Explosion auf dem TrÜbPl

Alles über den TrUebPl Ohrdruf

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TÜP

Beitragvon kawumm » Freitag 8. Januar 2010, 09:00

Ist schon vergessen Bobo.
Die Analyse wurde mit den damaligen Analysesystem der chemischen Truppen, die in der NVA und bei den Russen ja gleich waren, durchgeführt.
Um was es sich bei dem System handelte, weiß ich nicht, da wir zu einer anderen Feldpostnummer gehörten.
Die Rohre waren bestimmt aus Fe, denn davon kündigte der Rost, oder was es war. Die abgeschniitenen Rohrstücke flogen einfach ins Gelände,
nur an einem funzelten sie lange herum. Dieses Endstück nahmen sie jedoch mit. Ich konnte beim 'Wegtreiben' nur noch sehen , daß es silbergrau war.
Auf der neuen 'Spielwiese' waren alle Rohre aus Fe.
Wir mussten dann jedoch auch dort weg und durften das Gelände nicht mehr betreten.

MfG kawumm
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Beitragvon Dachs » Freitag 8. Januar 2010, 09:51

wernir hat geschrieben:Hallo kawumm,

ok.

Ich war der Meinung, daß die SA niemanden auf ihr Revier ließen.

MfG wernir


Hallo W!
Mit der SA meinst Du sicher die C&A auch unter dem Namen Cirkus Aljoscha bekannt!
[--c--] [-<5>-]

Gruß DER Dachs und immer schön dran denken - der Geier fliegt sehr hoch!!!
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Beitragvon manganer » Freitag 29. Januar 2010, 12:33

Ich möchte mich da noch mal einklinken. Sollte die Explosion und der beißende und ätzende Qualm von Salpetersäure oder ähnlichem Raketenzeugs stammen, gibts irgendwelche Anhaltspunkte für stationäre Raketensilos auf dem TÜP???? Ein Kollege von mir hat Anfang der 80ger Jahre ein armdickes Steuerkabel abgesteckt, von Jena bis TÜP Ohrdruf...
Trassenführung über Apfelstädt, Sülzenbrücken, Haarhausen, Holzhausen und Röhrensee, und dann war Schluß... Anbindung an Langa Hain??????
Was sagt TÜP dazu????? Das war schon ungewöhnlich, daß das keine militärische Vermesser gemacht haben. Im Regelfall ließen die Sowjets noch nicht mal den Militärtopographischen Dienst auf ihre Liegenschaften. Demnach war Kawumm damals zumindest mein MTD, oder??????
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Beitragvon PEKE » Sonntag 31. Januar 2010, 09:22

Hallo Manganer,

nach unseren Gespräch in Erf. interessiert mich doch diese Leitung zum Platz.
Ist diese Leitung tatsächlich verlegt worden und wo waren die Endpunkte
bzw die Anschlusspunkte zu vorhanden Leitungen. Ist Dir dazu etwas bekannt? Vielleicht Textest Du einmal mit Roman. Er hat best. was dazu!

Mfg. PEKE alias PETER
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Beitragvon kawumm » Sonntag 31. Januar 2010, 09:28

Hallo Manganer.

Ich möchte zuerst etwas sicherstellen.
Ich habe nie behauptet, daß ich beim MTD war. Ich war nur Aufklärer und habe nur diese "Gurken" bewacht und "beschützt". Nebenbei ein wenig mitgeholfen. Mehr nicht.
Es ging auch nicht um den ganzen Platz, sondern nur um einen Teil des südlichen Terrains. Hier sollte ein "Klettergehege" für spezielle Einheiten
erschlossen werden. Demzufolge hatten wir, bzw. durften wir nichts auf dem übrigen Platz herumwuseln. Das wollten wir natürlich auch nicht, denn die Russen hatten einen "schnellen Finger". Wer wollte schon eine verplättet bekommen?
Aus den Schnurren und Geschichten, die uns unser Chef manchmal abends erzählte, ging hervor, daß irgendwo auf dem Platz eine stationäre
Abschußbase für die V-Raketen gestanden haben soll. (verm. Dreieck?).
Über die ganze Geschichte, die wir erleben durften und mussten, könnte ich nen Roman schreiben, aber das würde hier den Rahmen sprengen.

