Der Kohlbach

Beispiele und Fragen zu LuBis

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Der Kohlbach

Beitragvon Augustiner » Dienstag 1. Dezember 2009, 18:59

Bisher war mir dessen Verlauf, mit Verlaub, so gar nicht richtig klar - wahrscheinlich auch jetzt noch nicht.

Er speist also den künstlichen Teich der Villa und bekommt da schon mal einen Überlauf in die Ohra verpasst. Dann darf er die "Masse-Mühle" bedienen, kann aber kurz vorher auch wiederum in die Ohra plätschern. Von der Mühle wiederum geht's zum Gut Birnbaum und schon wieder gibt es einen zusätzlichen (regulierbaren ?) Ablauf zur Ohra. Zu allem Überfluß "fließt" der Kohlbach nun rund 1000 m praktisch parallel zur Ohra, um nun "gleisartig" in selbiger einzutauchen (ist so auch in der TK25 von 1943 enthalten). Nur auf diesen ~ 1000 m ist keine Mühle oder sonstige Abnehmer weit und breit >> warum tut man denn so was ?
Foto mit:
a) o.g. Überläufe
b) nicht in TK25 von 43
c) Parallellauf.

"Wenn ich auch nur 20 cm Wasserdeckung über meine Feldbahngleise kriege....", sagte Indiana Jones und [-----]
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Beitragvon Augustiner » Sonntag 6. Dezember 2009, 20:04

Aufgrund des geradezu unglaublichen Feedbacks (= Zurückfüttern oder so ähnlich) sah sich der Urheber (?), wer hebt schon eine Uhr (?), befleißigt ein Ringen oder Boxen a'la Klitschko in die Wege zu Leiten.

Der Kampf zwischen PaintBuster und CorelDingsBums war relativ schnell entschieden. Nachdem sich diese Softies nicht entscheiden konnten, war der Ringrichter einigermaßen entnervt, ging in den Keller und konnte mittels eines handlichen BELLOS (=größerer Vorschlaghammer aus gutem Hartholz) den Streithähnen ein leichtes Paroli bieten.
Seitdem ruhen alle Datenleichen auf dem nahe gelegenen Wertstoffhof.

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Beitragvon Augustiner » Sonntag 6. Dezember 2009, 20:36

IrFanView hat mich dann doch darüber informiert, daß heute erst Nikoklausi und damit Weihnachten kömmet, also noch nix Osterhasi.

Euer Customer-Care-Key-Account-Competence-IT-Manager
Facility-Inscurance

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Beitragvon PEKE » Sonntag 6. Dezember 2009, 20:42

Einfach ein paar Bilder, ohne Kommentar. Hatte ich schon in der
Mühlburg.
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Beitragvon PEKE » Sonntag 6. Dezember 2009, 20:54

von der Kläranlage , schön Plan bis zum Zaun, rundherum gestrüpp
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Beitragvon PEKE » Sonntag 6. Dezember 2009, 20:59

und nach dem Zaun die Trassierung, DA war kein Bach etc.
schön allmählich in Richtung Lager Nord?
eine Schwelle etwas später im Bach
auch alte Fässer halb eingegraben gefunden - schön Rostig
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Beitragvon Under » Sonntag 6. Dezember 2009, 21:20

Augustiner hat geschrieben:Aufgrund des geradezu unglaublichen Feedbacks (= Zurückfüttern oder so ähnlich) sah sich der Urheber (?), wer hebt schon eine Uhr (?), befleißigt ein Ringen oder Boxen a'la Klitschko in die Wege zu Leiten.

