Kriegsvorbereitungen

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Kriegsvorbereitungen

Beitragvon deradel » Sonntag 23. September 2018, 00:04

Also wenn ich das so lese dann bin ich ganz sicher das man schon viel früher die ganz wichtigen Sachen unter die Erde gebracht hat.

***Am 17. Februar 1938 fand eine Ortsbesichtigung eines Teils der Geraer "Höhler" statt, an welcher teilnahmen die Herren:

Stadtrat Oberbaurat Stengel und Wagentrotz
Professor Dr. Dr. Randzio

dazu am Nachmittag

Assessor Dr. Geidel

Es wurden folgende alten Stollenbauten, "Höhler", besichtigt und von mir auf ihre Ausbaumöglichkei für Luftschutzanlagen geprüft:

1.) Brauerei Häußler, Untermhaus

Die "Höhler" liegen dort in festen, trockenen Zechstein und sind mit einer anschließend ½ Stein starken Backsteinausmauerung verkleidet. Nur an den stumpf endenden Stellen, also "Vor Ort" steht das Gebirge frei an.
Diese Höhler scheinen besonders geeignet für Ausbau zu Luftschutzzwecken, sowohl ihrer Lage nach, als auch aus technischen Gründen.
In der Nähe befindet sich ein Krankenhaus, dass bei Kenntlichmachung als solches im Ernstfall vom Feind geschont werden soll, sodass dann auch die in der Nähe liegenden Luftschutzanlagen etwas mehr Aussicht auf Schonung haben würden, als die weiter davon ab befindlichen - worauf allerdings kein Verlass ist. Es wird vielmehr wegen der Nähe des ein gutes Angriffsziel bietenden Schlosses damit zu rechnen sein, dass der angreifende Feind gerade dort zu zerstören versuchen wird, und dass daher auch das Krankenhaus mit gefährdet sein wird. Die auszubauenden Stollen könnten notfalls auch für Insassen des Krankenhauses als Zuflucht dienen. es kann auch als Verbandsraum nach dem Muster der im Kriege in Nordfrankreich angelegten unterirdischen Verbandsplätze für Durchgangsbetrieb angelegt werden, d.h. mit Rundgang, der hier schon vorhanden ist (vgl. "Randzio, Buch Stollenbau" s.10).
sie sind auch aus den angrenzenden Häusern und Straßen schnell erreichbar.
Bautechnisch günstig sind die Höhler insofern, als das Gebirge, wie überall in Gera, trocken und der Zechstein hier fest sind, sodass namentlich bei zunehmender Überlagerung auch die Sicherheit gegen Volleinschläge erheblich gegeben ist, ohne das Verstärkungsarbeiten nötig werden, und wenn ja, dann nur in geringem Umfang. Auch die Querschnittsform der bereits ausgemauerten Stollen ist günstig, weil hufeisenförmig d.h. sowohl das Scheitelgewölbe gegen Firstdruck als auch, was bei Luftschutzstollen besonders zu beachten ist, gegen Seitendruck sichernd durch die geneigten Ulmen.
Luftschutzanlagen, die Forderung nach mehr Ausgängen bereits gewahrt: es sind schon zwei Ausgänge vorhanden, wenn die trennenden, nachträglich eingezogenen Wände auf Grundstück Riedel entfernt werden; ein dritter Ausgang zum Brauereikeller, der normalerweise geschlossen bleiben kann, würde als Notausgang dienen.
Erforderlich wären die in den beigefügten Skizzen grün angedeuteten Maßnahmen:
a.) Beseitigung der Zwischenstände von Grundstück Riedel
b.) Fortnahme der Fassauflagen.
c.)Verstärkung der Eingänge auf eine Länge mit geringerer Überlagerung als 6 m. Gasdichte Eisentüren mit schweren eisernen Türrahmen.
d.)Herstellung eines Aufenthalts- bzw. Verbandsraumes etwa an der Stelle der Verbindung zwischen B und C durch entsprechende Erweiterung und Ausmauerung, bzw. Abstützung.
e.) Durchschlag von dort zu den von Stollen A ausgehenden Abzweigstollen.
f.) Einbau einer Gasschutz-Schleuse an einem Ausgang.
g.) Durchstich für ein Belüftungsrohr, schräg aufwärts, oder eines, dann auch als Notausgang benutzbaren, Schrägschachtes, verschließbar und gegen Wasserzufluss zu sichern.