MfG kawumm
Und ein schönen Sonntag noch
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Beitragvon manganer » Sonntag 31. Januar 2010, 13:51

Hallo Peke,
ich werde mich diesbezüglich mit Roman in Verbindung setzen. Nur soviel vorab, mein Kollege sagt, an der Platzgrenze bei Röhrensee kamen die Iwans, und für ihn und die Kollegen war damit Schluß. Wie der weitere Leitungsverlauf war, weiß er nicht.
Gruß Manganer
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Beitragvon manganer » Sonntag 31. Januar 2010, 14:01

Hallo Kawumm,
danke für die umfassende Antwort. Somit bin ich im Bilde. Vielleicht solltest Du wirklich Deine Erlebnisse niederschreiben, dann würde endlich mal wieder ein ehrliches authentisches Buch über das Gebiet auf den Markt kommen (die Sachbücher von TÜP und KPS natürlich ausgenommen, bevor ich gesteinigt werde... grins)!!!! Die Geschichte von dem V2 Silo wäre erst mal grundsätzlich möglich, oder??? Und wenn die Russen dieses gefunden hätten, wäre es auch möglich daß sie es ausgebaut, modernisiert und für ihre Raketen weitergenutzt hätten. Nun müßte man nur noch wissen, wo das verdammte Steuerkabel in der Erde verschwand......
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Beitragvon kawumm » Sonntag 31. Januar 2010, 14:47

Na Silo möchte ich nicht gerade sagen. Wie es uns der Alte geschildert hatte, denke ich eher an ein Betonfundament oder sowas ähnliches. Mit Startrampe und so? Nix Ahnung. -()- Nix Silo!
Zu einem Buch, reicht es bei weitem nicht. Es liegen zuviele Jahre (35)
dazwischen. Meist bleibt doch nur die relativ schönen Erinnerungen kleben, das Übel wird zu schnell verdrängt. Wenn ich alles, was in meiner Birne noch gespeichert ist, aufschriebe, reichts vielleicht für 4-5 Seiten.
Schließlich waren wir auch nur paar Wochen dort, als geduldete "Brüder".
Und ehrlich gesagt, interessierte sich niemand recht für das Russen-gelände. Warum auch?
Wir taten unsere Pflicht... und wurden später weggescheucht, wie Aussätzige.

MfG kawumm
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Beitragvon PEKE » Sonntag 31. Januar 2010, 15:29

Hallo Kawumm,

Du weist was mir ,MD uns ich, wegen dem Betonfundament etc. meinen.
Ich denke, wir haben es gefunden. Aber das Wetter muß erst besser werden.
Dann werden wir (einige Leute ) dort nachschauen.

Mfg. Peke
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Sonntag 31. Januar 2010, 18:47

@ PeKe & Kawumm

Lasst erst mal den Schnee weg Tauen. Im Moment sieht man absolut nix.
Dann schauen wir uns dass alle gemeinsam an.

@ manganer

Roman ist z.Zt. in Urlaub...nicht dass du Dich wunderst, wenn nicht gleich Antwort kommt.

Liebe Grüße Euch allen

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Beitragvon TÜP » Sonntag 31. Januar 2010, 21:01

Kurze Frage: Warum soll es auf dem Platz eine V2-Abschussbasis gegeben haben? Zu Testzwecken oder zum Raketenabschuss wohin?
Gott hat nicht den Menschen erschaffen, sondern der Mensch erschuf Gott «nach seinem Bilde».
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Beitragvon manganer » Montag 1. Februar 2010, 07:03

Gute Frage TÜP. Ich tappe da doch ziemlich im Dunkeln... Mein Kollege hat mich Gestern angerufen und mir mitgeteilt daß noch ein zweites Steuerkabel mit ner anderen Trassenführung abgesteckt wurde. Dies kam von 2 Objekten bei Eckolstädt (östlich von Apolda), die erst in den 80 ern entstanden sind!!! Hier war die Trassenführung über Arnstadt, Rehestedt, Holzhausen, Röhrensee, und dann wieder ENDE. Das würde natürlich eine Befehlszentrale in der Langen Hain bestätigen...

Mercedes-Diesel,
danke für die Info, dann kann ich mir Zeit lassen mit der Kontaktaufnahme bei Roman.
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Beitragvon manganer » Montag 1. Februar 2010, 09:12

Hier mal das größere Objekt nordwestlich von Eckolstädt. Hat das schon mal jemand besichtigt oder kennt es anderweitig????
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Montag 1. Februar 2010, 11:43

@ manganer

so wie ich Recherchieren konnte, ist heute auf der Liegenschaft in Eckolstädt, ein Solarpark drauf.

http://www.beck-energy.de/aktuelles/pre ... chtet.html

Bleib mal an der Langen Hain dran...