Der Kampf zwischen PaintBuster und CorelDingsBums war relativ schnell entschieden. Nachdem sich diese Softies nicht entscheiden konnten, war der Ringrichter einigermaßen entnervt, ging in den Keller und konnte mittels eines handlichen BELLOS (=größerer Vorschlaghammer aus gutem Hartholz) den Streithähnen ein leichtes Paroli bieten.
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Beitragvon PEKE » Sonntag 6. Dezember 2009, 21:20

Der Beginn der Kleinbahn könnte am Zaun neben dem Areal Burg
gelegen haben. Trassierung am Zaun neben dem Gebäude -
Abstützung der Trasse rechts gegen Bachseite mit Beton

Mfg peter
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Beitragvon PEKE » Sonntag 6. Dezember 2009, 21:35

noch mehr Bilder vom großen Foto
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Beitragvon Augustiner » Sonntag 6. Dezember 2009, 21:56

Under hat geschrieben:
Augustiner hat geschrieben:Aufgrund des geradezu unglaublichen Feedbacks (= Zurückfüttern oder so ähnlich) sah sich der Urheber (?), wer hebt schon eine Uhr (?), befleißigt ein Ringen oder Boxen a'la Klitschko in die Wege zu Leiten.

Der Kampf zwischen PaintBuster und CorelDingsBums war relativ schnell entschieden. Nachdem sich diese Softies nicht entscheiden konnten, war der Ringrichter einigermaßen entnervt, ging in den Keller und konnte mittels eines handlichen BELLOS (=größerer Vorschlaghammer aus gutem Hartholz) den Streithähnen ein leichtes Paroli bieten.
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Nö und niemals nicht..........
a) zweite (interne und) externe Festplatte;
b) Sicherung auf DVD (alldieweilen)
c) USB-Sticks (sehr zu empfehlen !).

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Beitragvon rak64 » Sonntag 13. Dezember 2009, 17:29

Da keine Beiträge zum Kohlbach kommen mal ich Dich mal fragen, wo soll die Bahn hinführen? Und warum?

Meiner Meinung passt es, man von Mangan-Luisenthal-Bergwek einer Gang Richtung Arnstadt anlegt. Leicht ansteigend damit der Abraum ohne Probleme rausgefahren und zum Verfüllen der Hohlräume genutzt werden kann. Soweit ich weiß wurde die Gegend der Bergwerks mittels Bodenradar gescannt. Die Frage ist, ob der negative Befund-nichts gefunden, als Hinweis auf Verfüllung gewertet werden kann.
´
Automatisch kommt man unter der Muna durch. Dort ein Zugang in der mehrfach gesicherten Zone bietet sich regelrecht an.

Von dort weiter unter den Platz, dort einen Art Bunker (wie im Kalibergbau oft verwendet) zur Zwischenlagerung von Material.

Von da weitere Abzweigungen dorch den Sandstein sollten keine Probleme machen.

Zeitlich passen die Sicherungsasrbeiten in Luisenthal mit der Stilllegung der beiden Ämtern zusammen. Es ergibt sich auch eine zeitliche Parallele zum Fuchsbau, wie gesagt nur zeitlich.
Frühe unterirdische Verlagerungen sind von der WIFO bekannt.
Der komplette Bau wäre auch mit heutiger Technik nicht zu detektieren.

Wieso eigentlich nicht?!
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Beitragvon Augustiner » Sonntag 13. Dezember 2009, 18:17

Die Normalspur ist definitiv im Park der Villa zu Ende. Da man aber möglichst Vieles in Betracht ziehen sollte, käme ja ein teilweises Umladen auf eine Feldbahn in Frage (zumal eine schlüssige Erklärung für den Normalspuranschluß bis zu dieser Stelle auch noch fehlt). Aber auch hier sind nicht die geringsten Anzeichen zu entdecken. Selbst auf relativ schlechten Luftbildern sind beispielsweise die (einzelnen) 60cm-Loren der Feldbahn ins Jonastal und deren Gleisführung zu erkennen. Bei den glasklaren Fotos der 315er-Reihe sucht man vergeblich nach einer solchen Feldbahn.
Luisenthal ("Prinz-Wilhelm") und die gegenüberliegenden "Vereinigt Glück" + "Max" liegen tatsächlich mehr als ideal. Das Quartier des Führungsstabs SIII, sowie später im Genesungsheim noch Teile des OKH - nur ein Zufall ?? Lt. Remdt wäre auch der Kienberg durchlöchert wie ein Schweizer Käse; die Grundrisse der Bergwerke geben dies aber nicht her. Eigentlich müßte man mal die Pläne aller 3 Gruben beschaffen, vor Ort und mit LuBis/ Karten vergleichen, vielleicht tun sich ja dann irgendwelche Ungereimtheiten auf.
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Beitragvon kps » Sonntag 13. Dezember 2009, 20:48

rak64 hat geschrieben:...Leicht ansteigend damit der Abraum ohne Probleme rausgefahren und zum Verfüllen der Hohlräume genutzt werden kann...

