Freikorps auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf

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Freikorps auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf

Beitragvon Panzermann » Dienstag 22. November 2011, 08:17

Hallo Forumnutzer

Da ich noch nicht lange aktives Forum-Mitglied bin, stöbere ich ab und zu in den Beiträgen und bin auf einige Frage zu den Freikorps in Thüringen bzw. auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf gestoßen. Ich hatte mir vor längerer Zeit eine Zeitleiste zu historischen Ereignissen und Abläufen für den Zeitraum 1871 – 1932 angelegt, die direkt und indirekt auf die Entwicklung des Truppenübungsplatzes Ohrdruf Einfluß hatten. In dieser Zeitleiste hatte ich auch einige Informationen zu den Freikorps und zur Reichswehr aufgenommen, die ich hier im Forum veröffentlichen möchte. Im Anschluß an den Zeitleistenauszug habe ich einige Anhänge zur Info angefügt.


Auszug aus der Zeitleiste 1871 - 1932

13. Dez. 1918
Aufstellung des "Freiwilligen Landesjägerkorps (Maercker)" bei Paderborn aus der 214. Inf.Div. (Gliederung siehe Anlage Nr. 04). Kdr. des Landesjägerkorps war der im I. Weltkrieg mit dem Pour le Mérite und mit dem Eichenlaub zum Pour le Mé-rite ausgezeichnete GM Georg Ludwig Rudolf Maercker, der als Begründer der Freikorps gilt, die als Reaktion auf die im Versailler Friedensvertrag festgelegte ge-ringe Personalstärke des deutschen Heeres formiert worden waren. Das Landesjä-gerkorps war in Berlin, in Weimar und in Braunschweig eingesetzt.


Anfang 1919
Auf dem Gebiet des heutigen Landes Thüringen wurden eine Reihe von Freikorps aufgestellt, darunter

- das Hessisch-Thüringisch-Waldeck'sche Freikorps im Jan. 1919 auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf (siehe Anlage Nr. 06).
- das Freikorps von Epp am 11. Febr. 1919 auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf (siehe An-lage Nr. 7)
- das Freikorps Thüringen am 20. Febr. 1919 in Erfurt auf der Zitadelle Peters-berg (siehe unten).
- die Freiwilligen Abteilung Rudolfstadt

Im Reich bilden sich im Verlaufe des Jahres 1919 überall bewaffnete Freiwilligen-Verbände, in Form von “Freikorps” und "Grenzschutzformationen" zum Abwehrein-satz gegen Polen. Ausgelöst wurde diese Bewegung durch die Verfügung des Preußischen Kriegsministeriums vom 16. Dez. 1918 und des Aufrufes der Reichsregierung vom 09. Jan. 1919.


Januar 1919
Das Hessisch-Thüringisch-Waldeck'sche Freikorps unter Oberst von Kornatzki wurde mit einer Stärke von ca. 3.475 Mann im Bereich des aufgelösten XI. AK (Kas-sel) auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf aus der 38. Inf.Div. (Rgt. 71, 94, 95, 96) und heimkehrenden Kriegsgefangenen aufgestellt (Gliederung und bekannte Angehörige des Freikorps siehe Anlage Nr. 6).

Das Freikorps verließ Anfang Mai 1919 den Tr.Üb.Pl. Ohrdruf zum Einsatz in München. Ab 09. Juni war es in Oberschlesien eingesetzt. Dort sollte es durch das AOK Süd in die Reichswehr eingegliedert werden. Es blieb aber ohne Reichswehr-nummer überplanmäßig bestehen. Die Stärke des Freikorps betrug 106 Offz., 2.816 Mann, dazu kamen noch das Hus.Rgt. 14 mit 10 Offz. und 525 Mann. Ab 05 Juli befand sich das Freikorps wieder in München und ab 07. Okt. in Bad Nauheim. Erst jetzt wurde es endgültig in die Reichswehr eingegliedert und bildete das I. und III. Btl. des Thür. Rw.Inf.Rgt. 21. Die 7. und 8. Kp. traten zum IV./Rw.Inf.Rgt. 22 (Jg.Btl. Marburg). Die Husaren kamen zum Rw.Kav.Rgt. 11 und die Artillerie zum leichten Rw.Art.Rgt. 11.

Anfang Febr. 1919
Das Landesjägerkorps verlegt von Berlin nach Weimar. Einheiten der II. Abt. der 1. Landesjäger-Brigade waren auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf stationiert. Auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf sollen auch Ersatz-Einheiten des Landesjägerkorps Quartier bezogen haben. "Zunächst waren es nur dessen sogenannter Aufstellungsstab, dem ein Ersatz- und ein Ausbildungsbataillon, eine MG-Ersatzkompanie, eine Ersatzbatterie, eine Ersatz-Kavallerie-Abteilung, eine Ersatz-Mörserkompanie und eine Unteroffizier-Lehrkompanie angegliedert waren. Insgesamt sollen es aber immerhin 3000-4000 Mann gewesen sein, die sich nun in Ohrdruf aufhielten. Sie wurden Ende Juni in den erneut ausgebrochenen Unruhen in Gotha und Eisenach eingesetzt, bevor sie Ende August 1919 im Zuge der weiteren Verminderung der vorläufigen Reichswehr aufgelöst wurden." Das Landesjägerkorps übernahm Anfang Februar 1919 den Schutz der in Weimar tagenden Nationalversammlung.

