Rahmenübung der Panzergrenadierbrigade 37

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Rahmenübung der Panzergrenadierbrigade 37

Beitragvon Wiesel » Samstag 29. August 2015, 14:40

Zur Zeit findet auf den StOÜbPl. Ohrdruf eine Führerweiterbildung der PzGrenBrig 37 mit Stabssitz in Frankenberg/Erz statt.

Dazu sind derzeit unter anderen das Panzerpionierbataillon 701 aus Gera, Teile des Panzergrenadierbataillon 391 aus Bad Salzungen und Teile der 4. Kompanie des Panzerbataillons 393 aus Bad Frankenhausen auf den Platz unterwegs. In der nächsten Woche kommen noch Teile des Aufklärungsbataillons 13 aus Gotha hinzu.

Nach noch nicht bestätigten Informationen werden in der kommenden Woche die beteiligtzen Truppenteile auch eine Schießübung mit der nach Ohrdruf verlegten Waffentechnik stattfinden.

Das würde heißen das auch der Kampfpanzer "Leopard" das erste mal nach dem Lärmemmisionsschießen im Jahr 1994 und dem Schauschießen zum Tag der offenen Tür 2006, den Schuss mit der 120mm Kanone durchführen wird.

Am Mittwoch und Donnerstag werden die Truppenteile per Rad und Kette die Verlegung in die Heimatstandorte antreten.

In Zukunft soll der StOÜbPl. vermehrt für solche Übungen genutzt werden.
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Re: Rahmenübung der Panzergrenadierbrigade 37

Beitragvon PEKE » Sonntag 30. August 2015, 08:42

Danke für Deine INfos. Frankenberg bei Chemnitz, ist das nicht die Kriesen Reaktionsbrigade. Früher war das eine Panzerkaserne der NVA.
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Re: Rahmenübung der Panzergrenadierbrigade 37

Beitragvon Wiesel » Sonntag 30. August 2015, 14:21

die Panzergrenadierbrigade 37 ist zur Zeit die Speerspitze der schnellen NATO-Eingreiftruppen sollte es zu einer Auseinandersetzung im Osten kommen.
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Re: Rahmenübung der Panzergrenadierbrigade 37

Beitragvon Mercedes-Diesel » Montag 31. August 2015, 13:01

Eines versteh ich dabei nicht....wenn !! man auf dem Platz ist und die Wege verlässt, wird man freundlich aber bestimmend (bei Sichtung) wieder auf letztere zurück zitiert...mit dem Wortlaut, noch nicht beräumt, sehr gefährlich ( Wandertag z.b.)

Man meint, sobald man mal ins Gebüsch verschwindet, dass einem gleich und sofort der Pop`s um die Ohren fliegen kann....und jetzt donnern da 60 to. schwere Panzer durchs Gelände ??

Das ist doch eine Phars..... :-D
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Re: Rahmenübung der Panzergrenadierbrigade 37

Beitragvon Wiesel » Montag 31. August 2015, 19:05

nicht beräumte Flächen auf dem StOÜbPl werden am Wegesrand durch rote Schilder mit der Aufschrift "Blindgänger Lebensgefahr" gekennzeichnet. alle anderen Flächen sind für übende Truppen frei begehbar. Für Wanderer und nicht autorisierte Personen gilt grundsätzlich das Verbot auf Verlassen der Wege
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Re: Rahmenübung der Panzergrenadierbrigade 37

Beitragvon Durchblick » Samstag 12. September 2015, 13:42

Auch wenn dies mein erster Post ist so bin doch seit längeren mit dem Platz verbunden und lese hier auch eifrig mit. Ich würde gerne einige Klarstellungen zu den letzten Posts anbringen:

1. Es fanden keine Schießen mit den Panzern statt. Dies geht aufgrund des Status also StOÜbPl nicht. Dazu bedarf es entweder einer Vorschriftenänderung oder einer Statusänderung.

2. Die Übung in ihren Ausmaßen war etwas besonderes und wird auch in Zukunft Seltenheit bleiben. Richtig ist, dass zukünftig regelmäßig das PzBtl 393 aus Bad Frankenhausen in Ohrdruf üben wird. Der Hintergrund ist die unzureichende Größe des StOÜbPl in Bad Frankenhausen. Es soll in Zukunft Gefechtsdienst unter Einsatz von Manövermunition stattfinden. Ein Schießen mit "scharfer" Muniton ist derzeit und absehbar nicht möglich.

