90cm-Kleinbahn "Jonastal-Inselbahn"

Beispiele und Fragen zu LuBis

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Beitragvon Augustiner » Montag 2. November 2009, 21:07

PEKE hat geschrieben:Hallo Augustiner,

wie weit kannst Du mit Sicherheit die Spur 900mm nachvollziehen.
Bitte mache einmal ein Kreuz in eines Deiner Bilder.
Wenn ich es schaffe, werde ich diese Woche noch einmal im Tal
vorbei fahren. Ich versuche dann etwas zu finden.

Mfg. Peke


Also bei den zuletzt von mir eingestellten fünf Fotos bin ich mir sehr bis absolut sicher, daß die durchgezogene, schwarze Linie den Verlauf der 90-cm-Feldbahn zeigt. Ich lerne ja auch dauernd hinzu, wenngleich altersbedingt nur sehr langsam [bart]
Die Genauigkeit der Lage kann ich nur schwer beurteilen, aber ich denke so +/- 5 m sollte schon hinkommen.

Die gepunkteten Strecken hingegen sind m.M. wahrscheinlich, aber eher so aus "dem Bauch raus", wobei ich natürlich nur tatsächlich auf dem LuBi erkennbare Anzeichen einfließen lasse - dies gilt für meine Wenigkeit eigentlich (meist) generell.
Welche Stelle Du nun hier genau meinst, ist mir als "Fremdling" durchaus unklar - ich plädiere ja auch hier in diesem Forum immer wieder für entsprechende Ausschnitte aus topographischen Karten, dann weiß zumindest mal fast jeder, von welcher Stelle man eigentlich spricht.

gruß augustiner
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Beitragvon kps » Dienstag 3. November 2009, 06:17

Augustiner hat geschrieben:Bei a) ist das Ende des begonnenen Abwassergrabens (-kanal), bei b) ist der Freileitungsendmast vom Pumpwerk, bei c) ist die "normale" Freileitung von Arnstadt kommend...


Fragen zu a und c

a) Wie kommst du darauf, dass dort ein Abwassergraben hin sollte?

c) Meinst du die dunkle Linie unterhalb deines c oder den Punkt links daneben?
Die Linie meist parallel zur Strasse und Wilden Weißen lässt sich selbst heute noch vor ort gut verfolgen. Es ist nun ein offener Graben. Vrmtl. wurden dort nach dem Krieg wieder Rohre ausgegraben, die das Wasser aus Arnstadt in die Zisterne und von dort weiter zur Baustelle bringen sollten. Danach blieb der Graben offen.

MfG
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Beitragvon kps » Dienstag 3. November 2009, 06:22

Augustiner hat geschrieben:Also bei den zuletzt von mir eingestellten fünf Fotos bin ich mir sehr bis absolut sicher, daß die durchgezogene, schwarze Linie den Verlauf der 90-cm-Feldbahn zeigt. Ich lerne ja auch dauernd hinzu, wenngleich altersbedingt nur sehr langsam [bart]
Die Genauigkeit der Lage kann ich nur schwer beurteilen, aber ich denke so +/- 5 m sollte schon hinkommen.


Mit der dunklen Linie gehe ich absolut mit. Das Gleisbett ist heute noch deutlich zu sehen und große Bereiche mit Abraum kommen hinter der Zisterne in Richtung Arnstadt. Da kommen deine Markierungen gut hin bis zur Querung der Landstrasse zum bisher nachweisbar letzten Lagerplatz und vermuteten Gleisende zwischen den heute maroden Brücken eins und zwei aus Richtung Crawinkel.

MfG
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Beitragvon Augustiner » Dienstag 3. November 2009, 09:06

kps hat geschrieben:
Augustiner hat geschrieben:Bei a) ist das Ende des begonnenen Abwassergrabens (-kanal), bei b) ist der Freileitungsendmast vom Pumpwerk, bei c) ist die "normale" Freileitung von Arnstadt kommend...


Fragen zu a und c

a) Wie kommst du darauf, dass dort ein Abwassergraben hin sollte?

c) Meinst du die dunkle Linie unterhalb deines c oder den Punkt links daneben?
Die Linie meist parallel zur Strasse und Wilden Weißen lässt sich selbst heute noch vor ort gut verfolgen. Es ist nun ein offener Graben. Vrmtl. wurden dort nach dem Krieg wieder Rohre ausgegraben, die das Wasser aus Arnstadt in die Zisterne und von dort weiter zur Baustelle bringen sollten. Danach blieb der Graben offen.

