Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

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Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Chlotar » Sonntag 12. April 2020, 09:18

Im Buch "Der Kampf um die Thüringer Pforte" von Jürgen Möller, 1. Aufl. 2019 wird auf Seite 190 im Zusammenhang mit der Kapitulation der Stadt Gotha am 04.04.1945 wiedergegeben,

Zitat: "Dabei stößt das 1./355, dass am Vormittag des 5.April 1945 die Sicherung des Nordteils von Gotha übernimmt, am Ostrand des Krahnbergs, westlich der Goldbacher Straße, auf eine unterirdische Flugzeugfabrik und meldet den Fund von mehreren Jagdbombern in gutem Zustand."
Diese Information wurde lt. Quellenangabe dem G-2 Journal der 89th InfDiv. entnommen.

Meine Frage, hat davon schon jemand etwas gehört?
Wobei meine Vermutung eher dahin geht, dass den Jungs etwas die Orientierung verloren gegangen ist und Gotha-Ost gemeint ist, wobei die Definition von "unterirdisch" dann auch wieder Fragen aufwirft.
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon deradel » Sonntag 12. April 2020, 15:20

Gehört ja. Und auch wenn die Amis nicht immer die schlauesten waren, so würde ich den nicht unterstellen Ost und West einfach mal so zu verwechseln....Haben es doch Zielgerichtet hier her geschafft.
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Luchs » Donnerstag 16. April 2020, 19:02

Da fällt mir wieder Isegrims "Flakscheinwerferfabrik" ein...

Die Luftbilder geben zumindest her, dass sich am Ostrand des Galbergs zu Kriegsende eine große Baugrube befand, wo offensichtlich etwas an den Hang oder in die Erde gebaut wurde. In ganz alten Zeiten stand dort ein Pulverhaus als Lager für den Schießstand. Heute, mit Schutt und Erde aufgefüllt, ist die Halde das Wäldchen rechts am Ende der Sonneborner Straße vor der letzten Gartenanlage. Was immer es war oder werden sollte, eine Flugzeugfabrik gibt es nicht her.

Auch interessant, ohne jedoch etwas daraus abzuleiten: Auf Luftbildern vom 10.04.45 sieht man Flugzeuge, allerdings mit Kokarde der RAF auf der Wiese nördlich der Goldbacher Siedlung stehen. Zweieinhalb Kilometer weiter wären die Gothaer Flugplätze gewesen...
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon muhmer » Freitag 17. April 2020, 06:58

Zweieinhalb Kilometer weiter wären die Gothaer Flugplätze gewesen...


Hast recht. Ob es noch so ist kann ich nicht sagen.
Wir Deutschen hatten ja alles geregelt. Selbst wo defekte Fiugzeuge zu landen haben. :)
Es gab damals zwei Dreiecksraster, zu 3 Km und 10 Km, von Notlandeplätzen.

Anfangs hatte ich bei mir mit der 1000m Landebahn von Schneeberg/Erzg. das gleiche Problem.
Die nächsten Feldflugplätze waren gleichfalls nur ca. 3 Km entfernt.
Das hat sich dann aber in Gesprächen mit den umliegenden Bauern schnell geklärt.
Gruß Andreas
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon deradel » Freitag 17. April 2020, 14:46

Eine von den Stellen habe ich auch im Auge @Luchs.

Viele Grüße
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon manganer » Freitag 17. April 2020, 15:13

Das Pulverhaus war, wie damals alle Pulverhäuser in die Erde eingelassen, wie ein offener Bunker. Auch gab es 2 Pulverhäuser, die bereits 1855 im alten Meßtischblatt zufinden sind...
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Chlotar » Sonntag 19. April 2020, 09:36

Zitat aus dem Buch: "Kriegsende und amerikanische Besatzung in Gotha" von Dr. Günter Grossmann, 4.Aufl. 2014

Der Autor war 1945 16 Jahre alt und wohnte in Gotha in der Goldbacher Straße.