3. Sowohl die Begriffe der "Rahmenübung" als auch der "Krisenreaktionsbrigade" sind veraltet und werden nicht mehr genutzt bzw. sind im gegenwärtigen Fall auch schlicht nicht zutreffend.

Die Übung war eine brigadetaktische Weiterbildung für junge Offziere. Dabei hatten sie taktische Aufgaben zu lösen und bildeten sich inbesondere über den eigenen Tellerand ihrer Truppengattung hinaus weiter. Die Führerweiterbildung innerhalb der "BTW" diente der Stellung von Gefechtsbildern um zu zeigen wie einzelne Truppengattungen innerhalb der Brigade zusammenwirken. Also bspw. Pioniere und Panzergrenadiere beim Gewässerübergang.

4.Die PzGrenBrig 37 ist nicht die "Speerspitze" sondern Teile der Brigade stellen unter Führung des PzGrenBtl 371 aus Marienberg die sogenannte IVJTF ("Speerspitze").

5. Das Betretungsverbot ist weiterhin richtig und muss durchgesetzt werden. Die Panzer haben klare Räume zugewiesen bekommen, in denen sie sich bewegen können und Räume, in denen das nicht geht. Dazu kam es während der Vorbereitung einzelner Geländeabschnitte für die Panzer auf dem Platz zu teilweise beträchtlichen Munitionsfunden aus den letzten 100 Jahren Nutzung. Natürlich ist nicht jeder Busch mit Sprengfalle behaftet aber der Platz hat eben einen Belastungsgrad der ausreicht, um ein Betretungsverbot vernünftig erscheinen zu lassen. Man stelle sich einmal vor, ein Wanderer kommt zu Schaden, nur weil er unbedingt die Abkürzung nehmen musste. An Schadensersatzklagen hat die Bundeswehr verständlicherweise kein Interesse und geht eben auf Nummer sicher.

Es gibt auf dem Platz drei Arten von beräumten Flächen.
A = beräumt "Nach gegenwärtigen Stand der Technik"
B = oberflächennah beräumt (kein offenes Feuer, kein Schanzen, keine Kfz über 7,5to)
C = nicht beräumt oder erkundet (Rote Schilder)

Es besteht somit auch auf A-Flächen ein Restrisiko.

In Verdun soll man auch keine Wege verlassen und jeder kapiert es.

Ich hoffe ich habe jetzt niemanden vor den Kopf gestoßen und konnte etwas Licht ins Dunkel bringen.
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Re: Rahmenübung der Panzergrenadierbrigade 37

Beitragvon PEKE » Samstag 12. September 2015, 21:39

Danke, für mich klar und verständlich. Eine Frage zu Frankenberg, wie passen sie ins Spiel. Dort wird auch an
Romantischen Dörfern geübt.
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Re: Rahmenübung der Panzergrenadierbrigade 37

Beitragvon Durchblick » Montag 14. September 2015, 17:29

In Frankenberg ist die PzGrenBrig 37 stationiert. Sie führt die Bataillone in Gotha, Bad Frankenhausen, Bad Salzungen, Marienberg und Gera.

Romantische Dörfer? Keine Ahnung, was damit gemeint ist.

Wahrscheinlich irgendein Übungsdorf auf einen Übungsplatz. Leider hat die Armee da wie immer ein Bürokratieproblem. In den 90ern begann man damit bosnische Dörfer zu planen. Als sie fertig waren, musste man damit für Afghanistan üben. Jetzt gibt es afghanische Dörfer und die Armee braucht Ost-Ukraine, Nordirak und Mali.

Das ist eine Neverending-Story.

Bei Fremdsprachen ist es genau das gleiche. Spezielle Truppenteile haben sich mühsam Serbo-kroatisch angeeignet und als sie konnten brauchten sie Dari. Jetzt können einige Dari und es wird arabisch und französisch gebraucht.
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Re: Rahmenübung der Panzergrenadierbrigade 37

Beitragvon PEKE » Montag 14. September 2015, 20:50

zum Üben der Sprache gibts es jede Menge Möglichkeiten......1 Mio. mal zB.
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