Ich müsste nächste Woche dienstlich nach Dresden, wenn nicht wieder eine wucht Schnee und Chaos runter kommt. Auf dem Rückweg konnte ich da einen kurzen Stop einlegen und Bilder machen....wenn`s hilfreich wäre -()-

LG
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Beitragvon Luchs » Montag 1. Februar 2010, 12:58

manganer hat geschrieben:Hier mal das größere Objekt nordwestlich von Eckolstädt. Hat das schon mal jemand besichtigt oder kennt es anderweitig????

Besichtigt nicht. Ist aber die FRA 5125 gewesen, die zur 51.FRBr Sprötau gehörte. Auch wenn es entscheidungs- und nachrichtentechnisch Verbindungen mit der GSSD gab, gehörte die Fla-Raketen-Truppe zur NVA. Der Edgar weiß bestimmt, ob's dort auch eine FuTA gegeben hat.

Was ich für weniger wahrscheinlich halte ist, daß es sich bei dem Kabel um ein Steuerkabel gehandelt haben soll, da die Abteilungen im DHS und ständig besetzt waren. Möglicherweise ein (i.d.R. drucküberwachtes) Nachrichtenkabel.
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Beitragvon manganer » Montag 1. Februar 2010, 13:09

Auch wenn es entscheidungs- und nachrichtentechnisch Verbindungen mit der GSSD gab, gehörte die Fla-Raketen-Truppe zur NVA.

Wenn der Großbunker in der Langen Hain ein Befehlsbunker des Warschauer Paktes war, ist dies kein Wiederspruch.
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Beitragvon manganer » Montag 1. Februar 2010, 13:13

Mercedes-Diesel,
das wäre schön wenn Du das realisieren könntest.

Luchs,
wäre es möglich daß in Eckolstädt SS20 stationiert waren????
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Beitragvon Mercedes-Diesel » Montag 1. Februar 2010, 13:13

manganer hat geschrieben:A

Wenn der Großbunker in der Langen Hain .....


Wie ? da ist ein Großbunker ? Davon höre ich jetzt zum erstenmal -()- Könntest du mir etwas mehr davon berichten ? Vielleicht neuen Thread eröffnen, sonst verwässert hier alles.

Jep, ich plan dass für nächste woche mit ein. Drück mir die Daumen daß nicht noch mehr Schnee runter kommt. Den Tag muss ich dann gut 900 km spulen.

LG
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Beitragvon Luchs » Montag 1. Februar 2010, 13:33

manganer hat geschrieben:Wenn der Großbunker in der Langen Hain ein Befehlsbunker des Warschauer Paktes war, ist dies kein Wiederspruch.

Großbunker oder fußballfeldgroße russische Feldstellungen? Darf ich fragen, woher Du diese Information hast?

Die Abteilungen bekamen keine direkten Weisungen der GSSD. Das lief ausschließlich über spezielle Leitungen der Brigadegefechtsstände/KIV und dann erst auf dem Kommandoweg nach unten. Was noch eine Möglichkeit wäre, daß Eckolstädt die Rolle eines Wechselgefechtsstandes zukam. Dann hätte man nachrichtentechnisch ähnliche Bedingungen wie in Sprötau schaffen müssen, aber "schalten" heißt nicht zwangsläufig, neue Kabel zu verlegen. Auch das könnte eventuell der Edgar wissen :-)

manganer hat geschrieben:wäre es möglich daß in Eckolstädt SS20 stationiert waren????

ausgeschlossen.
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Beitragvon manganer » Montag 1. Februar 2010, 14:03

Wie ? da ist ein Großbunker ? Davon höre ich jetzt zum erstenmal
Großbunker oder fußballfeldgroße russische Feldstellungen? Darf ich fragen, woher Du diese Information hast?

Mercedes-Diesel, Luchs,
jetzt führt Ihr mich aber ganz schön aufs Glatteis... Hatte eigendlich gedacht daß die Existenz eines solchen Standardwissen ist. Geplant und gebaut fürs OKW und von den Russen nachgenutzt und erweitert. Nur daß eben keiner die genaue Position in der Langen Hein kennt. Sollte dies nicht so sein, dann werde ich in Zukunft zurückhaltender formulieren, und Ihr vergesst es einfach, ok???
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Beitragvon manganer » Montag 1. Februar 2010, 14:08

wäre es möglich daß in Eckolstädt SS20 stationiert waren????

ausgeschlossen.

