MUNA - Vergleich 1945/1953 & Details ?

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MUNA - Vergleich 1945/1953 & Details ?

Beitragvon Augustiner » Dienstag 5. Mai 2009, 19:11

Servus,

ich habe mal versucht (wie schon öfters mal woanders :,( ) auch hier Vergleiche anzustellen.
Da ist einerseits mal die geradezu unglaubliche "Nachnutzung" durch die Sowjets. In beide Fotos läßt sich zwecks Detailreichtum noch sehr gut rein"zoomen", geht jetzt hier in der Übersicht halt nun mal nicht.

Eigentlich interessiert mich hier nur der Wasser- bzw. Grundwasserstand.
Während der/die Hellteich(e) so "halbführend" sind, ist die Sandgrube in 53 (TÜP) schon abgesoffen, die runde "Abschußbasis" im Nord-Ost-Eck jedoch anscheinend noch nicht (heute aber auch).
Da diese Fotos jeweils Juni/ Juli entstanden sind, sollten irgendwelche Schneeschmelzen (Anhebung Grundwasser) gerade keine Rolle mehr spielen oder anders gefragt: was weiß man in diesem Bereich eigentlich über den HHW bzw. über dessen Änderungen ?
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Beitragvon Augustiner » Mittwoch 6. Mai 2009, 17:51

Um vielleicht auch noch mal den klaren Vorteil der 3-D-Darstellung gegenüber der 2-D -* zu demonstrieren, anbei die Lage dieser Baracken zum Vergleich (wo möglicherweise auch diese beiden amerikanischen Fotos entstanden sind ?).
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Beitragvon Luchs » Mittwoch 6. Mai 2009, 18:29

Zum Wasser kann ich nur sagen, daß dieses in der Muna nahezu allerorts steht. Ein Schritt an der falschen Stelle, und schon machst Du ein Fußbad. Die Muna einschl. Erlebachswiesen sind Feuchtgebiet. Das dürfte eigentlich auch vor 60 Jahren so gewesen sein. Warum die Gruben auf den Luftbildern jedoch trocken erscheinen - keine Ahnung.

Bei den länglichen Gebäuden am Weg handelt es sich nicht um Baracken, sondern um die (nach Korrektur durch kps ;-) ) Arbeitshallen, welche sich heute in Schräglage befinden.
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Beitragvon Augustiner » Donnerstag 7. Mai 2009, 13:08

Luchs hat geschrieben:

Bei den länglichen Gebäuden am Weg handelt es sich nicht um Baracken, sondern um die (nach Korrektur durch kps ;-) ) Arbeitshallen, welche sich heute in Schräglage befinden.


Ja danke; wer vor Ort sein kann, ist halt doch klar im Vorteil (-oo-)

Das mit den Feuchtgebieten sieht man ja auch sehr schön in der heutigen TK10 - umso unwahrscheinlicher sind dort dann irgendwelche U-Anlagen, es sei denn, man hätte eine Wasserhaltung bzw. Grundwasserabsenkung betrieben. Merkwürdig ist diese offensichtliche "Trockenheit" auf den 45er-Bildern aber dann allemal.
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Beitragvon kps » Donnerstag 7. Mai 2009, 13:43

Augustiner hat geschrieben:... (wo möglicherweise auch diese beiden amerikanischen Fotos entstanden sind ?).


Dank Luchs kann ich auch endlich 3D [/P--]

Die Luftbilder sind wieder mal erstaunlich gut. Viels von dem lässt sich heute noch vor Ort wieder finden. Meine letzte Tour war am 02.05.09

Ich habe dir mal in ein Bild Markierungen gemacht, wo ich die einzigen Hallen mit Verladerampen gefunden habe und daher dort von Lagerhallen ausgehe. Auf dem einen Foto liegt ein Toter (Markierung = Viereck) und der Fotograf blickt an der Halle mit Rampe vorbei (Markierung = Pfeil). Auf dem Foto sieht man im Hintergrund Qualm. Der dürft vom zweiten "Foto" stammen, wo eine brennende Baracke (Markierung = Kreuz) in umgekehrter Richtung abgelichtet wurde.

Alle anderen hallen haben nicht solch Verladerampen. Daher ist für mich die Markierung eigentlich eindeutig.


1953 war glaube auch ein aktives jahr der Sowjets. Irgendwann in den 50er Jahren wurde die heutige B88 wieder gesperrt und dort standen dann jede Menge Fahrzeuge, im Wald links und rechts waren Feldschmieden und der Verkehr ging wieder über Wölfis nach Ohrdruf. Unten rechts direkt an der B88 erkennt man sehr deutlich am OVAL den provisorischen Sportplatz, der später in den inneren Muna-Bereich verlegt wurde - schönes Lubi.

MfG
kps

PS: Für die Beurteilung der Wasserstände müssen unbedingt gleiche Jahreszeiten berücksichtigt werden. Während der Schneeschmelze im Thüringer Wald ist es in der Muna immer besonders feucht. Hält sich der Winter länger, dann verschiebt sich auch die Schmelze weiter nach hinten.
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Beitragvon rak64 » Freitag 7. August 2009, 19:28

Da ist einerseits mal die geradezu unglaubliche "Nachnutzung" durch die Sowjets.


Die Nachnutzung deutscher Munas durch CA-Raketentruppen scheint eher die Regel gewesen zu sein.
Ich überlege ob man nicht von einer "Vornutzung" durch deutsche Raketentruppen ausgehen sollte?!

Dornberger sagte in seinem Buch die A-4 wurde innerhalb von 3 Tagen verschossen, da es Probleme mit gequollennen dichtungen gab. Aber er sagt nicht ob er das Datum Produktion oder Abnahmen meint. Produktion hört sich erst mal logisch an, aber die Raketen wurden (vom Herr?) abgenommen. Rückläufer wurden ja im Kalischacht ... repariert. Gehärtete und geheizte Lagerhäuser sind ja geeignet.
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Beitragvon kps » Samstag 8. August 2009, 12:16

rak64 hat geschrieben:Die Nachnutzung deutscher Munas durch CA-Raketentruppen scheint eher die Regel gewesen zu sein.
Ich überlege ob man nicht von einer "Vornutzung" durch deutsche Raketentruppen ausgehen sollte?!...


Bring bitte mal ein paar Beispiele zu deinen Feststellungen und Überlegungen.

MfG
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