Dazu Schutzraumbelüfter für Hand und elektrischen Betrieb nach DIN 3180

2.) Fürstlicher Bauhof, unterm Schloss

Die dort vorhandenen "Höhler" liegen in mürben, trockenen Zechstein, der hinsichtlich seiner Standfestigkeit bei Erschütterungen nicht viel höher zu bewerten ist, als etwa fetgelagerter Sand oder Kies. Ein Ausbau für Luftschutzzwecke ist an sich durchaus möglich und kann auch hier nach seiner Lage dann eine gute Anlage ergeben. Der Ausbau erfordert aber erheblich mehr Aufwendung für Absteifung und Sicherung, ist also ein Baustoff- und Kostenfrage.

Erforderlich wäre:

a) Durchschlag eines Stollens als 2. Ausgang, in den mürben Zechstein leicht aufzufahren.
b)Durchschlag eines Schrägschachtes zum Schloß als dritter Ausgang und Zugang für die Schloßinsassen.
c) Belüftungsrohr und -Anlage wie vor.
d) Einsturzsichere Verstärkung der Abstützung in allen Räumen weniger als 8 m Überlagerung, je nach nachzuprüfender Erfordernis.

3. Böttchergasse 17

Der mürbe Rogensein (colithischer Kalk), in dem die dortigen "Höhler" liegen, ist eine Überlagerung von 7,50 m zumal unter bebautem Gelände ein Schutz, dessen Auskleidung nur unwesentlich oder gar nicht verstärkt zu werden braucht. Auch etwa nötig werdender Neuausbruch wird in diesem Boden einfach und billig sein, sodass der neu zu schaffende Verbindung der beiden Höhler mit den Eingängen Nr.17, Nr.19, Nr.21, Nr.23 und durch Schaffung eines rückwertigen Ausganges aus Nr.19 und Nr.21 nach der anderen Seite (im Plan ohne Bezeichnung) eine sichere Anlage geschaffen werden kann.
Eine Frage aber, die noch der Nachprüfung bedarf, ist die der Wasserabführung im Falle eines Leitungsrohrbruches, eine Frage, die für alle im Stadtinneren auszubauenden "Höhler" zu öffentlichen Luftschutzanlagen von Fall zu Fall eingehend zu prüfen ist. Für diese Anlage wäre danach erforderlich:

a) Durchbrüche zur Verbindung der Höhler von Grundstück Nr.19, 21 und 23 mit denen von Nr.17 und noch rückwärts.
b) Belüftungsrohr und -Anlage, wie vor.
c) Gasschutztüren und eine Gasschutzschleuse
d) Sicherung gegen Wassereinbruch (noch nachzuprüfen)

4.) Weidaer Straße 31.

Die dort vorhandenen, in festen Zechstein mit 4,30 m Überdeckung liegenden Höhler sind unausgemauert, liegen aber ebenfalls unter Häuserbauten. Der feste Zechstein bietet dabei, ähnlich wie Beton, soviel Schutz, dass bei dem schmalen Profil von 1,45 m Breite nur geringe Abstützung erforderlich wäre. Mit 2 Durchbrüchen und einen Schrägstollen nach der der Weidaer abgewandten Seite könnten die vorhandenen Höhler zu einer auch gegen schwere Wirkung sicheren und geräumigen Luftschutzanlage mit 4 Ausgängen ausgebaut werden.
-unter der Voraussetzung, dass auch eine brauchbare Lösung für Sicherung gegen Wassereinbruch möglich ist.

Erforderlich:

a) Zwei Durchstiche
b) Ein Schrägstollen mit Sicherung des Ausganges durch Eisenbeton oder Eisenprofile in Beton mit Überdeckung und Verstärkung des Ausganges. Gas- und wasserdichte Eisentür.
c) Gasschutz, wie vor.
d) Sicherung gegen Wasser infolge Leitungsrohrbruches.

5.)

Die bei und unter der Pestalozzischule befindlichen "Höhler" liegen zwar auch im Rogenstein und Zechstein und sind z.T. auch ausgemauert, haben auch mit 8,75 m genügend Deckgebirge gegen schwere Einwirkung, sie sind aber nicht sehr umfangreich und haben nur einen Zugang, sodass der notwendige Aufwand für einen zweiten Ausgang nach der entgegengesetzten Seite und die übrigen erforderlichen Arbeiten im Hinblick auf die verhältnismäßig geringe Ausnutzungsmöglichkeit für öffentliche Luftschutzzwecke teuer würde.
Auch ihr von den angrenzenden Straßen schwer erreichbare Lage spricht nicht dafür.

