Entwurf Zeitleiste Amt 10 Teil 1 1933 - 1935

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Entwurf Zeitleiste Amt 10 Teil 1 1933 - 1935

Beitragvon Panzermann » Montag 5. Dezember 2011, 17:59

Entwurf einer Zeitleiste zum Amt 10 Teil I 1933 – 1935

Am Sonnabend, den 03. Dez., habe ich im Forum unter dem Thema "Truppen-übungsplatz" die Frage von XS500 nach dem Vorhandensein einer Zeitleiste zum Amt 10 gelesen. Vor längerer Zeit hatte ich bereits den nachfolgenden Zeitleisten-entwurf als Vorarbeit für eine Dokumentation zum Tr.Üb.Pl. Ohrdruf erstellt. In dem Zeitleistenentwurf, dessen Fokus auf das Amt 10 gerichtet ist, habe ich einige militärhistorische Ereignisse und Abläufe erfaßt, die nur indirekt das Amt 10 betreffen, die aber meiner Meinung nach für den Gesamtüberblick zu den militärhistorischen Ereignissen wichtig sind. Der Entwurf umfaßt die militärhistorischen Ereignisse bis zum Herbst 1939. Ein zweiter Teil, der den Zeitraum bis 1945 umfaßt wäre sicherlich erforderlich. Ziel dieses Entwurfes ist das Aufzeigen der Langfristigkeit der Planungen der Reichswehr zur Wiederaufrüstung und der Wechsel von der anfänglich vorhandenen Defensivstrategie zur Offensivstrategie des Truppenamtes, sprich Generalstabes.

Auf Grund der Begrenzung der Zeichenanzahl in einem Forumbeitrag habe ich drei Teile aus dem Entwurf gemacht.

Für die Zusammenstellung der nachfolgenden militärischen Ereignisse und Abläufe habe ich folgende Quellen benutzt:

- Absolon, Rudolf: Die Wehrmacht im Dritten Reich. Band IV 5. Februar 1938 bis 31. August 1939.
© 1998 HARALD BOLDT VERLAG IM R: OLDENBOURG VERLAG. 2. Aufl. München.
- Dirks, C.; Janßen K.-H., Der Krieg der Generäle. Hitler als Werkzeug der Wehrmacht.
Econ Ullstein List Verlag GmbH & Co. KG, München © 2001
- Grether, M.; Kampe, H.-G., Deckname "Hansa". Die Bunker im geplanten Haupt-quartier des OKH in Gießen. Projekt +
Verlag Dr. Erwin Meißler. Berlin 1997
- Kampa, W., Zeitleiste Jonastal 1933 - 1945
- Kampe, H. G.; Die Heeres-Nachrichtentruppe der Wehrmacht 1935-1945. Edition DÖRFLER im NEBEL VERLAG GmbH,
Eggolsheim.
- Kampe, H.-G., Deckname "Zeppelin". Die Bunker im Hauptquartier des OKH in Zossen. Projekt + Verlag Dr. Erwin
Meißler, Hönow b. Berlin, 2003
- Seidler, F. W.; Zeigert, D., Die Führerhauptquartiere. F. A. Herbig Verlagsbuch-handlung. 4. Auflage Juli 2004
- Ständer, M.; Schmidt, P., 100 Jahre Truppenübungsplatz Ohrdruf 1906 – 2006. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006
- Strauß, Franz-Josef: Die Geschichte der 2. (Wiener) Panzer-Division. Edition DÖRFLER im NEBEL VERLAG GmbH,
Eggolsheim. S. 391
- Sünkel, W., Rack R. und Rhode, P.: Adlerhorst - Autopsie eines Führerhaupt-quartiers. Verlag W. Sünkel, Offenhausen
2002
- Tessin, Georg: Deutsche Verbände und Truppen 1918-1939, Altes Heer, Freiwil-ligenverbände, Reichswehr, Luftwaffe,
Landespolizei. BIBLIO VERLAG, OS-NABRÜCK 1974
- Zeigert, Dieter: Hitlers letztes Refugium?. Das Projekt eines Führerhauptquartiers in Thüringen 1944/45. Literareon im
Herbert Utz Verlag GmbH, München 2003
- Geheimnis Jonastal. Vereinszeitschrift der GTGJ Jonastal e. V. Nr. 6 – August 2006
- Geheimnis Jonastal. Vereinszeitschrift der GTGJ Jonastal e. V. Nr. 7 – April 2006
- Thema: "Amt 8 in Arnstadt" von kps, ssch, TÜP und isegrim auf der Internetseite viewtopic.php?f=5&t=1188
- Thema: "Brunnen für Amt 10" von TÜP auf der Internetseite http://www.gtgj.de./forum/viewtopic.php?f=38&t=1320

Ob dieser Entwurf als Basis für die Entwicklung einer Zeitleiste zum AMT 10 dienen kann, muß von den verantwortlichen Administratoren bzw. Moderatoren entschieden werden.

Vorgeschichte

Im Jan. 1921 legte der Chef der Heeresleitung, Gen.d.Inf. Hans von Seeckt, in ei-ner eigenhändigen Niederschrift seine "Grundlegenden Gedanken über den Wie-deraufbau unserer Wehrmacht" dar. Diese Ausführungen beeinflußten im beson-deren Maße auch die Entwicklung des Tr.Üb.Pl. Ohrdruf in den Jahren der Weimarer Republik und darüber hinaus. General v. Seeckt gilt in der Militärgeschichtsschreibung als der geistige Vater und Schöpfer des Reichsheeres. Er war am 02. April 1920, nach dem Rücktritt Gen. Reinhardts, zum Chef der Heeresleitung. ernannt worden. Im Okt. 1926 wurde er vom damals amtierenden Reichskanzler Wilhelm Marx entlassen. Anlaß war die von ihm genehmigte Teilnahme des Prinzen Wilhelm von Preußen, des ältesten Sohn des Hohenzollern-Kronprinzen, an Reichswehrübungen des vom 9. (Preuß.) Infanterie-Regiment. Dies war ein Verstoß gegen den Versailler Vertrag.

In Stichworten notierte General Hans von Seeckt in der oben genannten Niederschrift die Möglichkeiten des Wiederaufbaus der Wehrmacht nach Abschluß des Versailler Friedensvertrages:

"I. a) unter Milderung des Vers. Friedens: Freiheit in der Organisation. Flieger, schwere Artillerie, Tanks; b) unter Aufhebung des Vers. Friedens: Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, Verbindung von stehendem Berufsheer und Miliz als Übergang. II. Volksaufgebot, wenn der Vers. Frieden durch plötzlichen äußeren Anlaß als aufgehoben anzusehen ist oder von uns bewußt gebrochen. Daß wir einen Verzweiflungskampf allein auf uns nehmen, ist nicht als völlig aussichtslos abzulehnen."
Quelle: Dirks, Carl / Janßen Karl-Heinz: Der Krieg der Generäle. Hitler als Werkzeug der Wehrmacht. 2001 by Econ Ullstein List Verlag GmbH & Co. KG München. S. 17

Am 15. Jan. 1921 diskutiert General v. Seeckt seine richtungsweisenden Gedanken über den "Wiederaufbau der Wehrmacht" auf einer Dienstbesprechung mit einem ausgewählten Kreis von Offizieren des Truppenamtes, dem geistigen Zentrum der Wiederaufrüstung in Deutschland. Die Niederschrift General v. Seeckts und die ge-nannte Dienstbesprechung waren zugleich Ausgangspunkt und Basis für die Tätig-keit des Truppenamtes in den folgenden Jahren zum Wiederaufbau und zur Vergrößerung des Heeres sowie zur Vorbereitung der Mobilmachung.

