Wir rufen alle Bürgermeister und Bürger der umliegende Orte auf, die Stelen, Gräber und Mahnmale in den kommenden April Tagen in Ehren zu halten und den Opfern und Überlebenden der S III Todesmärsche angemessen zu gedenken.

In diesem Zusammenhang will der Jonastalverein das Denkmal im Jonastal in neuem Glanz erstrahlen lassen. Die Tafeln werden neu gestaltet, das Denkmal saniert und die Außenanlage überarbeitet. Wir sind gerade dabei!

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Sternmarsch Jonastal 2015

Die Schirmherren und Unterstützer des Sternmarsches rufen alle Interessierten zur Teilnahme an einem Aufzug unter freiem Himmel und der Hauptgedenkveranstaltung der Landrätin P. Enders und der GTGJ e.V. am Jonastal Denkmal am 4. April 2015 11:00Uhr auf. Die Veranstaltung steht dieses Jahr im Zeichen der Erinnerung an den Todesmarsch der Häftlinge im Außenkommando S III des Konzentrationslagers Buchenwald vor 70 Jahren. Eine Stunde vor Beginn setzen sich aus drei Richtungen Marschgruppen in Richtung Denkmal in Bewegung. Zuvor werden Busse in den Dörfern und Städten der Umgebung an Treffpunkten Teilnehmer abholen und zu den Startpunkten des Marsches fahren. Alle notwendigen Informationen finden Sie auf dieser Internet Plattform.

Wir rufen alle Bürgermeister und Bürger der umliegende Orte auf, die Stelen, Gräber und Mahnmale in den kommenden April Tagen in Ehren zu halten und den Opfern und Überlebenden der S III Todesmärsche angemessen zu gedenken.

In diesem Zusammenhang will der Jonastalverein das Denkmal im Jonastal in neuem Glanz erstrahlen lassen. Die Tafeln werden neu gestaltet, das Denkmal saniert und die Außenanlage überarbeitet. Wir sind gerade dabei!

Unterstützer dabei sind die Sparkasse Arnstatdt/Ilmenau, die Initiative 54 e.V., die Thüringer Allgemeine u.v.a.

 

Sternmarsch Jonastal

In den umliegenden Gemeinden stellen das Bündnis „Sternmarsch Jonastal 2015“, dem u.a. auch der Jonastalverein angehört, kostenlose Busse zum Transport ins Jonastal zur Verfügung. Von 3 Stellen, dem Parkplatz am Abzweig Gossel, am Parkplatz Abzweig Lämmergraben und am Mahnmal Espenfeld beginnt jeweils um 10 Uhr der jewels 3km lange Sternmarsch. Am Denkmal startet um 11 Uhr die einstündige Gedenkveranstaltung. Anschließend laden wir zur Verpflegung am Parkplatz Jonastal an der Kompressorstation ein. Der Rücktransport mit den Bussen erfolgt ab ca. 13 Uhr.

Busfahrplan:

Strecke Arnstadt: Arnstadt (HBf) 9:30 - Bustreff 9:40 - Wollmarkt 9:45 - Jonastal 10:00

Strecke Ohrdruf: Ohrdruf Kirche 9:30 - Wölfis Schule 9:35 - Wölfis 9:40 - Wölfis Bahnhofstr. 9:45 - Crawinkel Bhf 9:50 - Jonastal 10:00

Strecke Ohrdruf (Ostermarsch): Ohrdruf Kirche 10:30 - Jonastal Parkplatz 10:50

Strecke Frankenhain: Frankenhain (Bushaltestelle) 9:30 - Gräfenroda (Turnhalle) 9:35 - Liebenstein (Hammeracker) 9:40 - Plaue (Hauptstr.) 9:45 - Trigismühle 9:55 - Espenfeld Ehrenmal 10:00

Strecke Gräfenroda: Haltestelle Liebe 9:30 - Bahnhof Ort 9:35 - Ried 9:40 - Liebenstein Frischcenter 9:45 - Plaue Hauptstr. 9:50 - Dosdorf 9:55 - Espenfeld Ehrenmal 10:00

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Presseerklärung am 05. März 2015

Aufruf zur Teilnahme am Sternmarsch zum Jonastal Denkmal am 4. April 2015

Schirmherren: 

Petra Enders (Landrätin für den Ilmkreis)

Albrecht Dürer (Bürgermeister von Liebenstein)

Bündnis „Sternmarsch Jonastal 2015“

Die Schirmherren des Sternmarsches rufen alle Interessierten zur Teilnahme an einem Aufzug unter freiem Himmel und der Hauptgedenkveranstaltung am Jonastal Denkmal am 4. April 2015 11:00Uhr auf. Die Veranstaltung steht dieses Jahr im Zeichen der Erinnerung an die Todesmärsche der Häftlinge im Außenkommando S III des Konzentrationslagers Buchenwald vor 70 Jahren. Eine Stunde vor Beginn setzen sich aus drei Richtungen Marschgruppen in Richtung Denkmal in Bewegung. Zuvor werden Busse in den Dörfern und Städten der Umgebung an Treffpunkten Teilnehmer abholen und zu den Startpunkten des Marsches fahren. Die Treffpunkte, Abfahrt- und Rückfahrtzeiten werden rechtzeitig bekannt gegeben. 