08. Febr. 1919
Oberst Franz Ritter von Epp erhielt vom Reichswehrminister Gustav Noske den Auftrag zur Bildung eines bayerischen Freikorps für den "Grenzschutz Ost". Das Freikorps wurde nicht in Bayern sondern ab dem 11. Febr. 1919 mit Reichsmitteln auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf aufgestellt, weil die bayerische Regierung unter Ministerpräsident Kurt Eisner zuvor die Grenzschutzwerbung durch die Reichsregierung verboten hatte. Anfänglich bestand es aus drei Bataillonen und einer Abteilung Feldartillerie. Das Freikorps Epp wurde am 18. April 1919 in Bayerisches Schützenkorps um-benannt und am 23. April nach Augsburg verlegt. Es wurde schnell verstärkt. Be-reits am 14. April zählt es 326 Offiziere, 197 Unteroffiziere und 360 Mannschaften (Gliederung siehe Anlage Nr. 07). Das Bayerische Schützenkorps bildete am 01. Juni 1919 die Große Rw.Brig. 21 München. Das Freikorps von Epp bzw. das Bayerische Schützenkorps war eine der Kader-schmieden für das "Dritte Reich". Dies aus der im Anhang befindlichen unvoll-ständigen Aufstellung ersichtlich.

15. – 30.02.1919
Im Zeitraum vom 15. bis 30. Febr. wurde das Landesjägerkorps (siehe 13.12.1918) gegen linke Streik- und Bewaffnungsaktionen in Gotha, Eisenach und Langensalza eingesetzt. Der Gothaer Soldatenrat und dessen Schutztruppe wurden aufgelöst. Die Stadt unterstellte sich wieder der Kontrolle der Reichsregierung. Vor seinem Einsatz in Thüringen hat das Landesjägerkorps auf Befehl Noskes Teile Berlins gesichert.

19. / 20.02.1919
Durch den Erfurter Garnisonskommandanten wurde das von Erfurter Bürgern und Industriellen finanziell unterstützte Freikorps Thüringen am 20. Febr. 1919 gegründet und in der Zitadelle auf dem Petersberg untergebracht. Zu ihm gehörten
7 Freiwilligen-Kompanien, die später das II. Btl. des Thür. Rw.Inf.Rgt. 21 bildeten und 2 Freiwilligen-Batterien, die in das Rw.Art.Rgt. 11 eingegliedert wurden. Die Stärke des zum größten Teil aus ehemaligen Frontsoldaten bestehenden Freikorps betrug ca. 520 Mann.

Wie im gesamten Reich wurde dieses Freikorps auch zur militärischen Bekämpfung der "radikalen Linken" eingesetzt. Vom Petersberg aus ging das Freikorps gegen revolutionäre Arbeiter in Gotha und Sömmerda vor. Im Juni 1919 wurde das "Freikorps Thüringen" zur der Formierung der Rw.Brig. 11 (Kassel) herangezogen (siehe unten). Sowohl das Freikorps "Thüringen" als auch später die Rw.Brig. 11 nutzten den Tr.Üb.Pl. Ohrdruf zur Ausbildung.

Führer der 3. Kp. des Freikorps "Thüringen" war ab 11.03.1919 Oltn. Günther Blu-mentritt (ab 01.04.44 Gen.d.Inf.).

April 1919
Nach dem ersten Einsatz der Marinebrigade Erhardt am 17. April 1919 in Braunschweig, wo sie zusammen mit Einheiten des Freiwilligen Landesjägerkorps (Maercker) den Versuch der Errichtung einer Räterepublik vereitelte, wurde diese Brigade auf den Tr.Üb.Pl. Ohrdruf in Thüringen verlegt, wo sie für den Kampf gegen die Münchner Räterepublik bereitgehalten wurde.

April / Mai 1919
Das Freikorps von Epp verläßt den Tr.Üb.Pl. Ohrdruf in Richtung München, um die Münchner Räterepublik niederzuschlagen.

Juni 1919
Im Rahmen des "Vorläufigen Reichsheeres" sollten auf der Basis der Freikorps und anderer Freiwilligenverbände 23 große und 17 kleine Reichswehrbrigaden formiert werden.

So wurde z. B. im Raum des aufgelösten XI. AK (Kassel), zu dem die Provinzen Hessen-Nassau, Thüringen und Waldeck gehörten) im Juni 1919 die Rw.Brig. 11 (Kassel) aus den im Korpsbereich vorhandenen Truppen und der 21. Inf.Div. (Gen.Kdo. XVIII. AK) formiert: Erster Kdr. dieser Brigade war der Gen.d.Inf. Paulus von Stolzmann. (Gliederung und Unterbringung siehe Anlage Nr. 08). Zu der Rw.Brig. 11 gehörte überplanmäßig noch das Hessen-Thüringen-Waldeck'sche Freikorps" mit zwei Bataillonen, zwei Kompanien, zwei MG-Kompanie sowie mit dem Frw.Hus.Rgt. 14 (Kassel) und einer Art.Abt. des FA.Rgt. 55 (Naumburg). Im Okt. 1919 sollte die kleine Rw.Brig. 11 (Kassel) mit der Rw.Brig. 18 (Bad Nauheim) ver-schmolzen werden. Diese Verschmelzung fand jedoch erst im Mai 1920 nicht statt.