6.)

Dasselbe gilt erst recht von den "Höhlern" an der Salvatorkirche, Nikolaiberg 2.
Diese sind noch weniger umfangreich. Es bestände an sich wohl die Möglichkeit, eine Stollenverbindung zu den unter 5.) genannten "Höhlern" bei der Pestalozzischule neu zu schaffen, was technisch in dem dort vorhandenen mürben und trockenen Zechstein und Rogenstein keine große Schwierigkeiten breiten würde, aber es ist fraglich, ob die so erhaltene Nutzungsmöglichkeit in tragbarem Verhältnis zu den entstehenden Arbeits-, Baustoff- und Kostenaufwand stehen würde.

7.) Schuhgasse 13 und 10

Nur 7 m Überlagerung trockenen Lehmes oder Sandes genügen allein nicht als Sicherheit für Stollen gegen schwere Bombenwirkung. Die dort in trockenen Lehm liegenden "Höhler" müsste also auch trotz des darüber befindlichen Häuserschutzes doch durchweg Verstärkung erhalten. Dazu kommt, dass auch hier rückwärtige Ausgänge neu herzustellen wären, deren Befestigung und Sicherung, insbesondere auch der Mündung in dem weichen Boden, erhebliche Arbeits- und Baustoffaufwand bedeuten würde.

9.)

Dasselbe gilt von den "Höhlern" Markt 17

Sie sind dort umfangreich und liegen z.T. auch unter Häusern, haben auch mehrere Ausgänge, oder solche sind leicht zu schaffen.
es wären aber durchweg Abstützungen nötig, und dann besonders für die frei unter dem Marktplatz selbst liegenden "Höhler", sodass ihre Herrichtung für öffentliche Luftschutzzwecke erhebliche Aufwendungen bedingen würde. Andererseits haben gerade auch Marktplatz und Rathaus, ebenso wie Schloß, Bahnhof, Kraft-, Gas- und Wasserwerk bei einem Fliegerangriff mit Bombenabwurf zu rechnen, sodass ihr Ausbau, trotz der erforderlichen Aufwendungen in Erwägung zu ziehen wäre.

Erforderlich wären:

a) drei Durchstiche und gegebenenfalls einer als Verbindung zum Grundstück Nr.15
b) Verstärkung der Ausmauerung, wie unter II. Angegebenen, unter dem Markt durch Mehrausbruch und Ausbau mit Eisenbeton bzw. Profileisen in Beton.
c) Gas- und Wasserschutz, Belüftung, wie vor.

10.) Lutherstraße 2

Die hier im festgelagerten teilweise Nageflue-artigen Elstergeröll von leider nur 5,50 m Überlagerung liegenden "Höhler" haben durch dieses allein nicht genügend Schutz, zumal sie nicht unter Gebäuden liegen. Von mir mitgenommene und untersuchte Gebirgsproben haben aber ergeben, dass dieser Kies sich trotz seiner, den Flusskies kennzeichnenden, meist runden Körnung gut zur Betonbereitung eignen würde, sodass eine Verfestigung dieses Bodens im Versteinerungsverfahren, d.h. durch Einpressen von Zementmilch mit gleichzeitiger Abstützung wahrscheinlich zu dem gewünschten Erfolg führen würde.

Nötig wäre:

a) Eine neue, in den Flusskies leicht herzustellende Verbindung der beiden jetzt von einander getrennten "Höhler", sowie
b) ein neuer Ausgang nach der Burgstraße mit entsprechender Sicherung.
c) Einpress- und Abstützungsarbeiten.
d) Gas- und Wasserschutz, Belüftung wie vor.

Der so gewonnene öffentliche Schutzraum wäre zwar seiner Lage nach günstig, aber nicht sehr umfangreich, sodass das zu 5) und 6) Gesagte auch hierfür gilt:

Nur dringendes Erfordernis könnte für einen Ausbau sprechen.

II.


Zusammenfassend ist folgendes zu sagen:

Für einen Ausbau zu öffentlichen Luftschutzräumen geeignet scheinen in erster linie die unter 1) und bedingungsweise auch die unter 2) genannten "Höhler" im Weinberg und unter dem Schloß, in zweiter Linie die unter 3) Böttchergasse 17, 4) Weidaerstraße 31 und 9) Markt 17, die Übrigen nur bei dringendem Bedarf.

