Zeitungsartikel aus der Thüringer Allgemeinen:

Amerikanischer Sanitäter dokumentierte das Grauen im KZ

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Ute Dillard und ihr Mann, der Kriegsveteran Douglas C. Dillard, unterstützen die Arbeit des Jonastalvereins und des Dokumentationszentrums. Foto: Christoph Vogel
Arnstadt (Ilmkreis). "16 Photographs at Ohrdruf" heißt ein Dokumentarfilm von Matthew Nash, der jetzt im Dokumentationszentrum des Jonastalvereins seine Deutschlandpremiere erlebte.
Er beschreibt die Spurensuche des jungen Amerikaners, der im Nachlass seines Großvaters 16 Fotos fand, die kurz nach der Befreiung des Konzentrationslagers Ohrdruf entstanden. Donald Johnson, damals einer der Sanitäter, hielt das Grauen im Lager mit dem Fotoapparat fest. Gesprochen hat er darüber im Kreis der Familie kaum, auch die Bilder blieben im Verborgenen. Warum, darauf suchte 20 Jahre nach Johnsons Tod sein Enkel Matthew Nash Antworten. Er, der Fotografie und Medien am Kunstinstitut in Boston lehrt, sprach mit Historikern und mit noch lebenden Veteranen, recherchierte in Archiven. Er bricht das Schweigen seines Großvaters und entreißt die 16 grauenvollen Fotos aus dem Buchenwald-Außenlager Ohrdruf dem Vergessen. Dass der Film am Samstag nach der Ehrung für die im Jonastal ermordeten Häftlinge erstmals in Arnstadt gezeigt werden konnte, ist Ute Dillard aus Geschwenda und ihrem Mann zu verdanken. Douglas C. Dillard war selbst als 20-Jähriger bei der Befreiung Deutschlands dabei und ist Präsident eines Veteranenverbandes in den USA. Bei einem Interview mit Matthew Nash erzählte der dem Filmemacher von der Geschichts- und Technologiegesellschaft Großraum Jonastal e.V., die sich der Aufarbeitung der Geschehnisse um das Sonderbauvorhaben S III verschrieben hat und das Dokumentationszentrum im Arnstädter Lokschuppen betreibt. Dort hat Ute Dillard, selbst Vereinsmitglied, ihren Mann bei einer Führung vor zwei Jahren kennen gelernt.

Filmvorführungen im Dokumentationszentrum

Sie interessiert sich seit jeher für Geschichte, ihr ist es wichtig, die Erinnerung an jene Zeit wachzuhalten. So war sie auch am Samstag mit einer kleinen Delegation des Jonastalvereins bei einer Kranzniederlegung im Bereich des ehemaligen Nordlagers auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf dabei. "Hier ist so viel passiert. Aber wer nicht genau hinschaut, sieht davon nichts mehr", sagt Ute Dillard. Der Film in englischer Sprache ist ein Geschenk von Matthew Nash an den Jonastalverein. "Das ist ein gute Sache, damit die Jugend erfährt, was hier passiert ist", betonte gestern auch Oberst a. D. Douglas C. Dillard. Das Dokumentationszentrums wird im Jahr von etwa 800 bis 1000 Menschen besucht, darunter sind allerdings nur wenige junge Leute. Für den Geschichtsunterricht der oberen Klassen könnte der Film ebenso eine gute Ergänzung sein wie für Schüler, die sich für Projektarbeiten mit der Geschichte des Zweiten Weltkrieges und den Gräueltaten der Nationalsozialisten beschäftigen. Da es derzeit nur ein Exemplar der CD gibt, kann sie nicht ausgeliehen werden. Vorführungen sind sowohl während der Öffnungszeiten, als auch individuell nach Vereinbarung möglich, sagte Brigitte Altrock vom Doku-Zentrum. Der Film dauert 72 Minuten. Am kommenden Dienstag, dem 16. April, wird ihn Ute Dillard um 10 Uhr im Frauen- und Familienzentrum in Arnstadt am Kohlenmarkt vorstellen.
  • Jonastalverein, Arnstadt, Rehestädter Weg 4, (Lokschuppen),
  • (03628) 58 90 83
Antje Köhler / 11.04.13 / TA

68. Jahrestag der Befreiung von SIII - den Lagern Ohrdruf, Espenfeld und Crawinkel - durch die amerikanischen Truppen

Am 06.04.2013 fanden die Gedenkfeier der Mitglieder des Jonastalvereines am Obelisken und um 11.00 Uhr die öffentliche Gedenkveranstaltung des Landratsamtes im Jonastal statt.
An dieser traditionellen Veranstaltung nahmen die Landrätin Petra Enders, sowie Vertreter des russischen Generalkonsulats, Abgeordnete aus dem Bundes-und Landtag, Kreistagsmitglieder, Vertreter der Stadt Arnstadt, Interessierte Bürger und Mitglieder des Jonastalvereines teil.

In Ihrer Rede erinnerte die Landrätin an das Leiden der Häftlinge und betonte das alle demokratische Kräfte Flagge zeigen müssen, bei Aufmärschen von Rechtsradikalen. Gedenken, Erinnern und Mahnen, ist auch für Elke Pudszuhn Vorsitzende des Landesverbandes der VVN wichtig.

