UT-Vermessung

Ausrüstung für Untertage, Kleidung, Geleucht und vieles mehr

Moderator: Mercedes-Diesel

UT-Vermessung

Beitragvon Klaus » Dienstag 1. Februar 2011, 09:14

Nunmehr über 35 Jahre bin ich mit der Vermessung von Hohlräumen beschäftigt.
Vom ersten Tag an erfolgt diese Vermessung mit dem Freiberger-Hängezeug. Inzwischen aber auch schon das dritte Gerät. Heutiger Kostenpunkt ca. 1400,00 EUR.
Dazu gehört der Kompass, der Neigungsmesser, die Zulegeplatte, die Schnurrolle und die Transportbehälter.
Hier im Anhang ein Freiberger Hängezeug aus der letzten Serie des VEB Präzisionsmechanik Freiberg Sa mit der Seriennummer 142436.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Glück auf, ist aber nicht meine Spielwiese!
Klaus
Benutzeravatar
Klaus
Jonastal-Kenner
 
Beiträge: 723
Registriert: Sonntag 17. Oktober 2010, 10:36

Beitragvon Mercedes-Diesel » Dienstag 1. Februar 2011, 10:34

Arbeit ich wiederum etwas anders ... mit High Tech. Gut, Neigungen werden da zwar nicht mit Funktionieren...dass ist klar, aber die Maße von unterirdischen Bauwerken gehen da sehr fix.

Ich nehme dafür den: BOSCH Laserentfernungsmesser GLM 250 VF Professional

Laser-Entfernungsmesser für den Außenbereich: Der GLM 250 VF Professional von Bosch.

* Integrierte Zieloptik für optimale Sichtbarkeit des Laserpunkts auch bei größeren Entfernungen
* Hohe Robustheit durch Staub- und Spritzwasserschutz nach IP 54 und stoßfestes Gehäuse
* Zahlreiche Mess- und Rechenfunktionen auf Knopfdruck einstellbar

Der Laser-Entfernungsmesser GLM 250 VF Professional von Bosch bietet den größten Messbereich aller vergleichbarer Geräte auf dem Markt. Er misst Entfernungen von 0,05 bis 250 Meter mit einer typischen Genauigkeit von einem Millimeter.

Die integrierte Zieloptik des GLM 250 VF Professional erleichtert das Arbeiten im Freien. Der Laserpunkt ist damit auch bei schwierigen Lichtverhältnissen und Entfernungen bis zu 250 Meter optimal sichtbar. Robustheit geben dem Gerät die gummierten Kanten und Ecken. Für jederzeit zuverlässiges Arbeiten ist der Laser-Entfernungsmesser und auch sein Batteriefach staub- und spritzwassergeschützt nach IP 54.

Der GLM 250 VF Professional bietet zahlreiche nützliche Mess- und Rechenfunktionen. Außer der üblichen Flächen- und Volumenberechnung sowie dem einfachen Pythagoras für indirekte Höhenmessungen gibt es weitere sieben Funktionen: kombinierter Pythagoras für Teilhöhenmessungen, doppelter Pythagoras für komfortable Stativmessungen und Höhenberechnungen an schwer zugänglichen Stellen, Trapezfunktion für das Messen von Dachschrägen, Timer-Funktion für präzises Messen mit Stativ oder von schwierigen Messpunkten aus und eine Absteckfunktion zum Markieren sich wiederholender Abstände. Die Minimum-Maximum-Funktion kann mit allen anderen Messungen kombiniert eingesetzt werden. Bis zu zehnmal schneller als mit Zollstock und Taschenrechner ermittelt die Wandflächenfunktion die Gesamtfläche mehrerer Wände mit gleicher Raumhöhe. Außerdem kann das Gerät neue Messwerte mit gespeicherten Messwerten addieren oder davon subtrahieren.

