Stahlmast auf den Streitberg

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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon TÜP » Sonntag 18. Oktober 2015, 17:45

Ich weiß nicht wie man diese Punkte nennt, vielleicht fällt das unter Lagefestpunkte.
Diese Gittermasten sind beim Talsperrenbauwerk in Tambach zur Vermessung aufgebaut worden. Also 60er Jahre.
Gott hat nicht den Menschen erschaffen, sondern der Mensch erschuf Gott «nach seinem Bilde».
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Geo-Klaus » Montag 19. Oktober 2015, 06:27

@TÜP, danke für die Antwort.
Habe diesbezüglich auch eine Antwort vorliegen.
Es ist ein Festpunkt der Vermessung und in ein Gitter-Polygonnetz eingebunden. Hatte übrigens mit einigen sehr ortstkundigen Leuten in Ohrdruf und Luisenthal gesprochen, übrigens auch mit dem Nachfolger des Herrn Cramer als Ortschronisten/Archiv Arnstadt.
Auf alle Fälle ist der Turm ein Prachtstück in seiner Bauweise und auch zugleich ein Relikt ohne GPS.

Ich denke das Thema ist durch und unnötig nun weitere Unterlagen als Anhang zu bringen.

Nochmals danke für die Antwort.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Geo-Klaus » Montag 19. Oktober 2015, 08:33

Fehler unterlaufen.
Archiv/Ortschronist Ohrdruf Herr Cramer.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon manganer » Montag 19. Oktober 2015, 11:24

Das Thema ist noch lange nicht durch und geklärt. Man will meine Anfrage sehr gründlich klären, inklusive einer Ortsbegehung. Nun kam mal kurzzeitig Schnee dazwischen. Habe also noch keine Rückinfo bekommen.
@TÜP
Bei größeren technischen Anlagen wird eigentlich immer ein geodätisches Festpunktnetz geschaffen. Hierbei wird es ins Landesnetz eingehängt, da die TP einer hohen Genauigkeit unterliegen durch Fehlerausgleichung. Bei Talsperren ist die geodätische Überwachung noch spezieller, da der Baukörper größen natürlichen Kräften ausgesetzt ist. Da finden nach einem festgelegtem Rhytmus sogenannte Deformationsmessungen statt, mit tlw. sehr hohem Aufwand. Die Festpunkte sind ebenso aufwendig vermarkt, gesichert und signalisiert. Das mal nur zur Ohra. Mit dem "Turm" hat das erst mal nichts zu tun.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Geo-Klaus » Donnerstag 22. Oktober 2015, 12:42

Man soll es fast nicht für möglich halten, das es zu diesen Turm (TP) keine offizielle Auskunft gib, bzw. keine Unterlagen vorhanden sind.
Überhaupt stimmt mich das Schweigen von Seiten der Behörden recht nachdenklich.
Hat Olsen etwa doch Recht als er u.a. im Besonderen geheime TP erwähnte ohne weitere Zusammenhänge zu kennen.
Hatte heute erneut ein Gespräch mit dem Landesforstamt in Finsterbergen. Kurz zuvor hatte man vom Vermessungsamt ein Telefonat, wurde von dort angerufen, und fragte bezüglich des Streitberg und dem Thema.
Habe für morgen noch einen Termin in Finsterbergen.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Geo-Klaus » Donnerstag 22. Oktober 2015, 15:19

Immerhin wurden ja bis um 1990 auch Pflegearbeiten am und um den Turm durchgeführt.
Der Auftrag mußte doch irgendwie ausgelöst worden sein.
Die Liegenschaft gehört doch einen Eigentümer dem kann man nachkommen.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Geo-Klaus » Donnerstag 22. Oktober 2015, 15:40

Die Flur 6, Katasterp. 624/3 hat doch einen Eigentümer im Grundbuch. Auf dieser liegt der Turm.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon manganer » Freitag 23. Oktober 2015, 11:52

Flur 5 und Flurstück 623/3, dann biste richtig. Und Eigentümer ist der ThüringenForst, deshalb ja eine Kontaktaufnahme seitens unseres Amtes. Immerhin ist das Besteigen dieses Turmes sau gefährlich, besonders bei Kindern und übermütigen Teenagern. Ansonsten ein schönes technisches Denkmal. Über die fachliche Seite gibts erst mal noch nichts neues, die Recherchen laufen...
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Geo-Klaus » Freitag 23. Oktober 2015, 12:32

Also, es geht doch.

