Hitlers Riesenbahn

Alles über die Technologie bis 1945

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Hitlers Riesenbahn

Beitragvon Gustl » Samstag 25. Februar 2006, 20:51

Die Breitspureisenbahn
Wer noch nichts über Hitlers geplante Breitspureisenbahn gehört hat, der sollte sich anhand der folgenden Bilder und Texte schlau machen! (-88-)

Sehr interessant und man muß eingestehen, von der Größe zugleich schockiert und beeindruckt zu sein, während man Gefallen daran fände, selber damit zu reisen.

Bild

Bild

http://www.breitspurbahn.de/

http://www.epilog.de/Lexikon/B/Breitspureisenbahn.htm
Gustl
 

Beitragvon svenk3 » Montag 26. Juni 2006, 15:33

Hallo habe auch schon in Büchern darüber gelesen, diese Breitspurbahn war zB von Paris über Berlin nach Moskau und nach Italien (Rom)gedacht.
Ein Vorteil war auch man hätte dann quer mit PKW`s in den Zug einfahren können...aber wie so vieles kam auch dieses Projekt wegen des Krieges
nicht über die Planung hinaus.

Gruß Sven
svenk3
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Beitragvon UH » Dienstag 27. Juni 2006, 09:18

Gigantoman wie Vieles im 3. Reich. Kann sich Jemand die erforderlichen Tunnelquerschnitte und Brückenbauten vorstellen. Abgesehen davon, dass es ein autarkes System gewesen wäre und das hätte wieder umladen bedeutet. Auch die Instandhaltung vom Fahrweg (Schienen, Schwellen o. ä.) wäre sicher sehr aufwendig gewesen, denn durch die hohen Achslasten wäre eine ständige Wartung und Kontrolle in viel kürzeren Abständen wie bei der normalen Bahn nötig gewesen. Eine Streckenführung im engen Elbtal von Pirna bis Decin wäre auf Grund der Abmessungen unmöglich gewesen.
UH
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Beitragvon Michael aus G » Dienstag 27. Juni 2006, 10:50

Eine Streckenführung über das Elbtal war nie vorgesehen.
Michael aus G
 

Beitragvon michael » Dienstag 27. Juni 2006, 10:55

Ich glaube, die Gigantomanie vergangener Zeiten hat sich in abgeschwächter Form im Bezug auf Eisenbahnplanungen bis heute erhalten (siehe Neubaustrecke Erfurt- Ebensfeld). Nur konnten Kritiker damals die Ausführungen verhindern. So jedenfalls bei Kreidler "Die Eisenbahn im Zweiten Weltkrieg". Wollte die Buchseite zum Thema eigentlich reinstellen, ist aber zu groß.

MfG
Zuletzt geändert von michael am Dienstag 27. Juni 2006, 12:35, insgesamt 1-mal geändert.
michael
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Beitragvon kps » Dienstag 27. Juni 2006, 11:01

Als max. Größe für Anhänge ist hier 250KB eingestellt. Sollten die Anhänge max. 599 Pixel in der Breite betragen, so werden diese z.B. direkt dargestellt - ansonsten nur als Anhang.

MfG
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Beitragvon landy » Freitag 2. November 2007, 07:56

Interessant, diese Sache, bis jetzt dachte ich es wäre nur literarische Phantasie. Robert Harris geht in seinem Roman "Vaterland" auf diese Bahn ein. Sollte wohl ca. 4m Spurbreite haben. Im Einband des Buches
(Stern-Bibliothek) gibt es eine fiktive Karte des "großdeutschen Reichs" von 1964(!) da ist der Streckenverlauf der Bahn eingezeichnet.

VG
Uwe
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Beitragvon kps » Freitag 2. November 2007, 08:14

Hallo Uwe, kannst du bitte mal die Strecke durch Thüringen einscannen. Gotha müßte da mit dabei sein.