Frage ist, ob der negative Befund-nichts gefunden, als Hinweis auf Verfüllung gewertet werden kann.


Hallo rak64, neben dem Abraum dürfte Wasser ein Grundproblem sein, dass es fernzuhalten gilt.

Nur weil da nichts gemessen wurde, muss also was da sein. Könnte auch noch sein, dass die Meßvorrichtung defekt war, der Einsetzende keine Ahnung hatte oder dass da einfach nichts ist, war und sein wird.

MfG
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Beitragvon kps » Sonntag 13. Dezember 2009, 21:02

Augustiner hat geschrieben:...Umladen auf eine Feldbahn...


...an was denkst du denn? Erst muss klar sein, was umgeladen werden soll.

Augustiner hat geschrieben:...zumal eine schlüssige Erklärung für den Normalspuranschluß bis zu dieser Stelle auch noch fehlt


Häää, what? Ich glaube, dass die nahe liegenden Erklärungen im Bereich Jonastal und Ohrdruf immer als unglaubwürdig und zu simple abgetan werden. Was liegt denn neben der Villa in direkter Nachbarschaft? Etwa ein Häftlingslager und zudem noch eines mit einer extrem hohen Prio?`
Welches logistische Problem war das größte zum Kriegsende im Bereich Ohrdruf?
- Antransport neuer Häftlinge
- Abtransport verschrotteter Häftlinge - s.g. Invalidentransporte
- tägliche Abfahrt/ und Ankunft der Häftlinge die im Jonastal arbeiten mußten - Zielbahnhof Crawinkel

Die Häftlinge sollten nicht mehr nur am Bahnhof aussteigen und durch die "Stadt" laufen.

Gibt es Parallelen? Ja - ein Verbindungsgleis zum Häftlingslager C in der LMuna C. Dieses Gleis diente meiner Ansicht nach dem gleichen Zweck und wurde ebenso von S III Häftlingen verlegt. Für den Muna-Betrieb war das Gleis mit Sicherheit nicht gedacht.

Augustiner hat geschrieben:Eigentlich müßte man mal die Pläne aller 3 Gruben beschaffen, vor Ort und mit LuBis/ Karten vergleichen, vielleicht tun sich ja dann irgendwelche Ungereimtheiten auf.


Vor Ort ist das Stichwort. Ich kann dir vor Ort die Pläne zeigen und noch mehr. Melde dich einfach beim nächsten Besuch und bitte mit Luchs [-<5>-] Problem ist vrmtl., das alte Bergwerke auch schon mal einen Einstieg von oben haben und die Bergleute nicht daran dachten, dass jemand ihre Arbeit mal nachnutzen kann. Vielmehr bestimmten die Verläufe der Erzgänge den Stollenverlauf und viel unnötiger Platz wurde im Stollenbereich vrmtl. nicht geschaffen.

MfG
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Beitragvon Augustiner » Montag 14. Dezember 2009, 12:12

Uups, das mit dem Zitieren muß ich erst noch üben.

Sieht so aus, als ob wir uns jetzt dem Luisenthal zuwenden und ich kann zwar Beiträge löschen, in ein anderes Forum verschieben, sperren und natürlich teilen, aber ich kann bisherige Themen nicht zusammenführen - geht wegen dem Sinnzusammenhang vielleicht tatsächlich nicht ??
Alldieweil da wären "Bahnhof Luisenthal" - "3-D-Luisenthal Genesungsheim/Bahnhof", sowie "3-D "Vereinigt Glück " ".
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Beitragvon Mattzz » Montag 14. Dezember 2009, 15:07

Na ja, das mit der schlüssigen Erklärung ist so 'ne Sache...
Vieles ist ja noch immer mehr oder minder plausible Hypothese.

kps hat geschrieben:- Antransport neuer Häftlinge
- Abtransport verschrotteter Häftlinge - s.g. Invalidentransporte
- tägliche Abfahrt/ und Ankunft der Häftlinge die im Jonastal arbeiten mußten - Zielbahnhof Crawinkel

Die Häftlinge sollten nicht mehr nur am Bahnhof aussteigen und durch die "Stadt" laufen.

