GTGJ Vereinshaus eröffnet – vom 20.06.2004

Quelle: Arnstädter Stadtecho im Juni 2004

GESCHICHTS- UND TECHNOLOGIEGESELLSCHAFT JONASTAL e. V.
Vereinshaus eröffnet -> Informations- und Gedenkstätte zum Jonastal in Wölfis

Die Geschichts – & Technologiegesellschaft Jonastal e.V eröffnete am 5. Juni offiziell ihr Vereinshaus mit Ausstellung. Im Rahmen der 1225 Jahrfeier in Wölfis begrüßte der Bürgermeister Reinhardt den Verein noch einmal auf das Herzlichste. Über 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger, Pressevertreter, das MDR-Thüringen-Journal, Bürgermeister der umliegenden Ortschaften, der Kommandant des TrÜbPI Ohrdruf, Hauptmann König, Vertreter von befreundeten Vereinen und Vertreter vom Landratsamt Gotha gratulierten ganz herzlich zur Eröffnung.

An diesem Tag startete am Vormittag ein Bus mit ca. 40 Interessierten zu einer Exkursion in die sogenannte „L-Muna“ Crawinkel. Um das Thema Jonastal, Muna, Truppenübungsplatz und die Ereignisse im Dritten Reich in unserer Heimat ranken sich bis heute viele Legenden, Mythen und Veröffentlichungen. Unter anderem auch deshalb, weil in der Zeit von 1945 bis 1990 die Forschung sehr schwierig war. Die Aufarbeitung der tatsächlichen Geschehnisse in dieser Zeit hat sich der „Jonastalverein“ zur Aufgabe gemacht. Die Lage des Vereinshauses in Wölfis, Arnstädter Straße 11, ist ideal, liegt es doch 300 Meter vom TrÜbPI, 4 Kilometer vom Jonastal und 2 Kilometer von der „L-Muna“ Crawinkel entfernt. Die Ausstellung befindet sich noch im Aufbau. Es gab keinerlei finanzielle Zuwendungen, alles wurde von den knapp 60 Mitgliedern in vielen Stunden Eigenleistung erschaffen. Zu sehen sind bereits eine Nachbildung eines Stolleneingangs, diverse Ausstellungsstücke und heimatgeschichtliches Material, welches den Großraum Jonastal betrifft. Das Vereinshaus soll eine Begegnungsstätte für alle Interessierten sein, die sich über die wirklichen damaligen Geschehnisse informieren und darüber diskutieren wollen. Unsere Gesellschaft bietet jedem Interessierten die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild über unsere Vereinsarbeit und das „Rätsel Jonastal“ zu bilden. Dazu gehören natürlich auch Aussagen der Überlebenden der betreffenden KZs und ihrer Außenlager, die von Angehörigen der kämpfenden Truppen in diesem Gebiet und natürlich Ihrer Kinder und Nachfahren. Das Interesse ist an den Geschehnisen ist ungebrochen groß. Nun gibt es neben den bekannten Gedenksteinen, den vielen Büchern und nach der Schließung der ehemaligen Espenfelder Gedenkstätte endlich wieder eine kleine Informations- und Gedenkstätte, in der man mehr über das Jonastal und die angrenzenden Gebiete erfahren kann. „Dies alles soll nach unseren Vorstellungen einen gedenkstättenähnlichen Charakter tragen und natürlich keinen Eintritt kosten. Im Moment können wir nur für Gruppen (nach vorheriger Anmeldung) öffnen. Ab Juli wird es feste Öffnungszeiten geben“, so Peter Schmidt vom Vorstand. Immer am ersten Samstag und am letzten Sonntag des Monats wird das Vereinshaus für Besucher von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein. Selbstverständlich wird es auch weitere kostenfreie Führungen, wie die durch die „L-Muna“ Crawinkel und zu anderen Objekten geben. Informationen über Verein und Ausstellung kann man im Büro der GTGJ, Tel. 03624335990 (derzeit leider nicht ständig besetzt) erhalten.