Bemerkung:
Hinter dem Truppenamt im Reichswehrministerium verbarg sich der durch den Versailler Vertrag ver-botene "Große Generalstab des Kaiserlichen Heeres". Das Truppenamt setzte faktisch dessen Tätig-keit fort, obwohl nach dem §3 des Artikels 160 des Versailler Vertrages der deutsche Generalstab und alle ähnliche Formationen aufzulösen waren und unter keiner Gestalt neu gebildet werden durften. In der Folgezeit entwickelte sich das Truppenamt zum geistigen und organisatorischen Führungszentrum des militärischen Aufbaus des neuen deutschen Heeres in der Weimarer Republik, ohne dessen Tä-tigkeit der Beginn des Zweiter Weltkrieg am 01. Sept. 1939 nicht möglich gewesen wäre.

Auf der von General v. Seeckt einberufenen Dienstbesprechung waren auch die Offiziere anwesend, die in den folgenden Jahren seine Gedanken über den "Wiederaufbau der Wehrmacht" erweiterten und verwirklichten:

- der Chef des Truppenamtes Oberst Otto Hasse
- der Leiter der Heeresabteilung (T1) im Truppenamt OSL Joachim von Stülpnagel und
- der Leiter der Organisationsabteilung (T2) im Truppenamt Oberst Erich Freiherr von dem Bussche-Ippenburg.

So entwickelte z. B. im Febr. 1924, der inzwischen zum Oberst beförderte Joachim von Stülpnagel in einem Vortrag mit dem Thema "Gedanken über den Krieg der Zukunft" vor einem größeren Kreis von Offizieren eine neue Strategie "die auch dem Schwachen den Sieg ermöglichte". In seinem Vortrag sagte Oberst v. Stülpnagel wörtlich: "Der kommende Krieg muß m.E. von unserer Seite zunächst nur in der strategischen Defensive geführt werden, in einem Kampf um Zeitgewinn."
Quelle: Dirks, Carl / Janßen Karl-Heinz: Der Krieg der Generäle. Hitler als Werkzeug der Wehrmacht. 2001 by Econ Ullstein List Verlag GmbH & Co. KG München. S. 202

Die Leitgedanken dieser neuen Strategie wurden von General v. Seeckt genehmigt. Sie wurden in den folgenden Jahren in vielen Kriegsspielen und Übungen geprobt, geprüft und den Verhältnissen angepasst.

Die Grundlagen für den Wiederaufbau der Wehrmacht Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg zum Zweck einer erfolgreichen Landesverteidigung und damit verbunden, die militärische Entwicklung bestimmter Regionen, darunter auch Thüringens, sind also in der planerischen Tätigkeit des Truppenamtes in den zwanziger Jahren zu suchen. Diese Tätigkeit bildete unter anderem auch die Grundlage für die Entwicklung des Tr.Üb.Pl. Ohrdruf zur Ausweichunterkunft des OKH und zu einem der wichtigsten Zentren des Aufbaus der neuen Panzertruppe in Deutschland.

1933

15. Jan. 1933
"Im Reichskriegsministerium fällt die Entscheidung, im Falle eines Krieges die Reichswehr von Zossen aus zu führen und zu diesem Zweck das dortige Stammla-ger zur mobilmachungsmäßigen Unterbringung des Truppenamtes (des späteren Generalstabes des Heeres) auszubauen."
Quelle: Vereinszeitschrift der Geschichts- und Technologiegesellschaft Großraum Jonastal e. V. Nr. 6. S. 24

Aus dieser Entscheidung ist ersichtlich, daß sich das Reichskriegsministerium (RKM) offensichtlich schon vor dem Machtantritt der Nationalsozialisten mit Überlegungen zur Standortwahl von Hauptquartieren bzw. Ausweichsquartieren zur Führung der Reichswehr im Kriegsfall beschäftigt hat.

Bemerkung:
Das Reichswehrministerium (RWM) wurde erst im Mai 1935 nach der Verabschiedung des "Wehrge-setzes" in Reichskriegsministerium (RKM) umbenannt.

03. Febr. 1933
Während einer Beratung beim Truppenamt des RWM wird der Verteidigungsrefe-rent beim RPM, Oberpostrat Delvendahl, nach einem nochmaligen Hinweis auf die Notwendigkeit strengster Geheimhaltung vom Chef des Stabes der Insp.d.Nachr.Tr. (In 7), OSL Erich Fellgiebel, mitgeteilt, daß "…für den Fall, daß das Reichswehrministerium seinen Sitz von Berlin verlegt und das Fernamt Berlin ausfällt, ... als Zentrale für den Nachrichtenverkehr Wünsdorf bei Zossen in Aussicht genommen ist."
Quelle: Kampe, H.-G., Deckname "Zeppelin". Die Bunker im Hauptquartier des OKH in Zossen. Projekt + Verlag Dr. Erwin Meißler, Hönow b. Berlin, 2003 S. 6

29. Aug. 1933
Hans-Georg Kampe schreibt in seinem Buch "Die Nachrichtentruppen der Wehr-macht 1935 – 1945 auf der Seite 83 ff
"Die vorstehend nur kurz gestreiften Zusammenhänge ermöglichen heute – fast sechzig Jahre später – annähernd genau den operativ-taktischen Inhalt der Auf-marschplanungen des deutschen Heeres zwischen 1933 und 1939 bzw. ihre Reali-sierung während der deutschen Vorkriegsannexionen 1938 nachzuvollziehen. Am deutlichsten ist diese Entwicklung – die zugleich auch den allmählichen Wechsel von der defensiven zur offensiven Aufmarschplanung des Generalsstabes erkennen läßt – anhand der Fernmeldeplanungen für die Führungsnetze des Heeres (Störungsnetz »Otto«, »Ottokar« und »Hermann«) zu veranschaulichen. …
Das erste Führungsnetz des Heeres mit den Bezeichnungen »Sonderleitungsnetz 1 und 2« - war am 29. Aug. 1933 für den Fall gefordert worden, daß der Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund nicht ohne militärische Konsequenzen blieb. Es bestand aus Fernsprech- und wenigen Fernschreibleitungen, die in zwei Schaltstufen vorbereitet waren. Im Westen und Süden wollte die Heeresleitung die 5., 6. und 7. Division in der ersten Stufe in ihren Friedensstandorten und im Rahmen des geplanten hinhaltenden Widerstandes nach Auslösung der zweiten Schaltstufe in weiter rückwärts gelegenen Orten führen. Im Osten dagegen sollten die 2., 3. und 4. Division die Verteidigung im grenznahen Raum offenbar offensiv führen. …"

14. Okt. 1933
Der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels verkündete die Absicht Deutsch-lands zum Austritt aus dem Völkerbund, weil seine Forderung nach "Gleichberechtigung unter den Staaten" nicht erfüllt werde. Fünf Tage später teilte die Reichsregierung dem Völkerbund den deutschen Austritt formell mit.