Alle Funktionen stellte der Anwender auf dem übersichtlichen, mit intuitiven Symbolen gekennzeichneten Tastenfeld ein. Messergebnisse und Geräteeinstellungen sind auf dem großen beleuchteten Vierzeilen-Display leicht abzulesen. Der GLM 250 VF Professional speichert automatisch die letzten 30 Messungen. Flexibilität beim Messen von schwer zugänglichen Stellen oder Außenkanten aus bietet der ausklappbare Multifunktions-Messpin.

Die Empfangsoptik mit einer besonders großen Glaslinse empfängt auch sehr schwache reflektierte Lichtsignale. Linse und Empfangsdiode sind erstmals auf einem Träger aus gesinterter Keramik montiert. Dies hält die Optik auch bei größeren Temperaturschwankungen und unterschiedlichen Feuchteeinflüssen konstant, so dass höchste Präzision über die gesamte Lebensdauer gewährleistet ist. Zudem ist die Glaslinse weitaus kratzfester als Kunststofflinsen.


Bei längeren Entfernungen ist ein Einbein Stativ unumgänglich...man glaubt gar nicht wie man doch so zittert :D
Weiterhin ist eine Funkrion bei direkter Sonneneinstrahlung gegeben...sehr selten , zumindest bei den Billig Geräten.

Der Preis liegt um die 200 € muss sagen, bin damit Top zufrieden...klein, handlich und zuverlässig.

Die Eingangskoordinaten nehme ich mit dem GPS -UT mit einem ordinären Marschkompass-, so kann an Hand der aufgenommenen Maße prima eine Zeichnung in 2 D Grafik, nebst Googel Earth Overlay hergestellt werden.

LG
Andreas
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Grüße Andreas

Bild

http://www.team-sigma.de

Für wahre Freunde geh ich durch die Hölle , den anderen zeig ich gern den Weg dorthin .....
Benutzeravatar
Mercedes-Diesel
Moderator
 
Beiträge: 3044
Registriert: Samstag 13. Dezember 2008, 17:43
Wohnort: Kassel

Beitragvon Klaus » Dienstag 1. Februar 2011, 10:47

@M.D.
Soweit verstanden.
Frage, wie bringst Du dann einen Polygonzug zusammen um den unterirdischen Hohlraum (Bergbau oder Höhle) räumlich mit seinem Kanntenlängen usw. aufzumessen?
Wie kannst Du die Oberflächenanbindung an ein Polygonnetz realisieren um die Projektion an der Oberfläche zu ermöglichen?
Glück auf, ist aber nicht meine Spielwiese!
Klaus
Benutzeravatar
Klaus
Jonastal-Kenner
 
Beiträge: 723
Registriert: Sonntag 17. Oktober 2010, 10:36

Beitragvon Klaus » Dienstag 1. Februar 2011, 11:00

@M.D.
Anbei mal eine solche Polygonzugaufmessung u.a. von mir und AA.
Diese Vermessung, ist sie mit Deinem Gerät möglich?
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Glück auf, ist aber nicht meine Spielwiese!
Klaus
Benutzeravatar
Klaus
Jonastal-Kenner
 
Beiträge: 723
Registriert: Sonntag 17. Oktober 2010, 10:36

Beitragvon Mercedes-Diesel » Dienstag 1. Februar 2011, 11:17

@Klaus
Bergbau oder Höhle habe ich noch nicht vermessen. Ich schrieb ja auch UT Anlagen..diese haben bekanntlich auch gerade Wände.
Anhand der oben genommen Koordinaten, UT Längenmäße, kann durchaus die genau Lage an der Oberfläche bestimmt werden.