Im Raum des ehemaligen IV. AK (Magdeburg), zu dem die Provinzen Sachsen, An-halt und Ost-Thüringen gehörten, wurde ebenfalls im Juni 1919 aus dem Landesjä-gerkorps (Maercker) die Rw.Brig. 16 (Weimar) formiert. Das Landesjägerkorps be-hielt seine besondere Formation bei, d. h., den einzelnen Bataillonen war je eine Schwadron und Batterie zugeteilt (Gliederung und Unterbringung siehe Anlage Nr. 09). Am 01. Okt. 1919 wurde die Rw.Brig. 16 unter Eingliederung der Reste der Rw.Brig. 38 in das Übergangsheer übernommen.

August 1919
Dem zur Rw.Brig. 16 (Weimar) umgegliederten Landesjägerkorps (Freikorps Maerc-ker), wurden Teile des Grenzschutzes Ost (Gruppen Grodno und Olita) auf den Platz (damit ist der Tr.Üb.Pl. Ohrdruf gemeint – Anm. d. Verf.) zugeführt.

Nach Auflösung der auf den Tr.Üb.Pl. stationierten Einheiten, die dem Aufstellungsstabes des Landesjägerkorps unterstellt waren "… folgten im August erneut rund 6600 Soldaten mit 2300 Pferden. Sie gehörten zur vorläufigen Reichswehrbrigade 38, die dem Grenzschutz Ost entstammte. Diese aus dem Baltikum zugeführten Teile waren unter gleichzeitiger Reduzierung in das Landesjägerkorps aufzunehmen und der neu entstandene Verband als Reichswehrbrigade 16 weiterzuführen. … Schließlich verblieb von der ursprünglichen Brigade 38 ein Regiment, das zunächst nach Jüterbog, später nach Leipzig verlegt wurde."

20. März 1920
Am Abend des 20. März wurde das "Studentenkorps Marburg" (Stukoma), ein Studentenbataillon per Bahn nach Thüringen in Marsch gesetzt, wo Einheiten der Reichswehr durch die Arbeiterwehr stark in Bedrängnis geraten waren und sich zurückziehen mußten. Deshalb wurden u. a. die Marburger Studenten zur Hilfe geschickt.

Das "Stukoma" unter war der Führung des Fregattenkapitän a.D. von Bogislav von Selchow (seinerzeit Student) und seines Adjutanten Otmar Freiherr von Verschuer als Zeitfreiwilligen-Verband der Reichswehr von der Kasseler Brigade der Reichs-wehr ausgerüstet worden und war auch dieser eingegliedert. Das "Stukoma" bestand aus ca. 1800 Studenten in mehreren Kompanien. Jede dieser Kompanien wurde von Studenten bestimmter Verbände gebildet.

Angehörige des das "Studentenkorps Marburg" trieben am 25. März 1920 15 Arbeiter in das Dorf Mechterstädt bei Gotha und töteten sie durch Nahschüsse in den Kopf, nachdem sie von Angehörigen des Studentenkorps Marburg, darunter Mitglieder des Corps Hasso-Nassovia Marburg, unter dem Vorwurf verhaftet worden waren, sie seien „rote“ Aufständische gegen die nach dem Kapp-Putsch sukzessiv wiederhergestellte staatliche Ordnung.

Ausgewählte Anlagen

Anlage Nr. 04: "Das Freiwillige Landesjägerkorps (Maercker)"

Gliederung des Freiwilligen Landesjägerkorps (Maercker) Ende 1918/Anfang 1919:

- 1. Landesjäger-Brigade – Reitzenstein mit I. – III. Abteilungen.
Aus dieser Brigade wurde später das Rw.Inf.Rgt. 31 (1. Landesjäger-Rgt.) gebil-det.
- 2. Landesjäger-Brigade – Frankenberg mit V. – VI. Abt.
Die V. Abt. wurde zunächst aus dem Frw.Rgt. Meyn aufgestellt. Die V. Abt. wur-de am 03. Mai 1919 zum Jäger-Btl.,
deshalb erfolgte am 05. Mai 1919 eine Neu-aufstellung der V. Abt. in Torgau aus dem dort stationierten Inf.Rgt.
72. Die VI. Abt. wurde am 17. Febr. 1919 im Sennelager aufgestellt. Aus der Brigade wurde später das Rw.Inf.Rgt.
32 (2. Landesjäger-Rgt.) gebildet.
- Jäger-Abt. des Landesjägerkorps
Die Jäger-Abt. wurde am 03. Mai 1919 aus der V. Abt. (Meyn) formiert. Sie bilde-te später das Rw.Jg.Btl. 16.

Anhang Nr. 06: "Das Hessen-Thüringen-Waldeck'sche Freikorps"

Das Hessisch-Thüringisch-Waldeck'sche Freikorps unter Oberst von Kornatzki wurde mit einer Stärke von ca. 3.475 Mann im Bereich des aufgelösten XI. AK (Kas-sel) auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf aus der 38. Inf.Div. (Rgt. 71, 94, 95, 96) und aus heimkehrenden Kriegsgefangenen aufgestellt.

Gliederung des Hessisch-Thüringisch-Waldeck'sche Freikorps Ende Febr. 1919:

- Freiwilligen-Regiment mit
> Stab (aus Inf.Rgt. 94 Weimar)
> 3 Bataillonen (I. – III.)
> 1 Minenwerfer-Kompanie
> 1 Infanteriegeschützbatterie

- Freiwilligen-Husaren-Regiment 14 (Kassel) mit
> 2 Eskadronen
> 1 MG-Eskadron

- Freiwilligen-Feldartillerie-Regiment 55 mit
> 3 Batterien (1. – 3.)

