nn, politischer Gefangener aus diesem Lager, den Soldaten über den Lageralltag berichten konnte. Bis zu 25 Wachunde halfen überwiegend ukrainischer SS bei der Bewachung des Lagers. Auf einem Foto sind 5 Zelte zu sehen mit dem Vermerk, dass insgesamt 6 Unterkünfte dieser Art vorhanden waren. Die marschunfähigen Häftlinge wurden am 03.04.1945 im „Camp Arnstadt“ erschossen und im nahegelegenen Graben und weiteren Gruben eilig verscharrt. Es sollten möglichst wenig Spuren übrig bleiben. Auf weiteren Fotos ist zu erkennen, dass deutsche Zivilisten gezwungen wurden, die ermordeten Häftlinge umgehend zu exhumieren. Zwei Tage nach Einstellung der Kampfhandlungen in diesem Gebiet gab es also anscheinend nichts Wichtigeres zu tun und so wurden die barbarischen Spuren freigelegt und akribisch dokumentiert. Dies finde ich persönlich sehr beachtenswert.

Ein Foto fiel dabei sofort auf, welches Major Gleason, Major Toole, die Techniker Uhl, Fuller sowie den Zeitzeugen Zimmermann zeigt, die sich bewusst ins Bild gestellt hatten, um zukünftig als Zeuge benannt werden zu können. Auf diesem Foto sind 59 verstümmelte Leichen zu sehen, die aus dem Entwässerungsgraben geborgen und an diesem entlang abgelegt wurden. Die Identifizierung der meisten Toten war laut den Angaben auf dem Foto nicht möglich und die Zählung erfolgte offiziell durch Major Gleason. Im Hintergrund sind eindeutig der Hundezwinger und die Umgebung des Espenfelder Lagers zu erkennen. Warum ist dieses Foto aber nun so wichtig?



Diese 4 Soldaten waren im letzten Jahr auf einem angeblich sensationellen Zeitdokument am gleichen Graben zu sehen, über dass unter anderem ein bisher unbekanntes Häftlingslager in Richtung Holzhausen an der Gabelung nach Bittstädt nachgewiesen werden sollte. Die nun nachweisbaren Fälschungen sollten neue Beweismittel in die Jonastalforschung bringen und selbst die amerikanischen Soldaten auf den Fotos wurden beschuldigt, die angeblich auf den Fotos abgebildeten Arbeiter und Ingenieure erschossen zu haben. Wer manipuliert historische Fotos in dieser Art und mit welchem Hintergrund? Über Ergebnisse unserer Recherchen werden wir natürlich an dieser Stelle weiter ausführlich berichten – Fortsetzung folgt!

Klaus-Peter Schambach




...zum Vergleich noch einmal das gefälschte Foto. Dies war nicht in der TA.



Quelle: Seite 157 aus dem Buch Geheime Reichssache von Thomas Mehner und Edgar Meyer

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