Und dann stimmen auch Beobachtungen vor 1987 bezüglich des Turmes und den Fahrzeugen C&A.

Was die Sicherheit (Verkehrssicherheit) betrifft wäre es duchaus denkbar einen Anschub zu geben.
Wie Du schon richtig mit Besteigen erwähnt hast.
Nun ist auch die derzeitige Mauerpolitik bezüglich Landesforst erklärlich.
Nicht das warum eine Geheimniskrämerei von Seiten des Landesforstes erfolgt zumal dieser doch den Beleg, die Genehmigung des Turmbau usw. haben müßte.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon manganer » Sonntag 25. Oktober 2015, 12:16

Ganz wichtig hierbei, wäre zu wissen, wann der Turm gebaut wurde. Klaus, vielleicht kannst Du das noch konkreter herausbekommen. Das wäre wirklich sehr hilfreich.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon manganer » Sonntag 8. November 2015, 14:58

Hier mein vorläufiger Abschlußbericht:
Unter dem Stahlturm am Streitberg befindet sich ein alter TP, errichtet 1937. Dieser TP ist nur deshalb nicht in das amtliche MTB gekommen, da er sich zeitlich mit dem Redaktionsschluß der Karte überschnitten hatte. In einem späteren MTB ist er dann eingetragen (Anlage1). Mit dem Aufbau des staatlichen TP-Netzes wurde der TP verworfen und nicht mehr genutzt. Auf dem TP wurde nie ein Signal errichtet, schon gar nicht aus Eisen. Der TP-Pfeiler ist auch noch vorhanden, wenn auch stark beschädigt. Bei der Vorortrecherche wurde festgestellt, daß ca. 3 Km entfernt ein weiterer baugleicher Eisenturm, ebenfalls 20 m hoch, an der Auerhahnsbalze steht (Anlage2). Dieser hat im Zentrum des Turmes ebenfalls einen TP-Pfeiler mit Eisenbolzen. An der Stelle hat aber zu keiner Zeit ein TP gestanden. Und die TP-Pfeiler, egal ob deutsch vor oder nach 1945 hatten im Zentrum ein Bohrloch. Pfeiler mit Eisenbolzen habe ich aber schon mal am Krahnberg (Gotha) gesehen, den hatte die CA gesetzt. Laut User Sondi soll es auch noch mehr solcher Eisentürme geben, da ist er aber bisher noch nicht konkreter geworden. Der zweite Turm findet zumindest in der TK25 Erwähnung als BT (Beobachtungsturm). Von dem Turm am Streitberg gibt’s keinen Karteneintrag, als TP ebenso wenig (Anlage3). Offenbar haben da die Russen sich ein eigenes Vermessungsnetz geschaffen. Beim TLVermGeo gibt’s darüber aber absolut keine Informationen. Nach einem Telefonat mit Herrn Dreißigacker vom Thüringenforst wissen sie von den Türmen schon sehr lange, dachten aber es wären TP-Signale, und somit in staatlicher Verantwortung. Ein Gespräch mit dem langjährigen (1966 bis zur Wende) Revierförster Luisenthal ergab, daß die Türme bei seiner Amtsübernahme bereits standen. Es wurde immer gesagt, das seien Beobachtungstürme für die Luftüberwachung von Gotha. Da will er sich noch mal mit älteren Waldbauern unterhalten. Somit muß man leider feststellen, daß sowohl das Wer und das Wann weiterhin unklar sind. Ich persönlich favorisiere eher die russische Variante. Wenn dem so wäre, täten sich ja ganz neue Fragen auf. Warum so ein aufwendiges Vermessungsnetz dort im Gelände??
War ja wohl meines Wissens nie militärisch genutzt oder gesperrt... Naja, wir werden sehen. Abschließend möchte ich mich noch bei dem User Geo-Klaus entschuldigen, für meine tapsigen Worte, von wegen Quatsch mit Soße u.ä. Das war dumm und arrogant von mir. Man sieht an dem Thema ganz deutlich, es ist nicht immer so klar, wie man denkt. In großen Teilen war er auf der richtigen Spur, und hat sehr sehr gute Kontakte. Eins erfüllt mich allerdings mit Sorge. Durch das forsche Auftreten von Klaus in Richtung ThüringenForst, hat er schlafende Hunde geweckt. Nachdem denen klar geworden ist, daß sie in der Verkehrsicherungspflicht sind, erwägt man den Abriss der Türme, was ich sehr sehr schade fänd.
Für mich sind sie technische Denkmäler...(Anlagen 4 und 5)
Klaus, vielleicht kannst Du ja Deine Kontakte noch mal, im Sinne der Türme einsetzen, danke?!
Frage an Alle, kennt jemand noch weitere Türme??? Für mich ist das Thema nämlich noch lange nicht erledigt...
Gruß Manganer
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Augustiner » Sonntag 8. November 2015, 16:06