Am 23. Febr. 1919, als die Aufstellung des Freikorps fast beendet war und der Ab-transport in die Ostmark bevorstand, erließ der Kdr. der 38. Division, Gltn. von Sau-berzweig, einen "Aufruf zur Aufstellung eines Ausbildungsbataillons für unausgebildete Leute auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf zum Grenzschutz Ost".

Bemerkung:
In der Weimarer Nationalversammlung wurden die damals östlichsten Regionen des Deutschen Rei-ches, insbesondere Posen, Ostpreußen und Danzig, als Ostmark bezeichnet.

Bekannte Angehörige des Hessisch-Thüringischen-Waldeck'schen Freikorps waren u. a.:

- Major Friedrich Hoßbach (ab 01.11.1943 Gen.d.Inf.). Er diente vom 10. April bis 06. Okt. 1919 als Chef der 9. Kp. in
diesem Freikorps. Major Hoßbach war u.a. Chef der Personalgruppe im Truppenamt, Heeresadjutant bei Adolf Hitler,
Kdr. der 31. Inf.Div., Kom.Gen. des LVI. Pz.K. und Führer der 4. Armee.
- Oltn. Günther Blumentritt (ab 01.04.44 Gen.d.Inf.). Er war u.a. Chef des GenSt des OB West, Führer der 25. Armee
und stellvertretender Führer der 1. Fall-schirmarmee und Führer der Armeegruppe Blumentritt.
- Oltn. Heinrich Kreipe (ab 01.09.43 GM, ab 01.03.44 Kdr. der 22. Inf.Div. auf Kreta)
- SS-Oberführer Alexander von Dornberg (Chef des Protokolls im Auswärtigen Amt des Dritten Reiches).

Anlage Nr. 07: "Das Freikorps Epp, später Bayerisches Schützenkorps"

Das am 11. Febr.1919 (siehe 08.02.1919) in Ohrdruf aufgestellte Freikorps Epp wurde am 18. April 1919 in Bayerisches Schützenkorps umbenannt und am 23. April nach Augsburg verlegt. Es wurde schnell verstärkt. Bereits am 14. April zählt das Bayerische Schützenkorps 326 Offiziere, 197 Unteroffiziere und 360 Mannschaften. Es war im April 1919 wie folgt gegliedert:

- Bayer. Schtz.Rgt. Nr. 1 mit I. – III. Btl.
Beim I. Btl. war eine Offiziers-Kompanie vorhanden. Aus dem Rgt. wurde das Bayer. Rw.Inf.Rgt. 41 gebildet.
- Bayer. Schtz.Rgt. Nr. 2 mit I. u. III. Btl.
Das II. Btl. war bisher als Freikorps Ruith beim Freikorps Görlitz. Aus dem Rgt. wurde Bayer. Rw.Inf.Rgt. 42 gebildet.
- Jäger-Bataillon Bayerisches Schützenkorps
Das Btl. wurde in Weilhelm aufgestellt und bildete später das Bayer. Rw.Jg.Btl. 21.
- Reiter-Regiment Bayerisches Schützenkorps
Dieses Rgt. bestand aus folgenden Eskadronen:
> Perfall (1. schw. Reiter),
> Sich-Esk. Winkels-Herding (Chev. 3./7),
> Spiess (Chev. 1),
> MG-Esk.
> Speidel (1. Schw. Reiter).
Dieses Regiment bildet später das Bayer. Rw.Kav.Rgt. 21
- leichtes Artillerie-Regiment Bayerisches Schützenkorps
Dieses Rgt. bildete später das 1. Bayer. leichte Art.Rgt.
- schweres Artillerie-Regiment Bayerisches Schützenkorps
Dieses Rgt. bildete später die 1. Bayer. schwere Art.Abt.
- Freiwilligen-Flieger-Abteilung Deßloch
- Panzerwagen-Abteilung

Nach seinem Einsatz Ende April / Anfang Mai 1919 zum Sturz der Münchner Räterepublik war das Freikorps auch an der Niederschlagung von Arbeiteraufständen im Ruhrgebiet und in Hamburg beteiligt. Das Freikorps von Epp ist für die Ermordung des Anarchisten Gustav Landauer (1870-1919) ebenso verantwortlich wie für das Massaker an den Mitgliedern eines Münchener katholischen Arbeitervereins. Das Bayerische Schützenkorps bildete am 01. Juni 1919 die Große Rw.Brig. 21 München. Mit Befehl vom 17. Aug. 1919 wurden die bayerischen Rw.Brig. 21 (München) und 22 (Augsburg) zur Rw.Brig. 21 des Übergangsheeres verschmolzen.

Das Freikorps von Epp bzw. das Bayerisches Schützenkorps war eine der Kaderschmieden für das "Dritte Reich". In seinen Reihen dienten u. a.:

- der Stabschef der SA, Ernst Röhm. Der ehemalige Kompanieführer des 10. Bayer. Inf.Rgt. "König Ludwig", Hptm.
Ernst Röhm, wird am 08. April 1919 mit der laufenden Nr. 144 Mitglied des Freikorps. In der Rangliste des Freikorps
wird er an 4. Position geführt,
- der Stellvertreter des Führers und SS-Ob.Gr.Fhr. Rudolf Hess und sein Bru-der,
- der "Generalgouverneur der besetzten, nicht in das Deutsche Reich eingeglie-derten, polnischen Gebiete", Hans
Frank, ehemaliger bayrischer Justizminister, wird im Mai 1919 Mitglied des Freikorps,
- der Reichsärzteführer Gerhard Wagner
- GFM Ferdinand Schörner (OB der HGr. Mitte),
- GO Eduard Dietl (OB der 20. Gebirgsarmee),
- GO Otto Deßloch (OB der Luftflotte 6)
- Gen.d.Flak Friedrich (Fritz) Heilingbrunner (Kom.Gen. des Luftgau-Kommando XII Wiesbaden);
- Gen.d.Fl. Maximilian Ritter von Pohl (Kom.Gen. der Luftwaffe beim Ob.Kdo. der königlich-italienischen Luftwaffe),
- Gen.d.Art. Rudolf Frhr. von Roman (Kom.Gen. des XX. AK)
- Gen.d.Geb.Tr. Karl von Le Suire (Kom.Gen. des XXXXIX. Gebirgs-Korps).
- Gen.d.Geb.Tr. Friedrich-Jobst Volckamer von Kirchsittenbach (OB der 16. Armee),
- SS-Ob.Gr.Fhr. und Gen. d. WSS Karl-Maria Demelhuber (Kom.Gen. des XII. SS-Panzer-Korps),
- SS-Ob.Gr.Fhr. und Gen.d.Pol. Dr. Benno Martin (Höherer SS- und Polizeifüh-rer -HSSPF Main / Nürnberg)
- SS-Ob.Gr.Fhr. Dr. Wilhelm Stuckart (Staatssekretär im Reichsinnenministeri-um)
- SS-Gr.Fhr. Hans Baur (Chefpilot Adolf Hitlers und Führer der Flugstaffel "Reichsregierung")

Anlage Nr. 08: "Die Reichswehr-Brigade 11 (Kassel)"

Gliederung der Reichswehr-Brigade 11 (Kassel) im Juni 1919:

- Thüringisches Rw.Inf.Rgt. 21 in Erfurt mit
> I. Btl. in Coburg, gebildet aus der Freiw.Heimatschutz-Abt. Coburg (Inf.Rgt. 95)
> II. Btl. in Erfurt, gebildet aus dem Freikorps Thüringen (Inf.Rgt. 71 Erfurt mit Inf.Rgt. 94 u. 96)
> III. Btl. in Rudolfstadt, gebildet aus der Frw.Abt. Rudolfstadt

- Hessisches Rw.Inf.Rgt. 22 in Frankfurt aus dem Freikorps Hessen-Nassau mit drei Btl in Limburg und Frankfurt (?).
> I. Btl. in Limburg, gebildet aus dem I./ Freikorps Hessen-Nassau (Inf.Rgt. 80 Wiesbaden/Braunfels)
> II. Btl. in Limburg, gebildet aus dem II./Freikorps Hessen-Nassau (Inf.Rgt. 81 Frankfurt/Wetzlar)
> III. Btl. in Frankfurt (?), aus dem III./Freikorps Hessen-Nassau (Inf.Rgt. 87 u. 88, beide Main/Hanau)

- Kurhessisches Rw.Schtz.Rgt. 90 (zunächst 80) in Kassel mit drei Btl. in Mar-burg und Kassel. Der selbständige
Kavalleriezug des Regimentes war in Erfurt stationiert.
> I. (Jg.) Btl. in Marburg, gebildet aus der Frw.Jg.Kp. Marburg
> II. Btl. in Kassel, gebildet aus dem Inf.Rgt. 83 und 167 Kassel
> III. Btl. in Göttingen (?), gebildet aus dem Freikorps Göttingen (Inf.Rgt. 82)

- Rw.Kav.Rgt. 11 in Hofgeismar (Drag.Rgt. 5 Hofgeismar)

- leichtes Rw.Art.Rgt. 11 in Fulda aus den FA.Rgt. 11 (Kassel, Fulda) und 47 (Fulda)

- schwere Rw.Art.Abt. 11 (?) Fulda (?) aus den Fußart.Rgt. 3 (Main/Gelnhausen, XVIII) und 18 (Niederzwehren bei
Kassel, XI).

Zu der Rw.Brig. 11 gehörte überplanmäßig das Hessen-Thüringen-Waldeck'sche Freikorps" mit zwei Bataillonen, zwei Kompanien, zwei MG-Kompanie sowie mit dem Frw.Hus.Rgt. 14 (Kassel) und einer Art.Abt. des FA.Rgt. 55 (Naumburg).

Im Okt. 1919 sollte die kleine Rw.Brig. 11 (Kassel) mit der Rw.Brig. 18 (Bad Nau-heim) verschmolzen werden. Diese Verschmelzung fand jedoch erst im Mai 1920 nicht statt.


Anlage Nr. 09: "Die Reichswehr-Brigade 16 (Weimar)"

Gliederung der Reichswehr-Brigade 16 (Weimar) im Juni 1919:

- Rw.Inf.Rgt. 31 (1. Landesjäger-Rgt.) Halle aus der 1. Landesjäger-Brigade mit
> I. Btl. in Merseburg, gebildet aus der I. Abt.; (Schwadron und Batterie in Halle)
> II. Btl. in Altenburg, gebildet aus der II. Abt.; (Schwadron und Batterie in Ohrdruf)
> III. Btl. in Halle, gebildet aus III. Abt.; (Schwadron und Batterie in Halle)

- Rw.Inf.Rgt. 32 (2. Landesjäger-Rgt.) Halle aus der 2. Landesjäger-Brigade mit drei Bataillonen, Schwadronen und
Batterien.