1934

01. Juli 1934
Das Kf.-Lehrkdo. II (Ohrdruf), das zweite Zentrum für den Aufbau der neuen dt. Panzertruppe neben Zossen, wurde gleich mit zwei Abt. aus Personalabgaben des Kf.-Lehrkdo. I (Zossen) sowie aus Offz. und Uffz. mehrerer sich auflösender Rtr.Rgt. aufgestellt. Es bestand zuerst nur aus dem Stammpersonal, das auf die neue Aufgabe vorbereitet wurde. Die Rekruten trafen am 01.11.1934 ein.
Quelle: Cramer, P., u.a., Truppenübungsplatz Ohrdruf. Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft mbH, Zella-Mehlis/Meiningen 1995. S. 84

Bereits im April 1934 erfolgten Personalabgaben zur Aufstellung des Kf.-Lehrkdo. II, z.B. Oltn. Theodor Kretschmer von der Kf.Abt. 5 am 01. April 1934.

Mit dem auf den Tr.Üb.Pl. Ohrdruf im Sommer 1934 aufgestellten "Kf.-Lehrkdo. II" begann sich Ohrdruf nach Zossen-Wünsdorf zum zweiten Zentrum für die Formierung, Ausbildung und Zwischenstationierung von Truppenteilen und Einheiten der neuen deutschen Panzertruppe zu entwickeln.

Die Entwicklung des Truppenübungsplatzes Ohrdruf zum zweiten Zentrum des Aufbaus der neuen deutschen Panzerwaffe und die Bautätigkeit im Truppenlager bildeten für den Bau des Amtes 10 eine hervorragende Tarnung.

13. Juli 1934
Eine schriftliche Information der Heeresleitung an das Reichspostministerium (RPM) vom 13. Juli 1934 läßt den Schluß zu, daß von militärischer Seite sowohl die Auswahl Ohrdrufs als auch Zossens als mögliche Standorte des Hauptquartiers der Heeresleitung für den Mob.-Fall schon vor 1934 erfolgte. Diese Information hatte folgenden Inhalt:

"... Das Reichswehrministerium beabsichtigt in Anlehnung an den Truppen-übungsplatz Ohrdruf eine ähnliche Anlage zu schaffen, wie sie als Planung Zossen sich im Ausbau befindet..." Bis zur Fertigstellung der Nachrichtenanla-gen sollte die Heeresleitung im Bedarfsfall in Eisenach, Gotha oder Erfurt un-tergebracht werden."... Aus besonderen Gründen wird noch gebeten, Schrift-wechsel vorläufig nicht aus dem Hause zu geben."
Quelle: Vereinszeitschrift der Geschichts- und Technologiegesellschaft Großraum Jonastal e. V. Nr. 6 S. 24

Bemerkung:
1920 erfolgte die Zusammenfassung mehrerer Dienststellen im Bereich der Deutschen Reichspost (DRP) zum Telegraphentechnischen Reichsamt (TTRA) als nachgeordnete Behörde des Reichs-postministeriums (RPM). Im April 1928 erfolgte die Umbenennung des TTRA in Reichspostzentral-amt (RPZ). Sie bearbeitete alle außerhalb des eigentlichen Geschäftskreises des RPM liegenden zentralen Aufgaben der allgemeinen Verwaltung, der Abwehr, des Betriebes, des Baus und der Tech-nik, vor allem Arbeitspsychologie, Poststatistik, Bahnpost-, Ausbildungs- und Unterrichtsfragen sowie Kassen- und Rechnungswesen der DRP. Das RPZ war gegliedert in ein Präsidialamt und 10 Fachäm-ter, die vom Präsidenten bzw. von Abteilungspräsidenten geleitet wurden.

Die Auswahl Ohrdrufs als möglichen Standort für eines der Hauptquartiere der Hee-resleitung im Verteidigungsfall war keine willkürliche Entscheidung, sondern das Ergebnis langfristiger strategischer Überlegungen, die im Truppenamt offensichtlich schon Mitte der zwanziger Jahre vorgenommen wurden.

Für den Fall eines möglichen Krieges war die Führung der Truppen durch die Hee-resleitung (ab Mai 1935 OKH) von Hauptquartieren aus geplant, die erst im Mob.-Fall bezogen werden sollten. Die Standortauswahl für diese Hauptquartiere erfolgte unter Berücksichtigung der seit 1925 vom Truppenamt (ab Juni 1935 GenStdH) entwickelten Defensivstrategie. Diese Strategie bestimmte für den Fall eines Angriffs das "Innere Deutschlands" zum Schwerpunkt der Reichsverteidigung. Wobei das "Innere Deutschlands" an sogenannten "Rückhaltelinien" verteidigt werden sollte, die von der Reichswehr bereits 1930 im Zusammenhang mit der Erstellung von "Zerstörungskarten" geplant wurden. Als "Rückhaltelinien" wurden festgelegt:

- das Heilsberger Dreieck in der Provinz Ostpreußen, ein etwa dreieckiger Befes-tigungsgürtel aus Maschinengewehrbunkern, Panzersperren und Drahtverhauen um Königsberg herum, der ab 1932 errichtet wurde. Der Befestigungsgürtel stellte eine Erweiterung der Festung Königsberg dar, die als armierte Gerippestellung in ständiger Bauweise ausgebaut wurde.
Quelle: Mueller-Hillebrand, Burkhart: Das Heer 1933-1945, Entwicklung des organisatorischen Aufbaus, Bd. I: Das Heer bis zum Kriegsbeginn. Copyright 1954 by E. S. Mittler & Sohn G.m.b.H., Darmstadt. S. 17

- die Oder(-Neiße)-Linie. Teil dieser Rückhaltelinie war der sogenannte "Ostwall", der ab Mitte der dreißiger Jahre zum Schutz des 120 km entfernten Berlins er-richtet wurde.

- die Weser-Fulda-Linie. Diese Linie ist insgesamt 744 km lang, wenn man neben der Fulda noch die Werra hinzu zählt. An dieser Linie wurde auf die Errichtung von Befestigungsanlagen verzichtet. Die Reichswehrführung ging davon aus, daß die vorhandenen natürlichen Hindernisse, eine ausreichend lange Verteidigung durch gut ausgerüstete Truppen gewährleisten würden.

