Die Geschichte der Thekenberge

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Die Geschichte der Thekenberge

Beitragvon TÜP » Dienstag 15. Mai 2012, 15:58

mdr Di., 15.05. 20:45 Uhr


Der Osten - Entdecke wo du lebst
Streng geheim!

Die Geschichte der Thekenberge

Im Sommer 2001 werden im Internet plötzlich Tausende DDR-Geldscheine mit dem Konterfei von Marx und Engels angeboten. Es sind sogar 200- und 500-Mark-Scheine darunter, die zu DDR-Zeiten zwar gedruckt, aber nie in Umlauf gebracht worden waren. Schnell kommt man den Tätern auf die Schliche. In den Thekenbergen bei Halberstadt werden Diebe auf frischer Tat gestellt. Sie waren in das ehemalige "Komplexlager 12" der NVA, in den größten Bunker der DDR eingebrochen. Dort sind nach der Währungsunion 1990 alle Banknoten der DDR-Währung versteckt worden. Tonnenweise Geldscheine, vermischt mit Sand und Kies sollten hier auf natürliche Weise verrotten. Der letzte NVA-Kommandant des Bunkers, Hans-Joachim Büttner, kann sich noch an jede Einzelheit der streng geheimen Aktion erinnern. Durch die spektakuläre Diebstahlserie wird das ehemalige Versteck auf einen Schlag in ganz Deutschland bekannt.

Nach und nach kommt Licht in das Dunkel der jahrzehntelang hermetisch abgeriegelten, künstlich angelegten Stollenanlage. Mehrere Tausend KZ-Häftlinge hatten 1944/45 unter unmenschlichen Bedingungen kilometerlange Stollen in die Thekenberge getrieben. Hier sollten Triebwerke für Junkers-Flugzeuge produziert werden. Doch dazu kam es nicht mehr. Als am 11. April 1945 amerikanische Truppen das Gelände befreien, finden sie noch 1.700 schwer kranke KZ-Insassen vor, von denen viele noch in den nächsten Tagen sterben. Im April 2012 gedenkt einer der letzten Überlebenden, der ehemalige polnische KZ-Häftling Richard Kosincki am Ort der Verbrechen seiner getöteten Kameraden. Nach dem Krieg wurde es still um die Todesstollen, bis sie in den 1970er-Jahren von der NVA wiederentdeckt und mit riesigem Aufwand ausgebaut wurden. Hier war das größte Munitionslager der DDR untergebracht. Raketen, Patronen, Handgranaten für den Ernstfall.

Nach der Wende konnte und wollte sich die Bundeswehr das gigantische Lager mit unterirdischen LKW-Straßen und Eisenbahnanlagen nicht mehr leisten, räumte alles aus und verkaufte den riesigen Bunker an den Unternehmer Dr. Stephan Triebler, der seitdem versucht, das gewaltige Areal zu vermarkten.

In "Streng geheim! - Die Geheimnisse der Thekenberge" berichten Zeitzeugen von der wechselvollen Geschichte des größten Geheimbunkers der DDR. Bisher unveröffentlichte Archivaufnahmen lassen erahnen, was hier jahrzehntelang eines der bestgehüteten Geheimnisse der DDR war.
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Re: Die Geschichte der Thekenberge

Beitragvon Luchs » Mittwoch 16. Mai 2012, 14:21

Vor einem Jahr war der Stand, daß die Anlage den gegenwärtigen Besitzer mehr kostet, als sie erträgt. Hin und wieder war eine - entsprechende Gruppengröße und Obolus vorausgesetzt - im wahrsten Sinne des Wortes "Befahrung" möglich.

Bilder von 2011

Keine Ahnung wie es sich gegenwärtig verhält. Auch sollte für den geschichtlich Interessierten ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge dazu gehören.
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Re: Die Geschichte der Thekenberge

Beitragvon PEKE » Mittwoch 16. Mai 2012, 16:05

Geile Bilder, und die Rallye hätte ich auch mitgemacht.
Schöne Fotos
Gruß Peter

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