Theresa Schneider und Sara Vespermann aus der Regelschule Gräfenroda, schreiben eine Projekt arbeit und zitierten Viktor’s Erinnerungen eines Überlebenden des SIII.

Anschließend fand ein Empfang in unserem Dokumentationszentrum statt, mit zahlreichen Teilnehmern und

Die diesjährigen Veranstaltungen am Denkmal im Jonastal am 31.03.2012 sowie am Obelisk auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf am 07.04.2012 waren Höhepunkte des Gedenkens zum 67. Tag der Befreiung des KZ Ohrduf. Viele waren gekommen, um den Toten und geschundenen Häftlingen des irrsinnigen Tun´s der Nationalsozialisten in den Jahren 1944-1945 zu erinnern. Anwesend waren unter anderem der Landrat Dr. Benno Kaufhold, der Russische Konsul Stanislav Jemeljanow, Herr und Frau Stein von der Gedenkstätte Buchenwald, Eleonore Mühlbauer, Petra Hess, Frank Kuschel, Christian Hühn, Mitglieder des Jonastalvereins sowie viele Bürger der Umgebung.

Dr. B. Kaufhold, wie in jedem Jahr Veranstalter der Gedenkfeier, hob in seiner Ansprache insbesondere den Jonastalverein hervor, dessen gründlicher Recherche unser heutiges Wissen um die Vorgänge in diesem Lager zu verdanken ist. In der „Geschichtsinsel“ im Arnstädter historischen Bahnbetriebswerk, Rehestädter Weg 4, hat der Verein ein Dokumentationszentrum eingerichtet, das das damalige Baugeschehen im Jonastal wie auch das Leben der Häftlinge in den Lagern zum Inhalt hat.

Der Jonastalverein GTGJ e.V. lud anschließend zur Information und zu Gesprächen in sein Dokumentationszentrum ein - am Ende eine gelungene Veranstaltung. Vielen Dank an alle Beteiligten.

Alle Bilder zu der Veranstaltung finden Sie hier in der Galerie.

 

Am Rande der Veranstaltung bekamen Harald Böhme, unser Ehrenvorsitzender, Glückwünsche zum 65. Geburtstag und Vorstandsmitglied Uwe Pfotenhauer zum 50. Geburtstag.

Am Obelisk

Eine weitere wichtige Veranstaltung für unseren Verein ist der Gang zum Obelisk auf dem TrÜplz Ohrdruf. Da es sich um militärisches Sperrgebiet handelt, findet diese Gedenkfeier im kleinen Rahmen unter den Vereinsmitgliedern statt. Termin war dieses Jahr der 07.04.2012 schon um 8:30 Uhr. Anwesend hier unser Freund Oberst Dillard aus Amerika und seine Frau Ute.

Am Obelisk

Eine wichtige Veranstaltung für unseren Verein war der Gang zum Obelisk auf dem TÜP Ohrdruf auch am 06.04.2013 schon um 8:00 Uhr. Da es sich um militärisches Sperrgebiet handelt, fand diese Gedenkfeier im kleinen Rahmen unter den Vereinsmitgliedern und unseren Freund Oberst Dillard aus Amerika mit seiner Frau Ute statt.

Gedenkfeier TrÜplz Gedenkfeier TrÜplz

Der Geschichts- und Naturlehrpfad im Jonastal ist trotz Problemen auch in diesem Jahr wieder ein Highlight der Vereinsarbeit - ab sofort wieder Führungen über den Jonastalweg durch unsere Mitglieder

Zu Beginn jeden Jahres ist die Pflege des Geschichts- und Naturlehrpfades eine Aufgabe für die Mitglieder des Jonastals e.V. Dieses Jahr waren 13 Mitglieder im Tal unterwegs, um Wege frei zu schneiden, Geländer zu reparieren und weitere Pflegearbeiten durchzuführen. Beobachtet wurden sie dabei vom Fernsehen, dem Thüringe Journal des MDR durch die Firma Clip Film Suhl, vom Redakteur der Thüringer Allgemeinen Eberhardt Pfeiffer sowie dessen Fotograf Hans-Peter Stadermann.

Größere Schwierigkeiten gibt es auf einem Teil der gepachteten Grundstücke durch eine Holzernte, welche die Wege fast unbegehbar hinterließ. Hier sind wir in Verhandlung mit dem Verpächter. Ein weiteres großes Problem ergibt sich aus der Sperrung des Stollenbereiches 13 bis 25 für Besucher wegen Steinschlags. Die Stadt mußte ihrer Sicherungspflicht nach kommen und diesen Bereich sperren. Wir stehen hinter der Entscheidung, da uns das Wohl der Besucher des Lehrpfades sehr wichtig ist und wir keine Unfälle wie auf Rügen haben wollen. Allerdings sprechen wir mit den Verantwortlichen über eine Öffnung des Bereiches Stollen 13-15, da hier kein Steinschlag zu erwarten ist. Immerhin ist unser großes Ziel, den Stollen 15 als Museumsstollen herzurichten immer noch aktuell.

Trotz der Probleme in diesem Jahr läd der Geschichts- und Naturlehrpfad, dank unserer Mitglieder, wieder zum Wandern und Informieren ein. Gern führen wir Sie auch wieder und erklären alles fachkundig. Melden Sie sich per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Telefon unter 03628 589083.

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