(das sind radioaktive Atome) auch heute noch nachweisen lassen. So "verraten" sich manche Radionuklide durch eine typische Gammastrahlung, die beim Zerfall der Atomkerne auftritt. Die diesbezügliche Untersuchung der Wissenschaftler ergab: Die Strahlung ist gering und stammt vorwiegend von natürlich vorkommenden Radionukliden.

Als künstlich erzeugtes Radionuklid konnte in den Proben nur Cs-137 nachgewiesen werden. Dessen Strahlung liegt aber im Rahmen der durch den Reaktorunfall 1986 in Tschernobyl verursachten Bodenkomtamination. Die Belastungswerte variieren innerhalb Deutschlands sehr stark, je nachdem, wie viel Cs-137 durch den Regen aus der Tschernobyl-Wolke gewaschen wurde.

In einem zweiten Schritt haben die Forscher die Uranaktivitäten der Proben radiochemisch untersucht. Hintergrund: Eine explodierende Kernwaffe, für die hoch angereichertes Uran benötigt wird, müsste in der näheren Umgebung das natürliche Verhältnis der Uranisotope verschieben. Um ganz sicher zu gehen, wurden die Messzeiten für jede einzelne Probe auf mehrere Monate ausgedehnt. Resultat: Das Verhältnis stimmt mit dem natürlichen hundertprozentig überein.

Damit ist klar, dass in Ohrdruf nie eine Atombombe explodiert ist. Die Bodenproben zeigen lediglich Kontaminationen, die auf den Reaktorunfall in Tschernobyl und auf den Fallout oberirdischer Atombomben-Tests in den fünfziger und sechziger Jahren zurückgehen. Wie nah die Nazi-Wissenschaft der Atombome war, ist damit freilich nicht geklärt.

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