MfG
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Beitragvon landy » Freitag 2. November 2007, 08:35

Du hast Post

Uwe
landy
 

Beitragvon kps » Freitag 2. November 2007, 08:46

Ist es diese Karte? Da ist Thüringen leider nicht wirklich gut zu erkennen.

Bild

Quelle: http://www.robinbarnes.net/

gefunden über http://www.breitspurbahn.de/

MfG
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Beitragvon landy » Freitag 2. November 2007, 18:48

Hallo Klaus - Peter,
nein ,besser ist meine Karte auch nicht, tut mir leid, ich habe mal rumtelefoniert, konkretes habe ich auch nicht erfahren. Ein Bekannter erzählte mir jedoch, das diese Trassen fernab von den normalen Strecken gebaut werden sollten. Incl. spezieller Bahnhöfe und techn. Haltepunkte. Wie so etwas jedoch technisch machbar gewsen wäre, steht auf einem ganz anderen Blatt. Die Erklärung zur Funktion dieser Bahn im "Vaterland" scheint mir jedoch durchaus schlüssig.

Uwe
landy
 

Beitragvon Michael aus G » Samstag 3. November 2007, 00:08

kps hat geschrieben:Hallo Uwe, kannst du bitte mal die Strecke durch Thüringen einscannen. Gotha müßte da mit dabei sein.

MfG
kps


Hatte das Buch mal als Fernleihe. Die Strecke sollte über Weimar nach Coburg führen. Ich bilde mir ein, damals die entsprechenden Passagen auf dem Fotokopierer gelegt zu haben. Aber frag mich mal... -()-
Also leider nix mit Gotha.
Michael aus G
 

Beitragvon kps » Samstag 3. November 2007, 09:44

Michael aus G hat geschrieben:Hatte das Buch mal als Fernleihe. Die Strecke sollte über Weimar nach Coburg führen. Ich bilde mir ein, damals die entsprechenden Passagen auf dem Fotokopierer gelegt zu haben. Aber frag mich mal... -()-
Also leider nix mit Gotha.


Guckst du ->

Nord-Südost-Trasse: Hamburg - Wittenberge - Berlin - Leipzig - Gotha - Bamberg - Nürnberg - München - Simbach a.Inn - Linz - Wien - Pressburg (heute Bratislava) - Budapest - Belgrad - Bukarest - Varna / Burgas - Istanbul


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Breitspurbahn

Also theoretisch in Gotha einsteigen und bis Istanbul durchfahren - ein neuer Breitband-Orient-Express... und dann ggf. noch neue Waggons aus der Waggonfabrik Gotha drangehängt [-nich-]

Das war jetzt nur Spass [:-]

MfG
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Breitspur

Beitragvon Ingwer » Samstag 3. November 2007, 09:46

Es war sicherlich nicht Hitler's Eisenbahn. Manche möchten dies halt gerne.

Es waren immer die Querdenker und Jene, welche Visionen hatten, welche den technischen Fortschritt voran brachten.

Warum verurteilt man nicht Jene, die Flugzeuge und Computer für die
Menschen nutzbar machten? Vielleicht auch Gigantomanie ?

Es wäre zu kurz gedacht, die Entwicklungen und Gedanken in jener Zeit
auf eine Person zu reduzieren.

Während in der heutigen Zeit in "D" nur wenige Personen Fortschritt verpönen, setzt man dies woanders um.

Da schafft man lieber künstlich Stau, um daraus den Nutzen zu ziehen.

Wie auch immer: Die Eisenbahn war eine Vision. die Umsetzung durch die Ereignisse nie machbar.
Ob solche Dimensionen gewollt waren, dann wieder eine andere Frage.
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Beitragvon kps » Samstag 3. November 2007, 09:57

Was wolltest du jetzt sagen?

Wer das ursprüngliche Thema im Forum so gewählt hatte, sieht man im ersten Beitrag. Sicherlich verfolgt jeder mit dem wie er es nennt und beschreibt einen Zweck. Welchen verfolgst du?

