3-D Amt800 Baugrube

Beispiele und Fragen zu LuBis

Moderator: Augustiner

Beitragvon ssch » Samstag 4. April 2009, 19:40

Augustiner hat geschrieben:Dein Stichwort der "Befahrbarkeit" ist doch eigentlich BINGO.

Die Frage ist, ob man das wörtlich nehmen kann. Ich denke, damit wird nur der größere Querschnitt angedeutet. Für das Kopfgebäude war auch keine kostspielige Sonderausstattung wie Fahrstuhl o. ä. vorgesehen.

Augustiner hat geschrieben:Der Tunnel von A) [sehr straßennah] nach B) [ = Baugrubensohle] ist allem Anschein nach bereits (und schon immer ?) befahrbar; zumindest sehe ich ansonsten keine Möglichkeit auf die Baugrubensohle zu "fahren" bzw. dort mittels Fahrzeug hinunter zu kommen.
Ich habe jetzt keine Topo geguckt und auch die 230 m nicht nachvollzogen, aber m.M. ist der befahrbare Tunnel schlicht und ergreifend tatsächlich schon vorhanden, (...)

Das bezweifle ich stark. Über die Zugangsstollen gab es lange Diskussionen zwischen Heer und Reichspost, aus denen hervorgeht, dass da vorher nichts war. Die Entscheidung über den Stollen ist auch erst im Frühjahr 1939 gefallen (zur Einordnung: am 20. Dezember 1939 wurden die Bauarbeiten eingestellt). Man hätte den Stollen nicht in die Baukalkulation aufnehmen müssen, wenn er (warum auch immer) bereits vorhanden gewesen wäre. Dieser Nordstollen sollte in offener Bauweise errichtet werden. Ich sehe im Luftbild keine Geländespuren, die auf eine solche bereits abgeschlossene Bautätigkeit hinweisen. Typischerweise wurden die Zugangsstollen als letztes gebaut, nachdem der eigentliche Bunker bereits fertig war (Beispiel "Amt 500"). Es gab aus meiner persönlichen Sicht auch keinen Bedarf dafür, die Baugrube mit Fahrzeugen zu erreichen. Der Abraum wurde mit Förderbändern aus der Grube geschafft. Wahrscheinlich lagen über der Baugrube Traversen mit Betonierbühnen, von denen aus gearbeitet wurde. Im späteren Betrieb hätte eine Zufahrt über einen Stollen sowieso keinen Sinn mehr ergeben, denn im Bunkergebäude selbst hätte es einen Lastenfahrstuhl gegeben, der von dem über dem Bunker stehenden Hauptzugangsgebäude in die Tiefe geführt hätte.

Viele Grüße
Sebastian
ssch
Jonastal-Fortgeschrittener
 
Beiträge: 320
Registriert: Donnerstag 8. Juli 2004, 23:14
Wohnort: Berlin

Beitragvon Augustiner » Sonntag 5. April 2009, 19:26

ssch hat geschrieben:
Zum nördlichen Stollen, der durch die "Schlucht" hätte führen sollen, heißt es im (letzten) Kostenvoranschlag vom 1. Dezember 1939: [i]"230 m Stollen, 24,0 bis 6,0 m unter Geländeoberfläche tief, begeh- und befahrbar


Hm, bis 24 m (= ~ Baugrubensohle ?) unter Geländeoberfläche in offener Bauweise ?? Für einen relativ "kleinen" Stollen ? Da hätte ich jetzt so meine Zweifel; leider gibt das 44er Bild da nicht so viel her.
O.K. ich suche schon weiter..........
Benutzeravatar
Augustiner
Moderator
 
Beiträge: 2118
Registriert: Samstag 15. Dezember 2007, 20:19

Beitragvon Augustiner » Dienstag 27. Oktober 2009, 17:20

Ja wohin haben wir denn wieder die Rot-Grün-Brille verlegt ??