MfG
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Der bei a) endende Graben läßt sich eindeutig bis zur "Wilden Weißen" am Böhlersloch zurückverfolgen. Die Herleitung hatte ich hier unter "Gibt es noch ein Geheimnis ? Abwasser Jonastal ?" schon mal eingestellt. In letzterem Bereich kann man auf den LuBis an den Knickpunkten des "Entwässerungsgrabens" sogar sehr schön die einzelnen Revisionsschächte erkennen.

Bei c) meinte ich die beiden hellen Flecken (= Mastenstandorte) in der nordöstlichen Diagonale. Diese Freileitung, von Arnstadt kommend, kann ich wiederum sehr schön bis über den Jungfernsprung nachvollziehen. Die Freileitung bei d) kann ich hingegen nur etwas über das Löbchen hinaus verfolgen. Sie geht durch diese Waldschneise anscheinend nach Bittstädt.
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Beitragvon Augustiner » Dienstag 3. November 2009, 09:35

Nur zur Ergänzung, auf denglish "out of topic"

Im dargestellten Bereich sehe ich 6 Revisionsschächte (z.B. Pfeil) und dies läßt sich fast bis zum Grabenende nachverfolgen.
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Beitragvon kps » Dienstag 3. November 2009, 09:41

OK

c) habe ich jetzt verstanden und a) muss ich mal prüfen bei Gelegenheit

DANKE
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Beitragvon Augustiner » Dienstag 3. November 2009, 11:25

Noch ein "out of rosenheim".

Das Einzige was mich an diesem Entwässerungsgraben stutzig macht, ist dieser 90 Grad Knick beim weißen Pfeil - unter normalen Umständen würde man dies eher vermeiden.
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Beitragvon Augustiner » Mittwoch 4. November 2009, 18:36

Ist sich hoffentlich selbsterklärend - spätestens ab der Zisterne ist die 90-cm-Bahn eingleisig; auf diesem Foto sogar erkennbar und nicht nur gefühlt.
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Beitragvon Augustiner » Mittwoch 4. November 2009, 19:41

Das letzte Bild dieser Reihe - ufffffffffff

Das "d" hat der Kott in seinem Plan auch drin und ~ ungefähr habe ich das dadorten jetzt hingepfriemelt.
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Beitragvon kps » Mittwoch 4. November 2009, 21:46

Gegenüber vom markierten "Übergang" müßten Baracken gestanden haben. Bei der Brücke über die Weiße sind gegenüber Stufen einen kleinen Hang hinauf.

MfG
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Beitragvon Augustiner » Sonntag 11. April 2010, 17:23

Da ist mal wieder ein neues Luftbild vom 16.03.1945 eingetrudelt und das will ich hier natürlich zur Ergänzung auch nicht vorenthalten.
Demnach wurde die 90-cm-Bahn noch ein kleines Stück parallel zur Straße weitergeführt (2 grüne Pfeile, roter Pfeil ist Ende).
Auch wenn das natürlich nicht der Jungfernsprung ist, käme dies laut Zeitzeugenaussagen so "ungefähr" als Zusteigepunkt hin. Eine Weiterführung - insbesondere über die 3 Brücken - bis hin nach Arnstadt schließe ich (immer noch) aus.

Die 11 "vereinsamten" Loren stehen da abgeschnitten durch den Wassergraben recht verloren herum. Aber das macht gar nichts, die übrigen 80 bis 90 Loren werden sich ab diesem Zeitpunkt auch keinen einzigen Meter mehr vom Fleck bewegen.
Ich grübele dann mal wieder.........
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Beitragvon Augustiner » Freitag 30. Juli 2010, 16:02

........in Ergänzung zum Vorgesagten vielleicht noch dieser 3-D-Ausschnitt als vorläufigen Abschluß.
Man erkennt Wasser, Strom, Abwasser und das Ende der 90-cm-Kleinbahn.
Was will man mehr ??

Schade natürlich für diejenigen, die mit der Brille so ihre Schwierigkeiten haben - und wenn ich mich hundertmal wiederhole - die dreidimensionale Auswertung ist das Optimum, was aus diesen Luftbildern heraus zu holen ist.
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Beitragvon Raupe » Montag 20. September 2010, 18:26

Hat sich schon mal ( nur aus Langeweile ) die Mühe gemacht , und sich die Gleisanlage der baustelle "Riese", welche rein zufällig die Spurweit 900 mm hat, betrachtet ? Dort gibt Kehrgleise zu Hauf , einfach reinwärts gezogen über eine Weiche , dann geschoben . In Richtung Lämmergraben wäre doch passend . Zumal doch wohl am Sonnenhang auch so ein großer weisser Fleck am Hang ist .