Als Todesmärsche gingen Evakuierungen von Häftlingen aus den Außenkommandos sowie aus den Konzentrationslagern in Thüringen zum Ende des Zweiten Weltkrieges in die Landesgeschichte ein, bei denen der Tod der Häftlinge billigend in Kauf genommen wurde. Geringe Überlebenschancen der Häftlinge basierten auf Gewalt, Gleichgültigkeit, Fanatismus, Rassismus sowie Antisemitismus der Aufseher und Verantwortlichen, körperlicher Überanstrengung, mangelnder Versorgung und Erholungsphasen. Das Stammlager Buchenwald war zudem nur eine Etappe auf dem langen Weg eines scheinbar unendlich wirkenden Martyriums.

Thüringen wurde ursprünglich von der politischen und militärischen Führung des Dritten Reiches dazu auserkoren, als Rückzugsgebiet sowie Schutz- und Trutzgau das "Tausendjährige Reich" der Nazis zu retten. Dazu wurden in Thüringen nicht nur kriegswichtige Untertageverlagerungen begonnen sondern auch der Ausbau einer neuen Unterkunft für ein Führerhauptquartier Ende 1944 befohlen. Dieses Sonderbauvorhaben sowie die damit in Verbindung stehenden Häftlingslager trugen die geheime Abkürzung S III. Die Teillager für das Außenkommando S III des Konzentrationslagers Buchenwald befanden sich in Ohrdruf, Crawinkel und Espenfeld. Der amerikanischen Aufklärung waren die Häftlingstransporte, die Arbeiten und Verlagerungen rund um Ohrdruf nicht verborgen geblieben und so wurde die Stadt zum Hauptziel des blitzartigen Truppenvorstoßes. Ohrdruf wurde am Abend des 4. April 1945 erreicht. Während der Rest des Deutschen Reiches in einem Meer aus Trümmern, Blut und Tränen versank, versuchte die Verantwortlichen für die Gräueltaten und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie die SS auf Weisung des Reichsführers-SS Heinrich Himmler die Häftlinge zu verlagern und Spuren ihrer Taten zu beseitigen. Am 3. April 1945 begannen die Todesmärsche der Häftlinge aus S III beginnend mit der Evakuierung des Nordlagers Ohrdruf mit dem Ziel Buchenwald.

Am 7. April 1945 wurde mit der Evakuierung des Stammlagers in Buchenwald begonnen und viele der S III Häftlinge, die teilweise mit letzter Kraft das Lagergelände erreichten, wurden erneut zu Fuß oder in Viehwaggons in Marsch gesetzt in Richtung der südlicheren Konzentrationslager Dachau, Flossenbürg und Theresienstadt. 

Tausende der S III Häftlinge erlebten diese zusätzliche Strapazen und Entbehrungen, das Kriegsende und die Befreiung nicht und wurden auf der Flucht durch ihre Peiniger ermordet oder starben an Entkräftung und Unterernährung. 

70 Jahre ist es nun her, dass diese dramatischen und unmenschlichen Ereignisse die Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Thüringen prägten. Zeitzeugen gibt es leider nur noch sehr wenige, die von ihren persönlichen Erlebnissen und Schicksalen berichten können. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, dass Aktionen wie der geplante Sternmarsch die Erinnerungen und die Mahnungen wach halten, dass sich so etwas auf deutschem Boden und in Europa nie wieder wiederholt. Des Weiteren muss die Forschung und Aufarbeitung der Ereignisse weitergeführt werden, um Spekulationen und fantastischen Geschichten keinen Platz mehr zu geben. Das gleichnamige Konzentrationslager S III, das kurzzeitig eigenständig war, ist heute weitestgehend vergessen und die dort stattgefundenen Kriegsendphasenverbrechen der Nationalsozialisten nicht aufgeklärt. Verantwortliche wurden nicht oder nur im geringen Maße zur Rechenschaft gezogen. S III bildet daher eine Lücke bei der Aufklärung des NS-Lagersystems im Dritten Reich. 

