Erneut Arbeitseinsatz im Jonastal

Die Mitglieder des Jonastalvereins unternahmen am 16.Mai 2014 einen weiteren Einsatz am Denkmal und am Geschichts- und Naturlehrpfad im Jonastal. Notwendig geworden, war dieser Einsatz nicht nur aufgrund der sich gegenwärtig üppig entwickelnden Natur, sondern auch, weil ein größerer Teil der Einfriedungen und der Geländer und Handläufe am Lehrpfad dem Zahn der Zeit Rechnung tragen mussten.

Außerdem war der Zustand der Rasen- und Wegeflächen am Denkmal zu Ehren der Häftlinge des Sonderbauvorhabens nicht mehr tragbar.

Deshalb haben die Mitglieder, erneut tatkräftig unterstützt von den Mitgliedern des Eisenbahnvereins, für Ordnung gesorgt. Der Rasen wurde geschnitten, das Unkraut aus den Fugen der Wege gekratzt und Geländer und Bänke erneuert oder repariert.

Danke an alle, die dabei waren. Der nächste Einsatz erfolgt schon in der kommenden Woche. Dann soll das realisiert werden, was noch nicht geschafft wurde.

Zweiter Vortrag über Sonderbauvorhaben S III - Was bauten die Nazis im Jonastal wirklich? - diesmal am 07.03.2014 in Niederzimmern

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr sprach unser Mitglied Georg Ribienski in einem Vortrag über das Sonderbauvorhaben SIII. Diesmal erfolgte die Einladung durch den Verein der Natur- und Heimatfreunde e.V. Niederzimmern. Bei ihnen ist es gute Tradition, regelmäßig Vorträge zu interessanten Themen zu organisieren. Der Vortrag wurde umfassend öffentlich angekündigt. Wohl auch deshalb war im Vereinsheim wiedermal ein volles Haus zu verzeichnen. Über 70 Zuhörer wohnten dem Vortrag unseres Vereinsmitgliedes bei. Auch für Essen und Getränke war gesorgt.

Wie schon beim Vortrag in Friedrichroda ging es um die Geschichte des Sonderbauvorhabens der Nazis. Im Mittelpunkt der Ausführungen standen zum Einen die Historie der Baustelle und zum Anderen die geschichtliche Einordnung. Ausgehend von der Situation in Deutschland und der besonderen Situation in den Landkreisen Arnstadt und Gotha wurde ein Abriss der damaligen Ereignisse vorgenommen. Darüber hinaus wurden auch diesmal vorhandene Widersprüche benannt und auf bis heute ungeklärte Fragen eingegangen.

Im Anschluss konnten Fragen gestellt und auch Einzelgespräche mit Georg Ribienski geführt werden. Von beidem wurde sehr intensiv Gebrauch gemacht, so dass auch diesmal von einer sehr gelungenen Veranstaltung gesprochen werden kann. Das war auch an der erneut hohen Aufmerksamkeit und dem intensiven Beifall abzulesen.

Die Zuhörer hatten auch die Möglichkeit, Vereinszeitungen und CD’s zum Thema zu erwerben. Auch hierbei wurde reichlich zugegriffen. Es ist wirklich immer wieder erstaunlich zu erfahren, wie viele Menschen sich für die Geschichte dieser Zeit interessieren. Zum Abschluss lud Georg Ribienski die Anwesenden ein, sich bei einem Besuch im Dokumentations-Zentrum und bei einer Führung über die ehemalige Baustelle im Jonastal selber ein anschauliches Bild zu machen und Geschichte hautnah zu erleben.


Ein Amerikaner im Dokumentationszentrum des Jonastalvereins


Am 13.09.2013 hatte das Dokumentationszentrum seltenen Besuch. Brian Bainbridge, ein Schriftsteller aus den USA war zu Gast. Auf den Spuren seiner Vorfahren, welche vor langer Zeit aus Deutschland kamen unternimmt er gegenwärtig eine Reise durch Europa. Er sammelt Informationen und Eindrücke für sein Buch, welches er schreiben möchte.

Er äußerte den Wunsch mehr über die Geschichte des Sonderbauvorhabens zu erfahren und die Örtlichkeiten zu besuchen. Diesen Gefallen erfüllten wir ihm gern. Bereits am Morgen besuchte er mit Genehmigung und Begleitung der Bundeswehr den Truppenübungsplatz und somit das Gelände, auf dem Sein Großvater als Mitglied der 89.Infantriedivision an der Befreiung des Konzentrationslagers Ohrdruf teilgenommen hatte. Im Anschluss kam er in unser Dokumentationszentrum. Hier informierte ihn Georg Ribienski über die Geschichte des Sonderbauvorhabens, das Schicksal der Häftlinge und über die Baustelle im Jonastal.

