Heute lebt das Paar in den USA. Klaus Stern ist derzeit in Aurich zu Gast. Hier begann er im Frühling 1935 als 15-jähriger die Ausbildung zum Verkäufer bei der Firma Goldschmidt in der Osterstraße. Hier machte er die ersten Erfahrungen mit der Unmenschlichkeit des Nazi-Regimes. Weil er ein Jude war, durfte er 1937 die Berufsschule nicht länger besuchen. Und als ihn zwei Jungs vom Fahrrad gezogen und verprügelt hatten, unterstellte ihm die Polizei, dass er wohl mit dem Streit angefangen habe.

Es ist das erste Mal, dass der heute 82-jährige Klaus Stern wieder in Ostfriesland ist. Eigentlich stammt er aus Berlin. Aber sein Vater meinte seinerzeit, dass es besser wäre, wenn er seine Ausbildung zum Verkäufer in einer kleinen Stadt machen würde: „Wenn man in Berlin in einem Kaufhaus arbeitet, bleibt man immer in derselben Abteilung.“ Im Oktober 1938 kehrte Stern nach Berlin zurück.

Bei seinem Besuch im Historischen Museum erinnert sich Stern auch an schöne Zeiten. Aurich sei eine schöne Stadt gewesen, er sei das erste Mal von seinen Eltern getrennt gewesen. Ihn, den Fremden, habe man hier mit offenen Armen empfangen.

Mehr dazu lesen Sie auf Seite 10 der gedruckten Ausgabe der Ostfriesischen Nachrichten vom Mittwoch, 24. März 2004.

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