Allgemein ist zu sagen, dass technisch der Ausbau der vorhandenen Höhler überall möglich ist und auch in den als ungünstiger festgestellten Fällen keine unüberwindlichen Schwierigkeiten bietet, zumal das vorhandene Gebirge überall trocken, leicht bearbeitbar und meist auch standfest ist. Das ist ja auch der Grund, weswegen sie vor Jahrhunderten aufgefahren werden und sich bis heute ohne oder mit verhältnismäßig geringer Auskleidung erhalten konnten.
Es handelt sich in Gera hauptsächlich um Kalkstein, das, wie auch aus der geologischen Karte von Preussen Blatt Gera Nr. 3002 Gradabtlg. 71, Nr.11, Berlin 1930, zu ersehen ist, als Zechstein, geologisch als "Mittlerer Zechstein" bezeichnet, oder als körniger "monolithischer Kalk", sogenannter "Rogenstein" oder zum kleinen Teil auch als reiner Kalkstein vorkommt.
Daneben kommen auch diluvale Ablagerungen, Lehm, Sand und Fluss- und Flussgeschiebe vor.
das alles sind Gebirgsvorkommen, die bei neuaufzufahrenden Stollen in den meisten Fällen mit Spitzhacke und Spaten bewältigt werden können. Im festerem Gestein, z.B. dem festen Zechstein we3rden Pressluftwerkzeuge, Abbruchhämmer, zweckmäßig sein. Von Sprengungen ist abzuraten, um das ohnehin nirgends sehr feste Gebirge nicht unnötig aufzulockern und dadurch druckhafter zu machen und um, namentlich im Stadtinneren, unnötige Erschütterungen zu vermeiden.
Grundsätzlich ist bei solchen unterirdischen Luftschutzanlagen anzustreben, dass mehrere Ausgänge und zwar nach verschiedenen Richtungen vorhanden sind. Mit der Zahl der Ausgänge wächst der Wert als Luftschutz, - aber auch die Schwierigkeit der Sicherung gegen Gas, Wasser und feindliche Einwirkung.
Ebenso ist im Inneren der Stollenanlage eine Umgangsmöglichkeit anzustreben, die gerade bei öffentlichen und stark zu belegenden Räumen immer zweckmäßig sein wird, nicht nur für Sanitätszwecke.
Wo besondere Belüftungsschächte oder Rohre nötig werden, müssen diese ebenfalls verkleidet werden; die Mundlöcher sind besonders durch Eisenrohre oder Eisenbeton zu sichern, und gegen Verunreinigung und Tageswasser durch Überdachung und verschließbar zu schützen.
Zur Abstützung oder Verstärkung der vorhandenen Ausmauerung der "Höhler" wird sich Massivausbau durch Backstein oder Betonmauerwerk wegen zu starker Profilbeschränkung weniger eignen. Denn es würde dann bei den engen Profilen, um genügend Mauerstärke zu erhalten, Ausbruch des vorhandenen Backsteinmauerwerks und Mehrausbruch des Gebirges nötig werden.
Als zweckmäßig würde ich vorschlagen Abstützung mit Blechen und Eisenrahmen. Diese Art der Abstützung würde auch den großen Vorteil haben, beliebige - auch noch nachträglich als nötig erkannte - Verstärkungen immer mit den selben Bauelementen vornehmen zu können durch engersetzten der dem jeweiligen Profil leicht anzupassenden Rahmen, welche aus alten Kleinbahnschienen hergestellt werden können. Je näher dem Ausgang, um so enger werden die Rahmen stehen, bis nötigenfalls "Mann an Mann". Ins freie mündende Ausgänge erhalten Rahmen aus starkem U-Eisen in Beton.
Die am vorhandenen Mauerwerk anliegenden Bleche werden gegen die Rahmen verkeilt. Die Rahmen aus Kleinbahnschienen lassen sich, nach dem Profil gebogen, in zwei Teilen mit Laschen zusammenschraubbar leicht herstellen und einbringen. Die Bleche werden nach den Ausgängen zu aus 3 mm Stahlblech bestehen, im Inneren bei genügender Überdeckung werden einfachere Bleche genügen. Sie wären dachziegelartig anzuordnen; die Unterstützung durch die Eisenrahmen erfolgt in den einfachsten Fällen unter der Überlappungsstelle.
Dort wo die Unterstützung stärker sein muss, werden je nach Bedarf Rahmen dazwischen gesetzt und gegen die Bleche verkeilt.
Profilbeschränkung erfolgt also immer nur um das Maß von Blechstärke, Schienenhöhe und Keilstärke also um etwa 10-13 cm.
Überall dort, wo Hohlräume hinter den vorhandenen Mauerwerk erkennbar oder mit Sicherheit zu vermuten sind, werden Hiterpressungen mit flüssigem oder stark plastischen Beton 1:1 dringend angebracht sein. Im Lehm oder Löß sind solche Hinterpressungen weniger angebracht oder sogar zwecklos.
In den im Flusskies liegenden Stollen ist Verfestigung dieses anscheinend dafür sehr geeigneten Materials durch Einpressen von Zementmilch anzuraten, zumal bei geringer Überlagerung.
Als genügende Überlagerung kann nach neuen Erkenntnissen bei gut abgestützten Stollen bei Sand etwa 8 m angenommen werden, also auch in trockenen Lehm, Löß und Kies. Der mürbe Zechstein ist etwa wie festgelagerter Kies oder allenfalls wie schlechter Magerbeton zu bewerten, d.h. mit einer notwendigen Überlagerung von etwa 6-8 m, der feste Zechstein etwa wie guter Magerbeton, also mit etwa 4-5 m notwendiger Überlagerung.
Gut mit Zementmilch verfestigter Flusskies kann günstigenfalls die Eigenschaften festen Betons erhalten, bei schlechter Durchdringung immer aber noch bedeutende betonähnliche Festigkeit in einzelnen Blöcken erhalten, sodass bei genügender Abstützung der Stollen auch eine Überlagerung von 5-6 m genügen würde.
Für die Abstützung oder etwaige Verfestigung wären noch von Fall zu Fall Prüfung notwendig und könnten dann endgültig Vorschläge gemacht werden.
Ebenso bedarf, wie schon unter I. 3.) erwähnt, noch besondere Nachprüfung von Fall zu Fall die Frage der Sicherung gegen Wasser durch Leitungsrohrbruch und der dafür, möglicherweise auch von Fall zu Fall verschieden zu treffenden Maßnahmen.