Aber wozu dann ein Steuerkabel???
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Beitragvon Edgar » Montag 1. Februar 2010, 15:21

Im NVA-Forum wurde bereits vor Jahren über Betonplatten in 2 unterschiedlichen Abmessungen und unterschiedlichen Halteösen diskutiert.

Diese Platten wurden in der Regel in der Nähe sowj. Raketenstationierungsorte gefunden. Das Vorhandensein mehradriger Steuerkabel(?) zu diesen Standorten sowie das Vorhandensein von Bunkeranlagen bzw. Richtfunkstandorten könnten auf stationäre Startanlagen in Bereitstellungsräumen deuten. Diese Startanlagen könnten dazu gedient haben, dass man in Zeiten erhöhter Gefechtsbereitschaft diese Startplattformen mit Raketen bestückte, bei voller GB die mobile Starttechnik in weitere Bereitstellungsräume fuhr und dann evtl. die doppelte Schlagkraft beim 1. Start erreichte. Sprich: Man sparte sich die Nachführung der Raketen für den 2. Start und konnte sofort nach Abschuß "verduften".

Wie gesagt, diese Plattformen wurden nur in Verbindungen mit Raketentechnischen Einheiten gefunden..... (Jena und Funktechnische Einheiten sowie FlaRak-Einheiten zur Verteidigung....alles beieinander).

@MB, bitte die infrage kommende " Betonplatte" aus diesem Gesichtspunkt genau dokumentieren. Metallhalterungen können evtl. variieren.

Es würde sich um die Technik der R-12 handeln, deren Vorhandensein bei der GSSD auf dem Gebiet der DDR noch bezweifelt wird.



Gruß vom Edgar

Edit: Stationär ist nicht zwingend Silo!!!
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Zuletzt geändert von Edgar am Montag 1. Februar 2010, 15:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Edgar » Montag 1. Februar 2010, 15:23

manganer hat geschrieben:wäre es möglich daß in Eckolstädt SS20 stationiert waren????

ausgeschlossen.

Aber wozu dann ein Steuerkabel???


Wieso hat ein eventuelles Steuerkabel zwingend etwas mit SS-20 (die es auf dem Gebiet der DDR nicht gab!) zu tun???

Gruß Edgar
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Beitragvon Luchs » Montag 1. Februar 2010, 15:29

Ergänzenderweise, trotz verlassenem Topic TrÜbPl Ohrdruf: Hier zwei Links zu Eckolstädt und Wormstedt. Was immer ihr von Eckolstädt nach Ohrdruf verlegt habt, ein Steuerkabel war es sicher nicht. Hier die Geschichte der 51.FRBr im Zusammenhang. Daß die 5125 bis 1990 noch nicht einsatzbereit war, ist auch mir neu. Insofern ist auch die Theorie vom Wechselgefechtsstand unwahrscheinlich.

Zur Thematik SS-20 stecke ich zwar nicht so tief in der Materie, aber m.W. gab es auf DDR-Boden nur Kurzstreckenraketen, z.T. mit nuklearem Gefechtskopf, aber taktischer Reichweite (R11, R17, SS-21). Ohne Startsilos. Wir mußten nämlich nicht bis nach Moskau kommen :D
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Beitragvon manganer » Montag 1. Februar 2010, 15:51

Danke erst mal an Edgar und Luchs zu den allumfassenden Antworten, bei der realexistierenden Raketentechnik der DDR seid Ihr mir eh um Lichtjahre voraus, war halt nur Vermesser bei der "Ari" in Eggesin-Karpin... Ich kann nur sagen was mein Kollege mir erzählt hat, und er spricht zweifelsfrei von Steuerkabeln und von mindestens 3 Raketensilos (bei Eckolstädt weiß er es nicht...). Und dieser Kollege ist weder senil noch ein Spinner! Ob es sich dabei um SS20 oder SS21 oder SS???? handelte, das wird er bestimmt auch nicht beschwören können, war halt nur Vermesser... Jedenfalls wurden sie bei diesen Vermessungen vorher in Eisenach GVS-vergattert.
Standorte der Silos:
-Bad Langensalza
-Schlotheim
-im Thüringer Wald in Süd-Westthüringen (genauer ist es ihm nicht eingefallen)
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