Das wird sehr wahrscheinlich ein wichtiger Teilaspekt gewesen sein. Ob es als alleinige Begründung herhalten kann, sei mal dahingestellt. Selbst das Stammlager Buchenwald bekam immerhin erst nach 6 Jahren seines Bestehens einen Bahnanschluß. Und dort ging es um Transporte anderer Größenordnung und Häufigkeit.

kps hat geschrieben:...Verbindungsgleis zum Häftlingslager C in der LMuna C...Für den Muna-Betrieb war das Gleis mit Sicherheit nicht gedacht.

Auch das würde ich nicht so verabsolutieren. Denn über weite Strecken zu transportirende Muni wollte man aus nachvollziehbaren Gründen nun auch nicht so gern mehrfach umladen.

Gruß Matthias
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Beitragvon Augustiner » Montag 14. Dezember 2009, 15:36

kps hat geschrieben: ...an was denkst du denn? Erst muss klar sein, was umgeladen werden soll.


Na z.B. Munition oder Ausrüstung für den TrÜbPl, aber wie gesagt - ich kann keine Feldbahn entdecken und gehe nur Hinweisen nach.

kps hat geschrieben:Häää, what? Ich glaube, dass die nahe liegenden Erklärungen im Bereich Jonastal und Ohrdruf immer als unglaubwürdig und zu simple abgetan werden. Was liegt denn neben der Villa in direkter Nachbarschaft?


Bis vor kurzem diskutierte man ja noch relativ ausgiebig die Lage, eine eventuelle Fortführung über die Villa hinaus bzw. darüber, ob der Gleisanschluß überhaupt schon nutzbar gewesen sei. Immerhin steht jetzt fest, daß im Park der Villa am 04.04.1945 ein Zug gestanden hat. Andere User wiederum meinen, die Anbindung des TrÜbPl mittels Normalspur hätte auch einfacher an anderer Stelle durchgeführt werden können.
Auch wenn ein Dr. M. offensichtlich sehr mit den Nazis verbandelt war, also ich möchte in meinem Schloßpark keine Gleisanlagen; vielleicht hätte z.B. auch die Blei-Weiß-Fabrik von diesem Anschluß profitiert ?

kps hat geschrieben:Vor Ort ist das Stichwort. Ich kann dir vor Ort die Pläne zeigen und noch mehr. Melde dich einfach beim nächsten Besuch und bitte mit Luchs [-<5>-] Problem ist vrmtl., das alte Bergwerke auch schon mal einen Einstieg von oben haben und die Bergleute nicht daran dachten, dass jemand ihre Arbeit mal nachnutzen kann. Vielmehr bestimmten die Verläufe der Erzgänge den Stollenverlauf und viel unnötiger Platz wurde im Stollenbereich vrmtl. nicht geschaffen.


Machen wir - meine Pläne sind nur sehr schlecht lesbar.
Jetzt bin ich mal gespannt, ob das mit dem Zitieren klappt (-oo-)
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Beitragvon kps » Montag 14. Dezember 2009, 15:46

Hallo Mattzz,

Sauckel hatte mehrfach die Eisenbahnpläne torpediert, bis er einfach überstimmt wurde. Es wurde ihm sogar angekündigt, dass durch seinen Wiederstand er dafür gesorgt hat, dass das KZ nach dem Krieg an einen anderen Ort verlagert wird. Die dringliche Aufgabe der Fertigstellung wurde wieder mal an Hans Kammler übergeben und er sicherte die Fertigstellung mit allen Mitteln, auch wenn dadurch keine optimale Lösung rauß kam und viel Nacharbeit ötig war.