Zitat, S.109:
"...Unter den neuen Bedingungen erkundeten wir auch wieder einige unserer beliebten Abenteuerspielplätze. So stromerten wir über den Galberg, Krahnberg und Wolfsgrund* um zu sehen, ob noch Überreste stattgefundener militärischer Aktionen anzutreffen waren. Und tatsächlich fanden wir am Waldrand westlich oberhalb der Goldbacher Straße verschiedene mittel- und großkalibrige Geschütze und viel herumliegende Munition vor. Mit diesen Geschützen konnte man die über Goldbacher Straße gen Gotha vorrückenden US-Truppen - so wie es es einige fanatische Verteidiger der Stadt erwartet hatten - mit Feuer eindecken. Natürlich konnten die Amerikaner damit nicht aufgehalten werden, obgleich wir bei einer weiteren Erkundung beim Alschleber Brunnen** auf einem Feldrand östlich der Goldbacher Straße einen mit einer Panzerfaust abgeschossenen und ausgebrannten amerikanischen Sherman-Panzer entdeckten. Nach Lorenz Kreibe*** fanden hier zwischen deutschen Infanteristen, die zur Panzerabwehr in Stellung gegangen waren und vorstoßenden US-Panzern Gefechte statt. Der abgeschossene Panzer stand jahrelang hier; den Deutschen bereitete es wohl zunächst technische Probleme, ihn zu entsorgen. Wir nutzten natürlich die einmalige Gelegenheit, auf und in den Panzer zu steigen und amerikanisches Kriegsgerät kennen zu lernen.

Auch die deutschen Geschütze und Granaten sowie Panzerfäuste standen und lagen an dem genannten Waldrand längere Zeit herum. Sie dienten oft Kindern und Jugendlichen als gefährliches Spiel- und Experimentierzeug..."

Anmerkungen meinerseits:
*Der Galberg geht unmittelbar, noch im Stadtgebiet von Gotha, in den Krahnberg über. Der Wolfsgrund befindet sich in nordöstl. Richtung auf der Ostseite des Krahnbergs.
** Befindet sich am Osthang des Krahnbergs
*** verstorbener Heimatforscher aus Remstädt (ein Ort östl. der Goldbacher Straße)

Da der Autor in unmittelbarer und mittelbarer Umgebung, gleichfalls in der fraglichen Zeit, der im Eingangsbeitrag zitierten Örtlichkeit einer angeblichen "unterirdischen Flugzeugfabrik" aufgewachsen ist und in seinem Buch/Bericht zwar über Geschütze, Munition, etc. schreibt aber kein Wort über unterirdische Anlagen, ob offen oder gesperrt und auch sonst keinerlei Informationen/ über eine solche unterirdische Fabrikation in Gotha vorliegen, halte ich persönlich es für mehr als unwahrscheinlich das die im G2-Journal gemachte bzw. kolportierte Eintragung korrekt ist.

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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Chlotar » Sonntag 19. April 2020, 09:36

Zitat aus dem Buch: "Kriegsende und amerikanische Besatzung in Gotha" von Dr. Günter Grossmann, 4.Aufl. 2014

Der Autor war 1945 16 Jahre alt und wohnte in Gotha in der Goldbacher Straße.

Zitat, S.109:
"...Unter den neuen Bedingungen erkundeten wir auch wieder einige unserer beliebten Abenteuerspielplätze. So stromerten wir über den Galberg, Krahnberg und Wolfsgrund* um zu sehen, ob noch Überreste stattgefundener militärischer Aktionen anzutreffen waren. Und tatsächlich fanden wir am Waldrand westlich oberhalb der Goldbacher Straße verschiedene mittel- und großkalibrige Geschütze und viel herumliegende Munition vor. Mit diesen Geschützen konnte man die über Goldbacher Straße gen Gotha vorrückenden US-Truppen - so wie es es einige fanatische Verteidiger der Stadt erwartet hatten - mit Feuer eindecken. Natürlich konnten die Amerikaner damit nicht aufgehalten werden, obgleich wir bei einer weiteren Erkundung beim Alschleber Brunnen** auf einem Feldrand östlich der Goldbacher Straße einen mit einer Panzerfaust abgeschossenen und ausgebrannten amerikanischen Sherman-Panzer entdeckten. Nach Lorenz Kreibe*** fanden hier zwischen deutschen Infanteristen, die zur Panzerabwehr in Stellung gegangen waren und vorstoßenden US-Panzern Gefechte statt. Der abgeschossene Panzer stand jahrelang hier; den Deutschen bereitete es wohl zunächst technische Probleme, ihn zu entsorgen. Wir nutzten natürlich die einmalige Gelegenheit, auf und in den Panzer zu steigen und amerikanisches Kriegsgerät kennen zu lernen.