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Beitragvon Augustiner » Dienstag 21. September 2010, 13:46

Leider kann man aufgrund der Überbelichtung in den "Baustellenbereichen" die beiden einzelnen Schienen des 90-cm-Gleises nur beim Übergang über die Jonastalstraße erkennen - alle anderen Möglichkeiten wären somit zunächst Spekulation.
Laut Kott war die Bahn zum Abtransport und der "unauffälligen" Ablagerung des Stollenausbruchs gedacht. Leider dokumentiert Kott den weiteren Gleisverlauf über die 25 hinaus nicht. Da sich beim Hamster möglicherweise ein kleines Materiallager befindet, hatte die Bahn aber vielleicht noch andere Aufgaben, wobei das Umladen einer LKW-Fuhre - aus Arnstadt kommend - aber wiederum überhaupt keinen Sinn macht. Nur warum hat man die Bahn bei aller Materialknappheit dann bis hin zum Hamster geführt ??
Mit Gegenrechnen der Auffüllungen vor den Stollen und Wiedereinbau als Zuschlagsstoff war ich mal auf überschlägig 80.000 m³ (= 100x100x8 m) übriges Material gekommen. Das klingt jetzt nicht viel, aber die Baustelle war erst am Anfang. Also wo hätte man das Ausbruchmaterial noch überall unauffällig im Bereich Löbchen-Lämmergraben-Hamster und nördlich der JT-Straße verteilen wollen und wie muß man sich diese "geheime" Verteilerei eigentlich vorstellen ? Hat man Förderbänder benutzt oder mittels Schrägaufzug (ähnlich Kottfoto vom Lüfteraggregat bei -1 ) vielleicht einzelne Loren nach oben gehievt ?
Luftbilder werfen manchmal mehr Fragen auf, als sie beantworten. Immerhin bewegt sich aber dieser Tatzelwurm von rund 80 Loren entlang des Hamsters ab spätestens 16.03.45 um keinen Millimeter. Das sagen zumindest die Vergleichsfotos vom 09.06.1945 - wurde also ab dem 16.3. gar nicht mehr gearbeitet bzw. hatte dieser Tatzelwurm vielleicht noch gar nicht mit der Arbeit begonnen ?
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Beitragvon Neugier » Dienstag 21. September 2010, 14:14

Evtl. hat man ganz bewußt Umladestellen außerhalb der eigentlichen Baustelle geschaffen, der Geheimhaltung wegen, denn man war sicher auf viele kleine Zulieferer angewiesen, die das alles nicht sehen sollten. Nur so ein Gedanke.
Die Loren vom Tal in Richtung Lämmergraben?, da gehts aber ganz schön bergauf. Mit Schieben ist da nicht viel.
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Beitragvon Augustiner » Dienstag 21. September 2010, 14:16

Bei dieser Ausschnittsvergrößerung gehe ich noch ein Stück weiter. Ich setze dabei voraus, daß im gezeigten Bereich das 90-cm-Gleis nur "einspurig" ist und der "Überlieferung" nach nur eine kleine Lok zur Verfügung stand.

Bei 1) versperren am Gamlitz 5-6 weiße (=noch beladene ?) und damit zu schiebende Loren den Weg. Bei 2) steht die Lok (am Westende) mit 7 anscheinend leeren Loren zwischen Brunnenbohrung und Wasserzisterne.
Bei 3) sind die o.g. rund 80 Loren abgestellt - letztere wären für die kleine Lok in diesem "Zustand" ein unüberwindbares Hindernis.
Jetzt habe ich den Faden verloren....... -()-
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Beitragvon Augustiner » Dienstag 21. September 2010, 14:48

Neugier hat geschrieben:Evtl. hat man ganz bewußt Umladestellen außerhalb der eigentlichen Baustelle geschaffen, der Geheimhaltung wegen, denn man war sicher auf viele kleine Zulieferer angewiesen, die das alles nicht sehen sollten. Nur so ein Gedanke.
Die Loren vom Tal in Richtung Lämmergraben?, da gehts aber ganz schön bergauf. Mit Schieben ist da nicht viel.


Natürlich gut möglich, aber das Umladen wäre eigentlich überflüssig, hätte man z.B. den Fahrer momentan einfach durch einen SS-Mann ersetzt.