Schöner Beitrag !
Leider scheint auch Google nichts zu dem doppelten Stahlfachwerk (Außen-/ Innenturm) zu finden. Der doppelte Materialaufwand muss doch einen Sinn haben ? Falls der innere Turm tatsächlich "schwankungssicherer" wäre, könnte vielleicht Richtfunk dahinter stecken - keine Ahnung.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon manganer » Sonntag 8. November 2015, 17:26

Deswegen wäre es von eminenter Wichtigkeit zu wissen, WANN die Türme aufgestellt wurden. Dann könnte man Rückschlüsse ziehen, zu ihrer Zweckbestimmung. Die russischen Kriegstagebücher geben dann nämlich einigen Aufschluß, welche taktischen Einheiten zu welcher Zeit vor Ort waren. Klaus, ich weiß nicht ob Du auch Lubis von 1953 von dem Gebiet hast. Wenn nicht, Du würdest staunen, was da so los war, Muna, Kienberg usw.....
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Augustiner » Sonntag 8. November 2015, 18:26

Bereich Turm 1 müsste auf dem russischen Bild drauf sein - der Bereich Turm 2 eventuell auf dem amerikanischen.
Doppelte Ausführung in statischer Hinsicht könnte auch auf Materialmangel (Dimensionierung der Träger) bzw. fehlende Transport- und Montagemöglichkeiten hinweisen. Die Exaktheit der Schraubenanordnung auf den Montageplatten ist vielleicht eher deutsch.
Fritzsches letzter Aufenthalt war doch "Zur Brauerei" in Luisenthal ? Also vis-a-vis vom heutigen Brauereimuseum........eventuell besteht da ein Zusammenhang mit irgendwelchen Sendemasten ?????????

Luftbilder sind zu stark komprimiert.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Geo-Klaus » Sonntag 8. November 2015, 18:54

@manganer, ich habe damit kei Problem.
Forschungen von meiner Seite laufen dabei schon etwas länger. Mit der Bohrung wollte ich bewußt nichts schreiben.
Mir liegen doch einige, für mich gesicherte Informationen von Einheimischen Bürgern und alten Amtspersonen vor.

Und nach wie vor bin ich der Überzeugung, das R.E. richtigerweise vob geheimen Punkten gesprochen hat, sie aber nicht einordnen konnte.

Ich werde mich, wenn es die Zeit erlaubt noch etwas damit beschäftigen und auch den zweiten Turm (ist bereits) vor langer Zeit abgebaut worden und stand gleichfalls im Thüringer Wald.
Die Stelle ist bekannt und Stahlreste wurden im Boden gefunden.

Auch wenn es manchmal etwas härter in Foren zugeht, die Meinungen aufeinanderprallen, so setzt sich Forschung durch.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon manganer » Montag 9. November 2015, 09:43

@Augustiner
Den Aspekt mit dem Reichsfunk habe ich noch gar nicht betrachtet. Ist auf alle Fälle eine Überlegung wert.

@Geo-Klaus
Und warum in Gottes Namen teilst Du dann nicht Dein Wissen mit anderen??? Vielleicht kommst Du dadurch auch weiter als sonst??? Oder hast Du Angst, jemand könnte Dir das Geheimnis des Jahrhunderts wegschnappen??? Einfach nur albern... Sorry, ich habe da ein anderes Verständnis zur Forschung... Gottseidank gibts genügend andere Kameraden, sonst könnte man glatt die Lust verlieren...
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Geo-Klaus » Montag 9. November 2015, 11:02

manganer hat geschrieben:@Augustiner
Den Aspekt mit dem Reichsfunk habe ich noch gar nicht betrachtet. Ist auf alle Fälle eine Überlegung wert.