Ein Fallbeispiel füge ich mal bei.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Grüße Andreas

Bild

http://www.team-sigma.de

Für wahre Freunde geh ich durch die Hölle , den anderen zeig ich gern den Weg dorthin .....
Benutzeravatar
Mercedes-Diesel
Moderator
 
Beiträge: 3044
Registriert: Samstag 13. Dezember 2008, 17:43
Wohnort: Kassel

Beitragvon Klaus » Dienstag 1. Februar 2011, 11:41

Das ist ok.
Wie ich entnehmen kann ist auf dieser Basis die Altbergbau, bzw. Hohlraumaufmessung wie von mir angefragt und am Beispiel eingestellt nicht möglich.
Trotzdem, das Gerät ist für gradlinige Aufnahmen möglich.
Glück auf, ist aber nicht meine Spielwiese!
Klaus
Benutzeravatar
Klaus
Jonastal-Kenner
 
Beiträge: 723
Registriert: Sonntag 17. Oktober 2010, 10:36

Beitragvon Mercedes-Diesel » Dienstag 1. Februar 2011, 11:54

Für Deine Bedürfnisse wärst du hiermit wahrscheinlich besser beraten:

http://www.bosch-pt.de/professional/new ... 5313.shtml

Technische Daten zum GLM 250 VF

Laserdiode 635 nm, < 1 mW
Messbereich 0,05 – 250 m
Laserklasse 2
Messgenauigkeit, typ. ± 1 mm
Messzeit, typ. < 0,5 s
Messzeit max. 4 s
Stromversorgung 4 x 1,5-V-LR03 (AAA)
Abschaltautomatik 4 min.
Gewicht, ca. 0,24 kg
Länge 120 mm
Breite 66 mm
Höhe 37 mm
Maßeinheiten m/cm/mm
Anzahl Speicherwerte 30
Batterielebensdauer, Einzelmessungen ca. 30.000
Batterielebensdauer, Betriebsdauer ca. 5 h
Staub- und Spritzwasserschutz IP 54
Grüße Andreas

Bild

http://www.team-sigma.de

Für wahre Freunde geh ich durch die Hölle , den anderen zeig ich gern den Weg dorthin .....
Benutzeravatar
Mercedes-Diesel
Moderator
 
Beiträge: 3044
Registriert: Samstag 13. Dezember 2008, 17:43
Wohnort: Kassel

Beitragvon Silko » Dienstag 1. Februar 2011, 12:22

Klaus hat geschrieben:Frage, wie bringst Du dann einen Polygonzug zusammen um den unterirdischen Hohlraum (Bergbau oder Höhle) räumlich mit seinem Kanntenlängen usw. aufzumessen?
Wie kannst Du die Oberflächenanbindung an ein Polygonnetz realisieren um die Projektion an der Oberfläche zu ermöglichen?

Wobei es für die Laser-Geräte mittlerweile auch recht knifflige Tricks zur polygonalen Erfassung und Nivelierung gibt, wie man an diversen Stellen nachlesen kann. Ganz geil und was ich auch gerne mal UT im Einsatz erleben möchte sind Rotationslaser-Scanner.
Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen. (Erasmus von Rotterdam)
Benutzeravatar
Silko
Jonastal-Guru
 
Beiträge: 2725
Registriert: Samstag 18. September 2004, 13:01
Wohnort: Leipzig

Beitragvon Mercedes-Diesel » Dienstag 1. Februar 2011, 12:52

Silko hat geschrieben: Ganz geil und was ich auch gerne mal UT im Einsatz erleben möchte sind Rotationslaser-Scanner.


Vollste Zustimmung ! ..ist dann wie in der Disco :D
Grüße Andreas

Bild

http://www.team-sigma.de

Für wahre Freunde geh ich durch die Hölle , den anderen zeig ich gern den Weg dorthin .....
Benutzeravatar
Mercedes-Diesel
Moderator
 
Beiträge: 3044
Registriert: Samstag 13. Dezember 2008, 17:43
Wohnort: Kassel

Beitragvon Klaus » Dienstag 1. Februar 2011, 13:25

Bitte, jetzt sagt mir nur noch wo ich Streich- und Fallrichtung entnehmen kann (zwischen 0 und 360 Grad) um ein exaktes Messwerk zu erstellen, eben auch so mit Prifilen.
Übrigens, zur Profilmessung eben in Hallen usw. setze ich ein Lichtschnittgerät ein.

