Thüringer Allgemeine, Lokalteil Arnstadt vom 22.01.2002

Mit Interesse habe ich den Artikel von Jürgen Ludwig (Ignoranz statt Schlafeinlage“, TA vom 15. Januar) gelesen. Die Aussage: „…viele der unglücklichen Entscheidungen und die daraus resultierenden umstrittenen Objekte, haben ihren Ursprung darin, dass der Kontakt zwischen der Bevölkerung und der Verwaltung zu wünschen übrig lässt“ kann uneingeschränkt auch für die angedachte Verlegung der Straße durch das Jonastal angewandt werden. Obwohl in der Presse mehrfach substanziell die Nachteile einer Verlegung aufgezeigt wurden, kommt von Seiten der befassten Behörden keinerlei ernstzunehmender Beitrag. Statt dessen lässt man mitteilen „Straßenbauamt und Landratsamt über die Trassenführung einig“ (TA vom 24. November 2001). Gemeint ist, man ist sich einig, die Wohn- und Umweltqualitäten mehrerer hundert Bürger von Espenfeld und Gossel erheblich zu verschlechtern. Zu dieser Entscheidung ist man trotz erheblicher Bedenken, nicht nur Betroffener, und ohne jegliche Diskussion mit den betroffenen Gemeinden gekommen. Als Begründung wird die Wurzelfreiheit der Linden im Jonastal, mit deren Abholzung man bereits begonnen hat, sowie die schlechten Sichtverhältnisse an den Brücken im Jonastal ins Feld geführt. Ich mag diese ,Begründung“ nicht weiter kommentieren, sondern fordere endlich eine gleichberechtigte und sachgerechte Diskussion. Im übrigen sind sich die Bürger Espenfelds ebenfalls einig: Keine Veränderung der gegenwärtigen Verkehrsführung!

Volker Herzberg, Espenfeld

Quelle: http://www.espenfeld-gossel.de

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