Der GenStdH hielt offensichtlich auch noch Ende 1935 an seiner Defensivstrategie fest, wie aus dem Bericht des Chefs des GenStdH, Gen.d.Art. Ludwig Beck (ab 01.11.38 GO z.V.).an dem ObdH, Gen.d.Art. Werner Frhr. von Fritsch (ab 20.04.36 GO), vom 30. Dez. 1935 zur Erhöhung der Offensivkraft des Heeres hervorgeht. In diesem Bericht heißt es wörtlich: "Der derzeitige Ausbauplan und die Gliederung des Heeres basieren auf Forderungen, in erster Linie die Verteidigungsfähigkeit für einen Mehrfrontenkrieg sicherzustellen. ..."
Quelle: Jentz, L. Thomas: Die deutsche Panzertruppe 1933 – 1942. Bd. 1. PODZUN-PALLAS-VERLAG GmbH, WÖLFERSHEIM-BERSTADT 1998. S. 23f

10. Aug.1934
Vorschläge des RPM für die Anlage in Ohrdruf und deren kostengünstigere Anbin-dung an das Fernkabelnetz der DRP.
Quelle: Vereinszeitschrift der Geschichts- und Technologiegesellschaft Großraum Jonastal e. V. Nr. 6. S. 24

06. Sept. 1934
Die Insp. d. Nachr.Tr. (In 7) des RWM unter ihrem Chef, OSL Erich Fellgiebel, be-stätigt die am 10. Aug. 1934 vom RPM eingereichten Vorschläge für die Anlage (Anm.d.Verf. – unterirdischer Nachrichtenbunker) in Ohrdruf und deren vorgeschlagene kostengünstigere Anbindung an das Fernkabelnetz der DRP. In diesem Schreiben heißt es wörtlich:

" ... Die Dringlichkeit des Vorhabens zwingt das RwMin dazu, die Planung Ohrdruf zunächst als Notlösung... zu planen, Oberhof aufzugeben und dafür die Belegung der Orte Arnstadt, Plaue, Gräfenroda, Ilmenau vorzusehen. Dabei käme vorläufig eine Ausnutzung des dort vorhandenen Fernleitungskabelnetzes als Zubringer nach Erfurt in Betracht... Bis zur Fertigstellung des Vorhabens ist die Belegung von Eisenach, Gotha, Erfurt vorgesehen. Zentrale des Op.-Netzes würde Ohrdruf (Lager), des H.T.K.-Netzes Plaue werden..."
Quelle: Vereinszeitschrift der Geschichts- und Technologiegesellschaft Großraum Jonastal e. V. Nr. 6. S. 24

Bemerkung:
Die Abkürzung "Op.-Netz" steht für Operatives Netz und "H.T.K.-Netz" für Heerestransportkommando-Netz.

Die Schreiben des RWM vom 13. Juli und vom 06. Sept. 1934 zeigen, daß der Tr.Üb.Pl. Ohrdruf in den Plänen der Heeresleitung für die Reichsverteidigung bereits 1934 eine Rolle spielte, als von "Aggressionsabsichten und Führerhauptquartieren noch keine Rede war".
Quelle: Zeigert, Dieter: Hitlers letztes Refugium?. Das Projekt eines Führerhauptquartiers in Thüringen 1944/45. Literareon im Herbert Utz Verlag GmbH, München 2003. S. 154

Dies wird auch durch den Zeitpunkt der Vorschläge für die Errichtung eines Führer-hauptquartiers (FHQu) und eines Hauptquartiers (HQu) für das OKH für den West-feldzug deutlich. Diese Vorschläge erfolgten erst zwischen dem 04. und 07. Sept. 1939 durch den Chef des GenStdH, General Franz Halder, also nach Beginn des Feldzuges gegen Polen. Diese Tatsache ist ein Beweis dafür, daß sich das Truppenamt, zumindest bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten am 30. Jan.1933, nicht mit offensiven Planungen beschäftigte, die in den entsprechenden Mobilmachungsdokumenten ihren Niederschlag fanden.

01. Okt. 1934-1
Bildung des Kpfw.Rgt. 2 Ohrdruf unter Beibehaltung des bisherigen Namens Kf.-Lehrkdo II (Ohrdruf) zum Zwecke der Tarnung.
Quelle: Tessin, Georg: Deutsche Verbände und Truppen 1918-1939, Altes Heer, Freiwilligenverbände, Reichswehr, Luftwaffe, Landespolizei. BIBLIO VERLAG, OSNABRÜCK 1974. S. 394

Auf der Grundlage der 3. Umbauverfügung der Heeresleitung vom 09.06.34 bilden die beiden Kf.-Lehrkdo. Zossen und Ohrdruf die Kpfw.Rgt. 1 und 2. Ihren Decknamen als Kraftfahr-Lehrkommandos behielten sie vorläufig bei. Ein dritter Truppenteile dieser Art, das Kpfw.Rgt. 3, wurde ab dem 15. März 1935 aus Personalabgaben des zur 3. Kav.Div. (mot.) gehörenden Rtr.Rgt. 12 unter dem Decknamen "Reiter-Regiment Dresden" gebildet. Die Kpfw.Rgt. verfügen über zwei Abt. mit jeweils vier Kp.

Die drei Kpfw.Rgt. wurden unter der Kampfwagen-Brigade Berlin (Tarnbezeichnung: Kraftfahr-Lehrstab) zusammengefaßt. Die Brigade war direkt dem Kdo. der Kraftfahr-Kampftruppen Berlin unterstellt.

01. Okt. 1934-2
Auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf wird eine leichte mot. Artillerie-Ausbildungsabteilung unter der Bezeichnung "leichte Artillerie-Abteilung Ohrdruf" aus Teilen der IV. Abt. des Art.Rgt. 3 (Potsdam) als Ausbildungsabteilung für motorisierten Artillerie-Regimenter der künftigen Panzer-Divisionen aufgestellt.
Quelle: Cramer, P., u.a., Truppenübungsplatz Ohrdruf. Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft mbH, Zella-Mehlis/Meiningen 1995. S. 123

Diese Abt. bildete im Herbst 1935 die Basis für die Aufstellung der ersten Abteilun-gen der Art.Rgt. (mot.) 73 (Weimar), 74 (Erfurt) und 75 (Neuruppin) der ersten drei Pz.Div.

"Am Tage der Aufstellung der leichten Artillerieabteilung Ohrdruf verfügte diese über insgesamt sechs alte, handelsübliche Kraftfahrzeuge, die für Fahrschulzwecke benutzt wurden. Aus Mangel an Fahrzeugen erfolgte die Ausbildung der Rekruten in der ersten Zeit zu Fuß."
Quelle: Fleischer, W. / Eiermann, R.: Die motorisierte Artillerie und Panzerartillerie des deutschen Heeres 1935 – 1945. PODZUN-PALLAS-VERLAG GmbH, WÖLFERSHEIM-BERSTADT 2000. S. 27

Auch die leichte Artillerie-Abteilung Ohrdruf war genauso wie das Kpfw.Rgt. 2 (vor-mals Kf.-Lehrkdo II) eine hervorragende Tarnung für den Bau des Amtes 10.

19. Okt. 1934
Das RWM übergibt der RPM die Forderung für das Heeressondernetz "Otto", welches vom 01. Nov. 1934 bis 01. Nov. 1935 gültig ist.

