Feldbahn und Gleise

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Feldbahn und Gleise

Beitragvon TÜP » Sonntag 9. Januar 2005, 20:09

In den Akten die dem Jonastalverein zum Jahreswechsel übergeben wurden, befindet sich die unten abgebildete Blaupause. In den Ausführungen dazu gibt es leider keinen Hinweis, ob es auch Drehscheiben mit zwei verschiedenen Spurweiten gab. Kann uns da jemand weiterhelfen?
Das Archiv der GTGJ wird Mitte des Jahres für Besucher öffentlich gemacht. Nur die Akten der im Moment bearbeiteten Fälle bleiben bis zum Abschluss vereinsintern.
Aus gegebenen Anlass weise ich hier noch einmal darauf hin, dass unsere Führungen, Besuche im Doku-Center und damit auch der Besuch unseres Archives kostenfrei sind (und bleiben!).
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Beitragvon kps » Sonntag 9. Januar 2005, 20:39

Meinst du Drehscheiben für jeweils 600 mm und 900mm bzw. eine Scheibe für beides? Macht zweites Sinn?

Vor Stollen 1 lag z.B. noch im Herbst 45 eine Scheibe für 600mm - anbei das Kott-Foto hier aus der Galerie. Die Scheiben habe wohl vor allem enge Kurvenradien vermieden und wagerechte Abgänge vom "Hauptgleis" ermöglicht.

Bild

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Beitragvon SuR » Dienstag 18. Januar 2005, 12:09

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900 mm

Beitragvon Anonymous » Sonntag 15. Mai 2005, 21:54

ist eigentlich keine Feldbahn mehr, sondern eher schon eine im Bergbau sehr verbreitete Spurweite. Auf dem knappen Meter fuhren unlängst noch die schweren Braunkohle-E-Loks der MIBRAG und der LAUBAG tonnenschwere Züge. Auch der Molli in Bad Doberan fährt auf 900mm.
Dementsprechend "groß" wären dann auch die Wagen. Kleine Waggondrehscheiben zum Auflegen in 900mm sind mir nicht bekannt.
Übliche Feldbahnspurweiten sind 600 und 500 mm. Alles was drüber ist, bis 1435 mm, ist schon eine Schmalspurbahn.
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Beitragvon Roman » Dienstag 17. Mai 2005, 18:01

hallo KPS, Dein Bild kommt nicht!! Was ist zu tun? Peters Bild ist da.
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Beitragvon Roman » Freitag 20. Mai 2005, 13:37

Alles ok-danke
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Beitragvon kps » Freitag 20. Mai 2005, 14:47

Hallo Roman, ich musste etwas "trixen", damit das Bild wieder da ist und hatte dazu aber noch nichts geschrieben - ich habe doch noch Urlaub ~:-~

Der Link oben verweist auf ein Kott-Foto in unserer Galerie hier und zwar mit dem ganz speziellen Zoom-Faktor 200. Für den schnellen Zugriff werden die jeweiligen Fotos temporär beim ersten Zugriff eines Betrachters mit dem jeweiligen Zoomfaktor auf dem Internet-Server abgelegt. Dies hat aber den Nachteil, dass irgendwann diese temp. Dateien relativ viel Speicherplatz benötigen und so lösche ich unregelmäßig die gesamten Bestände und lasse diese "natürlich" nachwachsen. Ich habe also o.g. Foto einfach wieder mal mit Zoom=200 angeschaut und sofort stimmt der Link wieder. Beim nächsten Mal mache ich es etwas anders.

Anbei noch der direkte Link zu den Kott-Fotos hier in der Galerie.

http://www.gtgj.de/script/pic2/index.php?showcat=165

Das betreffende Foto trägt die Nr. 177. Bitte nicht denken, dass es jetzt so viele Fotos vom Tal aus dieser Zeit gibt. Wir hatten die Nummern von den Rückseiten der Fotos übernommen und die Nummern kamen nach meinen Recherchen durch das Buchenwald-Archiv drauf, als dort eine Reihe von Beständen digitalisiert oder verfilmt wurde. Ansonsten sind bisher 47 Kott-Fotos bekannt - nicht mehr und nicht weniger.

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Feldbahn im Tal- zwei Spurweiten

Beitragvon michael » Dienstag 21. Februar 2006, 09:56

Hallo! Ich bin neu hier und möchte meine Kenntnisse und Gedanken mit einbringen. Leider bin ich auch neu im Netz und habe deshalb in Unkennt- nis der Umgangsformen den direkten Weg zu kps genommen. Eigentlich wollte ich nur mal anfragen und ins Gespräch bringen, daß man auch aus Mangel an verfügbarem Material nicht die großen Schwierigkeiten eines 900 mm "Inselbetriebes" nur für ein "paar meter" Gleis im Tal in Kauf genommen hätte. Zumal auf einem Kott- Foto (Werkstattaufnahme) rechts am Wald ein Fahrzeug steht, das aussieht wie ein Akku- Fahrzeug aus dem Bergbaubereich. Sollte es nachgewiesen werden, daß keine 900 mm Schmalspurbahn (nicht mehr Feldbahn! ) durch Arnstadt ging (entweder Malzfabrik oder Kallenbach) würde ich eher die Meinung vertreten, das die 900 mm Strecke auf einer tieferen Sohle eine Verbindung zu einem größerem Netz in Richtung Westen auf den Truppenübungsplatz verbunden war. Ich bin mir bewußt, das dies eine sehr abenteuerliche Spekulation ist, aber was wären wir ohne Spekulationen und Visionen.Auch hoffe ich die Diskussion um diese Sache mal wieder Lostreten. Gruß an Alle
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Beitragvon kps » Dienstag 21. Februar 2006, 13:31

Hallo Michael, Herzlich willkommen im Forum. Wie du ja gemerkt hast, habe ich wie immer bereitwillig Auskunft gegeben - auch per Mail (-88-) Also kein Problem im Umgang mit dem Forum.