Beschäftigt man sich mit dem Jonastal und dem geheimen Bauvorhaben gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, so wird leider immer noch bis heute ein Mythos genährt, der vor allem der Unterhaltung und nicht der Geschichtsaufarbeitung dient. Dem Leiden und der Ermordung Tausender Zwangsarbeiter wird bislang zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und der geplante Bau einer gedeckten Führungsstelle im Berges inneren für die politische und militärische Führung des Dritten Reiches zum Mysterium des technologischen Fortschritts und für Wunderwaffen verklärt. Die militärischen Vorgänge auf dem Truppenübungsplatz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges werden ignoriert und fantastische Geschichten in die ehemaligen Stollen des Jonastals kolportiert. So kommt es, dass das Jonastal heute weit über die Grenzen von Thüringen hinaus bekannt geworden ist und bei Einheimischen sowie Touristen direkt mit Schatzsuche in Verbindung gebracht wird. Dies mag einer der Gründe sein, warum Besucher oft enttäuscht sind, wenn sie auf dem gut dokumentierten Geschichts- und Naturlehrpfad der GTGJ im Jonastal auf Entdeckungsreise gehen.

Seit Jahrzehnten fehlt vor Ort ein Dokumentationszentrum direkt vor den Stollen mit Stollenanschluss,  welches Interessierten Einblicke in die Entstehung, die Geschichte und den Tatort Jonastal geben. Der 70. Jahrestag des Todesmarsches soll daher auch ein geeigneter Anlass dafür sein, um über die Bedeutung des Jonastals für die Geschichte Thüringens und die Ländergrenzen hinaus nachzudenken und dieser zukünftig in angemessener Art und Weise Rechnung direkt vor Ort zu tragen.

Wir haben die Vergangenheit hinter uns gelassen – vergessen dürfen wir sie aber nicht.    

 

Weiter Informationen hier oder unter www.sternmarsch-jonastal.de

Öffnungszeiten des Dokumentationszentrum ab 04.03.2015

Mittwoch bis Freitag     10.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Samstag und Sonntag 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Wie seit vielen Jahren bekannt, beginnt jeden letzten Sonntag im Monat eine Führung im Jonastal - Beginn 13.00 Uhr im Dokumentationszentrum, Rehestädter Weg 4/ Lokschuppen. Weitere zusätzliche Führungen sind nach Absprache per Mail oder telefonisch möglich.

Die Mitglieder des Jonastalvereines freuen sich auf Ihren Besuch

dokou stollen stollen16 25                                             

Verein des MonatsWir sind nominiert - bitte votet für uns!

Die GTGJ e.V. ist einer von 3 Vereinen, die diesen Monat zum "Verein des Monats" vorgeschlageen sind. Dies ist eine Aktion der Thüringer Allgemeinen und der Sparkasse Arnstadt-Ilmenau.

Mit festgelegten Zielen bewerben sich die Vereine um die Gunst der Leser, deren Stimme per Stimmzettel zu bekommen. Dem Gewinner winken 1000€ für das Verwirklichen dieses Zieles. Wir wollen im Vorfeld des 70. Jahrestages der Befreiung des KZ S III das Denkmal im Jonastal in neuem Glanz erstrahlen lassen. Hierfür werden die Gedenktafeln am Denkmal erneuert, auch inhaltlich, das Denkmal selber repariert, gesäubert und versiegelt, das Gelände darum gärtnerisch gestaltet. Ebenso wird die fehlende Infotafel am Abzweig Espenfeld/Bittstädt ersetzt, der Naturlehrpfad auf Vordermann gebracht. Viel zu tun für uns.

Bitte unterstützen Sie unsere Bemühungen "Verein des Monats" zu werden. Drucken Sie den untenstehenden Teilnahmezettel aus, setzen Sie Ihr Kreuz bei der GTGJ e.V., Name und Adresse drauf und bis zum 15.3.2015 zur Sparkasse, Thüringer Allgemeinen oder zu úns ins Dokuzentrum.

Vielen Dank im Voraus!

TA Stimmzettel

denkmal jonastal

An alle Vereinsmitglieder und Besucher,

ab Dienstag, den 03.03.2015 beginnen die Bauarbeiten am Denkmal im Jonastal, die alten Gedenktafeln werden abmontiert.

Danach wird das Denkmal gereinigt und mit einer Schutzschicht gegen Wettereinflüsse versehen, anschließend erfolgen die Reparaturarbeiten am Mauerwerk. Wenn dies alles abgeschlossen ist, sind auch die neuen Gedenktafeln da und werden durch die Firma Hoppenrath aus Arnstadt auch wieder angebracht.

Die Fertigstellung, einschließlich der Grünanlagen durch den Bauhof ist für den 27.03.2015 vorgesehen.

Den 70.Jahrestag der Befreiung am 04.04.2015 wollen wir würdig begehen, dazu gehört das auch das Denkmal wieder in Ordnung gebracht wird.

Zur diesjährigen Gedenkveranstaltung ist ein Sternmarsch durch das Jonastal geplant. Es wird eine würdige Veranstaltung mit Kranzniederlegung und hoffentlich vielen Teilnehmern

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