"Im Oktober 1934 erfuhr das Führungsnetz des Heeres – jetzt unter der Bezeichnung »Heeressondernetz Otto« - wesentliche Veränderungen. ausgelöst wurden sie durch die am 1. November 1934 in Kraft tretende »Aufmarsch- und Kampfanweisung« des Heeres. In dem völlig neu zu gestaltenden Fernmeldenetz sollten mehr als 100 Fernsprech- und 32 Fernschreibleitungen zur kurzfristigen Schaltung vorbereitet werden. Netzmittelpunkt war nun erstmals Zossen, von wo aus – vorerst mit den erwähnten Behelfslösungen – die Führung des Heeres fernmeldemäßig sicherzustellen war. Weitere Netzknoten waren Hagen im Ruhrgebiet, Bad Nauheim, Crailsheim, Müncheberg und Königsberg. In diesen Orten waren die Führungsstellen von fünf »Feld-Oberkommandos« – später Armeeoberkommandos – geplant, die ihrerseits mit den vorgesehenen Standorten der »Feldkommandos« – später Generalkommandos – verbunden werden sollten. Der im Westen liegende Schwerpunkt des Netzes deckte sich vollauf mit den Festlegungen der Aufmarschanweisung: »… den Westen in ganz anderer Weise berücksichtigen. Auch Vorbereitung für Stellung im Westen.«
Die geforderten Fernsprechverbindungen waren termingemäß am 1. November 1934 und die Masse der Fernschreibleitungen Anfang 1935 schaltbereit. In den Orten, wo die Endpunkte der Leitungen in militärischen Gebäuden lagen, waren die Nachrichtenzentralen betriebsbereit aufgebaut. In allen anderen Orten – hier waren vordergründig Schulen, Gasthäuser oder Hotels als Führungsstellen vorgesehen – lagerten die Fernmeldeeinrichtungen in den Postämtern, und die Organisation ihres kurzfristigen Aufbaus war Bestandteil der Mobilmachungsvorbereitungen bei der Deutschen Reichspost."
Quelle: Kampe, H.-G.,: Die Heeres-Nachrichtentruppe der Wehrmacht 1935-1945. Edition DÖRFLER im NEBEL VERLAG GmbH, Eggolsheim. S. 84

1935

Jan. 1935
Die leichte Art.Abt. Ohrdruf erhält vier leichte 10,5-cm-FH 16 und vier landwirt-schaftliche Schlepper (Vmax: 12 km/h). In den folgenden Wochen kamen Kübelwa-gen, Geschütze, Kräder und die ersten Zugkraftwagen hinzu. Bereits im April rückte die Abt. auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf aus. Die Batterien verfügten zu dieser Zeit über jeweils vier 10,5-cm-FH 16 (siehe 01.10.1934).
Quelle: Fleischer, W. / Eiermann, R.: Die motorisierte Artillerie und Panzerartillerie des deutschen Heeres 1935 – 1945. PODZUN-PALLAS-VERLAG GmbH, WÖLFERSHEIM-BERSTADT 2000. S. 27

11. Jan. 1935
Beim Kommandanten des Tr.Üb.Pl. Zossen, Oberst Butterkirch, findet eine Sonder-besprechung statt, die zur Realisierung der drängenden Forderungen des Truppen-amtes (später GenStdH) zur schnellstmögliche Gewährleistung ausreichender und sicherer Nachrichtenverbindungen für den Fall dient, daß das Stammlager Zossen als HQu der Heeresleitung (später OKH) von dieser bezogen werden sollte. Vor al-lem der Chef des Truppenamtes, Gen.d.Art., Ludwig Beck, war es, der immer wieder die Bedeutung funktionierender Nachrichtenverbindungen für den Ernstfall in den Mittelpunkt der operativ-strategischen Planungsüberlegungen des Generalstabes stellte und ihre schnellstmögliche Realisierung forderte.

Der Verbindungsoffizier (VO) des Heeres beim RPM, Oberst Dohne, hatte folgenden Personenkreis eingeladen:

- den Verteidigungsreferenten beim RPM Oberpostrat Delvendahl,
- den für die gleichen Aufgaben beim RPZ zuständigen Postrat Ehlers,
- den Chef des Stabes der Inspektion der Nachrichtentruppen im RWM, OSL Jup-pe, und der ihn begleitende Leiter der Gruppe "Organisation und Einsatz",
- Angehörige der zum Truppenamt gehörenden Heeresabteilung und
- Angehörige des Wehrkreiskommandos Berlin.

Quelle: Kampe, Hans Georg: Deckname "Zeppelin". Die Bunker im Hauptquartier des OKH in Zossen. Projekt + Verlag Dr. Erwin Meißler. 15366 Hönow b. Berlin, Wildwechsel 17, 2003. S. 4

Ende Febr. 1935
Das Kf.-Lehrkdo. II – Ohrdruf erhält seinen ersten Pz.Kpfw. I (Krupp). Im Juni 1935 hatte jeder Lehrtrupp neun Pz.Kpfw., im Juli waren es dann 16 Stück. "Die Wagen waren ohne Funkausstattung, die Führung erfolgte durch Flaggensignale. Ausbildungsvorschriften waren keine vorhanden, ..."
Quelle: Nehring, Walther K.: DIE GESCHICHTE DER DEUTSCHEN PANZERWAFFE 1916 – 1945. 1974 by Motorbuchverlag, 7 Stuttgart 1, Postfach 1370. S. 82

01. März 1935
Rückgabe des Saargebietes an das Deutsche Reich auf der Grundlage des Be-schlußes des Völkerbundes vom 17. Jan. 1935.

24. Mai 1935
Das RWM schickt eine erste schriftliche Anforderung zur Einrichtung von Amt 8 an das RPM:
"I. Als weitere Unterkunft für die HTK ist Arnstadt vorgesehen. Ausweiche = Gotha. Der Ausbau von Arnstadt soll soweit es möglich ist, jetzt ausgeführt werden, während die Arbeiten für Gotha nur in einer Planung mit Kostenberechnung bestehen werden.

II. Für Arnstadt sind zu unterscheiden:
a) sofortiger Ausbau
b) später Ergänzung dazu.

Zu IIa) In den vorgesehenen Betriebsräumen (Gewölbekeller des alten Schloßes, neben dem Postamt) sind zu errichten:
(…).

III. Ausweichunterkunft in Gotha
Betriebsräume im Keller des Ostturmes, Geschäftsräume in den Obergeschossen des Schloßes.
Es sind vorerst nur passende Betriebsräume zu erkunden.
Für die Planung und Kostenermittlung sind zu berücksichtigen:
(…)"
Quelle: viewtopic.php?f=5&t=1188 (abgerufen am 04. Dez. 2011 12:13)

29. Mai 1935
Die Teilnehmer an der am 11.01.35 im Stammlager Zossen zur Gewährleistung ausreichender und sichererer Nachrichtenverbindungen durchgeführten Beratung treffen sich zu einer neuen Besprechung am gleichen Ort, um nunmehr Detailfragen der geplanten Nachrichten-Endlösung zu besprechen. Die Bedeutung, die die Heeresleitung verbunkerten Nachrichtenzentralen beimaß, geht aus dem angefertigten Beratungsprotokoll hervor.