Auszug - Brief RFSS an Gauleiter Sauckel - 30.03.1943
"Ich bin über Ihre Stellungnahme zu dem Bau des Bahnanschlusses von Weimar nach dem Lager Buchenwald erschüttert. Auf der einen Seite sind Sie vom Führer eingesetzt als Reichskommissiar für den Arbeitseinsatz, um dem totalen Krieg zu seinem Recht zu verhelfen. Auf der anderen Seite machen Sie als Gauleiter Schwierigkeiten wegen des Baues einer kurzen Bahnstrecke von 13km.... (kps: Sauckel wollte eine andere Trasse und eine Art O-Busse einsetzen) ... 2. Ich verpflichte Sie hiermit schriftlich, nach dem Krieg diese Bahn sofort wieder abzureisen und den alten Zustand landschaftsmäßig wieder herstellen zu lassen ..." NS19_3637_051 ff


Fernschreiben RFSS an Chef WVHA Pohl 22.06.1943
"Lieber Pohl! Ihnen und Ihren braven Männern meine Anerkennung und mein Dank für die termingemäße Eröffnung der Bahn nach Buchenwald. Übermitteln Sie insbesondere dem tüchtigen Kammler meine Anerkennung ..." NS19_3637_015


Überschätze nicht die Häftlingstransporte in den vorherigen Jahren. Da waren weit weniger Häftlinge unterwegs als in den Jahren 43 - 45. Zudem kamen noch die Gustloff-Werke dazu und das Gleis mußte zwingend her.

Die Muni aus der LMuna in C wurde von Anfang bis Ende auf LkWs geladen und am Bahnhof auf Waggons umgeladen. Das zusätzliche Gleis wurde erst verlegt, als die Häftlinge in die Bunker eingezogen waren. Ich kenne keine weitere Begründung als Sonderzugabstellungen, die ebenfalls in diesem Bereich geschaffen werden sollten und wurden. Dies waren aber teilweise andere Gleise im Bereich Crawinkel. Wenn ein Gleis in Abhängigkeit zur Bodenbeschaffenheit und Anstieg auf ein Häftlingslager zeigt, dann gehe ich davon aus, dass es auch dort hinführen sollte.

Alles andere macht nach aktueller Aktenlage keinen Sinn und durch immer neue Hypothesen und Vermutungen wird die Wahrscheinlichkeit für Häftlingstransporte derzeit nicht geringer. Sehe meine absolute Antwort bitte auf die Feststellung vom Augustiner:
...eine schlüssige Erklärung für den Normalspuranschluß bis zu dieser Stelle auch noch fehlt


MfG
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Beitragvon Mattzz » Montag 14. Dezember 2009, 16:33

Hallo kps

<Sehe meine absolute Antwort bitte auf die Feststellung vom Augustiner:>
Hatte ich auch nicht anders verstanden ;-)

Sonderzug-Abstellungen, ganz klar, die erfordern nun mal zwingend Gleise. Bei anderen, auf Dauer angelegten Einrichtungen, würde ich auch eine gewisse Notwendigkeit sehen, die den nicht unerheblichen Aufwand rechtfertigt. (Und dazu zähle ich mal auch Buchenwald und die angegliederten Fertigungsstätten. Unabhängig von Sauckels Intervention, die ich übrigens noch garnicht kannte.) Bei vielen, nur auf ggf. kurze Zeit angelegten Außenlagern/-objekten liegt der Fall m.E. ein wenig anders. Und auch die Muna blieb ja trotz Häftlingsbelegung eine eben zeitlich zweckentfremdete Muna.

Ich gehe durchaus mit, daß Häftlingstransport per Bahn ein wichtiger Grund, neben anderen, war. Viele Alternativen gab es ja in Anbetracht der desaströsen Treibstoffsituation auch nicht mehr. Und das betraf wiederum alle zu transportierenden Güter.