- Rw.Jg.Btl. 16 Naumburg aus alter V. Abt. (Meyn), Schwadron in Naumburg und Batterie in Torgau.

Zu dieser Brigade trat außerplanmäßig im Aug. 1919 das 3. Landesjäger-Rgt., ge-bildet aus dem Frw.Inf.Rgt. 15 (Oberost); I. Btl. 15, II. Btl. 16; von der 38. Reichswehr-Brig. (Brigade Grodno).

Am 01. Okt. 1919 wurde die Rw.Brig. 16 unter Eingliederung der Reste der Rw.Brig. 38 in das Übergangsheer übernommen.


Anhang Nr. 11: "Gliederung der Reichswehr-Brigade 11 – Kassel im Juli 1920"

Gliederung der Reichswehr-Brigade 11 im Juli 1920:

Brigadestab in Erfurt (WK V – Stuttgart)

> Rw.Inf.Rgt. 21 in Erfurt mit
I. Btl. in Coburg. Dieses Btl. wurde aus dem I. Btl. des Freikorps Hessen-Thüringen-Waldeck gebildet.
II. Btl. in Erfurt. Dieses Btl. wurde aus dem I. – III./Rw.Inf.Rgt. 21 gebildet.
III. Btl. in Rudolfstadt. Dieses Btl. wurde aus dem II./Freikorps Hessen-Thüringen-Waldeck gebildet.
IV. Btl. in Meiningen. Dieses Btl. wurde aus dem Rw.Schtz.Btl. 72 von der 10. (früher 36.) Brigade gebildet.

> Rw.Schtz.Rgt. 22 in Kassel mit
I. Btl. in Sondershausen, vorläufig Hanau Dieses Btl. wurde aus dem III./Rw. 22 (Inf.Rgt. 87 u. 88) gebildet.
II. Btl. in Eisenach. Dieses Btl. wurde aus dem I. u. II./Rw. 22 (Inf.Rgt. 80 u. 81).
III. Btl. in Kassel. Dieses Btl. wurde aus dem II./Rw. 90 (Inf.Rgt. 83 u. 167) gebildet.
IV. Btl. (Jäg. 22) in Marburg. Dieses Btl. wurde aus dem I./Rw. 90 (Jäg. 11) und 2 Kp. Freikorps Hessen-Thüringen-
Waldeck).

> Rw.Inf.Rgt. 111 (geplant I. Btl. in Friedberg, II. Btl. in Butzbach, III. Btl. in Gießen und IV. Btl. in Wetzlar). Dieses Rgt.
war zwar in Standortlisten vom 03.11.1919 und 24.01.1920 genannt. Seine Aufstellung wurde jedoch nicht durchgeführt,
da die Rw.Rgt.er 35 und 36 bestehen blieben.

> Rw.Inf.Rgt. 211 (aus Rw.Inf.Rgt. 36) Dieses Rgt. wurde ebenfalls nicht formiert.

> Rw.Kav.Rgt. 11 in Hofgeismar (vorläufig Kassel)
Dieses Kav.Rgt. wurde aus den Rw.Kav.Rgt. 11 und 18 sowie dem Frw.Hus.Rgt. 14 des Freikorps Hessen-Thüringen-
Waldeck formiert.
1. Eskadron in Kassel (Frw.Hus.Rgt. 14)
2. Eskadron in Hofgeismar (Frw.Drag.Rgt. 5)
3. Eskadron in Hofgeismar, vorläufig neutrale Zone (Drag.Rgt. 23 u. 24)
MG-Abt. in Hofgeismar (Frw.Ulan.Rgt. 6 (?), aus Kurland und Westpreußen zurück.

> Rw.Art.Rgt. 11 in Fulda
Dieses Art.Rgt. wurde aus den leichten Rw.Art.Rgt. 11 und 18 formiert.
I. Abt. in Fritzlar, Arolsen
II. Abt. in Fulda
III. Abt. (Stab in Gießen)

> Rw.Pi.Btl. 11 in Hann. Münden

Anlage Nr. 12: "Gliederung des Übergangsheeres am 01. Okt. 1920"

Am 01. Okt. 1920 war das Übergangsheer wie folgt gegliedert:

a) Gruppenkommandos (Gr.Kdo.):

- Gr.Kdo. 1 – Berlin unter Gen.d.Inf. Walter von Bergmann
- Gr.Kdo. 2 – Kassel unter Gen.d.Inf. Walter von Hülsen

b) Wehrkreiskommandos (WK):

- WK I (1. Division) in Königsberg unter Gen.d.Inf. Johannes von Dassel
- WK II (2. Division) in Stettin unter Gen.d.Inf. Erich Weber Pascha
- WK III (3. Division) in Berlin unter Gen.d.Art. Hermann Rumschöttel
- WK IV (4. Division) in Dresden unter Gen.d.Inf. Paulus von Stolzmann
- WK V (5. Division) in Stuttgart unter Gen.d.Inf. Walther Reinhardt
- WK VI (6. Division) in Münster unter Gen.d.Inf. Friedrich von Lossberg
- WK VII (7. Division) in München unter Gen.d.Inf. Arnold Ritter von Möhl

c) Kavallerie-Divisionen (Kav.Div.) Die Kav.Div. waren ab 01. April 1920 formiert worden.

