komunikation unter tage

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komunikation unter tage

Beitragvon chris84 » Freitag 8. April 2011, 20:10

hallo,
da ich nicht wirklich etwas zum thema gefunden hab,
stell ich meine frage hier mal rein.

gibt es denn eine gute möglichkeit zur komunikation unter tage?
ausser eben ein buckeliges feldtelefon.
dachte schon an 70cm, aber damit wirds wohl auch nicht grad weit hinhauen.
hauptsächlich geht es mir um den stetigen kontakt mit einem kolegen über tage, und vorallem das man nicht unbedingt eine zeitraubende leitung legen muss oder ähnliches.

würde mich über ein paar tips sehr freuen!
viele grüße
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Kommunikation unter Tage

Beitragvon Volwo » Freitag 8. April 2011, 20:25

Heutzutage kommt in untertägigen Bergwerken eine Vielzahl verschiedener Kommunikationssysteme für die unterschiedlichsten Aufgaben zum Einsatz:
- Sprachkommunikation über konventionelle Telefonsysteme oder über VHF/UHF-Funkgeräte.
- Datenübertragung mittels serieller Feldbusse in der Automatisierungstechnik.
- Analoge Videoübertragung durch Verfahren aus der Kabelfernsehtechnologie mittels Koaxialer Kupferkabel oder digitalisiert über faseroptische Kabel...
(SteinkohlePortal.de)

weiter hier:
http://www.steinkohle-portal.de/content.php?id=1010
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Re: komunikation unter tage

Beitragvon chris84 » Freitag 8. April 2011, 20:46

danke dir, aber ich sag mal, für privatpersonen u.ä. eher ungeeignet.
außer die vhf uhf lösung.
aber in wie weit das so funktioniert!?
nehm ich mir mal ein beispiel an einem stollen im tal, wird das gespräch mit dem kumpel über tage sicher bei zeiten beendet sein. spätestens wenn man um eins zwei ecken geht. jedenfalls ohne weitere technik wie diese leaky feeder.
oder unterschätze ich die geräte?
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Re: komunikation unter tage

Beitragvon Volwo » Freitag 8. April 2011, 21:02

Es wird wohl außer Feldtelefon auf die alte Methode hinauslaufen: einer steht draußen und wenn in einem vereinbarten Zeitraum kein Zeichen kommt, dann holt er Hilfe.
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Re: komunikation unter tage

Beitragvon chris84 » Freitag 8. April 2011, 21:21

schade eigentlich.
obwohl die lösung mit dem feeder genial ist, kann man diese eher weniger einsetzen falls ein kurzfristiger aufbruch ansteht.
denn was nützt es noch wenn der über tage mann, sein stadort nicht halten kann.
aus welchen gründen auch immer, aber der kontakt is wech.
das selbe wäre ja beim feldtelefon auch.
hab zwar das vhf 2m band selbst noch nicht gehabt, aber beim uhf 70cm ist ja in nem stink normalem gewölbekeller schon schicht.
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Re: komunikation unter tage

Beitragvon Volwo » Freitag 8. April 2011, 21:38

zudem sollte man sich immer im klaren darüber sein, wo man sich unter Tage befindet, je nach Zustand eben, wie wir zu sagen pflegen saugefährlich und das ist Fakt. Überleg dir gut, wo du rein gehen willst. Für den TrUebPl z. B. wurde ja schon was geschrieben.
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Re: komunikation unter tage

Beitragvon chris84 » Freitag 8. April 2011, 22:00

da hast du vollkommen recht!
aber es ist ja nicht so, das wir mal eben unter tage gehen.
so auf die art, komm heute haben wir mal bock drauf und ne halbe stunde später sind wir drin.
wir bereiten uns auf alle fälle gut vor.
klar, unverhofft kommt oft!
aber ein gewisses risiko bleibt immer, meiner meinung nach.
z.b. ohne ausreichende beleuchtung und nem handsensor (metalsuchgerät) würden wir so wie so nicht in (ich nenn es mal) unbekanntes gebiet gehen/fahren.
und ohne einen kontaktmann an der oberfläche gleich garnicht.
wo ich gerade schonmal vom technik thema abschweife,
da wäre noch die überlegung mit der atemmaske. wäre sicherlich auch sehr sinnvoll!
zumal die bei grubengas auch nichts hilft.(sovern vorhanden?)
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Re: komunikation unter tage

Beitragvon matthias45 » Samstag 9. April 2011, 07:42

Diese VHF/UHF Lösung kannst Du so ziemlich vergessen.
Mit den kleinen 70cm Funkgeräten (LPD) kannst Du in größeren U-Verlagerungen, in denen Du größere Produktionsräume vorfindest, vielleicht 200 bis 300 m.überbrücken. In engeren Stollensystemen ist nach der nächsten Biegung Schicht.
Glück Auf!
Matthias

