Das Geheimnis des Jonastales – verfolgt man die letzten Publikationen -scheint sich zu lichten, zumindest rückt es zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, wie beispielsweise Ende März, als sich im Crawinkler Gasthaus „Falkenhorst“ Heimat- und Jonastalforscher zu einer höchst interessanten Tagung trafen.

Wie brisant das Thema ist, soll mit Ausschnitten einer Zeugenaussage aus dem Ausland verdeutlicht werden, die uns zugänglich wurde und dessen Name uns bekannt ist, sowie die Tatsache, daß der Mann jahrelang unter SS-General Kammler in den Sonderbauprojekten Jonastal arbeitete als auch sehr gute Beziehungen zu städtischen Beamten und Verantwortungsträgern des Dritten Reiches hatte. Hier Auszüge aus seiner schriftlich vorliegenden Aussage: „Das Objekt im Jonastal war ein Nebenprojekt der acht anderen Bauarbeiten. Es waren die Stollen 1-31, Beginn der Nr. l aus Richtung Arnstadt. Es gehörte zum Sonderbauvorhaben und war für die Produktion und auch für Einlagerung gedacht. Dazu gehörte der Tunnelbahnhof mit 4 Gleisen gegenüber von Gössel. Die Stollen 25-31 waren bereits fertig und mit Gütern (von Akten bis Museumsgut) gefüllt. Die Stollen wurden 1945 von der SS versiegelt und mit neuen Bäumen bepflanzt. Bei den Amis mußte die SS zwei Stollen wieder aufmachen, etwa 30% der Einlagerungen wurde von den Amis abtransportiert. Dabei wurden auch zahlreiche SS-Leute von den Amis erschossen (ich glaube alle, die dabei waren). Auch der Tunnelbahnhof wurde verschlossen, sowie alle Luftkanäle und Eingänge vom TÜP versiegelt. Objekt Jasmin sind u.a. die Anlagen in den Steinbrüchen der Sandsteinhöhlen zwischen Crawinkel und Luisental am Kienberg. Diese Objekte waren für die Raketenproduktion, A- und X-Serie, A 9/10, wozu auch Maschinen und Teile aus Nordhausen geliefert wurden. Die Gleise lagen so gut am Objekt, daß nachts direkt verladen werden konnte. Bei den Sonderflugobjekten wurden Teile vom Flugzeugwerk Gotha ebenfalls nachts angeliefert. Die Flugzeuge wurden nachts erprobt. Auch hier wurden die Anlagen versiegelt, weder Amis noch Russen kennen diese. Allerdings fielen den Amis sieben Flugobjekte, welche sie noch nie gesehen hatten, in die Hände. Sie wurden sofort in die USA gebracht. Den Russen verblieben nur Ersatzteile.

Das FHQ war ab Anfang März 1945 dienstlich komplett fertig, d.h., die Konferenzräume (ca. 12×8 m bzw. 20×6 m), der Lagerraum (10×8 m bzw. 8×8 m), Hitlers pers. Räume (ca. 6×4 m) sowie Schlafräume und Sanitäreinrichtung. Diese Räume waren in einfacher Ausstattung. Vom anderen FHQ waren ca. 50% fertig, so der große und der kleine Speisesaal, Aufenthaltsräume, große Küche, Schwimmbecken, Gastschlafräume usw. Diese Räume waren mit dem Luxus der Zeit versehen, d.h. Polsterausstattung, künstliche Fenster mit Sonnenschein und Landschaftsbild, Meißner Porzellan und goldenem Besteck. Hitler und ein Teil seines Stabes waren vom 22. März bis 28. März 1945 im FHQ. Am 27./28.März 1945 fand Hitlers letzte große Beratung und Konferenz hier statt. Dabei war der Schwerpunkt der Einsatz der Siegeswaffe und der Transport der Waffe zum Abwurf auf Amerika.

(c) Arnstädter Stadtecho im April 2001 (aus D. Zeigert; Hitlers letztes Refugium?)