- 1. Kav.Div. mit Stab in Frankfurt an der Oder unter Gen.d.Kav. Rudolf von Horn
- 2. Kav.Div. mit Stab in Breslau unter Gltn. Otto von Preinitzer
- 3. Kav.Div. mit Stab in Kassel unter Gltn. Johannes Koch


Anlage Nr. 13: "Gliederung der 3. Kavallerie-Division im Sommer 1920"

Die Formierung der 3. Kav.Div. begann im Juni 1920 durch Herauslösung der Kavallerie aus den Reichswehr-Brigaden und Bildung von Reiter-Regimentern mit Sitz des Stabes in Weimar Aus dieser Div. entstand im Okt. 1934 die "Leichte Division" (zeitweise auch als "Schnelle Division" bezeichnet.) Erster Kdr. der Div. war Gltn. Heinrich von Hofmann, Chef des Stabes - OSL i.G. Gerd von Rundstedt (später GFM und OB West).

Divisionsstab in Weimar

- (Hannoversche) Reiter-Rgt. 13 – Hannover
Das Rgt. wurde am 10. März 1920 in Hannover im WK VI (Münster) formiert. Das Rgt. bestand anfänglich aus fünf
Eskadronen, die von Regimentern der alten Kaiserlichen Armee stammten:

1. Eskadron in Hannover (Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 10, Tradition: Ulan.Rgt. 13)
2. Eskadron in Hannover (Herkunft: -, Tradition: Drag.Rgt. 9 u. Ulan.Rgt. 14)
3. Eskadron in Lüneburg (Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 10, Tradition: Drag.Rgt. 16)
4. Eskadron in Lüneburg (Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 10, Tradition: Hus.Rgt. 17)
5. (Erg.) Eskadron in Hannover, ab 1921 5. (Ausb.) Eskadron
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 4, Tradition: Ulan.Rgt. 16)

Umbenennung am 23.03.1921 in 13. (Preuß.) Reiter-Rgt.
Umbenennung ab Oktober 1934 in Reiter-Rgt. Hannover
Umbenennung im Okt. 1935 in Reiter-Rgt. 13
Umbenennung und Umgliederung am 06. Okt. 1936 in Kav.Rgt. 13

- Reiter-Rgt. 14 – Ludwiglust
Das Rgt. wurde im Frühjahr 1921 in Ludwigslust aufgestellt.

1. (Mecklb.) Eskadron in Ludwigslust
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 9, Tradition: Drag.Rgt. 17)
2. (Mecklb.) Eskadron in Parchim
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 9, Tradition: Drag.Rgt. 18)
3. (Preuß.) Eskadron in Schleswig
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 9, Tradition: Hus.Rgt. 16)
4. (Preuß.) Eskadron in Schleswig
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 9, Tradition: Drag.Rgt. 13)
5. (Erg.) (Preuß.) Eskadron in Ludwigslust, ab 1921 5. (Ausb.) Eskadron
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 9, Tradition: Hus.Rgt. 15)

Umbenennung am 23.03.1921 in 14. (Preuß.-Mecklb.) Reiter-Rgt.
Umbenennung am 01.10.1934 in Reiter-Rgt. Ludwigslust
Umbenennung im Okt. 1935 in Reiter-Rgt. 14
Umbenennung und Umgliederung am 06. Okt. 1936 in Kav.Rgt. 14

- (Preuß.) Reiter-Rgt. 15 – Paderborn
Das Rgt. wurde im Frühjahr 1921 in Paderborn aufgestellt.

1. Eskadron in Paderborn
(Herkunft: Rw.Esk. 331, Tradition: Hus.Rgt. 7)
2. Eskadron in Paderborn
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 7 u. Rw.Esk. 208, Tradition: Hus.Rgt. 8)
3. Eskadron in Münster
(Herkunft: Rw.Esk. 231, Tradition: Hus.Rgt. 11)
4. Eskadron in Münster
(Herkunft: Rw.Esk. 131, Tradition: Ulan.Rgt. 5)
5. (Erg.) Eskadron in Paderborn, ab 1921 5. (Ausb.) Eskadron
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 10, Tradition: Drag.Rgt. 19)
6. Eskadron in Münster
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 7, Tradition: Kür.Rgt. 4)

Umbenennung am 23.03.1921 in 15. (Preuß.) Reiter-Regiment
Umbenennung am 01.10.1934 in Reiter-Regiment Paderborn
Umbenennung im Okt. 1935 in Reiter-Regiment 14
Umbenennung und Umgliederung am 06. Okt. 1936 in Kavallerie-Regiment 15

- Reiter-Regiment 16 – Langensalza, ab 1925 Erfurt, zuletzt Langensalza
Das Rgt. wurde im Frühjahr 1921 in Langensalza, im damaligen WK V (Stutt-gart), formiert und ab 1925 Erfurt,
stationiert.

1. (Preuß.) Eskadron in Hofgeismar, ab 1925 Erfurt
(Herkunft: -, Tradition: Hus.Rgt. 9)
2. (Preuß.) Eskadron in Hofgeismar
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 11 u. Rw.Esk. 308, Tradition: Drag.Rgt. 5)
3. (Hess.) Eskadron vorl. in Hofgeismar, später in Langensalza,
ab 1925 Erfurt (Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 11, Tradition: Drag.Rgt. 23 u. 24)
4. (Preuß.) Eskadron in Langensalza
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 11, Tradition: Ulan.Rgt. 6)
5. (Erg.) Eskadron in Langensalza, später Hofgeismar,
ab 1921 5. (Ausb.) Eskadron
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 11, Tradition: Hus.Rgt. 14)
6. Eskadron in Kassel, später Langensalza
(Herkunft: -, Tradition: Hus.Rgt. 14, Jäg. z. Pf. 6, zunächst: 4./Rtr.Rgt. 6)

Umbenennung am 23.03.1921 in 16. Reiter-Rgt.
Umbenennung ab Oktober 1934 in Reiter-Rgt. Erfurt
Auflösung im Okt. 1935 und Bildung der Stämme für die Kradschtz.-Btl. 1 - 3.

