DDR Luftbilder

Beispiele und Fragen zu LuBis

Moderator: Augustiner

Beitragvon MunaUede » Donnerstag 5. Oktober 2006, 15:46

Hallo!

Mit Unterstützung habe ich einige Anfragen zu den damaligen Überflügen der Interflug FIF (Hintergrund Bodenschätze, Hohlräume wurden auch sichtbar) getätigt. Könnte hier mal bitte unter Hansaluftbild bei unterirdisch.de hineinschauen. Eventuell hilft es dem Jonastalverein weiter, um Lügengeschichte aufzudecken.

Bilder sind gefunden, bleibt abzuwarten, was es bringt und über was die geologischen Landesämter für Daten verfügen.

"wir haben von der Interflug eine ganze Reihe von Luftbildern erhalten, die bei uns an der Hochschule bisher noch ungesichtet, aber sicher und trocken, lagern. Der Zugang ist bisher noch nicht systematisch möglich."




MfG

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Beitragvon kps » Freitag 6. Oktober 2006, 06:38

Ich habe mal die Antwort vom Thema MS "Dichtung und Wahrheit" abgetrennt.

Vielen Dank für den Tipp und Hinweis auf folgendes Forum: -> Hansaluftbild

[QUOTE=MunaUede im Forum unterirdisch.de]"...wir bedanken uns für ihre Anfrage zur Luftbildherstellung aus DDR-Zeiten.

Der Betrieb FIF wurde 1980 gegründet und hatte die Luftbildherstellung auf dem DDR-Gebiet zur Aufgabe. Vor dieser Zeit lag diese Aufgabe bei der Armee.

Die letzten,..., noch vorhandenen Luftbilder wurden im August diesen Jahres an die Hochschule in abc (Herr xyz) übergeben. Vorher haben wir bereits Luftbilder an die Landesvermessungsämter der neuen Bundesländer abgegeben. Von dort werden sie weiter genutzt und vermarktet.

Bitte wenden Sie sich mit ihrem Anliegen an diese genannten Einrichtungen. Ich bin sicher, dass Ihnen hier geholfen werden kann."

Hallo (auch beim Jonastalverein)! Eventuell noch etwas voreilig aber welche Orte interessieren? Bitte Liste erstellen!

In Sachen Hohlräume erfolgte dort noch eine Anfrage!

Ergänzung

An die Experten von Unterirdisch + Jonastalverein

",...,anbei senden wir Ihnen die Ergebnisse unserer Literaturdatenbank-Recherchen zu drei Ihrer Fragen. Über den „Nachweis von Hohlräumen…“ (Frage 2) haben wir über 900 Zitate in unserer Datenbank. In diesem Falle bitten wir Sie, die Fragestellung noch mehr zu präzisieren, bzw. sich direkt an die Geologischen Landesämter in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern zu wenden, da viele der Archiv-Unterlagen im Rahmen einer sog. Entflechtung von Berlin an die jeweils zuständigen Landesämter abgegeben wurden."

Bundesamt für Geologie und Rohstoff (siehe Anhang Beispiel)

Weitere Quelle:
Die Aufnahmen, die für das Zentrale Geologische Institut hergestellt wurden, hatten als Ziel die Gammastrahlung zu bestimmen und magnetische Messungen durchzuführen.
Es wurde ausschließlich das südliche Gebiet der DDR erfasst.
die Spurbreite betrug 250m. Eine neuerliche Auswertung der Messung erscheint nicht möglich, da sich die Rohdaten heute nicht mehr lesen lassen. Dazu sind im Laufe von 25 Jahren einfach zu viele technische Schritte gegangen worden. Die Auswertung dieser Messungen wurde jedoch abgeschlossen und sie befinden sich in den jeweiligen Geologischen Landesämtern.