Nachdem das Teil nicht verstauben soll, setze ich mal die Übersichten Amt800, Mitteldeutsche Werke und die sog. Heckmann-Anlage in den Übersichten von 1944 und 1945 rein.
Bei der Heckmann-Anlage hat eher jemand was ausgeheckt ?

Später ziehe ich dann noch einzelne Details aus den Übersichten - diese können dann besser zugeordnet werden und ich brauche nicht viel zu schribbeln. Alldieweil es ist einige Zeit vergangen und da fällt einem auf den Fotos doch immer wieder mal was neues auf.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
Augustiner
Moderator
 
Beiträge: 2118
Registriert: Samstag 15. Dezember 2007, 20:19

Beitragvon kps » Dienstag 27. Oktober 2009, 18:16

Augustiner hat geschrieben:...und die sog. Heckmann-Anlage in den Übersichten von 1944 und 1945 rein.
Bei der Heckmann-Anlage hat eher jemand was ausgeheckt ?


Was meint bei dir Heckmann-Anlage?

MfG
kps
Eine Entmystifizierung des Jonastals ist zwingend notwendig
Benutzeravatar
kps
unheilbar Jonastal-süchtig
 
Beiträge: 5889
Registriert: Freitag 24. Oktober 2003, 06:59
Wohnort: Crawinkel

Beitragvon Augustiner » Dienstag 27. Oktober 2009, 18:44

Wie gesagt, wahrscheinlich ausgeheckt.
Vis-a-vis von MDW zwischen Amt800 und erster Arnstädter Bebauung liegt an der Ohrdrufer Straße gemäß "unclassified plan from 13.12.44" der Eingang "for underground installations". Südlich gibt es dann noch einen "side entrance" und das ganze ist mit einem "wooden fence" eingezäunt.

Öhm, also ich sehe da rein gar nichts.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
Augustiner
Moderator
 
Beiträge: 2118
Registriert: Samstag 15. Dezember 2007, 20:19

Beitragvon Augustiner » Dienstag 27. Oktober 2009, 19:49

Linker Hand in der Böschung an der Hecke "lehnt" ein wunderbares, schwarzes Trapez [(a+b):2 x h = A].
Ich frage mich, wie es dort hingekommen ist, denn 1944 ist dort nur ein wolkiges Gewusel in dieser Riesenmurmelbahn - vielleicht hat ja jemand Ordnung geschaffen ?
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
Augustiner
Moderator
 
Beiträge: 2118
Registriert: Samstag 15. Dezember 2007, 20:19

Beitragvon PEKE » Dienstag 27. Oktober 2009, 20:02

Hallo Augustiner,

Nach Deiner schrift. Erläuterungen sehe ich das anders.
Bild mit großer Umrandung, kleine Nebeneingang ??

Schaue Bitte nach. Vielleicht siehst Du auf anderen Bildern Ja mehr.

Mfg. PEKE
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
PEKE
GTGJ-Mitglied
 
Beiträge: 1154
Registriert: Sonntag 6. Januar 2008, 22:08

Beitragvon Augustiner » Dienstag 27. Oktober 2009, 20:29

Also ich sehe da jetzt nur ein sehr mit Hecken oder Büschen eingefriedetes Grundstück und da steht eine Art Gartenlaube (Satteldach).
Im rechten Winkel dazu ist ein Schuppen oder so.
Das Grundstück hat m.M. nichts mit dem Amt800 zu tun, aber ich guck gleich nochmal in 3-D.
2-D und 3-D müssen sich ergänzen
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
Augustiner
Moderator
 
Beiträge: 2118
Registriert: Samstag 15. Dezember 2007, 20:19

Beitragvon Augustiner » Dienstag 27. Oktober 2009, 20:40

Weniger Speicherplatz, aber in 3-D doch ein gleich viel überzeugenderes Ergebnis.
Insbesondere wird man sich in 2-D nie so richtig über die tatsächlichen Höhenverläufe klar - ich denke, besser geht's fast nicht.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
Augustiner
Moderator
 
Beiträge: 2118
Registriert: Samstag 15. Dezember 2007, 20:19

Beitragvon Augustiner » Dienstag 27. Oktober 2009, 21:08

Zitat: "...wir gingen über einen Steg...über die....Brunnenstube...danach kam ein Stollen rechts...".
Zitat ich nix jetzt mehr wissen.
Da schwirren ja auch 3-4 zeitgenössische Fotos vom Bergbad im Netz rum,; sie könnten hier herrlich zur Ergänzung und Veranschaulichung beitragen - diese Fotos sind m.M. seeeeehr interessant.