Im Sept. 1935 verließ das 16. Rtr.Rgt. Erfurt und wurde bis zu seiner Auflösung in Langensalza stationiert.

Im 16. Rtr.Rgt. (Hofgeismar) diente 1926 General Johann Adolf von Kielmansegg (später Operativer Offizier im OKH, Kdr. eines Pz.Gren.Rgt., NATO-OB).

- (Bayerisches) Reiter-Regiment 17 – Bamberg (unterstand der bayer. 7. Div.)
Das Rgt. wurde am 11. Mai 1920 in Bamberg aufgestellt.

1. Eskadron in Bamberg
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 23, Tradition: Bayer. 1. Ulan.Rgt. u. Bayer 4. Chev.Rgt.)
2. Eskadron in Ansbach
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 24, Tradition: Bayer. 2. Ulan.Rgt. u. Bayer. 1. Chev.Rgt.)
3. Eskadron in Ansbach
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 24, Tradition: Bayer. 2. u. 8. Chev.Rgt.)
4. Eskadron in Straubing
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 21, Tradition: Bayer. 1. u. 2. schw. Rtr.Rgt.)
5. (Erg.) Eskadron in Bamberg, vorl. Bayreuth
ab 1921 5. (Ausb.) Eskadron?
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 23, Tradition: Bayer. 5. u. 6. Chev.Rgt.)
6. Eskadron in Straubing
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 21, Tradition: Bayer. 3. u. 7. Chev.Rgt.)

- Reiter-Regiment 18 – Stuttgart – Bad Cannstatt
Das Rgt. wurde im Frühjahr 1921 in Stuttgart – Bad Cannstatt aufgestellt.

1. (Württ.) Eskadron in Ludwigsburg
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 13, Tradition: Drag.Rgt. 25 u. Ulan.Rgt. 20)
2. (Württ.) Eskadron in Bad Cannstatt
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 13, Tradition: Ulan.Rgt. 19)
3. (Bad.) Eskadron in Ludwigsburg
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 113, Tradition: Drag.Rgt. 20 u. 21)
4. (Bad.) Eskadron in Ludwigsburg
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 113, Tradition: Drag.Rgt. 22)
5. (Erg.) (Württ.) Eskadron in Bad Cannstatt,
ab 1921 5. (Ausb.) Eskadron
(Herkunft: Rw.Kav.Rgt. 13, Tradition: Drag.Rgt. 26)

Kommandeure der 3. Kav.Div.:

- Gltn. Heinrich von Hofmann vom 01.06. bis 01.10.1920
- Gltn. Johannes Koch vom 01.10.1920 bis 16.06.1921
- Gltn. Eginhard Eschborn vom 16.06.1921 bis 30.09.1923
- Gen.d.Kav. Paul Hasse vom 01.10.1923 bis 28.02.1926
- Gltn. Hans von Viereck vom 01.03.1926 bis 01.03.1929
- Gltn. Curt Freiherr von Gienanth vom 01.03.1929 bis 01.03.1931
- GM Wilhelm Knochenhauer vom 01.11.1931 bis 01.12.1933

Bemerkungen:

- Durch Verfügung des RWM Nr. 2494/12.19 T2 war bereits ab 18. Dez. 1919 mit der Bildung der Reiter-Regimenter
begonnen worden. Beim sogenannten "Übergangsheer" bzw. bei der "vorläufigen Reichswehr" trugen die Reiter-
Regimenter die Bezeichnung "Reichswehr-Kavallerie-Regiment 1, 2 usw., die Bezeichnung "Reiter-Regiment 1, 2
usw." wurde mit Wirkung vom 01. Okt. 1920 eingeführt. Im Okt. 1934 erhielten die Regimenter aus Tarnungsgründen
wiederum eine neue Bezeichnung, die sich nach jeweiligen Standort des Regimentsstabes richtete, z.B.: "Reiter-
Regiment Erfurt".

- Die Kav.Div. verfügte über 6 Reiter-Regimenter zu je vier Schwadronen, dazu ein MG-Zug. Jedes Reiter-Regiment
verfügte über eine Ausbildungsschwadron. Zur Kav.Div. gehörte außerdem eine reitende Art.Abt.

- Die Gesamtstärke einer Kav.Div. betrug etwa 5.300 Mann.

Zu den bekanntesten Angehörige dieser Division gehörten:

- GFM Ewald von Kleist
- GFM Gerd von Rundstedt
- GFM Maximilian Reichsfreiherr von Weichs und zu Glon
- SS-Gr.Fhr. u. Gltn. der Waffen-SS Max Simon, Kom.Gen. SS-Korps
- SS-Brig.Fhr. u. GM der Waffen-SS Herbert Vahl, Kdr. SS-Div.
- SS-Brig.Fhr. u. GM der Waffen-SS Joachim Ziegler, Kdr. SS-Div.
- GM Horst Niemack, Kdr. Pz.Div.

Ergänzungen bzw. Richtigstellungen sind erwünscht.
[wer.der.]

Panzermann
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