MfG
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Beitragvon MunaUede » Montag 9. Oktober 2006, 14:23

Info vom Landesarchiv NRW in Düsseldorf:

",...,die von der Hansa Luftbild nach hier abgegebenen Luftbildbestände aus der Vorkriegszeit umfassen
Luftbildpläne aus NRW und vereinzelten Aufnahmen aus Niedersachsen, Schleswig - Holstein und Hessen,
Reihenmessbilder vom südl. NRW, Rheinland - Pfalz und Saarland,
Schrägluftbilder aus dem gesamten damaligen Reichsgebiet mit Ausnahme der Ruhrgebietsstädte und dem jetzt polnischen Staatsgebiet östl. Oder / Neisse. Diese Aufnahmen der letztgenannten Gebiete werden beim Regionalverband Ruhr, Essen bzw. beim Johann - Gottfried - Herder - Institut, Marburg / Lahn aufbewahrt.
Die Luftbildbestände aus der Nachkriegszeit, 1951 - 1985, vereinzelt 90er Jahre, bestehen ganz überwiegend aus Reihenmessbildern und Luftbildplänen, vereinzelt auch Schrägluftbildern, nur vom Gebiet der alten Bundesländer.
Aufnahmen für z.B. Mecklenburg - Vorpommern und Thüringen liegen demnach nur als Schrägluftbilder aus der Vorkriegszeit vor. Der entspr. Bestand ist durch einen Ortsindex erschlossen. Reproduktionen von Schrägluftbildern kosten € 6,10 für das Standardformat 18x24, weitere Formate bis 50x60 sind möglich.

Über den Verbleib von Aufnahmen zur Ortung von Bodenschätzen ist hier nichts bekannt."

Ich hoffe, dass doch vielleicht doch das ein oder andere Neue dabei ist.

MfG

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Beitragvon kps » Montag 9. Oktober 2006, 22:03

Danke für die Weitergabe der Infos durch dich. Wir haben immer ein offenes Ohr [-<5>-]

MfG
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Beitragvon MunaUede » Sonntag 15. Oktober 2006, 15:28

Im Bestand des Bundesarchivs Berlin (Bild 180 Luftbildaufnahmen 1953 - 1984) aufgehts:

"Die von der Verwaltung Vermessungs- und Kartenwesen des Ministeriums des Innern geplanten Luftaufnahmen vom Territorium der DDR umfaßten topographische Befliegungen (jährlich ca. 1/5 des Staatsgebietes) und Spezialbefliegungen (für Antragsteller aus Volkswirtschaft und Wissenschaft); Luftbilder wurden in den Jahren 1953-1959 von sowjetischen Luftstreitkräften, von 1958-1982 von der Nationalen Volksarmee (Bildkette der Transportfliegerstaffel) und von 1979-1990 von der Interflug (Betrieb Fernerkundung, Industrie- und Forschungsflug) aufgenommen; nach der labormäßigen Bearbeitung waren sämtliche Filme dem Miltärtopographischen Dienst zur Kontrolldurchsicht zu übergeben, was dazu führte, daß in der Regel die Aufnahmen von militärisch genutzten Flächen und von Grenzgebieten entfernt wurden.

Enthält: Luftbild-Senkrechtaufnahmen (schwarz-weiß) vom Territorium der DDR (überwiegend ohne Grenzgebiete und militärisch genutzte Flächen).

Bildmitteübersichten (Flugübersichten) und jeweilige Karten.

Landesvermessungsämter der neuen Bundesländer (für Luftbilder ab 1980)

ca. 350 470 Bilder

Quelle: Bundesarchiv Berlin

Mal abwarten,....,.
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Beitragvon kps » Sonntag 15. Oktober 2006, 18:09

Danke - da gibt es wohl was zu sichten. [pop]

MfG
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Beitragvon Patrick » Dienstag 17. Oktober 2006, 17:44

Hallo,

Zu diesen Thema habe ich heute was im Armeearchiv gefunden. :-top)