In diesem Dokument heißt es:
Die geplanten "…Gebäude müssen, dem hohen Zweck einer OHL-Zentrale, dem wichtigsten Zentralpunkt aller strategischen und operativen Nachrichtenver-bindungen entsprechend, nach menschlicher Berechnung unverletzlich und unzerstörbar unter der Erde eingebaut werden, auch wenn sie nur einige Wo-chen diesem Zweck dienen sollen."
Quelle: Kampe, Hans Georg: Deckname "Zeppelin". Die Bunker im Hauptquartier des OKH in Zossen. Projekt + Verlag Dr. Erwin Meißler. 15366 Hönow b. Berlin, Wildwechsel 17, 2003. S. 10

27. Juni 1935
Das RWM übergibt der RPM die Forderung für das neue Störungsnetz "Otto-kar", welches vom 01. Nov. 1935 bis 06. Okt. 1936 gültig ist.

"Die nächste Änderung des Führungsnetzes wurde durch die am 1. November 1935 in Kraft tretende Neufassung der »Aufmarsch- und Kampfanweisung« des Heeres ausgelöst. Das neue Netz erhielt die Bezeichnung Störungsnetz »Ottokar«. Es berücksichtigte die Absicht des Oberkommandos des Heeres, entsprechend der Lageentwicklung entweder von Zossen (Fall »Max«) oder von Ohrdruf (Fall »Moritz«) aus zu führen. Als Standorte für Armeeführungsstellen waren Ende bei Hagen, Bad Nauheim, Winnenden, Crailsheim, Coburg und Neumarkt im Westen bzw. Südosten und Müncheberg, Baruth und Königsberg im Osten fernmeldemäßig vorzubereiten.
Mehrere Schaltvarianten sollten die Schwerpunktbildung des Aufmarsches variabel halten. sollte sich ein Zweifrontenkrieg gegen Frankreich und Polen entwickeln, so war der Aufmarsch der Armeeoberkommandos in Ende bei Hagen, Bad Nauheim, Winnenden, Coburg, Müncheberg und Königsberg geplant. Das Armeeoberkom-mando in Winnenden hatte in Crailsheim eine Ausweichführungsstelle. Ergab die Lageentwicklung jedoch eine Schwerpunktbildung gegen Frankreich und die Tschechoslowakei, so sollten die Armeeoberkommandos ihre Führungsstellen in Baruth, Neumarkt, Winnenden oder Crailsheim, Bad Nauheim und Ende bei Hagen sowie in Königsberg entfalten."
Quelle: Kampe, H.-G.,: Die Heeres-Nachrichtentruppe der Wehrmacht 1935-1945. Edition DÖRFLER im NEBEL VERLAG GmbH, Eggolsheim. S. 84f

Gegenüber den bisherigen Forderungen zur Bereitstellung des Führungsnetzes für den ObdH, die ausschließlich Zossen als Netzmittelpunkt enthielten, tritt erstmals auch Ohrdruf als möglicher, d.h. von der militärischen Lage abhängiger Netzmittel-punkt in Erscheinung.

01. Juli 1935
Umbauplan für das Arnstädter Schloß: "Die Einrichtung der Unterkunft in Arnstadt im alten Schloß wurde an Ort und Stelle mit der RPD geprüft und in den Einzelheiten festgelegt. Ein Aufstellungsplan liegt bei (Anl. 1). Die Räume sind in ihrem jetzigen Zustand für die Aufnahme der technischen Einrichtung ungeeignet. Der Feuchtigkeitszustand der Keller ist zur Zeit erheblich. Nach Angabe des Postbaurates der RPD Erfurt wird es möglichsein, die Keller trocken zu bekommen. Der Grundwasserspiegel soll in der Gegend des Kellers sehr tief liegen. … Falls hierdurch eine ausreichende Trockenheit der Räume nicht erreicht wird, müßte noch eine Heizungs- und Belüftungsanlage vorgesehen werden."
Quelle: viewtopic.php?f=5&t=1188 (abgerufen am 04. Dez. 2011 12:13)

11. Juli 1935
Das RPM erhält von der Insp. d. Nachr.Tr. (In 7) des RKM erste Forderungen zum nachrichtentechnischen Ausbau für ein HQu des OKH im Truppenlager Ohrdruf.
Quelle: Vereinszeitschrift der Geschichts- und Technologiegesellschaft Großraum Jonastal e. V. Nr. 6. S. 24

16./17. Juli 1935
Eine gemeinsame Erkundungskommission von Reichspost und Heeresvertretern bereisen Arnstadt und Gotha, um sich vor Ort ein Bild von den Verhältnissen zu machen. Im Besprechungsprotokoll heißt es über die Begehung in Arnstadt am 16. Juli 1935:
"Punkt 1. Die bisher in Aussicht genommenen Kellerräume reichen nicht aus. Es sind noch weiter erforderlich ein Empfangsraum, 1 Chiffrierraum, 1 Raum für Geheimschreiber und 1 Reserveraum. Die RPD Erfurt wird entsprechende Verhandlungen mit dem Oberbürgermeister wieder aufnehmen.
Punkt 2. Alle Kellerräume müssen gas- und splittersicher ausgebaut sein. Einzelne Fenster sind als Notausgänge herzurichten. In sämtlichen Räumen ist Linoleumbelag vorzusehen.
(…)"

Am 17. Juli wurde der Gothaer Schloßkeller besichtigt:
"Fortsetzung der Besprechung in G am 17. Juli 1935.
Punkt 1. In G sind die Kellerräume unter dem Ostturm vorgesehen (280 qm). Soweit notwendig, können die Kellerräume im östlichen Seitenflügel noch mit belegt werden. Die Geschäftsräume sind von der RPD auszukunden.
Punkt 2. Als Heizung ist eine Warmwasseranlage vorzusehen.
Punkt 3. Die Dieselanlage wird im Keller des Westturmes untergebracht.
Punkt 4. Die Planung der Anlage wird vom RPZ und von der RPD Erfurt sofort in Angriff genommen. Ausführung voraussichtlich 1936."
Quelle: viewtopic.php?f=5&t=1188 (abgerufen am 04. Dez. 2011 12:13)

19. Aug. 1935
Die In 7 / OKH erweitert die am 11.06.35 dem RPM übergebenen Forderungen zum nachrichtentechnischen Ausbau des HQu des OKH in Ohrdruf wie folgt:

