rawinkel vermissten. Im Beitrag ist ja tatsächlich nur von Thüringen, Zentrum des Restreiches die Rede. Uns als Mitwirkende störte das nur insofern, weil damit eine Zieladresse für evt. weitere Kontaktaufnahmen durch Zeitzeugen nicht gegeben war. Es ist aber dennoch unangenehm, weil nun Fragestellungen auch in die Richtung gehen, warum wir, als Zeitzeugen, den Ort des Geschehens nicht näher benannt hätten. (Was wir ja im Dreh getan haben).
Sie sehen, dass lokale Befindlichkeiten leicht ein geschichtlich bedeutsames Ereignis überschatten können!
Wir wissen nicht, warum die Ortsangaben dem Schnitt zum Opfer gefallen sind, aber vielleicht können Sie uns da mit einer kurzen Erläuterung unterstützen.
Freundliche Grüße nach Mainz!
Dankmar Leffler"

Das ZDF schreibt dazu unter anderem
"... In der Tat ist es so, dass sich die Geschichte für ein bundesweites Publikum besser erzählt, wenn der Ort des Geschehens nicht zu eng gefasst wird. Und für viele ist es schon sehr konkret, von Thüringen zu sprechen. Wo genau das liegt, werden viele unserer Zuschauer ohnehin nur ungefähr wissen. (Das ist 1. traurig, 2. leider wahr und 3. unabhängig davon, ob Ost oder West zuschaut.)..."

Und weiter informiert der Redakteur darüber, dass die Sendung nochmals für den Sender 3Sat aufbereitet und dort auch der Ort benannt wird. Soviel zu den Umständen, die von denjenigen, die sich im Rahmen einer solchen Dokumentation zur Verfügung stellen, kaum beeinflussbar sind.

Noch eine Nachbemerkung, wie ein solcher Fernsehdreh überhaupt entsteht: Ein Ohrdrufer Mitarbeiter des Projektes "Compiègne" hatte mich gegenüber dem ZDF benannt. Nach dem ZDF-Anruf habe ich einen Tag Bedenkzeit erbeten und diese genutzt, um den Jonastalverein, Herrn Alfred Ballenberger aus Crawinkel, Herrn Walter aus Gotha und Frau Liebetrau aus Ruhla zu aktivieren, damit das Ganze eine breitere Basis hat. Frau Liebetrau hat sich bei dieser Gelegenheit auch bereit erklärt, Zeitzeugnisse, die sie der Gedenkstätte in Compiègne bereits zugesagt hatte, nunmehr an das Dokumentationszentrum des Jonastalvereines zu übergeben, so dass sie der hiesigen Öffentlichkeit zugänglich sind. Eine von uns gewünschte Terminverschiebung lehnte das ZDF ab (Sendeplatz stand fest und wäre auch ohne unseren Beitrag über die Bühne gegangen), so dass einige "Verrückte" das Wochenende zum Aufbau einer Ausstellung in Wölfis nutzen mussten, wo das ZDF die Bilder drehte - zum Bedauern des Vereines auch ohne Quellenangabe. Übrigens, um auch diese Frage zu beantworten, sind alle diese Aktivitäten unentgeltlich.

Meine Lehren? - MDR-Fernsehen hat einen weiteren Dreh in Crawinkel zum Besatzungswechsel durch die Sowjets angekündigt. Da gibt es ja genügend Zeitzeugen, die viel erlebt haben, deren Häuser enteignet wurden, es gab Verhaftungen und später freundschaftliche und wirtschaftliche Kontakte, usw. Hier ist der zeitliche Vorlauf jedenfalls größer und ich habe den MDR gebeten, sich wegen der Auswahl der Mitwirkenden rechtzeitig mit dem Bürgermeister in Verbindung zu setzen.

D. Leffler Crawinkel

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