Im Anschluss daran fuhren beide gemeinsam ins Jonastal und besichtigten die Baustelle vor Ort. Brain Bainbridge hatte viele Fragen und war am Ende des Tages tief beeindruckt von dem was er erfahren hatte. Er verabschiedete sich dankbar und mit dem festen Willen, noch einmal wieder zu kommen.

Vortrag über Sonderbauvorhaben S III - Was bauten die Nazis im Jonastal wirklich?

Vortragender: Georg Ribienski

Am 17.01.2014 um 20.00 Uhr fand im „Kur und Lese Café“ Friedrichroda ein Fachvortrag zum Thema "SIII-Was bauten die Nazis im Jonastal wirklich?" statt. Die Veranstaltung war völlig ausverkauft, es gab eine Warteliste, schließlich startete der Vortrag vor 43 Zuschauer. Veranstalter und Partner bei diesem Vorhaben war Carsten Göthel, der selber in historischen Dingen, insbesondere in der Geschichte Thüringens und Friedrichrodas sehr bewandert und engagiert ist. Das Kur & Lesecafe gehört seiner Frau Patricia. Vergleichbare Veranstaltungen gibt es dort schon seit sieben Jahren und Georg Ribienski stand da in der Tradition sehr interessanter und teilweise hochkarätiger Vorgänger.

Die Veranstaltung und auch der Vortrag darf als wirklich gut gelungen bezeichnet werden. Georg Ribienski hat in seinem Vortrag vor Allem Bezug genommen auf die Ereignisse direkt vor Ort. Also ausgehend von der Situation in Deutschland Ende 1944, der besonderen Situation in den Landkreisen Arnstadt und Gotha hat er einen zeitlichen, bautechnischen und die Zustände auf der Baustelle Jonastal erklärenden Einblick gewährt. Dabei hat er auf offene Fragen und Widersprüche hingewiesen. Danach wurde über die Ereignisse im Rahmen der Befreiung des Nordlagers, der angegliederten Lager und über interessante Aufzeichnungen und Aussagen der Alliierten berichtet. Auch hier hat Ribienski  auf Besonderheiten, Widersprüche und bis heute offene Fragen hingewiesen.
Die Aufmerksamkeit der Zuschauer war zu spühren, es war muchsmäuschen still. Im Anschluss beantwortete er eine Reihe Fragen und führte interessante Gespräche mit Gästen wie Herrn Knut Ortlepp, der schon als Kind in der Werkstatt seines Vaters eine der Wunderwaffen bestaunen durfte, die GO 229. Nicht nur mit ihm wird es weitere Gespräche geben.
Darüber hinaus waren die mitgebrachten DVD´s zum Thema und unsere Vereinszeitschriften der verschiedenen Jahre begehrt und wurden gerne von uns verkauft. Mehrere Personen meldeten sich für zukünftige Führungen im Dokuzentrum sowie im Tal an.
Auch der Veranstalter war scheinbar sehr positiv beeindruck, denn er schlug vor, im März oder April eine Veranstaltung Teil 2 durchzuführen.

Sperrung des Jonastals vom Ortsausgang Arnstadt bis zum Abzweig Espenfeld vom 8. April bis voraussichtlich 19. Oktober 2013

Sperrung JonastalstraßeWie das Straßenbauamt Mittelthüringen informiert, wird die Landesstraße 1046 im unteren Jonastal zwischen dem Ortsausgang Arnstadt und dem Abzweig Espenfeld ab dem 8. April 2013, 07:00 Uhr, bis voraussichtlich 19. Oktober 2013 wegen des erforderlichen Ersatzneubaus von vier Brückenbauwerken voll gesperrt. Der Verkehr wird wie folgt umgeleitet bzw. geführt: Ab L1046 Abzweig Espenfeld (aus Richtung Crawinkel) – L1046N – Espenfeld – Siegelbach – L3004 – Arnstadt – L1046 und in Gegenrichtung.

Alle betroffenen Verkehrsteilnehmer werden um Rücksichtnahme und Verständnis gebeten.

Mit freundlichen Grüßen
Autor: Stadtmarketing Arnstadt GmbH - im Auftrag der Stadtverwaltung Arnstadt
Datum: 26.03.2013

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