Hier geht es vordergründig um 3000mm Breitspurbahn (ca. doppelte Regelspurweite), die im Auftrag A. Hitler konzipiert und umgesetzt werden "sollte".

MfG
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Beitragvon Ingwer » Samstag 3. November 2007, 10:11

@kps,

Deine Frage: Was wolltest du jetzt sagen?

Genau dort wollte ich mich nicht nahtlos einfügen.

Mich erstaunt, dass Vieles nur auf eine Person zurückgeführt wird.

Genau so war es nicht!
Ingwer
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Beitragvon Michael aus G » Sonntag 4. November 2007, 01:33

kps hat geschrieben:
Michael aus G hat geschrieben:Hatte das Buch mal als Fernleihe. Die Strecke sollte über Weimar nach Coburg führen. Ich bilde mir ein, damals die entsprechenden Passagen auf dem Fotokopierer gelegt zu haben. Aber frag mich mal... -()-
Also leider nix mit Gotha.


Guckst du ->

Nord-Südost-Trasse: Hamburg - Wittenberge - Berlin - Leipzig - Gotha - Bamberg - Nürnberg - München - Simbach a.Inn - Linz - Wien - Pressburg (heute Bratislava) - Budapest - Belgrad - Bukarest - Varna / Burgas - Istanbul


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Breitspurbahn


Beschwören möchte ich meine Variante jetzt nicht, dafür liegts zu lange her das ich das Buch hatte(3Jahre), aber mit Wiki als Quelle habe ich wieder so Bauchweh... :D

Und die Breitspurbahn nach Istanbul macht ja keinen Sinn. Ihre Aufgabe wäre es gewesen, die Kornkammer und das Kohlebecken der Ukraine zu erschließen. Anbei mal eine Karte vom Stand 1943.

Der kürzeste Weg zwischen Berlin und Nürnberg/München führt nun mal nicht über den Thüringer Wald. Das ist aber eine Sache, die die Erfurter bis heute nicht kapiert haben... :D
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Michael aus G
 

Re: Breitspur

Beitragvon landy » Sonntag 4. November 2007, 09:42

[quote="Ingwer"]Es war sicherlich nicht Hitler's Eisenbahn. Manche möchten dies halt gerne.

Es waren immer die Querdenker und Jene, welche Visionen hatten, welche den technischen Fortschritt voran brachten.

Guten Morgen, erst mal,
ich kann das nicht so im Raum stehen lassen, natürlich war DIESES Projekt Hitlers Eisenbahn. Oder die Eisenbahn der Leute, für die Hitler diesen Krieg geführt hat. Wenn der Krieg im Osten einmal zu Gunsten Hitlers beendet worden wäre, wollte man die Früchte dieses Krieges ernten. Das wäre nur mit einem Transportmittel wie einer entsprechend dimensionierten Eisenbahn auf Dauer möglich gewesen. Es gab(und gibt es z.T. bis heute) in den betreffenden Gebieten keine alternativen Transportmöglichkeiten. Während des Krieges im Osten war die Logistik eine der Achilessehnen. Total verstopfte Gleise, endlose Transportzeiten etc. Die Schienenwege waren an ihrer obersten Kapazitätsgrenze. Eine Alternative gab es nicht. Diese Eiesenbahn war ein Teil der Nachkriegsplanung nach einem möglich geglaubten Sieg. Anders hätte diese Bahn keinen Sinn gemacht. Natürlich , wenn diese Bahn gebaut worden wäre, wäre sie eine ingenieurstechnische Meisterleistung. Als sich 1943/44 die Niederlage im Osten abzeichnete, war für eine eisenbahn dieser Dimension keine Notwendigkeit mehr gegeben. Also starb dieses Projekt. In diesem Zusammenhang frage ich mich auch, wieso ist eine Bahn dieser Dimension nach dem Krieg nirgendwo verwirklicht worden? Sie würde doch weltweit so manches Transportproblem lösen. So z.B. in den Gebieten der ehem. Sowjetunion mit ihren unendlichen Weiten, in den USA, in Kanada oder sonst wo auf der Welt . Diese Bahn hatte eine Aufgabe, die mit Sieg und Niederlage Hitlers stand und fiel.