Auch die deutschen Geschütze und Granaten sowie Panzerfäuste standen und lagen an dem genannten Waldrand längere Zeit herum. Sie dienten oft Kindern und Jugendlichen als gefährliches Spiel- und Experimentierzeug..."

Anmerkungen meinerseits:
*Der Galberg geht unmittelbar, noch im Stadtgebiet von Gotha, in den Krahnberg über. Der Wolfsgrund befindet sich in nordöstl. Richtung auf der Ostseite des Krahnbergs.
** Befindet sich am Osthang des Krahnbergs
*** verstorbener Heimatforscher aus Remstädt (ein Ort östl. der Goldbacher Straße)

Da der Autor in unmittelbarer und mittelbarer Umgebung, gleichfalls in der fraglichen Zeit, der im Eingangsbeitrag zitierten Örtlichkeit einer angeblichen "unterirdischen Flugzeugfabrik" aufgewachsen ist und in seinem Buch/Bericht zwar über Geschütze, Munition, etc. schreibt aber kein Wort über unterirdische Anlagen, ob offen oder gesperrt und auch sonst keinerlei Informationen/ über eine solche unterirdische Fabrikation in Gotha vorliegen, halte ich persönlich es für mehr als unwahrscheinlich das die im G2-Journal gemachte bzw. kolportierte Eintragung korrekt ist.

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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Luchs » Sonntag 19. April 2020, 18:37

Da bin ich voll Deiner Meinung. Meine Vermutung ist, das es auch ein wassertechnischens Bauwerk sein könnte. Nicht weit davon ist ja auch der Hochbehälter.
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon kps » Sonntag 19. April 2020, 21:16

Chlotar hat geschrieben:Zitat: "Dabei stößt das 1./355, dass am Vormittag des 5.April 1945 die Sicherung des Nordteils von Gotha übernimmt, am Ostrand des Krahnbergs, westlich der Goldbacher Straße, auf eine unterirdische Flugzeugfabrik und meldet den Fund von mehreren Jagdbombern in gutem Zustand."
Diese Information wurde lt. Quellenangabe dem G-2 Journal der 89th InfDiv. entnommen.VG


Die G2-Journale sind Zusammenfassungen. Gibt Möller in dem Buch die exakte Quelle an?
Desweiterem könnte man über die Tagesberichte bzw. after action der Einheit mehr Infos bekommen. Am Ende könnte auch aus einer Beobachtung eine Interpretation geworden sein. In der Muna Crawinkel war laut einigen Zeugenaussagen ja auch alles unterirdisch in den Berichten und gemeint waren vermutlich nur die erdüberdeckten Munitionshäuser.

Gotha und ausgelagerte Flugzeugertigung oder abgestellte Flugzeuge sind erst mal Indizien, die zueinander passen.
Kann es ggf. Unterstände gegeben haben, in denen Flugzeuge geschützt gestanden haben?

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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon PEKE » Montag 20. April 2020, 07:09

Bahnhof Goldbach, war eine Prod. von Flugzeugen. Gotha glaube ich
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Chlotar » Montag 20. April 2020, 14:40

@KPS
Nein, J. Möller schreibt lediglich: "G-2 Journal 89th InfDiv."
Hinsichtlich "unterirdisch" am Beispiel der Muna bin ich vollkommen Deiner Meinung, siehe hier im Eröffnungsthread.
@Peke
Ja, sowohl in Goldbach als auch in Wangenheim (Nachbarort von Goldbach in nordwestl.Richtung) waren Verlagerungen der GWF aber das passt dann nicht mehr mit der Goldbacher Straße und dem Krahnberg zusammen und für UT-Fabriken ist da die Topografie, wenn man nicht senkrecht in die Erde geht, ungeeignet und dort wäre selbst der Bau einer Latrine den Anwohnern nicht verborgen geblieben.