MfG

Patrick
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Patrick
 

Beitragvon landy » Samstag 27. Januar 2007, 12:06

In den 80er Jahren wurde im Auftrag der Firma VEB Geophysik Leipzig eine grossangelegte Befliegung des Gebietes der Ehem. DDR durchgeführt. Diese Flüge wurden im Südraum der DDR mit einem Hubschrauber MI-8 und in den nördlichen Gebieten mit einer AN-2 abgearbeitet. An Bord befanden sich Computer- und Messeinrichtungen. Es wurden bei diesen Flügen keine Luftbilder erstellt. Offiziell dienten diese Befliegungen der Grundlagenforschung. Inwieweit da weitergehende Auswertungen vorgenommen wurden , entzieht sich meiner Kenntniss. Die Investitionen für diese Flüge waren enorm. Es kam nur modernste Technik zum Einsatz. Es wurden Gammaspektrometrie und Magnetanomalie , sowie andere Messmethoden verwandt. Die Auswertung erfolgte bei Geophysik Leipzig. Der Betrieb FIF der Interflug hatte mit der Auswertung nichts zu tun.
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Beitragvon MunaUede » Sonntag 28. Januar 2007, 08:58

Hallo Landy!

Du müsstest dir den Thread bei unterirdisch anschauen.

Teile der Bilder liegen bei der Fachhochschule NB, leider ungesichtet.

MfG

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Beitragvon landy » Sonntag 28. Januar 2007, 09:29

Hallo,Muna
ich glaube,das wir hier von verschiedenen Sachen reden. Diese geophysikalischen Meßflüge ergaben KEINE Luftbilder. Es wurden Daten gesammelt. Alle anderen Äusserungen dazu sind nicht korrekt. Die einzigen Bilder, die bei diesen Flügen erstellt worden sind, sind Videoaufnahmen zur Kontrolle des Flugwegs. Glaub mir das, denn ich war an Bord bei diesen Flügen. Der Eigentümer dieser Daten ist Geophysik Leipzig bzw. deren Nachfolger. Inwieweit Luftbilder bei der Suche nach z.B. Hohlräumen im Bereich des Jonastals, erstellt zu DDR Zeiten, hilfreich sind, wage ich zu bezweifeln, da von russischer Seite z.T. "grosszügig" Schwärzungen von russischen Liegenschaften vorgenommen sind. Der Truppenübungsplatz Ohrdruff war ja nah. Ich habe mal Aufnahmen gesehen, wo russische flugplätze samt den umliegenden Ortschaften tot gemacht worden sind.
Wie man an die geophysikalischen Daten an uns interesssierenden Orten herankommt, weiss ich nicht. Wie gesagt, die Daten sind m.E. Eigentum von Geophysik Leipzig. Der Betrieb Fernerkundungs-Industrie- und Forschungsflug (FIF) der INTERFLUG fungierte damals nur als Auftragsnehmer

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Beitragvon MunaUede » Sonntag 28. Januar 2007, 10:13

Hallo Landy,

glaube ich jetzt auch. Die FIF meinte, dass es von Ihnen keine Aufnahmen mit Hubschraubern gegeben hat. Es gibt in Neubrandenburg und Co. irgendwelche Platten oder Rollen, wo fraglich ist, ob man die Daten überhaupt noch abrufen kann.

Ein Mitarbeiter vom FIF hatte mir geschrieben, dass sie in Thüringen z.B. eine Stollen aufgenommen haben der abgesoffen war. Aber ich müsste alles noch einmal nachlesen.

Kannst du bei Geophysik Leipzig mal nachhaken? Die engagierten Personen vor Ort würden sich sicherlich freuen.