Ich verstehe eure Ratschläge gut.

Um für mich das Thema mal abzurunden, habt ihr auch in Betracht gezogen, das es Situationen eben bei UT gibt bei denen Geräte stativgebunden keine Einsatzmöglichkeit bieten.
Stativgebundene Messtechnik habe ich von Niv bis Theo, aber eben auch Erfahrung aus der schwierigen Praxis in dessen Einsatz.

Ich möchte euch deshalb nur noch einmal auf meinen Anhang hinweisen und dann nochmals nachprüfen ob das mit dem ersten Vorschlag realisierbar ist.

Mein Ziel bestand eigendlich darin eine bewährte Technik im Thema zu benennen die noch heute im Bergbau, besonders eben auch im Altbergbau Anwendung findet und die Technik bei FMP hergestellt wird.

Hier mal ein Theo von mir welcher ebenfalls bei mir in großflächigen natürlichen Hohlräumen und dem Altbergbau zum Einsatz kommt.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Glück auf, ist aber nicht meine Spielwiese!
Klaus
Benutzeravatar
Klaus
Jonastal-Kenner
 
Beiträge: 723
Registriert: Sonntag 17. Oktober 2010, 10:36

Beitragvon Silko » Dienstag 1. Februar 2011, 15:32

Klaus, Du hast doch völlig recht, die klassische Technik wird man nicht ersetzen können. Das mit dem Laser war nur ein Hinweis, dass man also versucht, sich da auch zu behelfen mit bestimmten Lösungen. Ansonsten ist die komplette Innenraumvermessung mit dem Rot.Laser natürlich ein Traum, da ist jedes Millimeterchen exakt vermessen, und das sorgt mit der entsprechenden Software für ein geniales 3-D-Bild. Klar, in solchen Röhren wie dem Böhlersloch undenkbar mitzuführen; aber auch für einen Theodoliten wird's dort enge.
Diese Seite hier finde ich Klasse: http://caverender.de/vermess/vermess.htm#3
Wer so etwas qualitativ hochwertig vorhat, kommt um das klassische Equipment - wie von Klaus umrissen - nicht drum herum, das ist ziemlich klar.
Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen. (Erasmus von Rotterdam)
Benutzeravatar
Silko
Jonastal-Guru
 
Beiträge: 2725
Registriert: Samstag 18. September 2004, 13:01
Wohnort: Leipzig

Beitragvon Klaus » Dienstag 1. Februar 2011, 15:41

@Silko
Gebe Dir da vollkommen Recht!
Natürlich mit 3-D usw. ein Traum, aber auch nur ein Traum bei entsprechenden Größenverhältnissen.
Wenn ich so zurückdenke als wir zwei Wochen nur in den "Wimmelburger-Schlotten" vermessen haben wäre dies eine Idealvoraussetzung gewesen.
Glück auf, ist aber nicht meine Spielwiese!
Klaus
Benutzeravatar
Klaus
Jonastal-Kenner
 
Beiträge: 723
Registriert: Sonntag 17. Oktober 2010, 10:36

Re: UT-Vermessung

Beitragvon Klaus » Sonntag 13. Februar 2011, 12:49

Im Zusammenhang eines Bergbaubeitrages mal kurz aus dem Archiv geholt.
Zur einfachen, genauen und schnellen Vermessung baute ich auch auf den Einsatz dieses Winkelpeilgerät und konnte da eine relativ genaue Standortbestimmung vornehmen.
Es war in den Jahren um 1970.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Glück auf, ist aber nicht meine Spielwiese!
Klaus
Benutzeravatar
Klaus
Jonastal-Kenner
 
Beiträge: 723
Registriert: Sonntag 17. Oktober 2010, 10:36


Zurück zu Ausrüstung, Equipment und Zubehör für das Forscherleben

  • VISITORS

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Design by GB