Man sieht von der im G2-Journal genannten Positionen Ostrand (und somit der Osthang) des Krahnbergs den ehemaligen Werksflughafen der GWF im kompletten Ausmaß vor sich liegen, der ehemalige, unmittelbar an diesen angrenzende, Militärflugplatz war zu damaligen Zeit ebenso einsehbar. Ich denke den Amis ist da in der Meldung oder in der Übertragung derselben etwas verrutscht.
Vermutlich haben sie auf den Flugplätzen die Flugzeuge gesehen, eventuell in abgetarnten Splitterschutzboxen, was ggf. zu "underground" führte oder wie Luchs schrieb, wurde der abgedeckte Wasserhochbehälter als "underground water reservoir" mit den gesehenen Flugzeuge dann auf den Meldewegen vermischt.
Es war eben auch Tag 1 nach der Kapitulation der Stadt.
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon PEKE » Montag 20. April 2020, 14:58

aus April Operations 4. Armee

4 APRIL (D 4- 302)

The enemy offered strong resistance to Third U.S. Army in the vi
cinity of the key towns of KASSEL (C20), EISENACH (H76) and SUHL (J02),
but else-where only sporadic resistance opposed the advances to the
east.

Twelfth U.S. Army Group set the new First - Third U.S. Army bounda
ry from KASSEL (C20) to SOMMERDA (J39h

The 5th Infantry Division was relieved from assignment to XX Corps,

then began movement from FRANKFURT (M67) to the vicinity of LICH (G71).

While the 70th Infantry Division continued policing its assigned area

west of the RHINE River, the 13th Armored Division began movement from

IDAR-OBERSTEIN (L72) to an area in the vicinity of ALSFELD

In advance of other VIII Corps units, the 4th Armored Division

(with 355th Infantry attached) captured GOTHA (J06) and OHRDRUF (J15)

and continued driving to the east. Following this advance, the 89th In
fantry Division (less 355th Infantry) continued mopping up. Gains of up

to twenty miles were made by the 65th Infantry Division, which cleared

ESCHWEGE (H68) and TREFFURT (H78). To the rear, the 87th Infantry Divi
sion moved into assembly area near FRIEDEWALD (H45)# While continuing

its patrolling, the 6th Cavalry Group mopped up along the FULDA River.

Gains of ten miles were made by all three combat commands of the

11th Armored Division, which were spearheading the XII Corps attack.

OBERHOF (J13) and ZELLA MEHLIS (J03) were taken, while Reserve Combat

Command drove close to MEININGEN (H82). The 101st and 328th Infantry

Regiments (26th Infantry Division) followed the armor closely in a

twenty mile advance, mopping up by-passed troops. The 90th Infantry Di
vision continued to advance south and southeast out of VIII Corps zone ,

clearing BCKARTSHAUSEN (H76), MOHRA (H75), ALLENDORF (H74) and BARCHFELD

(H84). South flank patrolling was continued throughout the period by

the 2d Cavalry Group, which relieved the 104th Infantry (26th Infantry

Division). Upon being relieved, the 104th Infantry moved to the north
east. The 71st Infantry Division completed mopping up enemy in its

zone, then moved north to assume positions along the line SCHLUCTERN

(N29) - FULDA (H31).

An adjustment in the First - Third U.S. Army boundary left most XX

Corps units north of the boundary in First U.S. Array's zone. KASSEL

(C20), important communications center, was captured by the 80th Infan
try Division, which resumed its advance to the east after destroying the

enemy inside the city. To the south, the 304-th and 385th Infantry Regi
ments (76th Infantry Division) continued their eastward advance while

the 417th Infantry closed in the division zone. MUHLHAUSEN (H99) was

cleared by the 6th Armored Division, which then sent reconnaissance ele
ments north and east of the city. North flank patrolling was conducted

by 3d Cavalry Group which maintained contact with First U.S. Army.

Flying 455 sorties, fighter-bombers of XIX Tactical Air Command de
stroyed or damaged 215 motor vehicles, fifty-three locomotives, 162

railroad cars, seven gun positions and nine buildings. While losing

five planes, the Air Command destroyed twenty-nine enemy planes, proba
bly destroyed three more and damaged sixteen.