MfG

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Beitragvon MunaUede » Sonntag 28. Januar 2007, 10:15

www.geophysik-leipzig.de

Der ehemalige VEB Geophysik Leipzig hat von 1951 bis 1989 im Rahmen der Rohstofferkundung einen großen Teil der geophysikalischen Arbeiten auf dem Gebiet der fünf Neuen Bundesländer durchgeführt. Dieses enorme Datenmaterial, das aus Primärdaten, analogen wie digitalen Daten und daraus abgeleiteten Karten und Berichten bestand, drohte 1990 mit der Auflösung des Betriebes auseinandergerissen zu werden und damit zum großen Teil nicht weiter verwendungsfähig zu sein.
Daher haben die geologischen Dienste der fünf Neuen Bundesländer in Zusammenarbeit mit den Geowissenschaftlichen Gemeinschaftsaufgaben 1993 vertraglich vereinbart, den Datenspeicher als Einheit am Standort Leipzig zu erhalten und die Geophysik GGD mbH beauftragt, den Datenspeicher weiter zu betreiben.

Dieser Vertrag gewährleistet den Zugriff auf alle geophysikalische Daten für staatliche Einrichtungen der fünf Neuen Bundesländer und den Geowissenschaftlichen Gemeinschaftsaufgaben der Geologischen Landesämtern der Bundesrepublik sowie private Nutzer unter Berücksichtigung berechtigter Ansprüche Dritter.

Gleichzeitig wurden über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen große Datenmengen gesichert und digital verfügbar gemacht.


@Landy: Das gesamte Gebiet der DDR? Welche Rohstoffe konnten gesichtet werden?
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Beitragvon landy » Sonntag 28. Januar 2007, 10:17

Hallo muna,
bin schon dran. Wer war der Mann vom FIF, den du kontaktiert hast? kannst mir bitte eine PN senden.
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Beitragvon landy » Sonntag 28. Januar 2007, 11:21

Gute Frage, Der Norden der DDR wurde mit einer AN-2 beflogen, da dort die orographischen Gegebenheiten für einen Fixed Wing besser waren. Was für Bodenschätze dort erkundet und gefunden worden sind,entzieht sich meiner Kenntniss. Ich war ja für die Fliegerischen Belange mit zuständig. In diesem Zusammenhang nur noch einige Gedanken zum Thema Bodenschätze: es sind in den 80er Jahren einige neue und auch ehem. aufgegebene Braunkohlentagebaue auf-und erschlossen worden, die vor 50 Jahren als nicht abbauwürdig galten. Will damit sagen des der immense Aufwand, an die Braunkohlenflöze ranzukommen, in keinem Verhältniss zum Nutzen stand. DDR: Devisenknappheit,wenig Bodenschätze, Probleme mit Lieferungen aus der ehem. SU im Hinblick auf die Entwicklungen in Polen.
Wenn man die enormen Kosten für diese Exploration(Befliegungen) berücksichtigt, (Hubschrauberkosten, superteure Meßtechnik usw.) kann das nicht alles nur zur Grundlagenforschung gedient haben.

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Beitragvon MunaUede » Sonntag 28. Januar 2007, 15:05

Hatte im RBB im Jahr 2006 einen Bericht gesehen, mittels Devisen hat man auch "Abbautechnik" aus dem Quelle- bzw. Ottokatalog aus Westdeutschland für den Winter beschafft.

So ca. 50 % der Energie gingen in den Abbau der Braunkohle.

Hast du die PN erhalten? Ich hoffe du bekommst mehr heraus.

Siehe auch "unterirdisch"

"Lese ich das jetzt richtig heraus...
.. man hat von der Interflug einige Reste an Luftbildern übernommen, diese aber seit 16 Jahren nicht gesichtet, einige Bilder sind auf Grund der Liegezeit und Lagerung unbrauchbar...
kann ich mir eigentlich kaum voestellen. Ich denke die meisten Bilder dürften eh auf Microfilm abgespeichert sein.
uwe"

"Zumal selbst FIF schon Digitalisiert hat."