"... In Ohrdruf ist ein Neubau für die Unterbringung der nachrichtentechnischen Anlagen geplant, der die Einrichtung einschl. der zu einer solchen Betriebsstelle gehörenden Nebenräume in ein bis zwei Kellergeschossen aufnimmt. Zur Tarnung des Gebäudes wird über dem obersten Kellergeschoß lediglich ein leichter Bau errichtet werden. Die Kellerräume dieses Neubaues (nachstehend Bunker genannt) müssen gas- und splittersicher sein. Gegen seitlichen Druck werden die Kellerwände besonders stark ausgeführt. ... Rein wirtschaftliche Gesichtspunkte scheiden bei der Planung der Anlage Ohrdruf aus. Das Bestreben ist, sobald als möglich die Anlage Ohrdruf in Betrieb zu nehmen. Falls bei der Notwendigkeit, nach Mitteldeutschland zu ziehen, Ohrdruf noch nicht im Endausbau fertig sein sollte, werden die Stäbe in Erfurt oder behelfsmäßig in Ohrdruf untergebracht. Sie sind aber nachrichtentechnisch auf Erfurt zu stützen. Eine Zwischenlösung O gibt es nicht. Augenblicklich sind sämtliche Sondernetze, die von Zossen aus betrieben werden sollen, auf Berlin gestützt. Das ist die Notlösung Zossen."
Quelle: Kampe, Hans Georg: Deckname "Zeppelin". Die Bunker im Hauptquartier des OKH in Zossen. Projekt + Verlag Dr. Erwin Meißler. 15366 Hönow b. Berlin, Wildwechsel 17, 2003. S. 13

Wie sich herausgestellt hat, gab es doch eine Zwischenlösung, da sogenannte "Amt 10a", die bis 10. Mai 1937 bestanden hat. (siehe 04.12.1935).

01. Sept. 1935
"Der Mietvertrag (Anm.d.Verf. – für den Schloßkeller in Arnstadt) mit der Museums-stiftung trat nach einigen Querelen hinsichtlich des Zeitpunkts, an dem die Miete zu zahlen war, zum 1. September 1935 in Kraft undsollte 30 Jahre bis zum 31. August 1965 laufen und sich dann automatisch verlängern. Die Jahresmiete für 385 qm 1.200 RM. Da man schnell merkte, daß der Platz im Keller nicht ausreichte, mietete man noch vier weitere Räume im Erdgeschoß des Schloßes an. Die Miete betrug weitere 360 RM für eine Fläche von 138 qm."
Quelle: viewtopic.php?f=5&t=1188 (abgerufen am: 04. Dez. 2011 13:40)

18. Sept. 1935
Nach einigem Schriftwechsel erteilt schließlich das RPM folgenden Auftrag an die RPD Erfurt:
".. Auf Grund des von der RPD dem RKM unmittelbar übersandten Kostenanschlags soll mit den Arbeiten für die Einrichtung der Vermittlung in B. sogleich begonnen werden.
Der RPD werden für das Bauvorhaben insgesamt Mittel bis zum Betrage von 211 200 RM aus besonderen Mitteln des Rj 1935 bereitgestellt. Das Bauvorhaben erhält die Bezeichnung »Bauauftrag 1055/35«. (…)."
Quelle: viewtopic.php?f=5&t=1188 (abgerufen am: 04. Dez. 2011 13:40)

15.10.1935-1
Mit Wirkung vom 15. Okt. 1935 wird offiziell die Aufstellung der ersten drei Panzerdivisionen (Pz.Div.) des deutschen Heeres durchgeführt. Dieses Datum gilt als die offizielle Geburtsstunde der neuen deutschen Panzertruppe.

Auf der Basis des Kpfw.Rgt. 2, vormals Kf.-Lehrkdo. II – Ohrdruf, werden mit relativ geringer Anzahl an Technik nach nur 11 Monaten Ausbildung, das Pz.Rgt. 1 in Erfurt und das Pz.Rgt. 2 in Eisenach für die in Weimar stationierte 1. Pz.Div. aufge-stellt. In Verbindung mit Teilen des Kf.-Lehrkdo. I – Zossen wird außerdem das Pz.Rgt. 4 in Ohrdruf für die 2. Pz.Div. aufgestellt.

Aus der "leichte Artillerie-Abteilung Ohrdruf" entstehen die ersten Abteilungen des zur 1. Pz.Div. gehörenden Art.Rgt. (mot.) 73 (Weimar), des zur 2. Pz.Div. gehö-renden Art.Rgt. (mot.) 74 (vorl. Erfurt, später Meiningen) und des zur 3. Pz.Div. ge-hörenden Art.Rgt. (mot.) 75 (Neuruppin).

15. Okt. 1935-2
Auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf wird das zur 24. Inf.Div. gehörende Inf.Rgt. 103 gebildet. Der Regimentsstab und das I. Btl. wurden vorläufig im Truppenlager Ohrdruf stati-oniert, das II. Btl. ebenfalls vorläufig in Erfurt. Ein III. Btl. bestand noch nicht. Die 24. Inf.Div. (Chemnitz) war eine der Neuaufstellungen des Jahres 1935. Sie gehörte zum WK IV - Dresden.

15. Okt. 1935-3
Die Pz.Abw.Abt. 38 wurde aus der bisherigen Kampfwagen-Abwehr-Abteilung 17 (Kf.Abt. 4 - Würzburg) aufgestellt, vorläufig auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf stationiert und der 2. Pz.Div. (Würzburg) unterstellt.
Quelle: Tessin, Georg: Deutsche Verbände und Truppen 1918-1939, Altes Heer, Freiwilligenverbände, Reichswehr, Luftwaffe, Landespolizei. BIBLIO VERLAG, OSNABRÜCK 1974. S. 400

22. Nov. 1935
"Am 22. November 1935 begrüßte Oberst Guderian (Kdr. der 2. Pz.Div. – Anm.d.Verf.) das Panzer-Regiment 4 im Verband seiner Division (auf dem Tr.Üp.Pl. Ohrdruf – Anm.d.Verf.)
Nachdem bis Weihnachten 1935 das Regiment die langersehnte, hinreichende Zahl an Panzerkampfwagen sein eigen nennen konnte, setzte nun die Ausbildung an den Fahrzeugen ein, und zwar mit einer Frische, die oft der Schrecken der gleichzeitig auf dem Tr.-Üb.-Platz untergebrachten Infanterie und der Kummer des Übungsplatzkommandanten war. Es gab damals keine stille Ecke mehr in den Gefilden des Platzes, durch die sich nicht Gleiskettenspuren zogen. Erst einschneidende Verbote belehrten die Panzermänner, daß der Üb.-Platz nicht allein für sie angelegt worden war."
Quelle: Strauß, Franz-Josef: Die Geschichte der 2. (Wiener) Panzer-Division. Edition DÖRFLER im NEBEL VERLAG GmbH, Eggolsheim. S. 391

26. Nov. 1935
Zur Gewährleistung der Wasserversorgung des unterirdischen Nachrichtenbunkers, der auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf gebaut werden soll, hat die RPD Erfurt einen Auftrag unter der Nr. 10698 zur Bohrung eines Brunnens an die Fa. H. Anger's & Söhne erteilt. Der Bohrung wurde im Zeitraum vom 26.11.35 bis 14.03.36 durchgeführt. Die Bohrtiefe in Kalkstein mit Ton lag bei 132,7 m. Bei einem Pumpversuch über 27 Std. wurde eine Leistung von 0,5 cbm/h erreicht.

