TA-SERIE (13): Zum 50. Jahrestag der Befreiung

FOLGE 13: Hätten die Alliierten seinerzeit einen besseren Geheimdienst gehabt, so wären ihre militärischen Operationen sicherlich wesentlich anders verlaufen. Das Nachrichtenzentrum in der Nähe von Ohrdruf, unbestritten neben "Zeppelin" Zossen das wichtigste, war zwar von großer Bedeutung, aber nicht mehr kriegsentscheidend. Anders sah es da schon mit der neben Heisenberg berühmtesten deutschen Atomforschungsgruppe aus, die unter Leitung von Dr. Diebner in der Mittelschule Stadtilm an der Wunderwaffe bastelten, von der Hitler, je näher das Ende des Großdeutschen Reiches kam, immer öfter sprach.

TA-SERIE (12): Zum 50. Jahrestag der Befreiung

FOLGE 12: Mit dem Näherkommen der Befreier wurde die Ungewißheit über das Morgen bei der Zivilbevölkerung immer größer. Unmittelbar vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen in Ilmenau verstärkte sich das gezielte Artilleriefeuer. Einschläge am Zechenhaus auf der Sturmheide in eine Akazie, im Gäßchen in eine Jauchegrube, in der Wörthstraße, in der Langewiesener Straße und in der Innenstadt. Rolf Günsch, ein Schulkamerad von mir, wurde mit seiner Familie getötet, eine Tante, die mit ihren Kindern aus Berlin nach Ilmenau geflüchtet war, um den dortigen Bomben zu entgehen in der Langewiesener Straße gemeinsam mit den Besitzern der Fleischerei Reinhardt buchstäblich zerrissen.

TA-SERIE (10): Zum 50. Jahrestag der Befreiung

FOLGE 10: Den nun auch tagsüber erscheinenden angloamerikanischen Fliegerverbänden hatte die deutsche Luftwaffe nichts mehr entgegenzusetzen. Zwar fanden hin und wieder einmal Luftkämpfe, so beispielsweise über Gräfenroda, statt, aber in der Ferne grollten bereits die Abschüsse der amerikanischen Artillerie. Bomben fielen im Bereich vom Neuhaus und dem Großen Teich in Ilmenau, ohne Schaden anzurichten. Anders dagegen in Roda, wo es Tote, Verletzte und Sachschäden gab.

TA-SERIE (11): Zum 50. Jahrestag der Befreiung

FOLGE 11: 4.4.: Auf der Naht zur Heeresgruppe G verschärft sich die Lage im Thüringer Wald. Gotha, das der Feind auf der Autobahn erreichte, ging verloren. Meiningen ist eingeschlossen. In Suhl Kämpfe. Bei Ohrdruf erzielte der Gegner einen Durchbruch und stieß in südwestlicher Richtung weiter vor. 5.4.: Mühlhausen ging verloren. Südlich davon Ruhe. Südlich von Gotha weitere Kämpfe. Über Ohrdruf kam der Gegner an Arnstadt heran. Suhl ging verloren. 6.4.: Weitere Angriffe im Thüringer Wald. Auf der Autobahn fuhr der Gegner südlich an Gotha vorbei auf Erfurt. Dort wurden die Spitzen angehalten.

TA-SERIE (9): Zum 50. Jahrestag der Befreiung

FOLGE 9: Da von Berlin aus schon nicht mehr planmäßig geleitet werden konnte und sich die Ereignisse durch das unaufhörliche Vorrücken der Alliierten von Tag zu Tag veränderten, mußten die in unserem Gebiet bereits eingetroffenen Vorkommandos und Nachrichtenleute ihre Arbeiten abbrechen und nach "Serail" verlegen, so hieß der von Hitler inzwischen als Sitz des Hauptquartiers bestimmte Raum von Berchtesgaden. Immerhin: Nicht alle erreichten mehr das Ziel und schon gar nicht die bereits in Thüringen deponierten Unterlagen.

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