Geht man davon aus, daß so eine Lok vielleicht 20 beladene Loren ziehen konnte, so waren also für die Lok mindestens 60 Loren aus dem Tatzelwurm und die 11 Loren auf der Wiese (bei dem gedachten Gleisverlauf) unerreichbar, geschweige denn zu verschieben.
Bleibt also nur noch ein Tunnel....... [-----]
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Beitragvon Luchs » Dienstag 21. September 2010, 17:43

Ist jetzt der falsche Thread, aber es schoß mir soeben durch den Kopf: Kühlwasser, Löschwasser, Trinkwasser und Versuche, Leitungsverläufe in verschiedene Richtungen zu rekonstruieren. Seit Jahren rätselt man über Sinn und Zweck der Zisterne, welche direkt am Gleisbett liegt. Hat schon mal jemand dampfbetriebene Feldbahnloks in Erwägung gezogen? Mit Kraftstoffen ging's ja bereits ab 44 langsam dem Ende zu. Ein Tanklager weiß ich nirgends dokumentiert, und mit einem Dieselfaß in irgend einem Schuppen wäre man auf einer Baustelle der Größenordnung sicher nicht weit gekommen.
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Beitragvon Augustiner » Dienstag 21. September 2010, 18:59

Luchs hat geschrieben:Ist jetzt der falsche Thread, aber es schoß mir soeben durch den Kopf: Kühlwasser, Löschwasser, Trinkwasser und Versuche, Leitungsverläufe in verschiedene Richtungen zu rekonstruieren


(-oo-)
Es gibt m.M. niemals nicht einen falschen Thread gar nie nicht, da sich die Forschung möglicherweise sowieso im Kreis dreht - und täglich grüßt das Murmeltier.
Eine Kondenstenderlok (BR 50 der DR) habe ich in der Vitrine stehen, der Typ der Kleinbahnlok war in einer Vereinszeitschrift genannt (Henschel oder Hanomag ?? muß ich gucken), aber ob dieses Minilokomotschki mit Dampf aufladbar war, wage ich jetzt eher zu bezweifeln. Tatsächlich sind die Leitungsführungen (und die wären m.M. äußerst wichtig) nur bis auf Höhe Gamlitz aufgrund der LuBis verfolgbar. Dies betrifft Strom, Wasser und Abwasser, wobei die Abnehmer bzw. Verursacher letztlich nicht oder nur teilweise, festzunageln sind.
Aber eine Zisterne macht natürlich schon Sinn, um die unterschiedlichen Wasserförderungen einer Brunnenbohrung zunächst zu puffern und dann mit ordentlichem Druck mittels Pumpe weiter zu befördern. Allerdings war der Wasserhochbehälter noch gar nicht fertig und die Brunnenförderung war zwischenzeitlich angeblich durch die Stadt Arnstadt gestoppt worden - etwas merkwürdig für ein so "wichtiges" Objekt. Um als Trinkwasser durchzugehen wären auch noch Filter und Wasseraufbereitungsanlagen notwendig gewesen.
Was mich in diesem Zusammenhang auch noch weiter "stört" (immer noch falscher Thread): der Wasserhochbehälter ist eigentlich viel zu weit westlich vom Stollen 1 (o.k. es wurden 2,5 bar Druck gewonnen) und das Abwasser wurde viel zu weit östlich in die "Wilde Weisse" geleitet (o.k. da kommt der Bach von Bittstätt und dem Lämmergraben, sie sind ohne Namen und hätten aber für eine weitere Fort-Spülung gesorgt).
Und wo Abwasser ist, setze ich auch eine "gewisse" Kläranlage voraus - aber auch davon leider keine Spur. Ich glaube jetzt kaum, daß eine Anlage dieser Größenordnung über 3-Kammerngruben gefahren werden sollte - ein schöner Schei.....

Edit: war immerhin schon 2x vor Ort ! Wasser habe ich dabei so um Pfingsten noch nie gesehen - weder in der "Wilden Weißen", noch beim Einmünden des Abwasserkanals am Böhlers-Loch. Irgendwer muß also den Wasserhahn zugedreht haben.
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Beitragvon PEKE » Dienstag 21. September 2010, 22:19

Hallo Augustiner,
Ich habe Deinen Faden Aufgenomen, weiterbearbeitet auf die Schnelle,
und gebe Dir den Kneul zurück.
Ich habe schon früher darüber nachgedacht, aufgefallen ist mir
der geringe Höhenunterschied in der eingezeichneten Strecke.
Ich hoffe, Du verzeihst mir, Dein Beld benutzt zu haben. Es ging
einfach schneller.
Anbei Bild

Mfg. Peter
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Beitragvon MunaUede » Mittwoch 22. September 2010, 08:04

Gab es nicht auch Feldbahnen mit Strom? Mein Bekannter rekonstruiert gerade eine, wenn ich mich nicht komplett verhört habe.