Im Anschluß an die erste Bohrung erteilte die RPD Erfurt an die gleiche Firma einen zweiten Auftrag mit der Nr. 11074 zur Durchführung einer Brunnenbohrung, ebenfalls auf dem Tr.Üb.Pl. Ohrdruf an einer ca. 2.500 m entfernten Stelle. Diese Bohrung wurde im Zeitraum vom 20.03. bis zum 18.07.36 durchgeführt. Diesmal wurde bis zu einer Tiefe von 218 m gebohrt. Der Pumpversuch über 44,5 Std. zeigte eine Leistung von 24 cbm/h.
Quelle: http://www.gtgj.de./forum/viewtopic.php?f=38&t=1320

Angesichts dieses Faktes stellt sich die Frage: "Warum wurde eine zweite Brunnen-bohrung niedergebracht? Reicht das Wasser aus der ersten Brunnenbohrung nicht für die geplante Anlage oder war noch eine zweite Anlage geplant?"

04. Dez. 1935
Im Truppenlager Ohrdruf beraten Offiziere der In 7 / OKH mit Beamten des RPM und des RPZ über die vom GenStdH nunmehr doch erhobene Forderung nach einer sogenannten "Zwischenlösung Ohrdruf" wegen veränderter Verhältnisse. Danach soll die Nutzung der geforderten Fernsprech- und Fernschreibverbindungen ab 01.04.36 von Ohrdruf aus möglich sein. Die Teilnehmer der Beratung sind sich darüber im Klaren, daß die Einrichtung einer Zwischenlösung Probleme für die geplante Endlösung hervorrufen kann, bis hin zu Terminverschiebungen.
Quelle: Vereinszeitschrift der Geschichts- und Technologiegesellschaft Großraum Jonastal e. V. Nr. 6. S. 24

Es ist mit großer Sicherheit anzunehmen, daß diese Beratung u. a. von dem Vertei-digungsreferenten des RPM, Oberpostrat Delvendahl, und vom Verbindungsoffizier des Heeres zur DRP, OSL Schindke, geleitet wurde. Letzterer hatte im Okt. 1935 den bisherigen VO Oberst Dohne abgelöst, der als Höherer Nachrichtenoffizier zum Gru.Kdo. 3 nach Dresden versetzt worden war.
[size=150]Quelle: Kampe, H.-G., Deckname "Zeppelin". Die Bunker im Hauptquartier des OKH in Zossen. Projekt + Verlag Dr. Erwin Meißler. Hönow b. Berlin, 2003. S. 16[/size]

12. Dez. 1935
Bei einer Beratung wird seitens der Offiziere der In 7 / OKH noch einmal "... strengste Geheimhaltung über den Zweck des Baues für die Endlösung Ohrdruf gefordert. Hierzu gehören in erster Linie: Herstellung eines genügend hohen Bauzaunes, Sicherung durch Post, Verwarnung des techn. Personals und Verpflichtung zur Geheimhaltung, getarnte Rechnungslegung und vollständige Fertigstellung des Baues, ehe mit dem Einbau der nachrichtentechn. Einrichtungen begonnen wird. Den Hoch- und Tiefbaufirmen und ihren Handwerkern kann über den Zweck des Baues gesagt werden, daß es sich um Herstellung eines Gebäudes für Luftschutzzwecke und um den Einbau einer kleinen Fernsprechvermittlung für Luftschutzangelegenheiten handelt. Die Sicherung der Geheimhaltung gegenüber den nachrichtentechn. Einbaufirmen und deren Personal, die sich – entsprechend dem Umfang der Einbauten – nicht durch getarnte Hinweise über den Zweck der Bauten erreichen läßt, muß durch die Geh. Staatspolizei überwacht und tunlichst durch besondere Verpflichtung zur Geheimhaltung erreicht werden."
Quelle: Vereinszeitschrift der Geschichts- und Technologiegesellschaft Großraum Jonastal e. V. Nr. 6. S. 24

Aus den bisherigen Aktivitäten zur Errichtung eines unterirdischen Nachrichtenbunkers auf dem Tr.Üb.Pl. lassen hinsichtlich der Fähigkeiten DRP folgende Schlussfolgerungen ziehen:

1. Die DRP ist in der Lage als "Generalauftragnehmer" die Bauplanung komplizierter unterirdischer Anlagen zu realisieren.
2. Die DRP verfügt über die erforderlichen Kräfte und Mittel, um den Schutz und Sicherung geheimer Anlagen zu gewährleisten. Wichtigstes Instrument für diese Aufgabe war der 1933 gegründete "Postschutz".

Bemerkung:
Am 07. März 1933 hatte der Reichspostminister Paul Freiherr von Eltz-Rübenach die Aufstellung eines bewaffneten Postschutzes angeordnet, um die Verkehrseinrichtungen der Post gegen Überfälle und kommunistische Ausschreitungen zu sichern, da weder Polizei noch Reichswehr dazu in der Lage wären. Ende Dez. 1933 umfasste der Postschutz ca. 26.000 Mann. 1937 kam es zu einer Absprache zwischen Reichspost und Wehrmacht, nach der die Stärke des "Verstärkten Postschutzes" für die einzelnen Wehrkreise festgelegt wurde. Im Kriegsfall sollten rund 29.000 Mann kriegswichtige Einrich-tungen der Reichspost schützen. Anfang 1939 umfaßte der Postschutz rund 40.000 Mann und im Februar 1939 übernahm der Postschutz auch den Postluftschutz. Jeder körperlich fähige Postbediens-tete konnte freiwillig dem Postschutz beitreten, für alle neu eingestellten Postangehörigen unter 35 Jahren war es Pflicht. Im März 1942 wurde der Postschutz organisatorisch der Allgemeinen SS unter-stellt und offiziell als "SS-Postschutz" bezeichnet. Ab dem 01. Mai 1942 wurde der SS-Postschutz der Waffen-SS unterstellt und SS-Gr.Fhr. Gottlob Berger militärischer Leiter des Postschutzes. Berger war Leiter des SS-Hauptamtes. Ihm oblag nun die Ausbildung und Bewaffnung der Angehörigen des Postschutzes. Dessen Offiziere und Unteroffiziere waren nun denen der Waffen-SS gleichgestellt und der Postschutz begann nun SS-ähnliche Rangabzeichen und Dienstgrade zu tragen.

Panzermann
[wer.der.]
Zuletzt geändert von Panzermann am Dienstag 6. Dezember 2011, 09:21, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Formanpassung
Nur wer die Geschichte kennt, der versteht auch die Gegenwart. Die Geschichte ist keine Schiefertafel auf der man beliebig etwas hinzuschreiben oder wegradieren kann.
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Re: Entwurf Zeitleiste Amt 10 Teil 1 1933 - 1935

Beitragvon bobo » Montag 5. Dezember 2011, 21:40

Wow, danke für die ausführliche Darlegung von Dir. Ich kann es immer nur wieder betonen, Fachforen brauchen mehr von Deinem Kaliber. Alle Achtung.
MfG BOBO
bobo
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Re: Entwurf Zeitleiste Amt 10 Teil 1 1933 - 1935

Beitragvon omegateam » Montag 5. Dezember 2011, 22:01

Da schließe ich mich an.
Tolle Leistung!!
Glück Auf
omegateam
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