Gruß Matthias
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Beitragvon PEKE » Montag 14. Dezember 2009, 19:29

Hallo Matthias,

Deinen Satz:
Ich gehe durchaus mit, daß Häftlingstransport per Bahn ein wichtiger Grund, neben anderen, war. Viele Alternativen gab es ja in Anbetracht der desaströsen Treibstoffsituation auch nicht mehr. Und das betraf wiederum alle zu transportierenden Güter.

dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Also Taten zeigen.
Ich fange an, oder mache weiter - wie mann will.
Im Titel -DIE BURG- war von Augustiner das folgende Bild dargestellt.
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Beitragvon PEKE » Montag 14. Dezember 2009, 19:43

Für mich sieht es so aus, das neben der Normal Spur eine Schmal-
spur läuft. Die Wagen auf dem Bild sind so kurz, dass eigentlich
nur eine Schmalspur in Frage kommt. Das würde deshalb einen Sinn
machen, weil die Spur Parallel zur Hauptspur läuft. Damit wären
Umladearbeiten möglich.
Ich weiß, manchmal verrennt mann sich in etwas, aber es passt einfach
zu vieles zu gut zusammen. Außer der Schiene, von der UNDER erzählt
hat habe ich auch eine Schwelle in Bachbereich (siehe Bilder zufuhr)
gefunden und den möglichen Trassenbereich abgeschritten.
Überall Erdarbeiten um den Trassierungsbereich relativ eben zu ge-
stallten. Auch Schotter im Trassenbereich vorhanden.
Ich denke, wir werden uns das nochmals gemeinsam anschauen
müssen, denn das Endziel ist noch etwas Schwammig. Der Start aber
ist vor der Villa.

MFG
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Beitragvon Augustiner » Montag 14. Dezember 2009, 20:11

PEKE hat geschrieben:Im Titel -DIE BURG- war von Augustiner das folgende Bild dargestellt


Es könnten Bauhilfswagen sein, so ähnlich wie Draisinen, sie laufen allerdings im 2. "Haupt"-gleis, könnten rein theoretisch auch eine kleinere Spurweite haben. Ich denke sie waren nur zur Erstellung des Gleisanschlusses vorhanden, eine Fortführung über den Park der Villa hinaus, kann ich jedenfalls momentan nicht feststellen.

Es ist wohl so wie mit der Quadratur des Kreises, suchste nischt, wirst Du zumindest auch nichts (falsches) finden.
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Beitragvon Luchs » Dienstag 15. Dezember 2009, 16:22

PEKE hat geschrieben:Die Wagen auf dem Bild sind so kurz, dass eigentlich
nur eine Schmalspur in Frage kommt.

Wissen wir mit Sicherheit, daß es sich bei dieser Aufreihung um Schmalspurloren handelt? Anfangs des Parks, auf dem und um das Gleis, sieht man eine Menge Dinge die sich, selbst auf so klasse Luftbildern wie Augustiners 315x, nicht zweifelsfrei identifizieren lassen. Das Gleis war am 24.03. offensichtlich noch Baustelle.

PEKE hat geschrieben:Ich denke, wir werden uns das nochmals gemeinsam anschauen müssen...

Der hintere Park wurde in diesem Jahr weitgehend saniert und planiert, wobei man auch etlichen Beton ausgegraben hat. Bereiche des Trassenverlaufes, bei denen man im letzten Jahr aufgrund ungleichmäßiger Vegetation (Brennesselfeld) noch auf Relikte des Oberbaus schließen konnte, wird man in Zukunft nicht mehr finden. Auch gegen "Zaungäste" wurde einiges getan. Es wird also nicht leicht. Leider.

Ansonsten schließe ich mich Augustiner an: Weder die Luftbilder noch Zaunfundament, Gelände und Zeugenaussagen geben eine Verlängerung des Gleises aus dem hinteren Grundstück her. Dem gegenüber stehen zwar Funde wie Schotter, ein Signalsockel und eine Schwelle. Allerdings in einer vermüllten Gegend, wo sich so ziemlich alles finden läßt, möglicherweise sogar entsorgte Reste des abgetragenen Normalspurgleises.
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