Über die Situation vor Ort habe ich keine Ahnung also nicht xD !

Wenns hilft frage ich nach.
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Beitragvon Augustiner » Mittwoch 22. September 2010, 09:20

PEKE hat geschrieben:Hallo Augustiner,
Ich habe Deinen Faden Aufgenomen, weiterbearbeitet auf die Schnelle,
und gebe Dir den Kneul zurück.
Ich habe schon früher darüber nachgedacht, aufgefallen ist mir
der geringe Höhenunterschied in der eingezeichneten Strecke.
Ich hoffe, Du verzeihst mir, Dein Beld benutzt zu haben. Es ging
einfach schneller.
Anbei Bild

Mfg. Peter


Servus Peter,

wenn Du die Bildangaben mitschleifst, sehe ich da kein Problem. Ein Problem sähe ich da schon eher bei Deinen "geringen" Höhenunterschieden.
Unterstellt man nämlich, daß die Bahn später mal sinnvollerweise an die Regelspur angebunden werden sollte, so wäre die Verbindung zur MUNA/ Crawinkel auf der ohnehin schon vorhandenen 60-cm-Trasse wahrscheinlich die einfachste Variante.
Die kürzeste Variante wäre aber hinüber in den Plaue'schen Grund nach ~ Siegelbach z.B..
Bei ungefähr 0,3 % Steigfähigkeit, die man nur sehr ungern ausschöpfte, wären aber aufwändige (Tunnel-)Arbeiten erforderlich, genauso wie in der anderen Richtung nach Arnstadt "über" den Eulenberg.

@ MunaUede
Akkubetriebene Kleinbahnen gab es auf alle Fälle (?), z.B. in Bergwerken wenn mich jetzt nicht alles täuschet.
Edit: guckst Du www.freundeskreis-feldbahn.de
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Beitragvon MunaUede » Donnerstag 23. September 2010, 06:37

Wenns auch zu 100% nicht hier herpasst:

1) Stollen -1 ist immer noch nicht geklärt
2) gleiches trifft auch die Zysterne zu

2) Wurden hier mal Bodenproben (Uni bzw. FH - könnte ein Student doch eigentlich kostenlos untersuchen) gezogen (in dem Objekt und außen, rings herum)? Kann es möglich sein, dass dort nicht Wasser sondern kohlenwasserstoffhaltige Medien gelagert wurden (Sicherstellung der Stromversorgung, Verhalten der Substanzen im Laufe der Jahre berücksichtigen!)?

Bitte auch hier nicht xD und ein Auge zu drücken. []:-)

Habt ihr Luftbilder von den besagten Stellen?
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Beitragvon MunaUede » Donnerstag 23. September 2010, 06:42

edit ist weg!!!

bzw. gelagert werden sollten?

Wie baute man damals einen entsprechenden sicheren "Speicher"?
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Beitragvon Augustiner » Donnerstag 23. September 2010, 11:10

MunaUede hat geschrieben:Wenns auch zu 100% nicht hier herpasst:

1) Stollen -1 ist immer noch nicht geklärt
2) gleiches trifft auch die Zysterne zu

Habt ihr Luftbilder von den besagten Stellen?


1) Stollen -1 mit ziemlicher Sicherheit Abluft der Stollengruppe I
2) 99,9 % Zisterne
es bedeuten:
1= Posten- oder Buswartehäuschen
2= Wasserleitung von Schönbrunn (wahrscheinlich an Zisterne angebunden)
3= Stromendmast Pumpenhaus
4= Pumpenhaus
5= Baracke
6= Brunnenbohrung
7= Lokomotschki
Luftbilder gibt es eigentlich fächendeckend, allerdings in unterschiedlichen Qualitäten.

Aufgrund des Lichteinfalls anbei wohl noch das beste Foto von der Endsituation der 90-cm-Bahn. Deutlich sieht man, daß nur ein Gleis vorhanden ist und damit gilt das oben gesagte >> min. 70 Loren wurden nie bewegt, sondern nur erst mal bereit gestellt.
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