The important cities of KASSEL (C20), MUHLHAUSEN (H99) and GOTHA

(J06) were cleared as Third U.S. Army continued its driving attack to

the east during the period.

The first trains with rations arrived at the new Army railheads at

NIEDER INGELHEIM (M25) and HEIDESHEIM (M25) on this date. Gasoline re
ceived at airfields east of the RHINE River totalled 517,205 gallons and

operational-type rations totalled 117,348, both record receipts for one

day. A refrigeration plant in operating condition with a cold storage

capacity of 2,000 tons was taken over by the Army at FRANKFURT (M67).

* * * *
5 APRIL (D + 303)

Enemy resistance continued to be scattered to moderate in Third

U.S. Array's zone, two enemy counterattacks north of KASSEL (C20) being

repulsed. The estimated enemy strength in the Army's zone was 17,200

combat effectives, the equivalent of two divisions, and seventy tanks or

assault guns.

An operational directive sent to the various corps commanders and

to the Commanding Generals of the 5th and 70th Infantry Divisions con
tained the following information and orders:

His major forces in the west destroyed, the enemy was attempting to

defend and delay in the Allied zone of advance with miscellaneous and

hastily improvised units in an apparent effort to continue organized re
sistance. The First U.S. Array was clearing the RUHR in its zone and was

advancing east on the left (north). The Seventh U.S. Army was advancing

southeast on the right (south). XIX Tactical Air Command was continuing

close cooperation with Third U.S. Army.

Having seized the general line MEININGEN (H82)—GOTHA (J06)—LANG
ENSALZA (J08), Third U.S. Army was to advance east and southeast in its

zone on orders of Twelfth U.S. Army Group and was to maintain contact

with Seventh U.S. Army on the right (south).

VIII Corps (65th, 87th and 89th Infantry Divisions, 4th Armored Di
vision and supporting troops) was to consolidate along the general line

GOTHA (J06)—OBERHOF (J13)> pushing aggressive reconnaissance to the

east of the line, on Army order was to advance east and southeast in its

zone. On being relieved by infantry, the 4th Armored Division was to

remain in an assembly area in the vicinity of OHRDRUF (J15) to be com
mitted on Array order only.

XII Corps (26th, 71st and 90th Infantry Divisions, 11th Armored Di
vision and supporting troops) was to consolidate along the general line

OBERHOF (J13)—MEININGEN (H82), pushing aggressive reconnaissance east

and southeast of the line, on Army order was to advance southeast in its

zone, and was to maintain contact with Seventh U.S. Army on the right
(south).
XX Corps (76th and 80th Infantry Divisions, 6th and 13th Armored
Divisions and supporting troops) was to consolidate along the general

line GOTHA (J06)—LANGENSALZA (J08), pushing aggressive reconnaissance

east of the line, was to advance east in its zone on Army order and was

to maintain contact with First U.S. Army on the left (north). The 5th

Infantry Division was to remain temporarily in an assembly area south
east of GIESSEN (G62). The 70th Infantry Division was to continue its

current mission of guarding installations and lines of communication and

maintaining law and order in its assigned area.

The 70th Infantry Division continued policing its assigned area

west of the RHINE River while the 13th Armored Division continued move
ment to an area near HOMBERG (H17). The 5th Infantry Division's 2d and

10th Infantry Regiments closed in vicinity of LICH (G71) while the 11th

Infantry remained at FRANKFURT (M67).
Gruß Peter

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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon PEKE » Montag 20. April 2020, 15:03

der Buchteil umfasst 6,5 MB
THIRD ARMY VOL 1. OPS Part_7_Apr45
bei Bedarf per Mail
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon PEKE » Montag 20. April 2020, 15:14

Ich habe auch einen US-Film,
89th Division Enters Arnstadt _ Infantry Advance to Ruhr River _ Attack on Bamberg, Germany (1945)
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Augustiner » Samstag 25. April 2020, 17:38

TLVermGeo bietet für langweilige Corona-Tage geradezu einen unerschöpflichen Reichtum dem Forscherdrang nach zu gehen - hier also Gotha.
Wenn man beiliegenden Bildausschnitt mit dem Foto vom 04.06.1945 vergleicht, so hat der Ami scheinbar a bitzala was freigelegt, denn statt 2 Merkwürden gibt es dann dort 3 Merkwürdiges.