Jetzt weiß ich auch, auf welche Diskussion du dich bezogen hast. Das war doch schon etwas her.

Das es hier weiter geht, würde ich mir auch wünschen. Aus dem Aufruf bzgl. Schmalspur durch Arnstadt wurde meiner Meinung nach nichts NEUES gewonnen. Oder doch? Es gibt eben auch heute noch viele Zeitzeugen, die in der betreffenden Zeit an den betreffenden Strassen wohnten und dort nie Gleise und Züge gesehen haben wollen - was für ein Pech :-santa)

Für mich ging die 900er-Spurweite erst unterhalb der Kiesschütte vor Stollen 12 los - mehr gibt der Kottplan leider nicht her und eine Schiene davon dürften wir auch schon im Dokuzentrum haben, die sich größenmäßig von der Feldbahn unterscheidet. Das müsste sich aber mal ein Fachmann anschauen und ausmessen.

Anbei noch ein Teil meiner Antwort an Michael bzgl. der jetzt wieder angefangenen Diskussion - kleine Rechtschreibfehler noch korrigiert:

Der Sinn eines Inselbetriebs erklärt sich ggf, wenn zum Kriegsende nicht ausreichend Loren und Schienen für die Feldbahn beschafft werden konnten und z.B. bei der Firma Kallenbach jede Menge Loks, Loren und Schienen für Schmalspur mit 900mm verfügbar waren. Flickschusterrei um das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Es war damals alles Mangelware und es gab genügend dringende Bauvorhaben, die auf die einzelnen Kontingente scharf waren. Interessanterweise machte mich kürzlich mal wieder ein Mitglied des Vereins auf eine Lok aufmerksam, die auch bei Kallenbach gelaufen war - sie hatte zwei Schornsteine. Woher kennst du dich so gut mit Kallenbach aus? Evtl. stammen ja auch die dortigen Bestände bis 1975 aus dem Jonastal, von denen ich heute übrigens gern welche für die aktuelle Ausstellung hätte - Schienen wie Loren etc...


Ach ja - in einer anderen Diskussion zum gleichen Thema bzw. zum Aufruf wurden Luftbilder mit möglichen Verläufen der Bahnlinie nach ARN gepostet. Diese haben sich mittlerweile als die heute noch offenen Gräben geoutet, in die kurz vor Kriegsende die Wasserleitung vom Wasserwerk ARN aus verlegt wurde.

Die andere Diskussion findet Ihr
hier -> Klickst du

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Noch mal kurz Feldbahn

Beitragvon michael » Samstag 25. Februar 2006, 10:20

Ich habe noch mal Bücher gewälzt und die Lok auf dem Kott-Foto der Werkstatt verglichen. Die hat doch weniger mit Akku-Betrieb sondern mehr mit Diesel zu tun. Sie nannte sich "Hohlganglok" Typ HF 50 B und war im Nummernschema als KML 4 (Kriegsmotorlok) eingereiht. Dieser Typ wurde in großer Stückzahl für das OKH (Feldeisenbahn) ab 1939 gebaut. Sie wurden für die Spurweiten 600 mm und 750 mm beschafft. Allerdings ging eine bei Alfred B. Gottwaldt (Heeresfeldbahnen/ Transpressverlag) nicht erwähnte Anzahl auch an den RAD. Aufgeführt sind allerdings Fahrzeuge, die u.a. an die Deutsche Handels- und Kreditbank und an verschiedene Baufirmen geliefert wurden. Besteht da vielleicht ein Zusammenhang zu Kallenbach? Aber das ist wohl ein anderes Thema.

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Re: Noch mal kurz Feldbahn

Beitragvon kps » Montag 27. Februar 2006, 11:30

michael hat geschrieben:Ich habe noch mal Bücher gewälzt und die Lok auf dem Kott-Foto der Werkstatt verglichen...


Dieses Foto? Meinst du die vorderste Lok?

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Beitragvon michael » Montag 27. Februar 2006, 11:49

Entschuldige, ich habe mich schon wieder nicht klar ausgedrückt. Nein ich meine die zweite von rechts. Diese Bauart wurde für Unterstände und Gräben gebaut und ist deshalb nur 1700 mm hoch. Sie hatte eine Leistung, je nach Motortyp von 50 bis 55 PS und wog etwa 8 Tonnen.

MfG
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Beitragvon kps » Montag 27. Februar 2006, 11:55

Danke - wie schon geschrieben, wurde bei S III meiner Meinung nach alles eingesetzt, was zum Kriegsende noch zu beschaffen war. Dazu gehören eben auch unterschiedlichste Loks, Loren und andere Schmalspurwagen.

MFG
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Beitragvon michael » Montag 27. Februar 2006, 16:05

Diese Sache so zu verallgemeinern halte ich m. E. für etwas zu leicht. Es waren definitiv in allen Bereichen des Bahnbetriebes (Heeresfeldbahn, RAD,Bau- und Trümmerbahnen )zu wenig Loks, Loren und hauptsächlich Gleismaterial (Schienen, Schwellen und Weichen) vorhanden. Ein Wechsel in der Spurweite mittendrin hätte niemand genehmigt. Der Aufwand an zusätzlichen Material und der nicht mehr freizügige Einsatz sprechen außerdem dagegen.
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