Seat Henning
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Beitragvon Silko » Montag 29. Januar 2007, 06:03

MunaUede hat geschrieben:www.geophysik-leipzig.de

Daher haben die geologischen Dienste der fünf Neuen Bundesländer in Zusammenarbeit mit den Geowissenschaftlichen Gemeinschaftsaufgaben 1993 vertraglich vereinbart, den Datenspeicher als Einheit am Standort Leipzig zu erhalten und die Geophysik GGD mbH beauftragt, den Datenspeicher weiter zu betreiben.

Gleichzeitig wurden über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen große Datenmengen gesichert und digital verfügbar gemacht.

Und mittlerweile haben die sich so breit gemacht in Gohlis. In deren jetzigem Dienstgebäude hab ich Jahre zugebracht.
Hört sich interessant an. Da müssten ja tatsächlich riesige Datenmengen existieren, wenn die damals soweit alles erhalten wollten.
Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen. (Erasmus von Rotterdam)
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Beitragvon Luchs » Freitag 23. Oktober 2009, 20:07

Nicht nur aufgrund derzeit begehrter Bilder der Roten Hütte 2, mal allgemein in die Runde gefragt: Zur Zeit des kalten Krieges wurde die DDR bis zu ihrem Ende regelmäßig von Aufklärern, zuletzt meist SR-71 überflogen, mittlerweile übernehmen das leistungsfähige Satelliten. Eigentlich müßten in amerikanischen Militärarchiven unzählige Bilder militärisch bedeutender Locations zu finden sein, zu denen man sicher auch den von der GSSD genutzten TrÜbPl Ohrdruf zählen kann. Die Mauer ist vor 20 Jahren gefallen. Ob wohl eine Chance besteht, als Forscher an solche Aufnahmen zu kommen?
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Beitragvon Augustiner » Samstag 24. Oktober 2009, 20:25

Luchs hat geschrieben:Nicht nur aufgrund derzeit begehrter Bilder der Roten Hütte 2, mal allgemein in die Runde gefragt: Zur Zeit des kalten Krieges wurde die DDR bis zu ihrem Ende regelmäßig von Aufklärern, zuletzt meist SR-71 überflogen, mittlerweile übernehmen das leistungsfähige Satelliten. Eigentlich müßten in amerikanischen Militärarchiven unzählige Bilder militärisch bedeutender Locations zu finden sein, zu denen man sicher auch den von der GSSD genutzten TrÜbPl Ohrdruf zählen kann. Die Mauer ist vor 20 Jahren gefallen. Ob wohl eine Chance besteht, als Forscher an solche Aufnahmen zu kommen?


Also das würde ich gerne mal ein bischen weiterspinnen.

Erste (relevante) LuBis vom JT müßte es ab 1937 geben; "Erfurter Luftbild" oder so ähnlich und genauso vage - bisher habe da nichts gefunden.
Sicher sind auch englische Luftbilder vorhanden. Im Gegensatz zu den Amis glaubten sie ja unbedingt meist nachts bomben zu müssen - ich habe bisher keinerlei Ansatz (logisch Keele bzw. jetzigem Nachfolger)), wie man an englische LuBis gelangen könnte (der Amerikaner z.B. verwendete englische Kameras !).
Während dem "Kalten Krieg" gab es 3 (oder 4 ?) genau festgelegte Luftkorridore nach Westberlin. Die Korridore wurden von den "alliierten" Maschinen weidlich zur Luftbildauswertung zweckentfremdet. M.W. wurde eine englische Passagiermaschine von russischen Abfangjägern beschossen und min. ein Spionageflugzeug der Amerikaner abgeschossen.
Das Sichtfeld in den Korridoren wurden durch "steilen" Messer- bzw. Kurvenflug" erheblich erweitert, die vereinbarten Korridore wurden regelmäßig übertreten, was für die russischen Piloten sicher nicht sehr lustig war.
Wer hat also Erfahrung mit englischen Luftbildern ?? Andersrum gefragt, hat hier jemand auch nur ein nachgewiesenes englisches Luftbild (uups) vom Jonastal ?
Mit www.evidenceincamera.co.uk komme ich noch nicht so recht klar.
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