Es ist östlich vom Krahnberg-Kriegberg, westlich von der Goldbacher Straße und in der Nähe südöstlich vom Goldfischteich.
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Chlotar » Samstag 25. April 2020, 19:23

Na das ist aber eher südwestlich vom Krahnberg/Galberg und nordöstlich der Eisenacher Straße. Der Südhang des Krahnbergs halt, wo die Schönen und Reichen wohnen bzw.die, die sich dafür halten.
Mir sieht das nach einer Flakstellung mit Deckungsgräben o.ä. aus, unterirdische Flugzeugfabrik war da mit Sicherheit auch nicht.
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Augustiner » Samstag 25. April 2020, 20:06

Chlotar hat geschrieben:Na das ist aber eher südwestlich vom Krahnberg/Galberg und nordöstlich der Eisenacher Straße. Der Südhang des Krahnbergs halt, wo die Schönen und Reichen wohnen bzw.die, die sich dafür halten.
Mir sieht das nach einer Flakstellung mit Deckungsgräben o.ä. aus, unterirdische Flugzeugfabrik war da mit Sicherheit auch nicht.
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Ja sackelzefix nicht immer so kleinlich sein - es ist südöstlich vom Krahnberg und ein Arbeitslager noch dazu (Einmündung Adolf-Wandersleb-Weg in den Berggartenweg).

Also vermute ich die Flugzeugfabrik dann eben nordwestlich vom Schießplatz und liefere die Einflugschneise (Landebahn) gleich mit................. :-top)
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Chlotar » Sonntag 26. April 2020, 09:12

Augustiner hat geschrieben:
Ja sackelzefix nicht immer so kleinlich sein...


So sind wir Residenzstädter halt, es muss alles seine kleinstädtische Ordnung haben... [bart] :-D

Hinsichtlich dem letzten Luftbild vom Kriegberg, Du wirst es geahnt haben, auch hier lediglich ein teilweise und maximal 1,50m tiefer Graben - keine Zufahrt, kein Zugang, kein irgendwas.

Ich denke, die Amis waren teilweise etwas vorschnell mit den "undergound factorys", siehe auch Ramsays Fragestellung zu Trusetal.

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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Augustiner » Sonntag 26. April 2020, 10:36

Beim Pfeil dürfte ein Flieger versteckt sein - im Original sieht man es besser.
Eine Fabrik gibt das nicht her und ist außerdem südlich.............Vielleicht ist es auch ein Ami ?
Die Suche geht weiter..........
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Augustiner » Sonntag 26. April 2020, 11:15

Gefunden...........westlich der Goldbacher Straße und östlich vom Krahnberg.
Sieht aus wie Fieseler Störche.
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Chlotar » Sonntag 26. April 2020, 11:51

Das sind die Flugzeuge mit RAF - Kokarde (?), auf die Luchs schon weiter oben aufmerksam machte. Der Acker ist nicht sehr groß und fällt nach Osten hin auch noch ab. Warum die dort gelandet sind und nicht knapp 2km weiter auf einem der beiden Flugplätze weiß der Geier.
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon Augustiner » Sonntag 26. April 2020, 12:30

Das Foto ist zu schlecht, um Kokarden erkennen zu können; außerdem befinden sich die Flieger südlich von Goldbach ???
Da ich mir zur genauen Örtlichkeit nicht im Klaren bin, stelle ich mal das ganze Foto ein (vielleicht ist Norden unten).
Im Original schön zu sehen, wie die Panzerspuren zu jedem Knubbel auf dem Bild führen.
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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon deradel » Sonntag 26. April 2020, 15:28

Meine 7 Lieblingstellen zum Thema Flugzeugfabrik.

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Re: Ostrand des Krahnbergs bei Gotha 1945

Beitragvon kps » Sonntag 26. April 2020, 15:42

Danke Augustiner - Sehr aufschlußreich.

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