Uwe
landy
 

Beitragvon Ingwer » Sonntag 4. November 2007, 10:06

Es gibt immer noch Leute, welche glauben, ein einziges kleines Land könnte die ganze Welt erobern.
Oder glauben, dass es Andere geglaubt haben.



Glauben macht selig!
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Beitragvon landy » Sonntag 4. November 2007, 10:17

Was willst du jetzt damit sagen? Das Thema behandelt die, wie auch immer geplante Breitspurbahn. Du wirfst hier Schlagworte hin, ohne einen Bezug. Werde doch mal konkret. "es gibt Leute, die glauben....." . Was ist dein Beitrag zum THEMA. Allgemeinposten kann man im web allerorten lesen. Gib doch mal was substantielles zum Besten. Positionier dich doch mal konkret. Das ist hier m.E. wohl kein Kreuzworträtsel im Stern.
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Beitragvon Ingwer » Sonntag 4. November 2007, 11:01

@landy,

Die Voraussetzungen hierfür sehe ich in keinem Fall für gegeben.
Den Krieg gegen 200 Staaten zu führen ist nicht machbar!
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Beitragvon landy » Sonntag 4. November 2007, 11:20

Habe ich das richtig verstanden, das die Voraussetzung, hier etwas substantielles einzubringen, in diesem thread nicht gegeben sind? Wieso äusserst du dich da überhaupt? Ist dir das thema zu banal? Oder der level zu niedrig? Oder sind die mitwirkenden nicht nach deiner fasson? Würde mich mal interessieren.

Uwe
landy
 

Beitragvon Ingwer » Sonntag 4. November 2007, 11:29

@ landy,

Lass es gut sein!
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Re: Breitspur

Beitragvon Michael aus G » Montag 5. November 2007, 20:01

landy hat geschrieben:
Ingwer hat geschrieben:Es war sicherlich nicht Hitler's Eisenbahn. Manche möchten dies halt gerne.


Es waren immer die Querdenker und Jene, welche Visionen hatten, welche den technischen Fortschritt voran brachten.

Guten Morgen, erst mal,
ich kann das nicht so im Raum stehen lassen, natürlich war DIESES Projekt Hitlers Eisenbahn.


Um mal wieder zum Thema zurückzufinden. Ihr habt beide recht und wieder auch nicht.

Den ursprünglichen Vorschlag zu einer breitspurigen Massengüterbahn kam von Dr. Fritz Todt 1941, zur Verbindung des Agrar- und Wirtschaftsraumes der Ukraine und des Donezbeckens mit dem Oberschlesischen Industriegebiet. Bezeichnung des Projektes war "Reichsspurbahn". Das interessante daran ist, das die Planung dieser Linie von dem Zustand des Hitler-Stalin Paktes, also ein Frieden mit der Sowjetunion ausging. :D

Hitler griff diese Vorstellung schnell auf und betrachtete dies, wie so vieles zuvor, als probates Mittel zur Demonstration der Macht der Großdeutschen Nation. Hitler war an einem wirtschaftlichen Betrieb einen solchen Riesenbahn, wie bei allen anderen "seiner" Großprojekte, nie wirklich interessiert. Betrachtete er sie doch immer nur als Mittel der Machtdemonstration und des Propagandistischen Wertes.

Zum Thema Linienführung in Thüringen hänge ich die Seite 299 aus dem Buch von Joachimsthaler mit an. Die entsprechenden Passagen sind rot angestrichen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Michael aus G
 

Beitragvon kps » Montag 5. November 2007, 21:27

Schöner Anhang - nur leider noch nicht lesbar mit dieser Bildgröße.

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