum Mauna Loa auf der gleichnamigen Hauptinsel des Hawaii-Archipels geschickt. Dabei wurde MET zufolge eine Reihe von Schlüsseltechnologien erstmals in entsprechender Kombination getestet. Zwar sei der Großteil der Leistung bei der Übertragung verloren gegangen, berichtet Wired. Doch dafür war nicht die Technik, sondern das mit weniger als einer Mio. Dollar begrenzte Budget für das Experiment verantwortlich, so John Mankins, ehemaliger NASA-Mitarbeiter und aktuell Chief Operating Officer von MET. Mit besseren, teureren Übertragungssystemen sei eine deutlich höhere Ausbeute möglich.

Das Projekt habe gezeigt, dass schnell und günstig echte Fortschritte in Richtung weltraumbasierter Solarstromgewinnung gemacht werden können, so MET. Als technologischer Schlüsselspieler auf internationaler Ebene wurde dabei neben den USA insbesondere Japan genannt. Fernziel ist, das schier unerschöpfliche Potenzial der Solarenergie mit Kollektoren in geostationärer Erdumlaufbahn auszunutzen, um so möglichst umweltfreundlich den Energiebedarf unserer Zivilisation zu decken. Mithilfe der Hochfrequenz-Mikrowellen-Übertragung könnte der im Orbit gewonnene Strom an praktisch jeden Punkt der Erde übertragen werden, so die US-amerikanische National Space Society http://www.nss.org. Die Distanz dabei wäre mit rund 36.000 Kilometern freilich deutlich größer als beim Experiment auf Hawaii.

Das Experiment auf Hawaii wurde durch das Medienunternehmen Discovery Communications http://corporate.discovery.com finanziert und in den USA in einer Sendung des Dokumentationskanals Dicovery Channel vorgestellt. Die Übertragungsdistanz war MET zufolge rund 100-mal so groß wie bei einem Experiment zur kabellosen Stromübertragung, das von der NASA bereits in den 1970ern durchgeführt wurde. (Ende)

Quelle: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=080919003
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Beitragvon Luchs » Samstag 20. September 2008, 21:25

Das nennt man jetzt beamen? Die Idee ist schon älter. Problem 1: Man muß die ganze Sache sehr scharf bündeln bzw. abgrenzen, d.h. die Ausleuchtzone darf nicht größer als die Empfangsantenne sein. Das ist technisch von einer geostationären 36000km-Bahn selbst mit präzisesten Schüsseln nicht machbar. Zudem muß der Kraftwerksatellit wie unsere Fernseh-Astra's ab und zu korrigiert werden. Daraus kann man sich Problem 2 ausmalen: Was passiert, wenn ein "Mikrowellenstrahl" im Megawatt-Bereich die Empfangsstation verfehlt? Auch Vögel sollten wohl den Empfänger nicht überfliegen :-)

Wie immer es ausgeht, schätze, die Ami's bleiben auf jeden Fall dran. Weniger zur Energieübertragung, sondern auf einer erdnahen Bahn als Brutzelwaffe.
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Beitragvon T.B aus A. » Freitag 26. September 2008, 17:03

Wer sagt da noch Tesla wäre ein Spinner!!!
Und wenn er mit der freien Energie auch die Wahrheit sagte...
Wissen ist Macht!
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Beitragvon burion » Samstag 27. September 2008, 16:18

Ich frage mich, was an der Energieübertragung ohne Kabel so sensationell sein soll: Immerhin gelangt ein ganze Menge Energie über meine SatAntenne in meinen Receiver. Und ich kann mich nicht daran erinnern, ein Kabel zwischen Satellit und Schüssel verlegt zu haben.
In der Nähe großer Sendeanlagen kann man Glühbirnen zum Leuchten bringen, Neon-Röhren zum Glimmen und mit Wasserkesseln Radio hören. Also sooo sensationell ist das m.E. nicht wirklich.

HerzlGrüße
Jürgen
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Beitragvon matthias45 » Samstag 27. September 2008, 17:27

Das ist aber Hochfrequenz Jürgen.

Gings hier nicht um Energieübertragung?
Glück Auf!
Matthias

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Beitragvon Varga » Samstag 27. September 2008, 19:25

Das ist aber Hochfrequenz Jürgen.
Gings hier nicht um Energieübertragung?

Mit welcher Frequenz ich die Energie übertrage spielt im moment keine Rolle. Wenn ich mit HF eine Neonröhre zum leuchten bringe, habe ich Energie übertragen. Das gilt auch für Radio, Fernsehen etc.
Möchte ich diese Energie für meinen Rasierapparat nutzen, indem ich sie mit einem Frequenz- und Spannungswandler auf 240V/50 Hz transformiere, stellt sich die Frage, ob noch genügend übrig bleibt.

Gruss
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Beitragvon Luchs » Sonntag 28. September 2008, 20:58

burion hat geschrieben:Immerhin gelangt ein ganze Menge Energie über meine SatAntenne in meinen Receiver.
"Eine ganze Menge" ist relativ. So ist es schon ein Unterschied, ob ich mit ein paar Hundert Watt ganz Europa ausleuchte oder versuche, mit einigen MW eine einzelne Empfangsschüssel zu treffen. Ich sehe deshalb ungeachtet der Erfolge im km-Bereich das geostationäre Mikrowellenkraftwerk mit derzeitiger Technik nicht machbar.
Varga hat geschrieben:Mit welcher Frequenz ich die Energie übertrage spielt im moment keine Rolle.
Genau! Auf größere Entfernungen und wenn die Übertragung Verlustarm und in eine bestimmte Richtung verlaufen soll, muß man jedoch zwingend HF, also Mikrowellen verwenden. Die Antennen sind dann Parabolspiegel in Verbindung mit Hornantennen. Die Hörner sind auf Lambda abgestimmt. Ein typischer Fernseh-LNB liegt bei 10GHz und 3cm Horn. Ein 50Hz-Sender wäre dann allerdings - den Spiegel noch nicht mitgerechnet - 6000km groß :-)
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