Wenn ich die 250 kB besser auskoste, wird's eventunnel besser ?!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
Augustiner
Moderator
 
Beiträge: 2118
Registriert: Samstag 15. Dezember 2007, 20:19

Beitragvon Augustiner » Montag 1. Februar 2010, 19:39

Ich denke mal, der Beitrag passt hier am besten dazu ??
Weiter oben hatten "wir" schon mal über "Flutlichttürme" gemutmaßt. Es sind aber sicher 4 Wachtürme. Und wo Wachtürme sind (bitte 3-D-Bruiln aufisetz'n) , gibt es demzufolge auch tatsächlich etwas zu "bewachen". Nix mehr mit freiwilligen Fremdarbeitern - eher sicher Zwangsarbeiter. Vor SIIÍ kömmet SII und danach SIV ?? Ein bewachtes Lager und vis-a-vis die MDW, wo meines Wissens Tragflächen u.a. zusammengesetzt worden sind ?
Es scheint so einfach, aber dann auch wieder nicht - wenn man z.B. diese gigantische Brunnenstube mit in die Betrachtung einbezieht.

Da hat sich doch wieder mal ein kleines Fehlerteufelchen eingeschlichen [/P--] , die Bildbeschriftung ist verkehrt. Gibt es sicher auch bei der Luftbilddatenbank Dr. Carls, ist aber in diesem Fall vom LVA Thüringen, soviel Zeit muß sein !
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
Augustiner
Moderator
 
Beiträge: 2118
Registriert: Samstag 15. Dezember 2007, 20:19

Beitragvon Lordman » Montag 1. Februar 2010, 23:10

Hallo Augustiner. Könntest du mal auf den Lubis von Amt800 schauen, ob es irgendwelche Anomalien wie Gräben für ein Kabel zu sehen sind. Und dann noch eine andere Frage an die "Ortskundigen". Sind euch schon mal im Bereich zwischen "Amt800" und Jonastal alte Poststeine aufgefallen, außer die, die wir vor längerer Zeit schon mal diskutiert hatten (Poststein Nr.14 und 19 im Bereich der Serpentinen).

Gruß Lordman
Lordman
Jonastal-Anfänger
 
Beiträge: 33
Registriert: Donnerstag 12. Juli 2007, 20:14

Beitragvon Augustiner » Mittwoch 3. Februar 2010, 08:01

Lordman hat geschrieben:Hallo Augustiner. Könntest du mal auf den Lubis von Amt800 schauen, ob es irgendwelche Anomalien wie Gräben für ein Kabel zu sehen sind.

Gruß Lordman


Nein, leider negativ. Da sind nicht die geringsten Anzeichen für Gräben zu sehen.
Benutzeravatar
Augustiner
Moderator
 
Beiträge: 2118
Registriert: Samstag 15. Dezember 2007, 20:19

Beitragvon Augustiner » Mittwoch 10. März 2010, 19:41

Je öfter man sich diese saudummen Luftbilder anguckt, desto schwirrer wird es im Kopp.
Die Heckmann-Anlage suchte ich vergeblich (war aber nicht umsonst :,( )

und die Baugrube sieht jetzt auch so "irgendwie" anders aus - die Qualität ist aber auch wirklich sehr schlecht.

So viel steht fest...oder eben auch nicht.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
Augustiner
Moderator
 
Beiträge: 2118
Registriert: Samstag 15. Dezember 2007, 20:19

Vorherige

Zurück zu Luftbildforum

  • VISITORS

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Design by GB