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Re: komunikation unter tage

Beitragvon Mercedes-Diesel » Samstag 9. April 2011, 08:18

@chris 84

Funkgeräte unter Tage bzw. nach oben kannst du vergessen. Die taugen nur innerhalb der Gruppe wenn man etwas !? weiter entfernt ist....aber auch quatsch da ist Rufen besser :D.
Es bleibt nur, fest vereinbarte Zeit zur Rückkehr und zwingend daran halten. Oben einen Positionieren mit Handy und GPS Koordinaten...quasi einen Sicherheitsposten. Atemmaske hilft nur für Schimmelsporen und dass sei sehr empfohlen !!, sei denn du meinst Vollschutz...quasi mit Flasche. Damit möchte ich nicht kraxeln :D Verkenn nicht die Gase die sich da bilden können !! Ohne entsprechendes Meßgerät ist und bleibt es sau gefährlich und nicht zu empfehlen. Fängt "ohne" dann einer an dummes Zeug`s zu labern (bestenfalls)....ist allerhöchste Eisenbahn !! raus aber ganz schnell !!
Licht ist klar + Ersatzbatterien. In großen Anlagen, quasi auf mehreren Etagen, kann man sich schnell verlaufen. Knicklichter sind da das non plus Ultra. Brennen lange und werden auf dem Rückweg wieder eingesammelt.
Diese "Sprayer" die da drinne Markieren...schlimm... sieht aus wie in einer Kirmesbude.

Noch etwas, ich würde nie ohne jemanden, der tief greifende Erfahrungen mit solchen Befahrungen hat, in so etwas rein gehen. Das Gefahrenpotential ist nicht zu verkennen ! Verrottete Niedergänge die unter einem regelrecht zusammen fallen können usw. Dass ist nicht "Indiana Jones" wo`s immer gut ausgeht :D Muss die Bergrettung oder THW raus und euch da raus holen wird dass aber richtig teuer...dass zahlt ihr selbst....und eine Anzeige gibt`s noch als Zugabe obendrauf. Immer den Gau im Hinterkopf behalten
Grüße Andreas

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Re: komunikation unter tage

Beitragvon Silko » Samstag 9. April 2011, 09:08

Da gibt es schon einige Möglichkeiten. Die Speleo-Fans unter uns haben da sicher einiges auf dem Kasten. Schlitzband- und Schlitzkabeltechniken dürften wohl aber nur den ausgesprochenen Technik-Freaks vorbehalten sein. Letztlich muss man immer das Aufwand-Nutzen-Verhältnis für eine hobbymäßige Befassung mit der Materie im Auge behalten und daher wohl immer an einer kabelgebundenen Variante festhalten. In weitläufigen Stollen, die aufrecht begehbar sind, wohl auch nicht unbedingt ein Problem. Schwieriger sicher in solchen Höhlen wie der Böhlershöhle oder den mehretagigen Bienstein-Höhlen, die nur kriechend und kletternd zu befahren sind.

Für einschlägige Lösungen empfehle ich einmal mit der Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Grabenstetten e.V. Kontakt aufzunehmen. Die haben vor einigen Jahren genau zu diesem Thema Höhlenkommunikation und Funkortung ein Seminar abgehalten.
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Re: komunikation unter tage

Beitragvon Luchs » Samstag 9. April 2011, 10:25

Eigentlich ist alles gesagt. Mindestens eine Person deines Vertrauens sollte wissen, wo genau ihr euch aufhaltet und zu welcher Zeit spätestens eine Rückmeldung erfolgt. Was die Kommunikation UT betrifft: Wir haben mal probeweise im Schiefer PMR-Funkgeräte getestet. Das hat zumindest innerhalb einer Sohle super funktioniert, auch um etliche Ecken und auf mehrere 100m Entfernung. Nach draußen oder sohlenübergreifend wird's aber eng.
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Re: komunikation unter tage

Beitragvon chris84 » Samstag 9. April 2011, 17:42

vielen dank für eure hilfreichen tips und guten ratschläge.
wird wohl dann bei einer guten absprache bleiben und UT kann man sich auch so verständigen.
denke dafür ist funk eher raus geworfenes geld.

@luchs
hattet ihr beim pmr freenet? 500mW?
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Re: komunikation unter tage

Beitragvon Luchs » Sonntag 10. April 2011, 07:38

Stabo freecomm 650, kleine handliche 500mW-Geräte.
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Re: komunikation unter tage

Beitragvon Mercedes-Diesel » Sonntag 10. April 2011, 08:36

Wir nehmen die hier:

UT habe ich die aber noch nicht ausprobiert .... hatten da eigentlich auch noch keine Bedarf zu
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Grüße Andreas

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