Unterschrieben wurde es von Prof. Dr. Dr. E. Randzio***

Viele Grüße
deradel
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Re: Kriegsvorbereitungen

Beitragvon PEKE » Sonntag 23. September 2018, 19:17

ich denke, das hat mit den allgemeinen Luftschutzvorbereitrungen in dieser Zeit zu tun. Denn die Überdeckung als Grenze ist hier mit 8m angegeben. Später wurde die Stärke der Mindestüberdeckung angehoben, eben nach dem stand der Technik,
größere Bomben und Traglast der Flugzeuge
Gruß Peter

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Re: Kriegsvorbereitungen

Beitragvon deradel » Sonntag 23. September 2018, 21:24

Die waren das erste mal schon 1935 unterwegs. Ich denke aber auch das man mit Maschinen und Technik UT eben andere Anforderungen hatte. Bei zivilen Luftschutz kann es schon mal wackeln was bei Fertgung UT bisl blöd ist.

Aber es geht auch anders herum. Und gegen Kriegsende war Platz mangelware.

Die Bauinspektion der Waffen-SS und der Polizei (Reich West) in Wiesbaden ersuchte den Bürgermeister am 13.01.1945 von Hermsdorf bei Gera um schnellste Mitteilung, ob unterirdische Gruben, Stollen und Schächte zur Unterbringung lebenswichtiger Güter und staatswichtiger Akten vorhanden wären. Die eventuelle Feststellung dieser Möglichkeiten sollte unter Zuhilfenahme alter Stadtakten und Pläne sowie durch Inanspruchnahme örtlicher Heimatmuseen und deren Leiter, von Konservatoren und Kulturpflegern, Archäologen und Bergwerksdirektoren durchgeführt wurden. Der Bürgermeister teilte mit, dass unterirdische Gänge, Gruben, Schächte und Stollen nicht vorhanden wären.

Viele Grüße
deradel
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Re: Kriegsvorbereitungen

Beitragvon PEKE » Montag 24. September 2018, 15:51

da würde mir nur der Restliche freie Raum zwischen den Fronten eiinfallen, Hermsdorfer Kreuz war etwa in der mitte zw. den Fronten
Gruß Peter

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