@Geo-Klaus
Und warum in Gottes Namen teilst Du dann nicht Dein Wissen mit anderen??? Vielleicht kommst Du dadurch auch weiter als sonst??? Oder hast Du Angst, jemand könnte Dir das Geheimnis des Jahrhunderts wegschnappen??? Einfach nur albern... Sorry, ich habe da ein anderes Verständnis zur Forschung... Gottseidank gibts genügend andere Kameraden, sonst könnte man glatt die Lust verlieren...


Junge, hör auf mit Heulen.
Bisher habe ich zum Thema mein Wissen geteilt und keine Info zurückgehalten.
Wurde von wem angemacht?
Nun erneut diese Anmache, damit kommst Du nicht weiter bei mir.
Was soll ich jetzt teilen ? Wenn ich neue gesicherte Erkenntnisse habe werde ich diese bestimmt schreiben. Punkt und Schluß,
habe es nicht nötig mit Deiner Anmache umzugehen zumal ich nichts geschrieben habe was Dein erneutes Posting rechtfertigt. ADG grüßt.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon manganer » Montag 9. November 2015, 13:13

Für meine burschikose Wortwahl habe ich mich in aller Form entschuldigt. Die war aber niemals als Anmache beabsichtigt.
Warum unterstellst Du eigentlich immer, daß Dir wer was böses will??? Und wenn Du schreibst, daß Du weiterführende Informationen durch Ortskundige hast, sowie Kenntnis über einen weiteren Mast, der schon lange abgetragen wurde, und die Informationen nicht mit anderen Usern teilst, im Sinne der Forschung, dann ist das genau der Sachverhalt den ich beschrieben habe. Da ich vorzügliche Kontakte zu sowjetischen Militärs der damaligen Zeit in der Region habe, könnte ich viel zur Erhellung der Geschichte Eisentürme beitragen. Nur muß ich dann wissen, wann und von wem gebaut...
Eigentlich schade Deine Einstellung...
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Under » Montag 9. November 2015, 20:19

Wortwahl bitte etwas zurückfahren - Achtet euch und euer Wissen!
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Geo-Klaus » Dienstag 10. November 2015, 08:08

Da von @Manganer sofort nach meiner Erwähnung auf Basis von Bürgern und Waldarbeitern im Streitberg am besagten Turm u.a. Personen mit Fahrzeugen von C&A beobachtet wurden welche am Turm beschäftigt waren war für mich schon frühzeitig klar, C&A hatten hier ein eigenes Vermessungsnetz außerhalb der Grenzen des TÜP aufgebaut, @Manganer verneinte dies und verwies auf die Hoheit des topographischen Dienst der DDR.
Etwas unverständlich wieso er meine Aussage heute übernimmt und als sein Gut bei der ADG einbringt. Halt auch ein Stück der Forschung.
Inzwischen bin ich ein Stück weiter und habe Kontakt zu Personen die Fotos aus den frühen Jahren des Gebietes besitzen darunter auch C&A im Bereich der TP (Türme).
Wie ich inzwischen erfahren konnte gibt es ein umfangreich ausgebautes Netz dazu zu welchen auch kleine Holztürme gehörten.
Auch gibt es eine TK25 (russich) aus welcher dieses Netz in Auszügen zu entnehmen ist. Aber dies ist derzeit ein anderes Thema und hängt mit der Beteiligung von russ. Offz. (höhere Dienstgrade) zusammen welche sich über Ansitze auf der Pirsch nach Rotwild austauschten.
Diese Karte kenne ich nur in einem kleinen Schnippsel und habe aber die Möglichkeit in Thüringen sie selbst bei einen Nachfahren einzusehen und einen Scan anzufertigen.
Dieser Nachfahre stammt aus dem Raum Luisenthal und wurde als Mitleser hier im Forum auf das Thema aufmerksam.
Es ist für mich kein Wettlauf mit der Zeit, aber werde mir die Sache nochmals in Kürze vor Ort ansehen wie auch zwei ehemalige Standorte von TP auf ehemaliger Liegenschaft C&A am Rand des TÜP und Kienberg.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon manganer » Dienstag 10. November 2015, 09:46

Danke für den klasse Beitrag!
Natürlich habe ich am Anfang verneint, daß der Turm ein Signal eines TP's des Staatlichen TP-Netzes der DDR ist, was ja auch zu hundert % so ist. Es ist weder ein amtlicher TP, noch ein Signal eines amtlichen TP's.
Und es stimmt, die Möglichkeit eines internen russischen Vermessungsnetzes außerhalb russischer Liegenschaften habe ich bisher für unmöglich gehalten. Da hinkt mein Erkenntnisstand um Lichtjahre dem von Geo-Klaus hinterher. So richtig bewiesen ist es ja auch noch nicht, wenn auch nicht mehr auszuschließen. Ich habe die Thematik auch bei ADG eingestellt, um vielleicht auch von dortigen Usern weitere Informationen zu erhalten. Aber doch bestimmt nicht, um mich mit fremden Federn zu schmücken, albern. Habe ja auch den Link dieses Threads angegeben, da kann jeder selber nachlesen. Ist auch so schon ein langer Text geworden, da kann ich doch nicht alles auseinander klamüsern. Dir allein, Geo-Klaus winkt der Ruhm, wenn es alles so ist, wie Du schreibst.
Dann stellt sich natürlich die Frage des Warum. Was ist der Grund für so eine aufwendige Sache??? Warum parallel zu unserem und im dunklem??? Spielt da Mißtrauen eine Rolle, oder was??? Und das Wann wird ebenso immer wichtiger...
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Geo-Klaus » Dienstag 10. November 2015, 12:33

thüringer dreiecksnetz.jpg
@Manganer, keine Ursache. Freue mich auf deine Zusammenarbeit und dem Aufzeigen weiterer Wege.
Das russische selbständige Netz wurde in das "Thüringische Dreiecksnetz" von 1888 eingebracht.
Dazu wurden die Punkte Inselsberg-Kickelhahn-Luisenturm-Ettersberg angebunden.
Dies vorab als Info was ich mit Unterstützung alter Freunde herausgefunden habe. Einen Beleg dafür fand ich
in TK100.00 der russischen Ausführung und den bisherigen Schnippsel.
Ich stelle hier mal im Anhang einen Auszug das Thüringer Dreiecksnetz von 1888 ein.

Quelle: Trigonometrische Abteilung der Königlich Preusischen Landesaufnahme (Privatarchiv)

Ich denke mal, all dies konnte auf keinen Fall vorbei an den damaligen Behörden vorbei gehen. Hier sollte man u.a. das
Archiv des MdI (Kartenwesen) wie auch einige weitere ehemalige Behörden bemühen.
Natürlich noch ein längerer Weg, ich werde mich auch weiter darum bemühen.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon manganer » Dienstag 10. November 2015, 18:01

Danke Geo-Klaus! Doch riecht ja richtig nach Arbeit... Was ist denn Deine Vermutung bezüglich des warum???
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Augustiner » Dienstag 10. November 2015, 18:19

Bei all den verschiedenen Koordinatensystemen kräuseln sich bei mir als Laien ohnehin die Fußnägel (vgl. Einmessung vom Altbergbau bis ca. 1936) - und auch später.

Die doppelte Ausführung des Mastes muss einen bestimmten Zweck haben ! Das hat m.M. nichts mit einem TP zu tun, wenngleich man "natürlich" diesen Punkt eingemessen hat - ein Festpunkt halt.
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Re: Stahlmast auf den Streitberg

Beitragvon Chlotar » Dienstag 10. November 2015, 18:39

Hallo, gerade die doppelte, in der Konstruktion nicht miteinander verbundene Ausführung könnte auf einen TP hinweisen, insofern ich den Text im Link richtig interpretiere

http://www.geomatik-ausbildung.de/raven ... mg/1_2.jpg

Allerdings kenne ich zu den Türmen auch nur vom Hörensagen die Geschichte, dass sie von der Wehrmacht errichtet wurden und "irgendwie die Nachrichtentruppe" damit befasst war.
VG
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